Samstag, 15. Februar 2014

Mars-Stein aus dem Nichts: NASA präsentiert Erklärung für "Pinnacle Island"


"Pinnacle Island" (A) und sein Gegenstück (B) am Herkunftsort unterhalb der Fahr- und Wendespuren (C) des NASA-Marsrovers "Opportunity". (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zur vergrößerten Originalabbildung zu gelangen.) | Copyright: NASA/JPL-Caltech/Cornell Univ./Arizona State Univ.

St. Louis (USA) - Einen Monat nachdem ein wie aus dem Nichts auf Aufnahmen des NASA-Mars-Rovers Opportunity aufgetauchter Stein, nicht nur Laien sondern selbst die NASA vor ein Rätsel gestellt hatte und Forscher sogar schon über einen möglichen Mars-Organismus spekulieren ließ (...wir berichteten, s. Links), haben NASA-Wissenschafter nun die Herkunft des bis anhin mysteriösen Steins mit der Bezeichnung "Pinnacle Island" geklärt.

In Aufnahmen der unmittelbar neben dem Stein (s. Abb. A) gelegenen Wendespuren des Rovers hat das Team um den Opportunity-Wissenschaftler Ray Arvidson von der Washington University in St. Louis sozusagen die andere Hälfte von "Pinnacle Island" identifiziert (B) und damit die bereits erste Theorie der NASA-Forscher bestätigt, dass der Stein während des Wendemanövers des Rovers von dessen Rädern an seine neue Position bewegt wurde.


"Nachdem wir den Stein (A) genauer untersucht hatten, haben wir Opportunity eine kleine Strecke bewegt und konnten so ein Kleinwenig den Hügel hinaus schauen. Hier lag ein aus dem Boden bewegter und umgedrehter Stein, der die gleiche ungewöhnlichen Merkmale besitzt (B). Anhand der Fahrspuren (C) des Rovers können wir sehen, dass wir über diesen Stein hinweg gefahren sind. Das ist der Ort, von dem 'Pinnacle Island' stammt."


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Eine genauere Untersuchung von "Pinnacle Island" habe gezeigt, dass dieser Brocken hohe Bestandteile an Elementen wie Mangan und Schwefel besitzt. Da es sich hierbei um wasserlösliche Stoffe handelt, lege dieser Umstand nahe, dass diese Bestandteile auch von Wasser im Stein eingelagert wurden.


"Dieser Vorgang könnte sich unmittelbar unter der Oberfläche sogar vor erst vergleichsweise kurzer Zeit angespielt haben", so Arvidson. "Oder es könnte tiefer im Untergrund vor wesentlich längerer Zeit passiert sein." Durch Erosion könnte der Stein dann an die Oberfläche gelangt und von "Opportunity" erfasst worden sein.


Nachdem der Rover dein Stein nun ausführlich untersucht habe, werde Opportunity seine Reise gen Süden und hangaufwärts fortsetzen, um hier freigelegte Gesteinsschichten zu untersuchen. Da der Tiefstpunkt des derzeitigen Marswinters überstanden sei, stehe dem schon seit 10 Jahren aktiven und solarbetriebenen Rover schon bald auch wieder deutlich mehr Energie für weitere Entdeckungen zur Verfügung.


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Quelle: NASA
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