Montag, 24. Februar 2014

Universitäts-Astronom überzeugt: "Entdeckung erster außerirdischer Zivilisationen schon innerhalb der nächsten 15 Jahre möglich"


Konzept des PLATO-Weltraumteleskops (Illu.). | Copyright: ESA


Warwick (England) - Professor Don Pollacco von der Warwick University ist einer der Leiter der erst vor wenigen Tagen von der europäischen Raumfahrtagentur ESA beschlossenen Weltraumteleskop-Mission "PLATO" und zeigt sich davon überzeugt, dass spätestens mit Hilfe der nächsten Generationen von Weltraumteleskopen schon innert der nächsten 15 Jahre erste außerirdische Zivilisationen gefunden werden.

Das Weltraumteleskop PLATO (Planetary Transits and Oscillations of stars) soll 2024 starten und in 1,5 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde - von einem der sogenannten Lagrange-Punkte aus - mindestens sechs Jahre lang den Himmel beobachten. Mit einer Anordnung von zugleich 34 Einzelteleskopen soll es Millionen von Sterne nach dortigen Planeten absuchen. Das Blickfeld von PLATO wird damit 20 mal größer sein als das des bislang erfolgreichsten Planeten-Entdeckers, dem NASA-Weltraumteleskop "Kepler", mit dem bislang schon mehr als 4.000 Planetenkandidaten gefunden wurden.


PLATO nimmt zudem vergleichsweise uns nahe Sterne ins Visier. Das Wltraumteleskop sucht u.a. anhand von regelmäßig wiederkehrenden Helligkeitsschwankungen im Licht der "Sonnenscheibe" ihrer Sterne, nach Hinweisen auf in sogenannten Transits vor diesen Sternen vorbeiziehende Planeten. Anhand der von PLATO gewonnen Daten können Wissenschaftler dann auch Rückschlüsse auf Aktivität des Sternes selbst und damit auf dessen Alter und das seiner Planeten ziehen. Zudem lassen sich Aussagen über Größe, Zusammensetzung und die Entfernung dieser Planeten zu ihrem Stern treffen (...wir berichteten).


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PLATO, so zitiert der "Coventry Telegraph" den Astronom, ebene damit nicht nur den Weg für die Entdeckung erdähnlicher und damit potentiell lebensfreundlicher Planeten, sondern auch für die erste Entdeckung von außerirdischen Zivilisationen.


Speziell industriell entwickelte Zivilisationen will der Forscher dann mit gezielten Folgemissionen und Untersuchungen anhand ihrer Umweltverschmutzung bzw. deren Spuren in den Atmosphären entsprechender Planeten eindeutig identifizieren: "Es gibt bestimmte Dinge, die nicht natürlichen Ursprungs sind. Industrielle Umweltgifte sind solche offenkundigen Hinweise auf eine entsprechend entwickelte Zivilisation. Es gibt beispielsweise unterschiedliche Metalle, wie sie zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Entwicklungsgeschichte eines Planeten auf rein natürliche Art und Weise einfach nicht vorkommen. Werden solche Spuren in der Atmosphäre eines fernen erdähnlichen Planeten gefunden, so müsste man diese als Zeichen für eine entsprechend entwickelte Zivilisation werten."


Die Identifikation solcher Stoffe, so zeigt sich Pollacco fasziniert, "ist noch innerhalb unserer Lebenszeit möglich. Das würde alles verändern und wäre wirklich umwerfend."


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Quelle: coventrytelegraph.net
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