Sonntag, 9. März 2014

Mumien-Käse, irdischer Sonnenschutz, Musikblindheit, rotierendes Schwarzes Loch, Affen-Orientierung, zerbrechender Asteroid, Ur-Gestein

Forscher rekonstruieren Rezept für Mumien-Käse
Normalerweise analysiert das Team von Andrej Shevchenko am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden Proteine und Fette in Zellen von Fruchtfliegen oder Fadenwürmern. In diesem Fall hatten die Forscher aber außergewöhnliche Proben in ihren Apparaten: Unförmige Brocken, die sich als Käsereste aus der frühen Bronzezeit entpuppten und somit den bisher ältesten bekannten Käse darstellen. Die Käsebrocken sind Grabbeigaben, die auf Hals und Brust einer rund 4000 Jahre alten mumifizierten Leiche aus dem Gräberfeld Xiaohe in Xinjiang im westlichen China gefunden wurden. Aus der Analyse konnten die Forscher das Rezept des Käses rekonstruieren: Wie Kefir wurde er aus Milch hergestellt, die mit einem Gemisch aus Bakterien und Hefe versetzt und zum Gären gebracht wurde.

Link zur deutschsprachigen Originalmeldung:

http://www.mpg.de/7979786/kaese_aus_der_bronzezeit

Plasmaschwaden schützen die Erde vor Sonnenstürmen
Größtenteils übernimmt den Schutz der Erde vor Sonnenstürmen das irdische Magnetfeld – die sog. Magnetosphäre. Doch wenn dieses Feld mit dem Magnetfeld der Sonne in Berührung kommt, können durch die dabei entstehende magnetische Rekonnexion (Neuverbindung) starke elektrische Ströme von der Sonne in die Erdatmosphäre einfließen und hier zu geomagnetischen Stürmen und anderen Weltraumwetterphänomenen führen, die hochfliegende Flugzeuge, Astronauten, Satelliten und die Internationale Raumstation gefährden können. Wissenschaftler der NASA und des MIT haben jetzt einen weiteren, bislang unbekannten Mechanismus entdeckt, der dazu beiträgt, unsere Erde vor schädlichen Sonnenstürmen zu schützen.

Link zur Originalmeldung:

http://web.mit.edu/newsoffice/2014/a-river-of-plasma-guarding-against-the-sun-0306.html

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Musik löst bei manchen Menschen tatsächlich keinerlei Gefühle aus
Ein seltsames Phänomen: Es gibt Menschen, die sind völlig immun gegenüber Musik. Egal, welche Musikart sie sich anhören, sie löst weder Freude, noch Wohlgefühl, Trauer oder andere Gefühle aus. Jetzt zeigt sich: Diese Menschen besitzen tatsächlich eine Art blinden Fleck: Ihr Gehirn reagiert zwar auf andere emotionale Reize völlig normal, gegenüber der emotionalen Wirkung der Musik aber ist es blind.

Link zu einer externen deutschsprachigen Meldung:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17303-2014-03-07.html

Weltraumteleskope messen erstmals direkt die Rotationsrate eines Schwarzen Lochs
Ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes, supermassereiches Schwarzes Loch rotiert nahe am theoretischen Limit. Das zeigen Beobachtungen von Forschern in den USA. Es ist das erste Mal, dass Astronomen die Eigendrehung eines so weit entfernten Schwarzen Lochs messen konnten. Dabei half den Himmelsforschern eine so genannte Gravitationslinse, eine im Vordergrund liegende Galaxie, die das Licht des weiter entfernten Objekts verstärkt. Die schnelle Rotation zeige, dass supermassereiche Schwarze Löcher durch einen gleichmäßigen Zustrom von Materie anwachsen.

Link zu einer externen deutschsprachigen Meldung:

http://www.weltderphysik.de/gebiet/astro/news/2014/rasante-drehung-eines-fernen-schwarzen-lochs/

Link zur Originalmeldung:

http://www.nasa.gov/mission_pages/chandra/news/black-hole-spin.html

In räumlicher Orientierung stehen die Menschenaffen nicht hinter uns Menschen zurück
Unsere nächsten Verwandten haben in punkto räumlicher Orientierung die Nase vorn, wie ein Experiment zeigt. In komplexen virtuellen Labyrinthen wählte eine Schimpansin die effektivste Strategie und kam schneller ans Ziel als menschliche Kinder und selbst manche Erwachsene. Das belegt, dass sich Schimpansen nicht nur Landmarken und Wege genauso gut merken wie der Mensch, sie finden sich auch in fremder virtueller Umgebung ähnlich gut zurecht.

Link zu einer externen deutschsprachigen Meldung:

www.scinexx.de/wissen-aktuell-17287-2014-03-05.html

Hubble beobachtet erstmals "sanftes" Auseinanderbrechen eines Asteroiden
Schwere Kollisionen, große Krater und fliegende Felsbrocken – so sieht das verbreitete Bild aus, wenn Asteroiden zerbrechen. Amerikanische Astronomen haben jedoch jetzt einen Asteroiden entdeckt, der völlig ohne Spektakel auseinander fällt. Diese Möglichkeit war bislang nur in Spekulationen bekannt. Mit dem Hubble Weltraumteleskop beobachteten die Forscher den Prozess nun zum ersten Mal direkt.

Link zu einer externen deutschsprachigen Meldung:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17305-2014-03-07.html

Link zur Originalmeldung:

http://www.spacetelescope.org/news/heic1405/

Zirkon ist ältestes Gestein der Erde
Ein Zirkonkristall aus Jack Hills im Westen Australiens gehört mit einem Alter von 4,4 Milliarden Jahren zum frühesten Gestein der Erde. Das Mineral ist damit die älteste Spur einer festen Erdoberfläche Der Fund verrät viel über die Entstehung des Planeten.

Link zur Originalmeldung:

http://www.news.wisc.edu/22568

Link zu einer externen deutschsprachigen Meldung:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/zirkon-in-australien-das-aelteste-stueck-des-planeten-1.1896891

grenzwissenschaft-aktuell.de
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE