Donnerstag, 6. März 2014

Lebensfreundliche Super-Erden in Sonnennähe entdeckt


Künstlerische Darstellung eines Planeten, der einen Roten Zwergstern umkreist. | Copyright: Neil Cook, University of Hertfordshire

Hatfield (England) - Britische und chilenische Astronomen haben acht neue Exoplaneten entdeckt, die Rote Zwergsterne umkreisen. Drei dieser fernen Welten sind sogenannte Super-Erden, die ihren Stern zudem auch noch innerhalb der lebensfreundlichen, sogenannten habitablen Zone umkreisen. Gemeinsam mit anderen Beobachtungen, etwa der des Weltraumteleskops Kepler, lassen die neuen Entdeckungen den Schluss zu, dass nahezu alle Roten Zwerge, die etwa Dreiviertel aller Sterne in der Milchstraße ausmachen, von mindestens einem Planeten umkreist werden. Die Studie legt zudem nahe, dass sich lebensfreundliche Super-Erden, auf denen Wasser in flüssiger Form - und damit die Grundlage zumindest des irdischen Lebens existieren kann - um mindestens ein Viertel aller Roten Zwerge in unserer direkten kosmischen Nachbarschaft finden.

Wie die Forscher um Dr. Mikko Tuomi von der University of Hertfordshire in der kommenden Ausgabe des Fachjournals "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" berichten, gelang die Entdeckung der neuen Planeten mit Hilfe der Instrumente HARPS (High Accuracy Radial Velocity Planet Searcher) und UVES (Ultraviolet and Visual Echelle Spectrograph), die von der Europäischen Südsternwarte in Chile betrieben werden.


Dabei stellen die acht nun bestätigten Planeten nur einen kleinen Teil der Entdeckung kleinerer Planeten in den Beobachtungsdaten der Astronomen dar. Eine Vielzahl warte noch darauf, durch weitere Beobachtungen bestätigt zu werden. "Selbst um die direkten Nachbarsterne unserer Sonne haben wir Signale von Planetenkandidaten entdeckt", so Tuomi.


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Zwar hatten schon zuvor die Entdeckungen und Beobachtungen mit dem NASA-Weltraumteleskop "Kepler" zu ähnlichen Schlussfolgerungen über die Anzahl von kleineren Planeten um Rote Zwerge geführt, doch kann die aktuelle Studie diese Einschätzung nun auch anhand sonnennaher Sterne bestätigen.


Im Gegensatz Beobachtungsfeld von Kepler, befinden sich die nun beschriebenen und beobachteten Sterne mitsamt ihrer Planeten gerade einmal zwischen 15 und 80 Lichtjahren von der Erde entfernt. Die Umlaufzeiten der Planeten liegen zwischen zwei Wochen und neun Jahren. Das wiederum bedeutet, dass diese Planeten ihre Sterne in Abständen zwischen 0,05 und 4 Astronomischen Einheiten (1 AE = Abstand Erde-Sonne = ca. 149 Millionen Kilometer) umkreisen. Derzeit arbeiten die Astronomen an Folgebeobachtung zu zehn weiteren schwachen Signalen innerhalb der Daten.


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Quelle: herts.ac.uk
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