Montag, 24. März 2014

Socorro: Bestätigt neuer Archiv-Foto-Fund die Schwindel-Theorie rund um berühmte historische UFO-Sichtung?


Historisches Foto von 1965 zeigt den Start eines Eiförmigen Ballon s durch Studenten des New Mexico Tech’s Atmospheric Lab. | Copyright/Quelle: Anthony Bragalia, ufocon.blogspot.com

Socorro (USA) - Die Sichtung des Polizeioffiziers Lonnie Zamora im April des Jahres 1964 zählt zweifelsohne zu den großen Klassikern der neuzeitlichen UFO-Sichtungen - nicht zuletzt, da der Fall selbst in den Akten der berühmten UFO-Studie der Air Force, "Project Blue Book" als abgelegt wurde. Schon seit Jahren vermutet der UFO-Forscher Anthony Bragalia jedoch, dass es sich um einen Schwindel von Studenten gehandelt haben könnte. Jetzt präsentiert er den Fund eines alten Fotos, durch das er diese Schwindel-Theorie bestätigt sieht.


Schon zuvor hatte Bragalia einen zeitgenössischen Brief des damaligen Universitätspräsidenten der "New Mexico Tech", Dr. Stirling Colgate, in den Hinterlassenschaften von Dr. Linus Pulding entdeckt, die in den "Special Collections" der Oregon State University archiviert sind. In seinem Brief befragte Pauling den seinen befreundeten Kollegen über die Vorkommnisse rund um Zamoras Sichtung. Am Ende des Briefes findet sich ein handschriftlich verfasster Zusatz: "Ich habe gute Hinweise auf jenen Studenten, der den Schwindelt ausgetüftelt hat. Der Student hat [die Universität bereits] verlassen. Grüße, Stirling (...wir berichteten)."


Bei weiteren Nachforschungen und Recherchen in den Archiven des New Mexico Tech’s Atmospheric Lab stieß Bragalia nun auf ein Foto, das er als "faszinierende visuelle Bestätigung" dafür ansieht, "dass die weltberühmte UFO-Sichtung von Polizeioffizier Lonnie Zamora in den 1960er Jahren, außerhalb von Socorro in Wirklichkeit ein von Studenten des nahegelegenen Colleges gestarteter Ballon war." Dieses außergewöhnliche Foto, so der sonst von der Realität eines exotischen UFO-Phänomens und des Absturzes eines außerirdischen Raumschiffs nahe Roswell im Sommer 1947 überzeugte UFO-Forscher, illustriert wahrscheinlich nicht nur wer den Schwindel durchgeführt hat sondern auch um was es sich in Wirklichkeit gehandelt und wie (das Objekt) ausgesehen hatte."


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Wie Bragalia in seinem aktuellen Artikel erläutert, decken sich sowohl Zamoras Angaben zu Größe, Form, Farbe und Merkmalen des von ihm beobachteten Objekts größtenteils mit denen einer vermutlich leicht modifizierten Version des Ballons auf dem historischen Foto, das wahrscheinlich aus dem Jahr 1965 stammt.


Ob das von Bragalia schon seit Jahren skizzierte Schwindel-Szenario tatsächlich alle Details von Zamoras Sichtung erklären kann, wird sicherlich auch weiterhin Inhalt kontroverser Diskussionen bleiben...


- Bragalias vollständigen Originalartikel " ARCHIVED COLLEGE PHOTO REVEALS HOW THEY HOAXED THE SOCORRO UFO" finden Sie HIER


Hintergrund

UFO-Landung bei Socorro 1964

Am frühen Abend des 24. April 1964 war Polizeioffizier Lonnie Zamora, der zuvor sieben Jahre als Luftfahrtmechaniker gearbeitet hatte, gerade dabei einen Temposünder zu verfolgen, als er gegen 17:45 Uhr ein lautes Geräusch hörte, das er zuerst für eine Explosion hielt und aus diesem Grund die Verfolgung aufgab, um nach dem Rechten zu sehen.


Lonnie Zamora | Copyright: PD

Südwestlich von einem lokalen Dynamitlager sah Zamora dann ein Objekt, das er zuerst als hellen bläulich-weißen flammenden Zylinder wahrnahm, begleitet von einem lauten düsentriebartigen Geräusch. Über einen Seitenweg näherte er sich dem Objekt als sowohl die Flammen erloschen, als auch das Geräusch tiefer werdend abnahm.


Aus 150 bis 200 Metern Entfernung konnte er nun genauere beobachten. Das Objekt war weiß-leuchtend, von ovaler Form und stand aufrecht auf dem Boden eines abschüssigen Geländes. Im ersten Moment vermutete Zamora, dass es sich um ein verunglücktes Auto handeln könnte, doch dann sah er zwei menschenartige Gestalten neben dem Objekt, die weiße Overalls trugen und das Gerät zu inspizieren schienen. Auch die Wesen schienen plötzlich von Zamora Notiz genommen zu haben, da eines der beiden bei seinem Anblick empor zu schrecken schien. Zamora beschrieb die Gestalten später von der Größe von Schuljungen. Anhand eines nahen Busches wurde ihre Größe im Nachhinein auf etwas unter 1,50 Metern geschätzt.


Immer noch in der Annahme, dass es sich um einen Unfall handeln könnte, fuhr Zamora näher an das Objekt heran und benachrichtigte auch die Zentrale über einen möglichen "Autounfall". Erst jetzt, so Zamora später, bemerkte er, dass es sich weder um ein verunglücktes Auto, noch um sonst ein ihm bekanntes Objekt handelte, weswegen er nun von einem verunglückten militärischen Experimentalfahrzeug vom "White Sands"-Testgelände der Air Force ausging.


Kaum 30 Meter von dem Objekt entfernt parkierte er sein Auto und war gerade dabei auszusteigen, als er zwei drei dumpfe Schläge hörte, die Klangen, "als würde jemand Türen zuschlagen."


Den Abhang heruntersteigend, näherte er sich dem eiförmigen Objekt immer weiter und will auf diesem nun auch ein rotes Zeichen auf der Außenseite gesehen haben (s. f. Abb.). Zudem habe er nun erkannt, dass das Objekt tatsächlich etwa einen Meter über dem Boden auf mindestens zwei Beinen ruhte. Etwa 15 Meter an das Objekt herangekommen, ertönte erneut das düsenartige Geräusch und - bis orangefarbene jedoch rauchlose Flammen schossen düsenartig aus der Unterseite des Gefährtes.


Lonnie Zamoras Skizze des beobachteten Objekts mit Symbol

"Aufgrund des ansteigenden Lärms befürchtete ich, dass es explodieren könnte", also warf sich der Polizist, seine Arme über dem Kopf haltend zu Boden - doch die befürchtete Explosion blieb aus. In Panik will Zamora dann zurück zu seinem Auto gerannt während das Objekt hinter ihm langsam in die Höhe stieg. Kurz vor seinem Wagen, warf Zamora einen weiteren Blick auf das Objekt, das mittlerweile eine Höhe von ca. 7 Metern über dem Boden erreicht hatte und weiterhin langsam aufstieg, bevor es schlussendlich in zunehmendem Tempo in südwestlicher Richtung davongeflogen sei.


Nur kurz nach dem bizarren Vorfall trafen weitere Polizeibeamte am Ort des Geschehens ein und untersuchten gemeinsam mit Zamora die Gegend. An dem Ort, an dem der Polizist das ovale Objekt gesehen hatte, fanden die Beamten tatsächlich vier rechteckige Eindrücke im sandigen Boden und weitere kleinere Spuren, bei denen es sich - so vermutete Zamora - möglicherweise um die Fußabdrücke der beiden Insassen gehandelt haben könnte. Zudem zeigten einige Büsche und Pflanzen Schmauch- und Brandspuren. Ein Busch direkt unterhalb des Objekt war regelrecht in zwei Hälften zerteilt worden. Der Boden unterhalb war kreisförmig schwarz verkohlt und Teile des Sandes verglast.


Bereits zehn Minuten, nachdem das Objekt abgehoben haben soll, wurde der Ort ausführlich fotografisch durch Kollegen von Zamora dokumentiert und untersucht. Noch vor Ort kamen die meiste Polizisten in Ermangelung einer anderen rationalen Erklärung ebenfalls zu der Einschätzung, dass es sich um ein unbekanntes Testflugzeug der "White Sands"-Basis gehandelt haben müsse. Zamora erklärte jedoch, dass die von ihm beobachteten Insassen deutlich kleiner als normale Männer gewesen seien.


Neben Zamora wollen auch weitere Zeugen zur fraglichen Zeit ein eiförmiges Objekt über der Gegend und möglicherweise sogar die Landung selbst aus weiterer Entfernung beobachtet haben.


Die Sichtung Zamoras wurde zudem von staatlichen Stellen, wie Air Force Offizieren der White Sands Basis und dem FBI, aber auch durch den UFO-Forschern und Astronomen J. Allan Hynek, eingehend untersucht.


Während die Air Force später vermutete, dass es sich um ein militärisches oder raumfahrttechnisches Testgerät gehandelt habe, glaubten unabhängige Forscher wie Hynek, dass diese Erklärung eindeutig ausgeschlossen werden konnte. Abschließend fasste Hynek seine Einschätzung des Falls später wie folgt zusammen: "Bei diesem Fall, könnte es sich um eine Art 'Rosetta Stein' (der UFO-Forschung) handeln. Es gab bislang keinen derart starken Fall einer entsprechenden Beobachtung durch einen ähnlich unanfechtbaren Zeugen." Zur Einschätzung der US-Air Force gab Hynek (der einst selbst als Berater für die "Blue Book"-Studie der Air Force zum Ufo-Phänomen tätig gewesen war) lediglich folgendes zu Kommentar: "Die Air Force hat keine Ahnung davon, was Wissenschaft ist."


Die Pflanzen von der Landestelle wurden labortechnisch untersucht und zeigten eine besonders starke Austrocknung im Vergleich zu unbeeinträchtigten Pflanzen der Umgebung. Vor Ort konnte keinerlei Radioaktivität nachgewiesen werden. Die damalige Doktorandin Mary G. Mayes von der "University of Arizona" erinnert sich jedoch daran, anhand der Proben zwei organische Komponenten gefunden zu haben, die damals nicht identifiziert werden konnten. Die Struktur des verglasten Sandes verglich die Wissenschaftlerin damals mit Proben, die einen Jet-Strahlenwerk ausgesetzt waren.


Im formellen Bericht der Air Force wurden ursprünglich zahlreiche Fehler in den Aussage unterstellt, so etwa, dass man vor Ort keinerlei Spuren der Landung vorgefunden habe - eine Behauptung, die jedoch anhand der Polizeifotos vom Ereignisort selbst von Skeptikern als falsch eingestuft wird.


In einem späteren Geheimbericht an die CIA erklärte der Leiter von "Projekt Blue Book" Major Hector Quintanilla, dass es "keinen Zweifel daran gebe, dass Lonnie Zamora ein Objekt beobachtet hatte, dass einen große Eindruck auf ihn gemacht hat. Zudem gibt es keinen Zweifel an Zamoras Glaubwürdigkeit als ernsthafter Polizist, Stütze der Kirche und als versierter Kenner von bekannten Flugzeugen. (...) Zamora rätselt immer noch über das, was er beobachtet hatte, und ehrlich gesagt , geht es uns geht ebenso. Es handelt sich um den (bislang) am besten dokumentierten Fall und wird sind trotz gründlicher Untersuchung nicht in der Lage ein Gefährt oder einen Stimulus als Grund für Zamoras Beobachtung und Panik zu finden."


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