Montag, 5. Mai 2014

Die Schönheit nach der Katastrophe: Die Osuga-Täler auf dem Mars


Berlin (Deutschland) - Das wunderschön anmutende Landschaftsbild der Osuga-Täler auf dem Mars mit seinen sanft geschwungenen Kanälen und tropfenförmigen Inseln lässt leicht die zerstörerischen Ereignisse vergessen, die zu seiner Entstehung geführt haben: Einst formten gleich mehrere gigantische Flutereignisse dieses verzweigte Netz von Flusstälern. Die hier präsentierten Bilder der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebenen hochauflösenden Stereokamera HRSC auf der ESA-Sonde Mars Express zeigen den zentralen Teil von Osuga Valles.

- Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrus für Luft und Raumfahrt, DLR. Weitere Aufnahmen der Osuga-Täler finden Sie HIER


Mit nur 164 Kilometern Länge ist das Tal zwar relativ kurz, dafür lassen seine Breite (bis zu 20 Kilometer) und Tiefe (bis zu 900 Meter) darauf schließen, dass sich hier gewaltige Flutkatastrophen ereignet haben. Die starke erosive Kraft der durchströmenden Wassermassen hat die für solche geologischen Prozesse typischen Landschaftsmerkmale hervorgebracht: Tropfenförmige Inseln, die von den Fluten umspült wurden, Strömungsmuster auf dem Talgrund in Form von Rillen und Uferterrassen an den Rändern und an den Seiten der umströmten Inseln. Die Rillen auf dem Talboden sind ein Zeichen für die hohe Fließgeschwindigkeit des Wassers, die Stromlinien rings um die Inseln belegen, dass das Wasser in Richtung Nordosten geflossen ist (rechts unten) Höhenunterschiede in den Talböden sowie die sich kreuzenden Täler weisen darauf hin, dass mehrere einzelne Flutereignisse stattgefunden haben.


Existierte am Talende einst ein See?

Osuga Valles, benannt nach einem russischen Fluss, liegt etwa 170 Kilometer südlich der "Schlucht der Morgenröte" (Eos Chasma), die sich am östlichen Ende des riesigen Mars-Canyons Valles Marineris befindet. Die Osuga-Täler entspringen einem so genannten chaotischen Gebiet, das in das Eos-Tal an der Mündung der Valles Marineris übergeht. Das Wasser, das die Osuga Valles ausgeschürft hat, ist vermutlich in einem anderen chaotischen Gebiet versickert, zu sehen im unteren Teil der Bilder 1, 3 und 4. Vielleicht bildeten die Wassermassen in diesem großen, bis zu 2,5 Kilometer tiefen Gebiet einen See, der über einen längeren Zeitraum dort existierte.

Quelle: DLR.de
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
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