Dienstag, 24. Juni 2014

ATLAST: Riesiges Weltraumteleskop soll ab 2030 außerirdisches Leben finden


Künstlerische Darstellung des Zusammenbaus des angedachten Weltraumteleskops ATLAST durch einen Astronauten im All (Illu.). | Copyright: NASA/STScI

Leicester (England) - Bald 25 Jahre nach dem Start des Weltraumteleskop "Hubble" und dem für 2018 anvisierten Start seines Nachfolgers, dem "James Webb Space Telescope" (JWST), haben internationale Astronomen schon das nächste Projekt vor Augen: Das "Advanced Technologies Large Aperture Space Telescope" (ATLAST) soll schon in den 2030er Jahren Hin- und Beweise für Leben auf fernen Planeten finden. Das Weltraumteleskop soll jedoch so groß werden, dass es - zunächst in Einzelteile zerlegt - erst im Weltraum selbst zusammengebaut werden soll.

Einer der Gründe für die frühzeitige Planung, dies erläuterte Professor Martin Barstow von der University of Leicester auf dem Jahrestreffen der National Astronomy in Portsmouth, sei die relativ kurze Einsatzdauer des JWST.


Derzeit wird ATLAST als Konzept in den USA und Europa entwickelt. Das Weltraumteleskop soll einen Spiegel von 20 Metern Durchmesser und soll im sichtbaren und infraroten Lichtspektrum operieren. Damit könnte mit ATLAST das Licht ferner erdgroßer Planeten analysiert werden, die sonnennahe Sterne umkreisen. Anhand der so ermittelten Spektren könnte dann in potentiell vorhandenen Atmosphären dortiger Planeten nach Hinweisen auf molekularen Sauerstoff, Ozon, Wasser und Methan gefahndet werden, deren Existenz als sogenannte Bio-Marker auf Leben hindeuten könnte.


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Hinzu könnte mit ATLAST auch beobachtet werden, wie sich die Oberflächen solcher Planeten einhergehend mit den Jahreszeiten verändern aber auch ferne Sterne und die Entstehung von Galaxien untersucht werden.


Da die Ausmaße des Teleskops jedoch alles bisherige übersteigen würden, müsste es in Einzelteilen im All zusammengebaut, hier erst auf eine Startrakete montiert und von dieser zu seinem Arbeitsplatz - einer Erdumlaufbahn in etwa der vierfachen Distanz zwischen Erde und Mond (1,5 Millionen Kilometer) - geschossen zu werden.


"Dieses Teleskop wird erdähnliche Planeten sehen können, die Sterne in bis zu 30 Lichtjahren Entfernung zur Sonne umkreisen", so Barstow. "Es gibt zehntausende Sterne innerhalb dieser Distanz und wir vermuten, dass mindestens einige tausende dieser Sterne sonnenähnlich sind. Derzeit schätzen wir, dass wir mit ATLAST rund 60 interessante Planeten finden könnten."


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Quelle: le.ac.uk
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