Montag, 23. Juni 2014

Erdmagnetfeld schwächt sich ab - Besonders über der westlichen Hemisphäre


Die Swarm-Karte zeigt Veränderungen im Erdmagnetfeld von Januar bis Juni 2014. Während Rotschattierungen eine Stärkung des Erdmagnetfeldes anzeigen, weisen Blauwerte Regionen mit einem geschwächten Erdmagnetfeld aus. | Copyright: ESA/DTU Space

Kopenhagen (Dänemark) - Die erste Auswertung von hochauflösenden Messungen des Erdmagnetfeldes mit dem europäischen Satelliten-Trio "Swarm" offenbart die jüngsten Veränderungen des Magnetfelds der Erde, das unsere Planetenoberfläche vor schädlicher solarer und kosmischer Strahlung schützt. Die Messungen zeigen, dass sich das Erdmagnetfeld in den vergangenen sechs Monaten deutlich abgeschwächt hat. Besonders dramatisch sei der Rückgang über der westlichen Hemisphäre. Über anderen Regionen - etwa über dem Indischen Ozean - wiederum hat sich das Erdmagnetfeld im gleichen Zeitraum verstärkt.

Die bisherigen Messungen basieren auf magnetischen Signalen, die vom Erdkern abgegeben werden. In den kommenden Monaten werden die Wissenschaftler der Europäischen Raumfahrtagentur ESA anhand der Auswertung weiterer Swarm-Daten auch Rückschlüsse über die Auswirkungen anderer Quellen des Erdmagnetfeldes - wie etwas des Erdmantels, der Kruste, der Ozeane, der Ionos- und Magnetosphäre - vornehmen.


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Künstlerische Darstellung des Erdmagnetfeldes. | Copyright: ESA/ATG Medialab

Anhand dieser Gesamtauswertung erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse über zahlreiche natürlichen Prozesse, wie sie sich sowohl tief im Erdinnern abspielen oder aber - wie etwa das sogenannte Weltraumwetter - von der Sonnenaktivität abhängig sind. Zudem sollen die Daten auch Aufschluss darüber geben, warum sich das Erdmagnetfeld derzeit messbar abschwächt.


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Quelle: ESA
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