Dienstag, 17. Juni 2014

Mysteriöser Radar-Blackout über Europa: 13 Flugzeuge kurzfristig "verschwunden"


Blick ins Zentrum der Deutschen Flugsicherung in Bremen. | Copyright: DFS.de

Köln (Deutschland) - Zwei Radar-Blackouts sorgten jeweils am 5. und 10. Juni 2014 dafür, dass insgesamt 13 Flugzeuge, die sich gerade über Europa befanden, von den Radarschirmen der jeweils verantwortlichen Fluglotsen in Deutschland, Österreich und der Tschechischen Republik für bis 25 Minuten verschwanden. Bis heute haben Experten keine Erklärung für den Vorfall.

Während der Blackouts bestand bis zu 25 Minuten zu keiner der Maschinen Radarkontakt. Angaben etwa über Flughöhe, Position und Geschwindigkeit mussten von den Besatzungen über Funk an die Bodenstationen durchgegeben werden.


Markus Pohanka von der österreichischen Flugsicherung "Austro Controll" beschrieb den Vorfall gegenüber Pressevertretern als "bislang einmalig" - betont jedoch, dass die betroffenen Flugzeuge ihre Flugrouten ungehindert fortsetzen konnten.


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Ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung erklärte gegenüber der britischen Tageszeitung "Daily Telegraph", dass es sich um eine "externe Störquelle" gehandelt haben müsse und man bislang immer noch nach einer Erklärung suche.


Da die Sicherheitsbehörden befürchten, dass es sich um einen Hackerangriff auf das europäische Flugsicherheitssystem handeln könnte, haben die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) und die für zentralen Koordination der Luftverkehrskontrolle in Europa zuständige "Eurocontrol" eine Untersuchung der Vorfälle eingeleitet.


Während unmittelbar nach den Vorfällen von einigen Seiten vermutet wurden, dass eine NATO-Übung zur elektronischen Kriegsführung zur fraglichen Zeit in Ungarn für den Radar-Blackout verantwortlich gewesen sein könnte, erklärte das Verteidigungsbündnis und Ungarns Verteidigungsminister, dass die eingesetzten Gerätschaften zwar dafür konzipiert seien, das feindliche Radar zu behindern, dass die Reichweite der Instrumente den Ausfall jedoch nicht erklären könne. Zudem seien die Übungen beim zweiten Vorfall am 10. Juni bereits angeschlossen gewesen.


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Quelle: telegraph.co.uk, eurocontrol.int, easa.europa.eu
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