Samstag, 19. Juli 2014

Erdartige Böden: Mikrobisches Leben auf dem Mars wahrscheinlich


Aufnahmen des NASA-Mars-Rovers "Curiosity" offenbare urzeitliche, erdartige Böden auf dem Mars. | Copyright: NASA

Eugene (USA) - Im innern eines rund 3,7 Milliarden Jahre alten Marskraters haben US-Forscher erdartige Böden entdeckt, die die Existenz von mikrobischem Leben nahelegen, wie es selbst heute noch auf dem Mars existieren könnte. "Würden wir solche Böden irgendwo auf der Erde finden, so würden wir sie mit großer Sicherheit als das Resultat von biologischen Prozessen deuten", so der Autor der aktuellen Studie.

Wie der international anerkannte Experte für alte und fossile Böden Geologe, Gregory Retallack von der University of Oregon aktuell im Fachjournal "Geology" (DOI: 10.1130/G35912.1) berichtet, offenbaren neuen Aufnahmen der mobilen Laboreinheit "Curiosity" erdartige Bodenstrukturen wie aufgebrochene Oberflächen, ellipsenförmige Hohlräume und Konzentrationen bestimmter Sulfate und Tonerden eine Zusammensetzung des Bodens, wie sie der von Böden in den Antarktischen Trockentälern und in der Atacamawüste auf der Erde entsprechen.


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"Die Bilder waren der erste Hinweis, der dann von den Daten des Rovers bestätigt wurde", kommentiert Retallack seine Schlussfolgerungen. "Die neuen Daten der chemischen und mineralischen Analyse zeigen eindeutige Spuren chemischer Verwitterung und die Ansammlung von Mineralien, genau so, wie wir sie in einigen irdischen Böden erwarten würden und wie sie nahezu eindeutig auf die Aktivität von Mikroben hinweisen."


"Wenn wir eine derartige Zusammensetzung in irgendwelchen irdischen Böden finden würden, so würden wir sie mit großer Sicherheit als das Resultat von biologischen Prozessen deuten."


Zwar stehe der Nachweis solcher einstigen oder sogar heute noch aktiven Mikroben weiterhin aus, doch zeige die neue Analysen zumindest, dass der Mars eins wesentlich feuchter und wärmer war als heute und vor rund drei Milliarden Jahren ein durchaus lebensfreundlicher Planet war.


"Diese Entdeckung ist ebenso wichtig wie faszinierend, zeigt sie doch - dass wir wahrscheinlich nur noch genauer suchen müssen, um Leben (auf dem Mars) zu finden", so Retallack abschließend.



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Quelle: uoregon.edu
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