Dienstag, 22. Juli 2014

Medium Robbert van den Broeke: US-Kameramann dokumentiert erneut Entstehung von Foto-Anomalie


Dan Drasin und Robbert van den Broeke während der Fotoexperimente im Februar 2014. | Copyright/Quelle: Dan Drasin / robbertvandenbroeke.nl

Hoeven (Niederlande) - Seit Jahren sorgt das niederländische Medium Robbert van den Broecke nicht nur durch seine Visionen und Vorhersagen von Kornkreisen, sondern auch mittels unzähliger Foto-Anomalien für Aufsehen und kontroverse Diskussionen. Nachdem Robbert von Kritikern und Skeptikern gezielte Manipulation und Fälschung vorgefworfen wurde und wird, gelang es nun dem US-amerikanischen Filmemacher Dan Drasin zum wiederholten Male die Entstehung der Kamera-Anomalien umfangreich zu dokumentieren und eine Manipulation durch v.d. Broeke auszuschließen.

Schon seit vielen Jahren zeigen sich auf "Schnappschüssen", die Robbert v.d. Broeke mit den unterschiedlichsten Kameras macht, unterschiedliche Anomalien – merkwürdig verzerrte Abbildungen von Gegenständen, Personen und teils bizarren "Wesen", die nicht Teil der natürlichen Fotosituation waren.


Eine Vielzahl der Foto-Anomalien, die Personen zeigen, konnte entweder als Abbildungen bekannter Persönlichkeiten oder aber als Verwandte jener Menschen identifiziert werden, mit deren Kameras die Foto gemacht wurden - auch wenn Robbert diese Personen noch nie zuvor gesehen hatte und auch nicht über deren Beziehung zu den Kamerabesitzern informiert war.



Eines von unzähligen Beispielen für eine von Robbert im August 2007 aufgenommenen Fotoanomalien (l.u.m.) und das fotografische Vorbild, eine Aufnahme der 2001 verstorbenen Mutter der anwesenden Zeugin. | Copyright/Quelle: Robbert van den Broeke

Interessant und nicht weniger bizarr ist jedoch der Umstand, dass all jene Personen, die bislang bereits identifiziert werden konnten, bereits verstorben waren. Handelt es sich also bei Robberts Fotos um eine moderne Variante der klassischen Geisterfotografie?


www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Wohl eher nicht, denn zu den auf Robberts Foto "erscheinenden" Porträts besagter Personen gibt es fast immer ein fasst identisches "fotografisches Vorbild": entweder ein publiziertes Fotos bekannter Persönlichkeiten oder aber Fotos der abgebildeten Personen in den Familienalben der Kamerabesitzer usw.



Ein auf Robberts Fotos "erschienener" Wehrmachtsoldat (l.) und das fotografische Vorbild als Abbildung im einem Buch über den 2. Weltkrieg (r.). | Copyright: Robbert van den Broeke

Obwohl es Robbert und die seinen Fall untersuchenden Forscher (u.a. Nancy Talbott) selbst waren, die als erste auf diesen Umstand aufmerksam gemacht hatten, ist es genau diese Situation, die Robbert von Seiten seiner Kritiker und Skeptiker den Vorwurf einbrachte, dass er besagte Fotos manipuliert und fälscht. Entweder dadurch, dass aus den bereits existierenden Fotos die Porträts ausgeschnitten und in den Unschärfebereich der Kameras gehalten wurden oder, dass schon zuvor Fotos mittels Bildbearbeitungsprogrammen manipuliert und auf die Datenchips oder interne Speicher der verwendeten Kameras übertragen und dann trickreich als neue Aufnahmen präsentiert wurden.


Tatsächlich gibt es außer diesen Vermutungen und Vorwürfen bislang keinen Fall, in dem Robbert ein solches Vorgehen direkt nachgewiesen werden konnte. Auch die Merkmale der oft seltsam verzerrten, teils transparenten und sich nach und nach erst manifestierenden Abbildungen der Gesichter, Personen und Gegenstände konnten bislang noch nicht mittels Tricktechnik und unter den gleichen Bedingungen, unter denen Robbert die Bilder meist ganz spontan erstellt, reproduziert werden.



Porträt eines bislang unbekannten Mannes auf einem der zahlreichen anomalen Fotos von Robbert van den Broeke. | Copyright/Quelle: Robbert van den Broeke

Hinzu kommt, dass bereits zahlreiche von Robbert unabhängige Personen, Forscher und Journalisten nicht nur während der Erstellung dieser Aufnahmen direkt anwesend waren und obig beschriebene Manipulationen ausschließen können - Robbert selbst fertigte eine Vielzahl dieser Aufnahmen nicht mit eigenen Kameras an, sondern nutzte die von den Zeugen mitgebrachten Kameras unterschiedlichster Hersteller und Systeme, - von billigen Kleinbildkameras bis hin zu semiprofessionellen Spiegelreflexkameras, mit deren Technik und Umgang er zuvor nicht vertraut war.


Was sich also auf Robberts Aufnahmen manifestiert, sind mehrheitlich keine "vitalen" Abbildungen vermeintlicher "Geister" sondern "Kopien" bereits existierender Bildvorlagen, die allerdings mehrheitlich bereits verstorbene Personen oder fiktive Charaktere zeigen. Während Robbert in einigen Fällen zwar auch Botschaften der auf diese Weise "erschienenen" Personen erhalten und deren "energetische Anwesenheit" haben will, kann auch er selbst nicht erklären wie und warum, sich diese Bildvorlagen auf den Fotos manifestieren.


Im Februar 2014 besuchte der US-Filmemacher Dan Drasin Robbert in den Niederlanden und dokumentierte die Erstellung von Foto-Anomalien mittels zweier Videokameras.


Um jede Manipulation der Fotokamera auszuschließen, brachte Drasin eine eigene Kleinbild-Digitalkamera mit, die über keinen eigenen internen Speicher verfügt. Zudem verwendete Drasin Speicherkarten, wie sie seit mindestens fünf Jahren nicht mehr hergestellt werden (s. Video).


Dan Drasin | Copyright: dandrasincom.ipage.com

Jede Speicherkarte wurde nummeriert und die darauf zuvor befindlichen Fotos vor laufender Kamera gelöscht. Während aller Fotoversuche stand Robbert vor einem dunkelblauen Vorhang in dessen Richtung er die Aufnahmen machte und wurde dabei von vorne mittels einer auf einem Stativ befestigten Kamera und zugleich von hinten mittels einer tragbaren Kamera gefilmt. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, dass Robbert während der Aufnahmen keine "Ausschnitte" vor die Linse der Kamera hält.


Danach wurden die Karten in einen passwort-geschützten Laptopcomputer übertragen. Während der gesamten Prozedur waren sowohl die verwendete Kleinbildkamera, als auch die Speicherkarten und der Computer stets in Sicht des Kamerateams.


Trotz all dieser Vorsichts- und Kontrollaufnahmen zeigten sich auch auf den hier erstellten Bildern die bekannten Fotoanomalien in Form einer menschlichen Hand und zweier "Porträts" von Friedrich Jürgenson, einem Pionier der Transkommunikationsforschung, der zugleich als Entdecker des Tonbandstimmenphänomens (EVP = Electronic Voice Phenomenon) gilt.



Fotoanomalie zeigt den Transkommunikations-Pionier Friedrich Jürgenson. | Copyright/Quelle: Dan Drasin / Robbert van den Broeke

Während der Experimente zeichnete die Stativkamera zugleich ein weiteres, bereits zuvor bekanntes Kamera-Phänomen auf, als die Videoaufnahme trotz gleichbleibender starken Beleuchtung des Raumes plötzlich immer dunkler wird, um sich dann wieder aufzuhellen. Ein solches "Verhalten" der Kamera war dem Team im Umgang mit dem Gerät bislang unbekannt (s.Video).


Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

Schon zuvor hatten auch andere Forscher die Entstehung der Fotoanomalien auf ähnliche Weise dokumentiert:


Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten


Robbert van den Broeke (l.) und GreWi-Herausgeber Andreas Müller im Sommer 2007. | Copyright: A. Müller (grewi.de)

Auch GreWi-Herausgeber Andreas Müller be- und untersuchte Robbert van den Broeke im Sommer 2007. Auch auf Fotos, die Robbert mit Müllers Spiegelreflexkamera (Olympus E-330), in deren Handhabung Robbert nicht erfahren war, zeigten sich die bekannten Anomalien. Da die Gesichtsdetails der abgebildeten Person jedoch zu unscharf sind, konnte diese Person bislang nicht identifiziert werden.



Robberts Aufnahmen mit Müllers mitgebrachter digitalen Spiegelreflexkamera. | Copyright: Andreas Müller (grewi.de) / Robbert van den Broeke

- Eine ausführliche Dokumentation von Robberts Foto-Anomalien finden Sie HIER


- Eine Gesamtübersicht zum Fall Robbert van den Broeke finden Sie HIER

grenzwissenschaft-aktuell.de
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE