Donnerstag, 10. Juli 2014

Meteoritenfragment in mittelsteinzeitlicher Schamanen-Hütte entdeckt


Verschiedene Ansicht des in den Resten einer Schamanen-Hütte gefundenen Meteoritenfragments. | Copyright: T. Galiński

Bolków (Polen) - Im Innern von Überresten einer mehr als 9.000 Jahre alten schamanischen Hütte nahe Bolków am Jezioro Świdwie (Neuendorfer See) in der Ueckermünder Heide in der polnischen Woiwodschaft Westpommern, haben Archäologen einen Meteoritenfragment entdeckt, das wahrscheinlich zu rituellen Zwecken verwendet und verehrt wurde.

Korrektur: In der ersten Version unserer Meldung beschrieben wir als Beifund des Meteoritenfragments eine "Magische Wand" aus Geweihen. Tatsächlich ist natürlich keine "Wand" sondern ein "Zauberstab" gemeint. Wir haben dieses Mißverständnis korrigiert.


"Dieser Meteorit wurde in diese Hütte als ein besonderes Objekt gebracht, als ein Objekt, das nicht von dieser Welt stammt. Es wurde sicherlich zu einem Glaubensobjekt und wahrscheinlich zu einem Objekt schamanischer Magie", erläutert Professor Tadeusz Galinski vom Archaeology and Ethnology (IAE) in Szczecin.


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Wie das polnische Wissenschafts-Nachrichtenportal "NaukawPolsce.pap.pl" berichtet, entdeckten die Forscher neben dem Meteoritenfragment zahlreiche weitere Objekte, die hier wahrscheinlich vor dem Hintergrund schamanischer Rituale genutzt wurden. Zu diesen Objekten gehören ein Amulett, ein verzierte Speerspitze aus Knochen sowie ein aus Geweih hergestellter "Zauberstab", der mit geometrischen Motiven verziert wurde.


Zusätzlich zu den Resten der Schamanenhütte, in der das Meteoritenfragment gefunden wurde, fanden die Archäologen in unmittelbarer Nähe eine zweite, nahezu identische Struktur. In beiden Hütten stießen die Forscher auf Reste von Feuerstellen in den Torfschichten



Nicolaes Witsens Darstellung eines sibirischen Schamanen aus dem 17. Jahrhundert. | Copyright: gemeinfrei

Die Ausgrabungen nahe Bolków dauern mittlerweile schon mehrere Jahre an. Der Meteoritenfund gelang den Archäologen zwar schon 2013, doch erst jetzt konnte die Natur des ungewöhnlichen Objekts genau bestimmt und zugeordnet werden. Schon vor vier Jahren stießen die Wissenschaftler hier einen fasst gänzlich erhaltenen mittelsteinzeitlichen Jagdbogen. In den anaerobischen Torfschichten hoffen die Forscher nun auch während der kommenden Grabungen auf faszinierende Funde.


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Quelle: naukawpolsce.pap.pl
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