Montag, 18. August 2014

Chiles staatliche UFO-Forscher und Militärs: "UFOs sind real aber keine Gefahr"


Chilenische Forscher, Wissenschaftler und hochrangige Militärs diskutierten am 31. Juli 2014 über UFOs und die Flugsicherheit über dem Andenstaat. | Copyright: DGAC

Santiago (Chile) - In Chile untersucht das "Comité de Estudios de Fenómenos Aéreos Anómalos" (CEFAA) als eine dem zivilen chilenischen Luftfahrtministerium (Dirección General de Aeronáutica Civil, DGAC) sowie der Luftwaffe unterstellte offizielle Forschungsinstitution unidentifizierte Flugobjekte (UFOs) im Luftraum Chiles. Auf einem kürzlichen Treffen der CEFAA mit geladenen Wissenschaftlern und Militärs haben diese einstimmig erklärt, dass man zwar davon überzeugt ist, dass am Himmel über dem Andenstaat unidentifizierte Erscheinungen zu sehen sind, dass aber von diesen Phänomenen keine Gefahr für den Flugverkehr ausgehe.

Auf Einladung des CEFAA-Direktors General Ricardo Bermúdez diskutierten 19 Experten unterschiedlichster Disziplinen am 31. Juli 2014 die Frage, ob von den beschriebenen und teilweise von CEFAA untersuchten UFO-Sichtungen über Chile eine Gefahr für die zivile und militärische Luftfahrt Chiles ausgehe.


Ricardo Bermúdez. | Copyright: DAGC

Wie die US-Journalistin Leslie Kean auf "HuffingtonPost.com" berichtet, kamen die anwesenden CEFAA-Mitglieder gemeinsam mit den anwesenden Universitäts-Astronomen, Meteorologen, Radaroperateuren, Luftfahrttechnikern, Nuklearphysiker, Armeepsychologen, Physikern und Vertretern der unterschiedlichen Waffengattungen des chilenischen Militärs nach dreistündiger Sitzung zu der Überzeugung, dass anhand der bislang von der CEFAA zusammengetragenen Beobachtungsdaten und Untersuchungsergebnissen zu den UFO-Phänomenen über Chile zwar ein echtes, immer noch unerklärtes Phänomen ableiten lasse, dass von diesem jedoch offenbar keine Gefahr für die Luftfahrt ausgehe.


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"Wenn, wie zahlreiche Zeugen dies beschreiben, die unidentifizierten Phänomene ein 'intelligentes Verhalten' aufzeigen, so müssen wir auch nach einer hinter dem Erscheinen dieser Phänomene stehenden Absicht fragen. Diesbezüglich können wir feststellen dass von diesen Erscheinungen - was immer wie auch sein mögen - bislang keine erkennbare Gefahr ausgeht", zitiert Kean den Bereichsleiter der DGAC. So seien bislang noch keine feindlichen Handlungen oder Manöver gegenüber zivilen oder militärischen Flugzeugen oder Einrichtungen beobachtet worden. "Wir können nichts und niemanden als feindlich oder als Gefahr bezeichnen, der oder das nie zuvor Anzeichen für solche Absichten aufgezeigt hatte. Wir kennen schließlich noch nicht einmal die genaue Natur dieser Phänomene."


Roberto Boré Riquelme. | Copyright: DAGC

Für den Navy-Kapitän Roberto Boré Riquelme geht die einzige Gefahr für den Luftverkehr von der Ablenkung aus, die eine Sichtung oder gar Nahebegegnung mit den unidentifizierten Erscheinungen bei den Besatzungen entsprechender Flugzeuge auslösen kann. Bislang sei noch kein Fall bekannt, aus dem hervorgehe, dass es zumindest auf und über chilenischem Hoheitsgebiet zwischen den UFOs und Menschen zu einem Kontakt - positiver oder negativer Natur - gekommen sei.


Übereinstimmend damit erklärten weitere Teilnehmer, dass gerade diese Einschätzung die Notwendigkeit offenlege, Piloten und Besatzungsmitglieder so gut wie möglich über UFOs bzw. UAPs zu informieren, um so diesen ablenkenden "Überraschungseffekt" so klein wie möglich zu halten.


Der Chef der chilenischen Radarüberwachung Mauricio Blanco erklärte zudem, man verfüge über alle notwendigen technischen und wissenschaftlichen Werkzeuge, um ein potentielles Gefahrenrisiko einschätzen zu können. Zwar sei das von den untersuchten UAPs ausgehende Risiko noch nicht offiziell eingestuft worden, doch sprächen die bisherigen Daten dafür, dass dieses Risiko sehr gering einzustufen sei.


Alles in allem seien aber weitere multidisziplinäre Untersuchungen der Phänomene von großer Wichtigkeit, damit aufgrund aller zur Verfügung stehenden Daten, das verbleibende Risiko gerade für zukünftige Zeugen unter Piloten und Besatzungsmitglieder noch reduziert werden könne.


Luis Barrera. | Copyright: DAGC

Vor allem aber sollen diese Studien das Ziel verfolgen, "noch mehr über die wahre Natur dieser Phänomene zu erfahren", so der auch international bekannte und respektierte Astronomen Luis Barrera von der Universidad Metropolitana de Ciencias de la Educacion. Barrera unterstreicht zugleich die Bedeutung einer wissenschaftlichen Analyse und kritischen Diskussion.


Mario Ávila Sobrazo. | Copyright: DAGC

Barrera stimmt mit seinem Kollegen, dem Nuklearchemiker Dr. Mario Ávila Sobrazo vom Chilenischen Komitee für Kernenergie darin überein, dass es aus wissenschaftlicher Sicht darum gehe, die UFO-Phänomene zunächst von kulturell beeinflussten und voreingenommenen Interpretationen zu trennen, um sich so den Phänomenen als solche empirisch zu nähern. Hierzu, so die Wissenschaftler, sei eine multi- und interdisziplinäre Herangehensweise absolut notwendig.


Pressevideo der DGAC


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Quellen: cefaa.gob.cl, huffingtonpost.com, dgac.gob.cl
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