Dienstag, 26. August 2014

Ghost Rockets: EU-geförderte Tauch-Expedition sucht schwedische Geister-Rakete


Archiv: Foto einer vermeintlich abstürzenden "Geister-Rakete", fotografiert am 9. Juli 1946 über Guldsmedshyttan. | Copyright: Public Domain

Göteborg (Schweden) - Seit Mitte der 1940er Jahre kommt es über schwedischen Seen immer wieder zu Sichtungen bislang unerklärter Phänomene am Himmel, die vom Volksmund, von den Medien und offiziellen Stellen aufgrund ihrer länglichen und technisch anmutenden Erscheinung als "Geister-Raketen" bezeichnet wurden und werden. In Teilen vom Europäischen Regionalförderungsfond (ERDF, ...wir berichteten) gefördert, startet am kommenden Wochenende eine erneute Expedition zu einem nordschwedischen See, in dem vor etwas mehr als 30 Jahren eine solche "Geister-Rakete" abgestürzt bzw. eingetaucht sein soll. Am Grunde des Sees hoffen die Forscher auf weitere Hinweise auf die Natur der rätselhaften Erscheinungen - oder sogar, die Geister-Rakete selbst zu finden.

2012 gestartet, hat sich das Projekt der UFO-Forscher um Clas Svahn von der schwedischen UFO-Forschungsorganisation "UFO-Sverige" zum Ziel gesetzt, dem Geheimnis um die Geister-Raketen buchstäblich auf den Grund zu gehen. Wie die Internetseite zum Projekt "Ghost Rockets" erläutert, stammt die erste Sichtung einer Geister-Rakete über Schweden aus dem Jahre 1946.


UFO-Forscher Clas Svahn. | Copyright: C. Svahn, ufo.se

Seither gleichen sich die Beschreibungen der gesichteten Objekte in auffallender Weise, wenn meist raketenförmige Objekte beschrieben werden, die sich jedoch sehr leise bis lautlos und teilweise sehr tief am Himmel fortbewegen. In den meisten Fällen stürzen die Objekte schlussendlich in einen See oder scheinen sogar kontrolliert auf der Wasseroberfläche zu landen, bevor sie selbst ins Wasser eintauchen und so verschwinden. Die Größe der flügellosen Objekte variiert, wobei sie in den meisten Fällen als zu klein für einen menschlichen Piloten beschrieben wurde.


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Schon im Sommer 2012 waren die Forscher mit einer Vielzahl von technischen Geräten, darunter Unterwasserkameras, Sonar und Metalldetektoren aktiv. Während die Forscher vor Beginn der Arbeiten noch hofften, "am Grund des Sees ein Objekt zu finden, das möglicherweise den Schlüssel zu einem der weltweit größten UFO-Geheimnisse birgt", mussten die sie jedoch vor Ort feststellen, "dass es unmöglich war, dort unten überhaupt irgendetwas zu finden", so Svahn in einer Mail an die GreWi-Redaktion im vergangenen Winter 2012. "Wie sich herausstellte, ist der Boden des Sees mit einer fast vier Meter dicken Schlammschicht bedeckt. Weder unsere Taucher noch unser Scan-Instrumente konnten da etwas ausrichten. Darauf waren wir ehrlich gesagt nicht vorbereitet. Um durch diesen Schlick 'sehen' zu können, benötigen wir sensiblere Instrumente, die tiefer in den Boden hineinblicken können, als unsere bisherige Ausrüstung."

Am kommenden Wochenende startet der bislang letzte Versuch der Forscher, das Geheimnis in der Tiefe zu lüften. Mit von der Partie ist ein Team professioneller Taucher, die einstigen Augenzeugen Liz und Bo Berg, sowie ein schwedisches TV-Team, dass eine Dokumentation über das Projekt produziert. Unterstützt werden dir Forscher zudem von Jaana Gustafsson und dem Geologieprofessor Bo Olofsson von der Königlich Technische Hochschule (KTH) in Stockholm.



Die das Projekt begleitenden Wissenschaftler Jaana Gustafsson und dem Geologieprofessor Bo Olofsson von der Königlich Technische Hochschule vor dem Aufbruch. | Copyright: ufo.se

Mit Unterwasserkameras, Seitensichtsonar und Metalldetektoren, hoffen die Forscher am Grund des Sees neue Erkenntnisse über die Natur und Herkunft der hier abgestürzten oder eingetauchten Geister-Rakete zu gewinnen. Am 3. September wird die Expedition zurückerwartet...


Hintergrund

Die Grundlage der aktuellen Expedition zum abgelegen Nammajaure-See im Mudus Nationalpark in den nördlichen Wäldern Schwedens ist die Sichtung von Liz und Bo Berg am 31. Juli 1980.

Die beiden Zeugen Liz und Bo Berg. | Copyright: ufo.se

Kurz vor 12 Uhr Mittags hörte das Paar ein Geräusch, das wie das Treibwerk eines Düsenflugzeugs klang und sahen unmittelbar darauf, wie ein längliches, zigarrenförmiges Flugobjekt mit Fortsätzen zu beiden Seiten über ihre Köpfe dahinflog. Kurz darauf, verlor das Objekt an Höhe, drehte sich über dem Wasser auf der gegenüberliegenden des Sees in Richtung der Zeugen und landete auf dem Wasser.



Zeugenskizze der "Geister-Rakete". | Copyright/Quelle: Liz und Bo Berg, ufo.se

"Wir nahmen unser Ferngläser zur Hilfe und sahen, dass das Objekt auf dem Wasser aufsaß und langsam absank, während an seinen Seiten Blasen aufstiegen", so Bo Borg später. Das Ehepaar schätz die Länge des stahlgrauen Objekts auf 3 bis 4 Meter und beschrieben seine Form wie die einer Rakete.


Der Fall wurde damals nicht nur von schwedischen UFO-Forscher sondern auch vom dortigen Militär ergebnislos untersucht und als "geheim" zu den Akten gelegt.



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Quelle: ufo.se, ghostrockets.se
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