Sonntag, 24. August 2014

Trend University erforscht außerkörperliche Wahrnehmung


Symbolbild: Außerkörperliche Erfahrung (Illu.). | Copyright: louishpixel.com


Nottingham (England) - Britische Psychologen haben mit einer Studie begonnen, in der sie die spezifischen Eigenschaften von sogenannten außerkörperlichen Erfahrungen und Wahrnehmungen (AKE; out-of-body-experiences = OBE) ergründen wollen. Hierbei beschreiben Menschen immer wieder die Erfahrung gemacht zu haben, ihren physischen Körper verlassen zu haben.

Wie die Forscher um David Wilde von der School of Social Sciences an der Nottingham Trend University in einer aktuellen Pressemitteilung berichten, ist das Ziel der Studie ein besseres Verständnis dafür, was eine wirkliche OBE ausmacht, um so diese Erfahrungen von anderen, beispielsweise halluzinatorischen Wahrnehmungen, unterscheiden zu können.


Menschen, die außerkörperliche Erfahrungen erlebt haben wollen, beschreiben diese meist wie eine Art Klartraum, einhergehend mit der Empfindung des Schwebens und des Herabblickens auf den eigenen physischen Körpers oder auch das Fliegen zu entfernten Orten.


Finanziert wird die Studie von der portugiesischen Bial Foundation und soll zunächst unter anderem intensive Interviews mit Menschen beinhalten, die bereits außerkörperliche Erfahrungen gemacht haben wollen. Hinzu ist eine detaillierte Analyse früherer Fallberichte über AKEs geplant.


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Auf der Grundlage dieser Arbeiten soll dann ein Analyse-Verfahren entwickelt werden, anhand dessen Forscher zukünftig echte außerkörperliche Erfahrungen von falschen, also etwa von halluzinatorischen Wahrnehmungen, unterschieden werden sollen.

Die Forscher hoffen hierzu in der Lage zu sein, unterschiedliche Arten von AKEs anhand bestimmter Faktoren wie unterschiedliche Stimuli oder Umstände, unter denen es zu einer außerkörperlichen Erfahrungen kommt, identifizieren zu können.


"Ziel dieser Arbeit ist es, das psychologische Wissen über dieses bislang viel zu wenig erforschte Gebiet zu vergrößern", so Wilde. "Bislang beschränkten sich die meisten Umfragen zum Thema darauf, die Befragten danach zu fragen, ob sie solche Erfahrungen bereits gemacht haben oder nicht. Meist gänzlich außer Acht gelassen wurde dabei aber, dass es ähnliche halluzinatorische Erfahrungen gibt, die als solche Erfahrungen fehlinterpretiert werden können. Wird dieser Umstand nicht in die Frage miteinbezogen, so bleibt viel Raum für Interpretationsfehler dieser wichtigen Studien."


Auch die Merkmale echter außerkörperlichen Erfahrungen seien vielfältig. "Dennoch hat die moderne Erforschung dieser Phänomene es bislang versäumt, diese Merkmale auf eine Reihe von Kern-Eigenschaften einzugrenzen", so erläutert der Psychologe weiter. "Frühere Studien haben gezeigt, dass bestimmter AKE-Merkmale von besonderer Bedeutung für bestimmte Personen sein können und genau das kann beeinflussen, wie diese Personen ihre Erfahrungen wahrnehmen und interpretieren."


"Mit dieser Studie wollen wir genauer als bislang erforschen, was eine außerkörperliche Erfahrung ausmacht und ob jemand tatsächlich eine solche Erfahrung gemacht hat - oder nicht", so Wilde abschließend. "Diese faszinierenden Erfahrungen interessieren Psychologen und Psychiater schon seit mehr als 100 Jahren. Dennoch ist noch viel Arbeit notwendig, um eine genauere Vorstellung davon zu bekommen, was außerkörperliche Erfahrungen sind und wie sie die Menschen beeinflussen."


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Einzelfallstudie beschreibt Fähigkeit der gezielt herbeigeführter außerkörperlicher Erfahrungen 10. März 2014


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Quelle: ntu.ac.uk
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