Sonntag, 31. August 2014

Zahlreiche Zeugen beschreiben Erdbebenlichter während Kalifornien-Beben


Archiv: Unter anderem diese 1970 am Tagish Lake fotografierten Lichtkugeln halten die Autoren einer aktuellen Studie für sogenannte Erdbebenlichter. | Copyright/Quelle: Martin Jasek, ufobc.ca

Mountain View (USA) - Nach dem Erdbeben, das am 24. August 2014 nicht nur Peru sondern auch das kalifornischen Napa Valley mit einer Stärke von 6.0 erschüttert hatte, berichten nun zahlreiche Bewohner des US-Bundesstaates, unmittelbar vor und während des Bebens merkwürdige Lichtblitze am Himmel beobachtet zu haben.

Wie der lokale CBC-Nachrichtensender "KPIX 5" berichtet, haben zahlreiche Menschen sich beim Sender gemeldet, um von den merkwürdigen Lichtern zu berichten.


Auf Anfrage des Senders zeigte sich Friedemann Freund vom SETI Institute wenig überrascht und erklärt, dass es sich wohl weder um explodierende Transformatoren noch um UFOs, sondern um sogenannte Erdbebenlichter gehandelt habe: "Hierbei handelt es sich um das Ergebnis tektonischen Stresses, der sich tief im Innern der Erde - im aktuellen Fall etwa sieben Meilen unter dem kalifornischen Napa Valley – vor dem Erdbeben aufgebaut hat." Dieser Stress erzeuge "einen elektrischen Strom, der an und aus der Oberfläche austritt. Typischerweise geschieht dies kurz vor oder während eines Erdbebens."


Auch beim SETI-Institut, das eigentlich nach Signalen Außerirdischer sucht und sich mit astronomischen Beobachtungen beschäftigt, hätten sich besorgte Anwohner gemeldet und von den Lichtblitzen berichtet. Zwischen den Blitzen seien jeweils nur ein bis zwei Sekunden vergangen.



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Schon vor seiner Arbeit am SETI-Institut hatte Freund gemeinsam mit Kollegen das Phänomen der Erdbebenlichter erforscht und hierzu die geologischen Umstände von 65 weltweiten Erdbeben untersucht, die seit dem Jahr 1600 von Zeugen beschrieben wurden.

Tatsächlich gilt die Existenz von Erdbebenlichtern vor allem im Wissenschaftlichen Mainstream jedoch alles andere als bewiesen und Theorien und Forschungen werden hier gerne in den Bereich der Pseudowissenschaften verwiesen.


Das gesteht auch Freund gegenüber dem Sender ein: "Die meisten Seismologen glauben jedoch nicht, dass diese Dinge existieren. Aber es gibt noch so viele Dinge, die wir noch immer nicht über die Erde wissen. Warum sollten wir also nicht akzeptieren, dass auch ungewöhnliche und außergewöhnliche Phänomene existieren könnten? Ein Lichtausbruch vom Boden gen Himmel gehört zu solch ungewöhnlichen Phänomenen."


Bei ihren im vergangenen Januar veröffentlichten Untersuchungen stellten die Forscher um Freund und Robert Thériault vom Quebec Ministry of Natural Resources "ein offenkundiges Muster" fest: Während sich weltweit rund 95 Prozent der seismischen Aktivität entlang der Grenzen zwischen zwei tektonischen Platten ereignen, fanden 85 Prozent und damit die deutliche Mehrheit jener Beben mit Erdbebenlichtern innerhalb der tektonischen Platten an Orten statt, wo es zu sog. kontinentalem Rifting - also Grabenbrüchen kommt. Derartige Beben stellen gerade einmal fünf Prozent aller Erdbeben dar. Hinzu zeigte sich, dass die restlichen 15 Prozent der Erdbebenlichter während Beben entstanden, die durch das Aneinandervorbeigleiten zweiter tektonischer Platten sogenannte Transform-Falten erzeugen, statt dass eine Platte (wie in den meisten Fällen) unter der anderen verschwindet (Subduktion). Zudem stellten die Forscher aufgrund ihrer Daten fest, dass Erdbebenlichter in einem ungleichen Verhältnis eher vor oder während statt nach den Beben selbst erscheinen.


Während die Wissenschaftler das entdeckte Verteilungsmuster der Beben mit Erdbebenlichtern noch nicht erklären können, glauben sie jedoch, das beobachtete zeitliche Erscheinen der Lichtphänomene erklären zu können (...wir berichteten).


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Quelle: sanfrancisco.cbslocal.com
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