Dienstag, 2. September 2014

Arbeiter findet Beweise für einst vollständigen Steinkreis von Stonehenge


Stonehenge im Luftbild mit durch die sommerliche Trockenheit sichtbar gewordene Bewuchsmerkmale einstiger Steine. | Copyright: English Heritage

Stonehenge (England) - Zwar prägen die gewaltigen Steinquader und Steintore des Steinkreises von Stonehenge schon seit Jahrtausenden das Gesicht der Landschaft der Salisbury Plains, doch lange Zeit war unklar und kontrovers umstritten, ob der Steinkreis ursprünglich vollständig geschlossen oder absichtlich durch fehlende Steine und Tore segmentiert war. Eine zufällige Entdeckung im Gras rund um die Steine hat dieses Rätsel nun beantwortet.

Weil der offenbar einzige rund um den Steinkreis vorhandene Gartenschlauch zu kurz war, sahen sich die für den Steinkreis zuständigen Wachen und Denkmalpfleger schon im Sommer 2013 nicht in der Lage, den verdorrenden direkt Rasen rund um die gewaltigen Steinquader zu wässern. Dieser Umstand führte dazu, dass sich zwei heute schon längst an der Oberfläche nicht mehr sichtbare Gruben, die einst wohl weitere Steine hielten, durch Verfärbungen im welken Gras als sogenannte Bewuchsmerkmale erneut sichtbar abzeichneten.


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Die Muster im Gras wurden von einem Angestellten des britischen Amts für Denkmalpflege "English Heritage" erstmals schon im Sommer 2013 entdeckt, der die zuständigen Archäologen darauf aufmerksam machte. Tatsächlich war es trotz des Einsatzes von modernen wissenschaftlichen Geräten zuvor nicht möglich gewesen, diese Gruben ausfindig zu machen und so die Frage ob einst geschlossen oder offener Kreis, zu beantworten.

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Die Entdeckung stützt nun die Theorie eines einst auch im südwestlichen Quadranten geschlossenen Steinkreises, der heute nur noch eine auffallende Lücke aufweist. Laut Susan Greaney von "English Heritage" deuten die beiden Muster nun stark daraufhin, dass auch hier früher einmal zwei Steine standen: "Wenn diese Löcher einst tatsächlich zwei aufrecht stehende Steine beherbergt haben, dann haben wir einen vollständigen geschlossenen Kreis. Dies wäre eine wirklich wichtige Erkenntnis, zeigt uns aber auch wieder einmal, wie wenig wir noch über Stonehenge wissen."

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Quellen: english-heritage.org.uk, BBC
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