Donnerstag, 11. September 2014

UPDATE Sonnenstrurm: Erdgerichteter X-Flare könnte Nordlichter über ganz Deutschland zaubern


Archivbilder: Nordlichter über dem norwegischen Hessdalen (Aufnahmen kontrastverstärkt). | Copyright: A. Müller, grenzwissenschaft-aktuell.de

Saarbrücken (Deutschland) - Erste Daten scheinen einen mit der gestrigen Sonneneruption der Stärke X1,6 einhergehenden und direkt erdgerichteten koronalen Masseauswurf (KMA) anzuzeigen (...wir berichteten). In Folge der auf die Erde zurasenden Plasmawolke kann es in den kommenden Tagen auch zu Nordlichtern kommen, die dann von ganz Deutschland und Mitteleuropa aus gesehen werden könnten.

+ + + UPDATE: Lesen Sie auch unser GreWi-Spezial: Was bringt der Sonnensturm?

Schon der moderater KMA eines milden Ausbruchs der aktiven Sonnenfleckenregion AR2158 am 9. September wird voraussichtlich am 12. September zu ebenfalls milden geomagnetischen Stürmen führen. Kurz danach wird dann wohl eine vom X-Flare direkt Richtung Erde gefeuerte Plasmawolke auf die Erde treffen und hier einen geomagnetischen Sturm der Stärke G3 hervorrufen.

Wann sich diese Aktivität jedoch als Polarlichter am nächtlichen Himmel abzeichnen wird, ist bislang noch nicht klar. Dies hängt vor allem auch von der Geschwindigkeit des Masseauswurfs ab. Möglicherweise könnten also sogar schon heute Nacht (Donnerstag auf Freitag) Polarlichter zu sehen sein - ansonsten in der Nacht von Freitag auf Samstag. Auch die Frage nach der Sichtbarkeit möglicher Polarlichter hängt von verschiedenen Faktoren, etwa davon ab, zu welcher Tageszeit der Masseauswurf auf die Erde trifft und wie lange der davon ausgelöste geomagnetische Sturm andauert.


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Für Polarlichtfreunde in Mitteleuropa gilt, dass es eine Stärke geomagnetischer Stürme vom mindestens 5 auf der sogenannten Kp-Index-Skala benötigt, die die Stärke der Magnetfeldschwankungen anzeigt. Ab diesem Wert sind Polarlichtsichtungen etwa über Norddeutschland möglich. Je höher der Kp-Index steigt, desto höher wird auch die Wahrscheinlichkeit, Polarlichter auch in Mittel- und Süddeutschland beobachten zu können. Normalerweise ist dies ab Kp-Werten von über 6 möglich und bei einem Kp-Wert von 9 sogar wahrscheinlich. Derzeit liegt der Kp-Wert noch bei 4.

...wir werden weiterhin berichten

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