Montag, 27. Oktober 2014

AR 2192: Gewaltige Sonnenfleckenregion entpuppt sich als Schaf im Wolfspelz - bislang


Die Sonnenscheibe am Abend des 26.10.2014. | Copyright: NASA/SDO

Es ist die größte aktive Sonnenfleckenregion seit 24 Jahren: Seit AR 2192 auf der Sonnenscheibe erschien erzeugte sie mittlerweile schon fünf Eruptionen der höchsten Kategorie X und weitere der mittelschweren Kategorie M. Doch keinem dieser Flares folgte bislang auch ein sogenannter koronaler Masseauswurf. Trifft eine solche Plasmawolke auf das irdische Magnetfeld kann sie zumindest Polarlichter auch an die Himmel der mittleren Breiten zaubern; oder in Form geomagnetischer Stürme Schäden an Satelliten, Raumschiffen und der internationalen Raumstation bis zu Energie- und Kommunikationsnetzwerken auf der Erdoberfläche anrichten. Noch knapp zwei Tage lang befindet sich die Sonnenfleckenregion allerdings noch in einer Position, von der aus koronale Massenauswürfe erdgerichtet sein können.

Wie "Sonnen-Sturm.info" erläutert, hat die etwa jupitergroße Sonnenfleckenregion zahlreiche Sonneneruptionen verursacht, "unter ihnen auch einige Eruptionen die so viel Energie freisetzten, wie zuletzt der X10-Megaflare vom 29.10.2003. Der stärkste Flare in dieser Woche ereignete sich am Freitag gegen 23 Uhr und erreichte in der Spitze einen Wert von X 3.19, dabei hielt sich der Röntgenfluss über eine Stunde im X-Klasse Bereich auf." Der bislang letzte X-Flare mit einer Stärke von X2 ereignete sich am vergangenen Sonntagmittag (Stand: 26.10.2014; 21:45h).


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Auf der Erde selbst waren die Folgen der Eruptionen bislang lediglich anhand einiger Funkausfälle zu bemerken, die durch Ionisationsprozesse in der oberen Atmosphäre hervorgerufen wurden. "Der Grund, wieso sich bei den Sonneneruptionen keine koronalen Massenauswürfe lösten liegt vermutlich in der starken magnetischen Aktivität, welche die Gruppe umgibt und das Sonnenplasma nicht entweichen lässt", so "Sonnen-Sturm.info".

Sonnenforscher der NASA beziffern die Wahrscheinlichkeit weitere X-Flares während der kommenden Tage mit 40-50 Prozent, und über 80 Prozent für Ausbrüche der Sonne der M-Klasse.


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