Dienstag, 28. Oktober 2014

Archäologen finden Zyklopenmauer der Inka mit 13-winkligem Stein


Ansicht des 13-winkligen Stein in einer Mauer in Incahuasi. | Copyright: cultura.gob.pe

Incahuasi (Peru) - Das antike Volk der Inka ist u.a. für seine erstaunlichen Mauerwerke bekannt, in denen einzelne gänzlich unterschiedlich und unregelmäßig geformte Steine derart präzise aufeinander abgestimmt und ohne Mörtel zu gewaltigen sog Zyklopenmauern aufeinandergesetzt wurden, dass in die Fugen der Steine nicht einmal ein Blatt Papier passt. Der bislang ungewöhnlichste Stein in einer solchen Trockenmauer weist ganze 12 Winkel auf. Jetzt haben peruanische Archäologen jedoch die Mauer eines komplexen Bewässerungssystems der Inka freigelegt, in der ein Stein diese Anzahl nochmals übertrifft. Wie die Inka zu derartigen Meisterleistungen in der Lage waren, ist bis heute ein Rätsel.

Wie das peruanische Kulturministerium berichtet, wurde die Mauer bei Ausgrabungen in Incahuasi in der Huancavelica Region nordöstlich von Ica entdeckt. Die Mauer ist Teil eines aufwendigen Wasserversorgungssystems, mit dem die Inka zwei Quellen in der Umgebung mittels Kanälen entweder zur Wasserversorgung oder zur Bewässerung umleiteten.


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Die weltweit bekanntesten Versionen derartiger Mauern finden sich auf Machu Pichu, der Inkafestung Sacsayhuaman und Cuzco. Gemeinsam mit den abgerundeten Kannten, stellen die unregelmäßig mehrwinkligen Segmente der Mauern Archäologen und Ingenieure heute noch vor ein Rätsel.


Blick auf eine der "Zyklopenmauern" von Sacsayhuaman. | Copyright: Public Domain


Stein mit 12 Winkeln in der Hatun-Rumiyoc-Inkamauer in Cuzco. | Copyright: Xauxa (Wikimedia Commons), CC-by-SA 2.5

Während die klassische Archäologie davon ausgeht, dass die Steine mit "speziellen Steinwerkzeugen" bearbeitet wurden, vermuten unkonventionelle Autoren und Vertreter der Prä-Astronautik (v.Däniken et al.), dass zur Herstellung der Mauern exotische irdische oder sogar außerirdische Technologien zum Einsatz kamen. Wiederum andere Autoren spekulieren angesichts der bizarren Fugenverläufe darüber, ob die Inka eine Möglichkeit kannten, die Steine kurzzeitig zu verflüssigen. Keine dieser Hypothesen konnte bislang jedoch belegt werden.


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Ebenso rätselhaft ist bis heute der Transport der für die Mauern verwendeten Steine. Die bis zu 200 Tonnen schweren Brocken stammen beispielsweise im Fall der Mauern von Sacsayhuaman aus bis zu 20 Kilometer entfernten Steinbrüchen – allerdings kannten die Inka weder Rollen noch das Rad.

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