Montag, 27. Oktober 2014

Reinkarnationserinnerungen bei Kindern - Forschungsprojekt sucht Fälle im deutschsprachigen Raum


Symbolbild: Mutter und Kind, Gemälde von Paul Peel (1888). | Copyright: gemeinfrei

Uttenreuth (Deutschland) - Erst kürzlich hat der Reinkarnationsforscher Dieter Hassler in der "Zeitschrift für Anomalistik" (14/1) die Studienergebnisse zu einem deutschen Fall eines Kindes mit angeblichen Erinnerungen an ein früheres Leben publiziert. In seiner neuen Studie nimmt Hassler ein kulturell bedingtes "Underreporting" in Deutschland an. Der Forscher vermutet also, dass weitere Fälle authentischer Wiedergeburtserinnerungen existieren könnten. Sein Forschungsteam sucht jetzt Berichte zu solchen Fällen von Reinkarnationserinnerungen bei Kindern und Erwachsenen im deutschsprachigen Raum.

HINWEIS: In unserer ursprünglichen Meldung hatte sich eine falsche Kontakt-Telefonnummer zu den Forschern eingeschlichen. Diese haben wir im Text unten nun korrigiert. Wir bitten, dies zu entschuldigen.
Dieter Hassler nimmt an, dass in Deutschland aus kulturell-historischen Gründen über solche Fälle kaum berichtet wird und vermutet deshalb, dass einige weitere Fälle von Reinkarnationserinnerungen existieren dürften. "Die bisher untersuchten deutschen Fälle weisen zudem signifikante kulturübergreifende Ähnlichkeiten mit den internationalen Fällen auf, weshalb auch in Deutschland eine entsprechend größere Zahl von Reinkarnationserinnerungen vermutet werden darf", so der Forscher und sucht Zeugen weitere, bislang nicht untersuchter Fälle:

"Wenn Sie ein Kind haben sollten, das über angebliche Erinnerungen an ein früheres Leben erzählt, auffälliges Verhalten oder ungewöhnliche Muttermale zeigt, die eventuell mit Merkmalen eines verstorbenen Familienmitglieds übereinstimmen, melden Sie sich bitte bei unserem Forschungsteam:

Dieter Hassler
Flurweg 3 91080
Uttenreuth
E-Mail: dieter.hassler@gmx.de
Telefon: 0049-9131-51999
Wissenschaftlicher Beirat der Studie ist Prof. Erlendur Haraldsson von der Universität Reykjavik. Über das Ergebnis der Studie werden wir natürlich zeitnah berichten.

Hintergrund

Der Fall "Rolf" (Quelle: D. Hassler)

Erst jetzt fällt Frau Wolf wieder ein, was sie lange zuvor erlebt und geträumt hatte. Ihr Sohn Rolf beschrieb als Kleinkind den Unfall, an dem er in seinem früheren Leben verstorben sei: Nur wenig Blutung am Kopf und ein "kaputtes" Bein. Dies stimmt mit dem überein, was sie Jahre zuvor erlebt hatte, als sie den sterbenden, damals 19-jährigen Mario nach einem Unfall auf der Autobahn in ihren Armen hielt.

Frau Wolf versichert Dieter Hassler, mit ihrem inzwischen 14-jährigen Sohn nicht über den Unfall auf der Autobahn geredet zu haben. Obwohl sie an Reinkarnation glaubt, hat sie nie versucht, ihn zu ihrem Glauben zu überreden und ihm auch nie Fragen zu einem früheren Leben gestellt. Diese Behauptung hält Dieter Hassler für glaubhaft, weil sie ein starkes Motiv hat, weder öffentlich noch privat über die Ereignisse zu reden. Sie fürchtet sich davor, verlacht zu werden und obendrein ihren Sohn an eine fremde Familie zu verlieren, wenn der Verdacht eines Wiedergeburtsfalles publik werden oder eine Verbindung zur früheren Familie entstehen sollte. Dieter Hassler schenkt sie ihr Vertrauen, weil er ihren Bericht als Forscher ernst nimmt und ihr Anonymität zusichert. Die Verbindung zu ihm hatte der Pfarrer ihrer Gemeinde hergestellt, dem sie vertraute und der Dieter Hassler kannte.


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Hassler befragte Frau Wolf nach Verhaltenserinnerungen und körperlichen Merkmalen von "Rolf", um dies später mit Beschreibungen von Mario, seiner angeblichen früheren Persönlichkeit vergleichen zu können. Als heute noch erreichbare Zeugen nennt sie nur die Eltern von Mario und ihre ehemalige Schwiegermutter.

Der Forscher beginnt seine Nachforschungen im Dezember 2011. Über das Er-langer Einwohnermeldeamt erhält er schließlich das Geburts- und Sterbedatum von Mario: Geboren am 16. Mai 1977, gestorben am 9. März 1996.


Mit dieser Angabe findet Hassler in der Zeitung "Erlanger Nachrichten" die Todesanzeige und einen Bericht vom 11. März 1996 über den Unfall, der in der nebenstehenden Abbildung zu sehen ist.


Aus der Todesanzeige ergibt sich der Ort der Beerdigung: Pieve di Cadore in Oberitalien. Der Friedhof liegt nahe einem Stausee namens Lago di Pieve di Cadore.


Das persönliche Gespräch mit Marios Mutter am 16. April 2012 verläuft viel weniger problematisch, als ursprünglich erwartet, da Frau Wolf an Reinkarnation glaubt.


Sie beschreibt Marios Biografie, sein typisches Verhalten und wesentliche Charaktereigenschaften, welche Dieter Hassler in zwanzig Punkten qualitativ zusammenfasst. Davon stimmen dreizehn mit vergleichbaren Merkmalen von "Rolf" überein:

- Die Gesichtszüge von Mario und "Rolf" ähneln sich wie bei Brüdern.
- Beide haben blonde Haare und blauen Augen. Bei "Rolf" lassen diese sich auch genetisch auf seine Mutter zurückführen.

- Beide hatten bzw. haben ein Geschick zum Zeichnen und Malen.


- Sechs Punkte beziehen sich auf ein typisch weibliches Verhalten der beiden Jungen. Beide, Mario und "Rolf", waren bzw. sind Trendsetter in Modedingen. Mario verwendete viel Zeit und Aufmerksamkeit auf seine Kopfhaare und parfümierte seinen Körper. Das gleiche Verhalten zeigt heute auch "Rolf". Mario bekannte sich seit er dreizehn Jahre alt war dazu, schwul zu sein. Bei "Rolf" ist noch offen, wie er sich sexuell orientieren wird.


- Seit "Rolf" drei Jahre alt ist, spielt er gerne Fußball und trainiert viel. Mit zwölf begann er, sich über andauernde Schmerzen im rechten Knie zu beschweren. Sechs Monate später schmerzte auch das linke Knie. Er bat sogar seine Mutter, mit ihm deswegen zum Arzt zu gehen. Der diagnostizierte die Osgood-Schlatter-Krankheit, die höchstwahrscheinlich vergehen würde, bis er achtzehn ist. Diese Schwachstelle in den Knien korrespondiert mit der Knieverletzung bei Marios Unfall.


- Beide waren bzw. sind hoch allergisch gegen viele Pollenarten.
Die untersuchten Eigenschaften mögen, je für sich genommen, nicht ungewöhnlich sein, legen jedoch in ihrer Gesamtheit eine signifikante Übereinstimmung zwischen beiden Persönlichkeiten nahe. In Verbindung mit "Rolfs" korrespondierenden Erinnerungen an Marios Unfall weisen diese auf eine authentische Reinkarnationserinnerung hin.
Der Fall "Rolf" besteht nicht nur aus Erinnerungen, besonderem Verhalten und körperlichen Merkmalen eines Kindes, sondern auch aus einer Vorahnung, Ankündigungsträumen und psychokinetischen Effekten bei den betroffenen Erwachsenen. Die obige Darstellung beschränkt sich auf die erstgenannten Dinge.

Weitere Informationen zum Fall "Rolf" finden Sie HIER

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Die Ergebnisse der internationalen Forschung zeigen, dass mannigfaltige Verhaltensweisen und Charaktermerkmale des Kindes mit jenen der früheren Person übereinstimmen. Beim ersten Besuch erkennen diese Kinder häufig ihnen unbekannte Personen als "frühere Verwandte" oder "Freunde" und sprechen sie spontan mit Namen oder Spitznamen an.


Sie wissen regelmäßig auch von unbedeutenden Familienangelegenheiten und kennen sich in ihrem “früheren Zuhause” aus, sprechen mitunter auch Änderungen seit der früheren Zeit an. Das betroffene Kind kann zudem die Todesart der früheren Person praktisch immer zutreffend schildert. Geburtsmale des Kindes entsprechen oft Todeswunden der vormaligen Persönlichkeit.

Gerade unscheinbare Ereignisse innerhalb der Familie sind normalerweise Drittpersonen weit weniger bekannt und daher auf normalem Weg schwerer zu ermitteln, als bedeutende Vorfälle. Berichte über solche "Lappalien" strahlen deshalb eine besondere Überzeugungskraft aus. Verborgene Kenntnisse der Kinder über ihr früheres Leben machen häufig eine normale Erklärung praktisch unmöglich.

Manche Kinder scheinen Spezialwissen zu haben, das kaum anders erklärbar ist. Im inzwischen bekannten US-Fall kannte sich ein Kind namens James Leininger mit den Eigenheiten seines Jagdfliegers "Corsair" aus, wusste was ein Abwurftank ist, erkannte ein japanisches Flugzeug an seiner Form und eine Kanone des Flugzeugträgers, auf dem er im früheren Leben Dienst getan hatte:


Weitere Informationen zur internationalen Forschung finden Sie HIER


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