Montag, 6. Oktober 2014

Simulation offenbart ungewöhnlichen Tod der ersten Sterne


Simulation des Innenlebens eines supermassereiche Riesensterns der ersten Generation und dessen Heliumkerns mit starken Turbulenzen, einen Tag nach der Zündung der Supernova. | Copyright: Ken Chen, UC Santa Cruz

Santa Cruz (USA) - Sie besaßen das bis zu 56.000-fache der Masse unserer Sonne und vergingen möglicherweise auf eine ungewöhnliche Art. Die Rede ist von supermassereichen Riesensternen der ersten Sternengenerationen. Wie eine aktuelle Simulation des Todeskampfs dieser urzeitlichen Riesensonnen zeigt, explodierten diese Sterne zwar in einer Supernova, doch brannten sie dabei gänzlich aus - ohne einen Schwarzes Loch zu hinterlassen.

Wie Astrophysiker der University of California in Santa Cruz um Ke-Jung Chen und der University of Minnesota aktuell im Fachjournal "Astrophysical Journal" (DOI: 10.1088/0004-637X/790/2/162) berichten, kommen sie zu besagter Schlussfolgerung auf der Grundlage einer Reihe von Simulationen mit Supercomputern am National Energy Research Scientific Computing Center (NERSC) and Minnesota Supercomputing Institute.


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Statt also wie heutige massereiche Sterne zu einem Schwarzen Loch zu kollabieren, verbrannten und versprühten einige der sogenannten primordialen Supersterne unter bestimmten Umständen ihr Material vollständig im Raum und hinterließen dabei selbst nur Staub- und Gasreste, die anderenorts zur Grundlage der Entstehung neuer Sterne wurden.


Für die Forschung ist das Wissen um diese ersten Sterne im Universum deshalb so wichtig, da von der weiteren Entwicklung dieser Sternenriesen auch die des Universums selbst abhängig war - waren sie es doch, in deren Inneren durch Kernfusion aus Wasserstoff diese ersten schweren Elemente und damit die Grundlage weitere Himmelskörper überhaupt erst entstanden.


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