Mittwoch, 31. Dezember 2014

2014 - Die wichtigsten GreWi-Nachrichten im Jahresrückblick - Teil 1

Erneut geht mit 2014 ein neben den zahlreichen welt- und die Zeiten bewegenden ökologischen, politischen, sozialen und menschlichen Ereignissen auch aus Sicht der Themen unserer Seite wieder einmal ein ereignisreiches Jahr zu Ende. In unserem GreWi-Jahresrückblick haben wir einige der wichtigsten Meldungen aus den mehr als 800 GreWi-Meldungen des Jahres 2014 in drei Teilen zusammengestellt.

...Teil 2

...Teil 3

JANUAR

Wissenschaftler präsentieren Emotionskarte des menschlichen Körpers

Finnische Forscher haben körperliche Assoziationen als Reaktion auf veränderte emotionale Zustände zu einer Art topografischen Emotionskarte des menschlichen Körpers zusammengetragen und damit gezeigt, dass die Zuordnung bestimmter Emotionen sowohl bei Westeuropäern als auch bei den ostasiatischen Teilnehmern der Studie nahezu identisch ist. Für die Forscher zeigt das Ergebnis, dass Emotionen und das Verteilungsmuster der jeweiligen damit korrespondierenden körperlichen Empfindungen eine biologische Grundlage haben.

Geologen wollen einige Rätsel um Erdbebenlichter gelöst haben
Jahrelang von Wissenschaftlern als Hirngespinste abgetan, gelten Kugelförmige bis flächige Lichtphänomene vor, während oder manchmal auch unmittelbar nach Erdebeben, sogenannte "Earthquake Lights" (Erdbebenlichter) mittlerweile als zumindest eindeutig nachgewiesene Phänomene. Obwohl zahlreiche Foto- und Filmaufnahmen die Existenz dieser Lichterscheinungen belegen, stehen Wissenschaftler immer noch rätselratend vor der Frage, wie die Erdlichter eigentlich entstehen und was sie demnach sind. In einer aktuellen Studie berichten kanadische Wissenschaftler, dass sie einige Fragen rund um die Erdbebenlichter nun klären konnten. Die neue Erkenntnis könnte sogar zu einem Frühwarn-Werkzeug für bestimmte Arten von Erdbeben führen.

Wissenschaftshistoriker entdeckt und sichtet kleine "UFO-Akten" der Bundeswehr
Während die bisherigen Bundesregierungen von jeher behaupten, man habe weder ein Interesse an der Erforschung unidentifizierter Flugobjekte (UFOs), noch gebe es darüber irgendwelche - geschweige denn geheime - Akten, vermuten selbst kritisch- bis skeptische UFO-Forscher, dass aufgrund der Tatsache, dass zahlreiche direkte Nachbarländer und NATO-Mitgliedsstaaten offizielle UFO-Forschung betreiben, geheime Akten dazu angelegt und mittlerweile veröffentlicht haben, dass auch in Deutschland bislang nicht veröffentlichte UFO-Akten von Behörden und Militärs existieren sollten. Auch der Wissenschaftshistoriker Ralf Bülow hat sich auf die Suche nach deutschen UFO-Akten begeben und wurde in Freiburg im Breisgau fündig. Einen Bericht über seinen Fund hat er jetzt veröffentlicht.

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Trotz ohne Hirn: Auch Pflanzen können sich erinnern und lernen
Während die Fähigkeit sich zu erinnern und zu lernen bislang ausschließlich Menschen und Tieren zugesprochen wurde, belegen neuste Experimente australischer Biologen nun, dass auch Pflanzen dazu in der Lage sind. Die Entdeckung ist umso erstaunlicher, als dass es den Pflanzen schließlich an einer gehirnartigen, neuralen Struktur fehlt, wie sie bislang eigentlich als Grundvoraussetzung für diese Fähigkeit galt. Die Ergebnisse stellen die bislang sicher geglaubten Grenzen zwischen Pflanzen- und Tierreich - und damit auch zu uns Menschen - radikal in Frage.

Studie beweist erstmals: Meditation bewirkt Veränderungen in der Genexpression
In einer neuen Studie ist es einem internationalen Forscherteam erstmals gelungen nachzuweisen, dass die sogenannte Achtsamkeitsmeditation zu speziellen molekularen Veränderungen im Körper und damit der sogenannten Genexpression führt.


FEBRUAR

Alpha Centauri B: Sonnennächster Stern könnte superhabitablen Planeten beherbergen
Der unserem Sonnensystem nächstgelegene Stern, Alpha Centauri B, könnte einen erdartigen Planten beherbergen, der noch deutlich länger lebensfreundlicher als unsere Erde sein könnte. Während diese nach bislang rund 3,5 Milliarden Jahren des Lebens wahrscheinlich schon in ein bis zwei Milliarden Jahren nicht mehr lebensfreundlich sein wird, könnte Leben auf der fernen "Erde" um Alpha Centauri B insgesamt 10 Milliarden Jahre lang gedeihen und dem unsrigen schon einige Milliarden Jahren voraus sein.

Flüssiges Wasser auf dem Mars: Sehr Wahrscheinlich aber nur schwer eindeutig nachweisbar
Immer in den Frühlings- und Sommermonaten des Mars zeichnen sich an mehren Orten auf dem Roten Planeten fingerartige dunkle Verfärbungen an Kraterhängen und -hügeln ab, deren Intensität in den Monaten des Mars-Herbstes und im Winter wieder verblasst. Die wahrscheinlichste Erklärung für dieses Phänomen ist flüssiges Wasser, wenn auch noch nicht gänzlich zweifelsfrei nachgewiesen. Mit Hilfe einer Spektralanalyse aus dem Marsorbit haben US-Wissenschaftler nun versucht, dem Geheimnis dieser sich jahreszeitlich veränderten Bodenmuster auf den Grund zu kommen - immer noch ohne durchschlagenden Erfolg.

Video: Krähe löst 8-stufige Denkaufgabe
Ein Videoausschnitt aus einer BBC-Dokumentation "Inside the Animal Mind" zeigt eine Krähe beim Lösen einer 8-stufigen Denkaufgabe. Der Krähenforscher Dr. Alex Taylor bezeichnet den Versuchsaufbau als die bislang schwerste Denkaufgabe, die den intelligenten Vögeln je gestellt wurde. Diese lösen das Tier dennoch mit Bravour.


Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht: Klage um Freigabe der UFO-Akten des deutschen Bundestages geht in dritte Instanz
Nachdem ihm zunächst vor dem Verwaltungsgericht in Berlin Einsicht in existierende Ausarbeitungen der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestag zum Thema UFOs, Außerirdische und das Interesse der Bundesregierungen an deren Erforschung gewährt wurde, unterlag der Berliner Frank Reitemeyer im vergangenen November in der von der Bundestagsverwaltung eingereichten Berufungsklage vor dem Oberverwaltungsgericht (...wir berichteten). Gegen diese Entscheidung will der Kläger nun seinerseits Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht einlegen - und sucht nach Spenden, um die im Falle einer erneuten Niederlage entstehenden Prozesskosten abfangen zu können.

Mehrzelliges Leben auch ohne Sauerstoff? Studienergebnis stellt biologisches Dogma in Frage
Eines der stärksten wissenschaftlichen Dogmen besagt, dass komplexes, mehrzelliges Leben nur entstehen konnte, nachdem sich in der Erdatmosphäre auch genügend Sauerstoff angereichert hatte. Jetzt stellt jedoch eine Studie dänischer Wissenschaftler dieses Dogma in Frage - zeigt sie doch, dass ein kleiner Seeschwamm entgegen aller Theorie keine hohen Sauerstoffwerte benötigt, um zu gedeihen und zu wachsen.

Forscher erbringen erstmals empirischen Beweis dafür, dass Elefanten sich gegenseitig trösten
Zum ersten Mal ist Verhaltensforschern der empirische Nachweis dafür gelungen, dass sich auch Elefanten gegenseitig durch Berührung und "Zuspruch" trösten. Bislang wurde diese Form des Trosts, der auch ein hohes Maß an Empathie der Dickhäuter belegt, so nur bei Menschenaffen, Hunden und einigen Rabenvögeln nachgewwiesen.

GreWi-Exklusiv: Die einst geheime UFO-Akte des BND
Seit Jahrzehnten schon beschwichtigen Bundesregierungen, Innen- und Verteidigungsminister auf Anfrage hin, dass Deutschland keinerlei Interesse an UFOs, geschweige denn an der Untersuchung oder gar Dokumentation entsprechender Phänomene habe. Da aber zahlreiche Nachbar- und Partnerstaaten in EU und NATO teilweise noch heute offizielle UFO-Forschungseinrichtungen betreiben und UFOs auch von erfahrenen Beamten- und Militärpersonal gesichtet wurden, erscheint diese Position mehr als unglaubhaft. Dem Herausgeber von "grenzwissenschaft-aktuell.de" (GreWi), Andreas Müller, ist es nun gelungen, Einsicht in eine eigentlich noch bis 2021 gesperrte UFO-Akte des Bundesnachrichtendienstes (BND) und damit des bundesdeutschen Auslandsgeheimdienstes zu erhalten. Alleine schon die Existenz der UFO-Akte des BND, aber auch die darin geschilderten Fälle, widerlegen eindeutig die offizielle Position der Bundesregierungen zum Thema.

...Teil 1


...Teil 2


MÄRZ

Neue Meta-Analyse bestätigt: Wir können bis zu 10 Sekunden unbewusst in die Zukunft sehen
Im Oktober 2012 überraschten US-amerikanische und italienischer Wissenschaftler mit dem Ergebnis einer Meta-Analyse, die den Nachweis der menschlichen Fähigkeit erbracht haben soll, zukünftige Ereignisse 2 bis 10 Sekunden vorherahnen zu können. Jetzt bestätigt eine weitere Meta-Analyse diesen erstaunlichen messbaren Effekt. Zugleich präsentieren die Forscher sogar praktische Anwendungen für das beobachtete Phänomen.

Lebensfreundliche Super-Erden in Sonnennähe entdeckt
Britische und chilenische Astronomen haben acht neue Exoplaneten entdeckt, die Rote Zwergsterne umkreisen. Drei dieser fernen Welten sind sogenannte Super-Erden, die ihren Stern zudem auch noch innerhalb der lebensfreundlichen, sogenannten habitablen Zone umkreisen. Gemeinsam mit anderen Beobachtungen, etwa der des Weltraumteleskops Kepler, lassen die neuen Entdeckungen den Schluss zu, dass nahezu alle Roten Zwerge, die etwa Dreiviertel aller Sterne in der Milchstraße ausmachen, von mindestens einem Planeten umkreist werden. Die Studie legt zudem nahe, dass sich lebensfreundliche Super-Erden, auf denen Wasser in flüssiger Form - und damit die Grundlage zumindest des irdischen Lebens existieren kann - um mindestens ein Viertel aller Roten Zwerge in unserer direkten kosmischen Nachbarschaft finden.

Forscher präsentieren bislang unbekanntes Phänomen als Erklärung für Erdbebenlichter
Seit Jahrhunderten werden unmittelbar vor Erdbeben merkwürdige, meist kugelförmige Lichterscheinungen über den betroffenen Gegenden beobachtet. Nach jahrzehntelanger Missachtung derartiger Schilderungen durch die Wissenschaft belegen mittlerweile mehr und mehr Filmaufnahmen die Existenz der sogenannten Erdbebenlichter. Jetzt haben US-Forscher eine neue Erklärung vorgelegt und zugleich ein neues physikalisches Phänomen entdeckt.

Planet X, Nemesis, Nibiru & Co: Infrarot-Weltraumteleskop "WISE" findet keinen Hinweis auf weiteren großen Planeten im Sonnensystem
Mit dem Weltraumteleskop WISE haben NASA-Astronomen von 2010 bis Ende 2011 den gesamte Himmel im infraroten Lichtspektrum nach bislang noch unbekannten Objekten abgesucht. Jetzt wurde der Abschlussbericht der Himmelsdurchmusterung vorgelegt: Obwohl WISE einige tausend neue Sterne entdecken konnte, gibt es keine Hinweise auf einen bislang unbekannten großen Planeten jenseits der Umlaufbahn des Pluto. Zuvor hatten einige Astronomen und Autoren die Existenz eines solchen Körpers immer wieder unter Namen wie Planet X, Nemesis, Tyche oder Nibiru vermutet.

Ringwoodit: Edelsteinfund deutet auf gewaltigen Ozean im Innern der Erde
In Brasilien haben Wissenschaftler einen kleinen Diamanten entdeckt, in dessen Innern sie erstmals irdisches Ringwoodit nachweisen konnten. Aus dem Wassergehalt Edelsteins, der vermutlich aus der Übergangszone zwischen Oberem und Unterem Erdmantel stammt, schließen die Forscher, dass es in eben dieser Übergangszone ähnlich große Mengen an flüssigem Wasser geben könnte, wie in allen Ozeanen zusammen. Die Diskussion über Theorien um gewaltige Ozeane im Erdinnern erhält durch den Fund neue Nahrung.

Neuentdeckter Zwergplanet außerhalb der bislang bekannten Grenze des Sonnensystems stellt bisherige Vorstellungen unseres Sonnensystems in Frage - Existenz weiterer felsplanetengroße Objekte und eines riesigen Felsplaneten möglich
US-Astronomen haben einen neuen Zwergplaneten entdeckt, der unsere Sonne umkreist. Allerdings tut er dies nicht innerhalb sondern unmittelbar außerhalb der bislang bekannten Grenzen unseres Sonnensystems. Es handelt sich zudem wahrscheinlich um nur eines von annähernd tausend weiteren Objekten, die die sogenannte Oortsche Wolke und damit die bislang lediglich postulierte Heimstätte einiger Kometen bilden. Einige dieser Objekte könnten so groß wie unsere Erde sein. Darüber hinaus sprechen die Beobachtungsdaten des neuentdeckten Zwergplaneten auch für die Existenz eines noch unbekannten gewaltigen Planeten von der bis zu 10-fachen Größe der Erde, der die Umlaufbahn der Objekte innerhalb der Oortschen Wolke beeinflusst.

...lesen Sie dazu auch das GreWi-Exklusiv-Interview mit Scott Sheppard über die Entdeckung und die faszinierenden Konsequenzen


APRIL

Studie: Experimente bestätigen Y-Haltung des Gekreuzigten auf dem Turiner Grabtuch
In anatomischen Experimenten haben englische und italienische Forscher aufgezeigt, dass Blutspuren auf dem Abbildes eines Gekreuzigten auf dem sogenannten Turiner Grabtuch - das vielen gläubigen Christen als heiligste Reliquie, Abbild und Leichentuch Jesu Christi gilt, von Skeptikern jedoch als aufwendiger mittelalterlicher Schwindel bezeichnet wird - nur dadurch erklärt werden können, dass der Mann in einer besonders schmerzhaften Y-Position - also mit den Armen über dem Kopf - gekreuzigt wurde.

Meta-Analyse bestätigt: Der Mensch hat die Fähigkeit zur Vorahnung
Im Herbst 2010 schockierte der bis dahin selbst im wissenschaftlichen Mainstream angesehene Psychologe Prof. Daryl Bem die naturwissenschaftliche Gemeinde mit einer in der nicht weniger respektierten Fachzeitschrift "Journal of Personality and Social Psychology" veröffentlichten Studie. In dieser erklärte er, den Beweis für die Fähigkeit des Menschen zur Vorherahnung zukünftiger Ereignisse gefunden zu haben. Obwohl seither der Expertenstreit um die Interpretation der Ergebnisse unvermindert andauert, konzentrierten sich die meisten Medienberichte primär auf jene überprüfenden Experimente unabhängiger Forscher, die angesichts der von Bem ausführlich zur Replikation beschriebenen Experimente und Methoden zu negativen Ergebnissen gekommen waren. Tatsächlich gab es aber auch eine Vielzahl von Beispielen mit positivem, also Bems Ergebnisse bestätigendem Ausgang (...wir berichteten). Jetzt hat Bem gemeinsam mit Kollegen sämtliche Replikations-Experimente einer Meta-Analyse unterzogen. Das Ergebnis belegt Bems erste Ergebnisse und beweist damit, dass uns Menschen die Fähigkeit zur Vorahnung gegeben ist.

Weltraumteleskop Kepler entdeckt erstmals erdgroßen Planeten in lebensfreundlicher Zone um fernen Stern
Mit Hilfe des NASA-Weltraumteleskops "Kepler" haben Astronomen erstmals einen nahezu erdgroßen Planeten entdeckt, der seinen Stern innerhalb dessen sogenannten habitablen Zone umkreist. Diese beschriebt jene Abstandregion um einen Stern, innerhalb derer ein Planet diesen umkreisen muss, damit aufgrund milder Temperaturen auf seiner Oberfläche flüssiges Wasser - und damit die Grundlage zumindest des irdischen Lebens - existieren kann. Die Entdeckung beweist, dass es auch um andere Sterne als unsere Sonne erdgroße Planeten innerhalb habitabler Zonen gibt.

Planet X im Doppelpack? - Astronomen sehen Hinweise für zwei noch unbekannte große Planeten im äußeren Sonnensystem
Extrem exzentrische (elliptische) Umlaufbahnen von Zwergplaneten wie Sedna und "2012 VP113" deuten einige Astronomen als Beleg für die Existenz eines noch deutlichen größeren Himmelskörpers bzw. Planeten im äußeren Sonnensystem. Neue Berechnungen spanischer Astronomen gehen nun sogar noch einen Schritt weiter und sehen in den bisherigen Daten Belege für zwei noch unbekannte große Planeten.

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