Samstag, 13. Dezember 2014

Karte zeigt Spuren einstiger Seen und Erdbeben auf dem Mars

http://www.jpl.nasa.gov/spaceimages/details.php?id=pia19084
Geologische Karte des Candor-Chasma-Canyons auf dem Mars. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung mit Erläuterungen und Legende zu gelangen.) | Copyright: NASA/JPL-Caltech/Univ. of Arizona/USGS

Flagstaff (USA) - Im längsten Canyon unseres Sonnensystem, dem Valles Marineris auf dem Mars, haben US-Wissenschaftler deutliche Spuren einstiger Seen und Erbeben gefunden, wie sie auf einer aktuell veröffentlichten hochauflösenden Karte des westlichen Candor-Chasma-Canyons innerhalb des Valles Marineris zutage treten.

"Vor langer Zeit wurde das Grabensystem von Marsbeben erschüttert, durch die Sedimente bewegt wurden, die sich in einstigen Seen auf dem Mars abgesetzt hatten", berichten Forscher des Jet Propulsion Laboratories (JPL) der NASA und der U.S. Geological Survey (USGS). Diese Sedimente bildeten dabei Strukturen, die heute noch als Reihe niedriger Hügel zu erkennen sind.


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Die Karte basiert auf den hochauflösenden Daten der "Kamera des High Resolution Imaging Science Experiment" (HiRISE) an Bord der US-Marssonde "Mars Reconnaissance Orbiter" (MRO).


"Die Karte zeigt, dass zur Zeit, als diese Sedimente abgelagert wurden, ein Teil des westlichen Candor Chasma zahlreiche von Quellen gespeiste, seichte Seen beherbergte", erläutert Chris Okubo Astrogeology Science Center der USGS. "Diese Seen fingen vom Wind verwehten Sand und Staub ein, der sich dann nach und nach als jene ausgedehnten Sedimente ablagerte, die wir hier heute noch sehen können."

Die einst noch feuchten Ablagerungen wurden dann von Marsbeben durchgeschüttelt, die mit Bewegungen entlang zahlreicher geologischer Falten in diesem Gebiet einhergingen, wodurch die niedrigen Hügel entstanden.


Das Valles Marineris ist mehr als 4.000 Kilometer lang. Die Bedingungen, unter welchen die heute noch sichtbaren Sedimentablagerungen hier entstanden, galten jahrzehntelang Zeit als umstritten. Diskutiert wurden neben den Seen auch die Ablagerungen von Flüssen, vulkanische Eruptionen unter den Canyon-Gletschern oder Winderosion.


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