Donnerstag, 4. Dezember 2014

Kepler-Daten ermöglichen genauere Ergebnisse der Drake-Gleichung zur Wahrscheinlichkeit außerirdischen Lebens und intelligenter außerirdischer Zivilisationen


Die sogenannte Drake-Gleichung. | Copyright/Quelle: seti.org

Jerusalem (Israel) - Mit der nach ihm benannten Gleichung präsentierte der Astrophysiker Frank Drake 1961 erstmals eine Gleichung zur Abschätzung der Anzahl der technischen, intelligenten Zivilisationen in unserer Galaxie. Das Problem der auch als "Green-Bank-Formel" bekannten Gleichung ist jedoch, dass die meisten Faktoren dieses Produkts bislang noch unbekannt sind. Ein Israelischer Wissenschaftler hat nun die umfangreichen Daten der Kepler-Mission genutzt, um einige der unbekannten und/oder unsicheren Faktoren auf den neusten Stand zu bringen und kommt mit deren Hilfe zu neuen, konkreten Aussagen mittels der Drake-Gleichung über die Wahrscheinlichkeit von außerirdischem Leben und intelligenten Zivilisationen in unserer galaktischen Nachbarschaft.

Die Drake-Gleichung selbst lautet wie folgt:


N = R * f(p) * n(e) * f(l) * f(i) * f(c) * L


R ist dabei die Anzahl "geeigneter" Gas- und Sternformationen in unserer Galaxie, aus denen Sterne und Planetensysteme geboren werden, die die Entwicklung einer Zivilisation begünstigen; f(p) der Prozentsatz derjenigen Sterne, die Planeten besitzen. n(e) ist die Zahl der "Erden" in einem Planetensystem. Planeten, die flüssiges Wasser haben könnten. f(l) steht für den Anteil der Planeten, die auch wirklich Leben entwickeln; f(i) für den Anteil der Planeten, auf denen sich dann eine Intelligenz entwickelt und f(c) für den Anteil, auf denen eine technologische Zivilisation entsteht. L wiederum ist die Zeitspanne, die eine solchen Zivilisation von den Anfängen der Radiotechnologie bis zu ihrer Selbstzerstörung existiert.



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Wie Amri Wandel von der Hebrew University of Jerusalem vorab auf "arXiv.org" erläutert, ergibt sich aus der Aktualisierung der Drake-Gleichung mittels der Kepler-Daten, dass der nächste, zumindest von einfachen Lebensformen bewohnte Planet außerhalb unseres Sonnensystems nicht mehr als 10 Lichtjahre von der Erde entfernt zu finden sein sollte. Selbst angesichts einer weniger optimistische Interpretation der Daten - etwa die, dass Leben nur auf einem von tausend potentiell lebensfreundlichen Planeten entsteht - würde die nächste belebte Welt noch innerhalb eines Radius von 100 Lichtjahren um unser Sonnensystem ansiedeln.

Die uns nächstgelegene entwickelte außerirdischer Zivilisation wäre demnach jedoch selbst unter optimistischen Bedingungen nicht innerhalb der nächsten 1000 Lichtjahre anzutreffen.


- Amri Wandels vollständigen Artikel inklusive aller Berechnungen finden Sie HIER


- Einen interaktiven Rechner für die Drake-Formel finden Sie HIER


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