Mittwoch, 17. Dezember 2014

Taniwha - Zeigt Google Earth die Seeschlange der Maori?




Satellitenaufnahme der Oke Bay in Neuseeland vom 30. Januar 2014. | Copyright/Quelle: Google Earth/Maps

Hamilton (Neuseeland) - Wieder einmal sorgt eine Entdeckung eines ungewöhnlichen Bilddetails auf Satellitenaufnahmen des Online-Atlanten Google Earth/Maps für Aufsehen und kontroverse Diskussionen. Auf der Aufnahme der Oke Bay an der Ostküste des Far North District auf der Nordinsel Neuseelands ist im seichten Küstenwasser ein ungewöhnlich langer, schlangeförmiger "Schatten" zu sehen, von dessen Spitze aus eine deutliche Bugwelle ausgeht. Zeigt die Aufnahme ein bekanntes Tier, die Spur eines Bootes oder vielleicht sogar das von den neuseeländischen Ureinwohnern als Taniwha bezeichnete Ungeheuer?

Entdeckt hat das ungewöhnliche Bilddetail Pita Witehira aus Hamilton, als er seinen Urlaubsort auf Google Earth betrachten wollte. Gegenüber der "Daily Mail Australia" erklärte der Ingenieur, dass das rund 12 Meter lange Objekt wohl zu groß für eine bekannte Haiart sei. Zudem bewege sich dieses Objekt aber so schnell und zu scharfkurvig, als dass es um einen Wal handeln könne. Auch ein Boot schließt Witehira aus. Zwar verursache das Objekt eine vergleichbare Bugwelle, doch fehle der charakteristische Schaum auf dem Wasser, wie er von Booten, die eine solche Bahn und Welle erzeugen, von deren Motoren erzeugt werde. Zur Erläuterung präsentiert Witehira Google-Earth-Aufnahmen solcher Boote mit vergleichbaren Bugwellen.



Satellitenaufnahmen von Motorbooten, die vergleichbare Bugwellen, zugleich aber auch deutlich erkennbare Schaumkronen darauf erzeugen. | Copyright/Quelle: Google Earth/Maps

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Tatsächlich kennt der Mythen- und Legendenschatz der Ureinwohner Neuseelands ein Wesen, das die Maori Taniwha nennen. Das drachen- oder schlangenähnliche Fabelwesen lebt demnach vornehmlich in Höhlen, Gewässern und im Meer und ist sowohl dafür berüchtigt, Menschen zu fressen, als auch diese zu beschützen.


Traditionelle Maori-Darstellung eines Taniwha. | Copyright: gemeinfrei

Zugleich erinnert die aktuelle Google-Earth-Aufnahme an einen bis heute kontrovers diskutierten Klassiker der Kryptozoologie - also jenem Forschungszweig, der nach zwar zahlreich von Legenden und Augenzeugen, jedoch von der Wissenschaft noch nicht beschriebenen Tierarten sucht: Am 12. Dezember 1964, gelangen Robert Le Serrec angeblich zufällig drei Aufnahmen eines dunklen kaulquappen-schlangenartigen Objekts vor der australischen Insel Hook Island. Begleitend zu seiner Fotoreihe erklärte der Fotograf, dass sich die "Seeschlange" zunächst nicht bewegt und er schon vermutet habe, dass das Tier tot sei. Erst als er sich ihm näherte, habe es sein Maul geöffnet und sei auf ihn und seine Familie zu, dann aber davongeschwommen.


Robert Le Serrecs Aufnahmen einer vermeintlichen Seeschlange vor Hook Island im Dezember 1965. | Copyright: Robert Le Serrec

Seit der Veröffentlichung der Aufnahmen wird über deren Authentizität und das, was sie zeigen kontrovers diskutiert. Neben der Vermutung, dass es sich tatsächlich um ein unbekanntes seeschlangenartiges Tiere handeln könnte, vermuten Kritiker, die Aufnahme zeige einen übergroßen Plastiksack, wie er von der US-Navy zum Abschleppen von Benzin benutzt wurde. Andere sehen in dem "Wesen" einen abgestürzten und mit Tang bedeckten Wetterballon oder sogar eine vom Fotografen in trügerischer Absicht im seichten Gewässer platzierte, entsprechend geformte Plastikfolie.


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