Mittwoch, 28. Januar 2015

Astronomen finden fünf erdgroße Planeten in uraltem Planetensystem


Künstlerische Darstellung des Systems um Kepler-444 (Illu.). | Copyright: Tiago Campante/Peter Devine

Sydney (Australien) - Anhand der Beobachtungsdaten des NASA-Weltraumteleskops Kepler haben Astronomen fünf etwa erdgroße Planeten entdeckt, die einen 11,2 Milliarden Jahre alten Stern umkreisen. Damit handelt es sich um den ältesten bislang bekannten Stern überhaupt, der von erdartigen Planeten umkreist wird. Die Entdeckung zeigt, dass erdartige und damit auch potentiell lebensfreundliche Planeten schon immer im Universum entstanden sind und nicht erst - wie bislang geglaubt - in dessen jüngerer Entwicklungsphase. Damit könnte auch das Leben in unserer Galaxie selbst sehr viel älter sein.

"So etwas haben wir bislang noch nie gesehen", kommentiert Dr. Daniel Huber von der University of Sydney die Entdeckung. "Ein derart alter Stern und eine so große Anzahl an kleinen Planeten ist wirklich etwas Besonderes."


Huber ist Erstautor eines Fachartikels internationaler Astronomen in der Fachzeitschrift "The Astrophysical Journal" (DOI: 10.1088/0004-637X/798/1/1), der die Entdeckung ausführlich beschreibt.


Der Stern selbst, Keppler-444, ist rund 11,2 Milliarden Jahre alt. Die Größen der ihn umkreisenden Planeten variieren zwischen jener unserer Planeten Merkur und Venus - sind also allesamt kleiner als die Erde.


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"Es ist ungewöhnlich, dass ein so altes System erdgroße Planeten besitzt. Diese müssen entstanden sein, als das Universum gerade einmal ein Fünftel so alt war wie heute", führt Huber weiter aus. "Kepler-444 ist zweieinhalb mal so alt wie unserer Sonnensystem, das gerade einmal 4,5 Milliarden Jahre alt ist."

Die Entdeckung zeige, dass auch Planeten dieser vergleichsweise geringen Größe schon immer und sehr früh im Universum entstanden sind. "Diese neue Erkenntnis vorausgesetzt, könnte es natürlich auch sehr viel älteres Leben in unserer Galaxie geben", kommentiert Dr. Tiago Campante, Mitautor der Studie von der University of Birmingham.


Laut den Beobachtungsdaten umkreisen alle fünf entdeckten Kepler-444-Planeten ihren Stern innerhalb von weniger als 10 Tagen auf Entfernungen von weniger als einem Zehntel des Abstands unserer Erde zur Sonne. "Damit ist es für erdähnliches Leben auf diesen Planeten eindeutig zu heiß, da auf ihren Oberflächen kein Wasser in flüssiger Form (und damit die Grundlage zumindest des irdischen Lebens) existieren kann", so Huber abschließend.


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