Dienstag, 20. Januar 2015

Aufnahmen zeigen erstmals Oberflächenstrukturen auf potentiell lebensfreundlichem Zwergplaneten Ceres

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Die DAWN-Aufnahmen vom 13. Januar 2015 zeigen erstmal Oberflächenstrukturen auf dem Zwergplanten Ceres. | Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/PSI

Göttingen (Deutschland) - Im März wird die NASA-Raumsonde "DAWN" mit dem Zwergplaneten Ceres erstmals das größte Objekt des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter erreichen und diesen erkunden. Jetzt hat die Sonde erstmals Aufnahmen von Ceres zur Erde gefunkt, auf denen sich erste Strukturen auf der Oberfläche des Zwergplaneten abzeichnen. Unter einer dicken Eiskruste könnte Ceres einen Ozean aus flüssigem Wasser besitzen, in dem dann sogar Leben entstanden sein könnte.

Die Aufnahmen zeigen Ceres am 13. Januar 2015 Aufnahmen aus einer Entfernung von nur noch 383.000 Kilometern. Erstmals sind darauf nun auch deutlich hellere und dunklere Bereich auf dem fast kugelförmigen Zwergplaneten zu erkennen.


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"Ceres ist immer noch ein unbekannter Himmelskörper, aber diese ersten Bilder lassen erahnen, dass die Oberfläche Strukturen wie Einschlagskrater und Brüche aufweist", sagt der Planetenforscher und Wissenschaftler im Team der Dawn-Mission Prof. Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung hat das DLR gemeinsam mit dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig das Kamerasystem an Bord der Sonde entwickelt und konstruiert. Schon Ende Januar werden die Bilder dieses Systems dann eine Auflösung erreichen, die die bislang besten Aufnahmen von Ceres, wie sie mit dem Weltraumteleskop Hubble erstellt wurden, übertreffen werden.

Ceres im DAWN-Standbild. | Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/PSI

Obwohl Ceres die Sonne deutlich jenseits der sogenannten Frostgrenze im Asteroidengürtel umkreist, könnte sich unter einer kilometerdicken Eisschicht des rund 1000 Kilometer durchmessenden Zwergplaneten einen rund hundert Meter tiefen planetaren Ozean aus flüssigem Wasser und darin vielleicht sogar Leben geben (...wir berichteten).




"Während die Sonde 2011 mit dem Asteroiden Vesta einen "trockenen", felsigen Asteroiden untersuchte (...wir berichteten), steht nun das komplette Gegenteil als Untersuchungsobjekt an", erläutert die DLR-Pressemitteilung und führt weiter aus: "Ceres ist ein 'nasser' Asteroid, hat vermutlich einen Wasseranteil von 15 bis 25 Prozent und wurde 2006 von der Internationalen Astronomischen Vereinigung zum Zwergplaneten hochgestuft. Sein Durchmesser von fast 1000 Kilometern und seine runde Form lassen vermuten, dass er es bei der Entstehung unserer Sonnensystems wohl nur knapp nicht zum regulären Planeten geschafft hat - und so bildet er ein Zwischenstadium ab, das für die Planetenforscher beim Blick in die Vergangenheit besonders interessant ist."


Insgesamt 16 Monate lang soll DAWN den Zwergplaneten aus unterschiedlichen Höhen herab untersuchen. Von den Ergebnissen der genauen Vermessung erwarten sich die Wissenschaftler schon heute die "ein oder andere wissenschaftliche Überraschung."


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