Freitag, 9. Januar 2015

Keine SETI-Signale von neuem Kepler-Planeten


Künstlerische Darstellung eines Planeten wie dem ersten von der Kepler-2-Mission entdeckten Exoplaneten "Kepler 116454b". | Copyright: Harvard-Smithsonian Astrophysical Observatory

Mountain View (USA) - Der erste, vom reanimierten NASA-Weltraumteleskop Kepler entdeckte Exoplanet, der Planet "Kepler 116454b", wurde mit der Allen Telescope Array nach Signalen intelligenter Zivilisationen abgehorcht. Das Ergebnis war auch hier negativ. Das Ergebnis jedoch, ist wenig erstaunlich.


Wie der SETI-Chefastronom Seth Shostak auf der Seite des SETI Institutes berichtet, handelt es sich bei "Kepler 116454b" um einen Planeten, der in rund 180 Lichtjahren Entfernung zu Erde einen organgenen Zwergstern im Sternbild Fische umkreist.


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Mit der Allen Telescope Array suchte der SETI-Astronom Jon Richards vom SETI Institute’s Center for SETI Research den Planeten nach Signalen im Bereich von 1000 bis 2250 MHz ab. Bei dem Planeten handelt es sich um den ersten Exoplaneten, der von dem Weltraumteleskop nach dessen Reaktivierung entdeckt wurde. Zuvor waren im März 2013 die Kreisel-Schwungräder des Teleskops ausgefallen, wie sie für dessen hochpräzise Ausrichtung verantwortlich waren. Nach verschiedenen Reaktivierungsversuchen wurde der Planetensucher in seiner ursprünglich geplanten Arbeitsweise aufgegeben (...wir berichteten), konnte dann aber kurz vor Weihnachten 2014 wieder mit neuer Methode seine Suche nach Planeten um ferne Sterne wieder - wenn auch mit reduzierter Effektivität – im Rahmen der sogenannten Kepller-2-Mission (K2) aufnehmen.

Dass von "Kepler 116454b" keine intelligenten Signale ausgehen, dürfte die SETI-Astronomen jedoch nicht verwundert haben. Mit einer Umlaufzeit von gerade einmal 9 Tagen und einer Umlaufbahn, die den Planeten drei mal näher an seinen Stern heranführt als Merkur die Sonne umkreist, dürfte es auf der Super-Erde für Leben, wie wir es von der Erde kennen, viel zu heiß sein.


"Nichtsdestotrotz haben Jahrhunderte der Erfahrung gezeigt, dass Beobachtungen manchmal die Erwartungen übertrumpfen", erklären die SETI-Astronomen ihre Suche nach Signalen auch angesichts solcher Planeten. "Aus diesem Grund untersuchen wir routinemäßig neue Exoplaneten - ganz gleich, ob sie für Leben vielversprechend sind oder nicht." Trotz bzw. gerade aufgrund der bisherigen negativen Ergebnisse, wollen die Astronomen "Kepler 116454b" jetzt auch noch in weiteren Bandbreiten absuchen.


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Kepler-186f: Keine SETI-Signale aus Richtung von potentiell zweiter Erde 28. Mai 2014

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