Samstag, 17. Januar 2015

Kepler2 findet potentiell lebensfreundlichen Planeten um sonnennahen Stern


Künstlerische Darstellung dreier Planeten, die einen sog. Roten Zwergstern umkreisen. | Copyright: NASA/JPL-Caltech

Tucson (USA) - Anhand der Beobachtungsdaten des reaktivierten NASA-Weltraumteleskops "Kepler" (K2) hat ein internationales Astronomenteam gleich drei erdgroße Planeten entdeckt, die einen nur 150 Lichtjahre von der Erde entfernten Stern umkreisen. Dieser Stern gehört damit zu den 10 unserem Sonnensystem am nächstgelegen und von Planeten umgebenen Sternen. Einer der jetzt entdeckten drei Planeten umkreist seine Sonne zudem sogar deutlich innerhalb der sogenannten habitablen Zone - und damit innerhalb jener Abstandsregion, in der ein Planet seinen Stern umkreisen muss, damit aufgrund gemäßigter Oberflächentemperaturen Wasser in flüssiger Form und damit die Grundlage erdähnlichen Lebens existieren kann. Die Nähe dieses Systems wird es Astronomen schon bald erlauben, auch die Atmosphären der dortigen Planeten genauer und nach Hinweisen auf dortiges Leben untersuchen zu können.

Wie das Team um Ian Crossfield von der University of Arizona aktuell vorab auf "ArXiv.org" berichtet, handelt es sich bei "EPIC 201367065" um einen kühlen, Roten Zwergstern der Klasse M, mit etwa der Hälfte der Masse unserer Sonne.


"Eine dünne Atmosphäre aus Stickstoff und Sauerstoff hat es dem Leben einst ermöglicht, auf unserem Planeten zu gedeihen", kommentiert Crossfield die Entdeckung und mögliche Implikationen. "Aber die Natur steckt voller Überraschungen. Viele von Kepler bereits entdeckte Exoplaneten besitzen vergleichsweise dichte, wasserstoffreiche Atmosphären, die wahrscheinlich eher ungeeignet sind, dass sich darin Leben - wie wir es kennen - entwickelt haben könnte."


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Die drei entdeckten Planeten haben Massen vom 2,1-, 1,7- und 1,5-fachen unserer Erde. Der kleinste und äußerste dieser drei Planeten hat einem Radius vom 1,5-fachen unseres Planeten und umkreist seinen Heimatstern in einer Entfernung, bei der er von diesem in etwa gleich viel Licht und Energie empfängt wie die Erde von der Sonne.

"Die meisten bislang entdeckten erdgroßen Exoplaneten umkreisen ihre Sterne derart dicht, dass es auf ihren Oberflächen für Leben, wie wir es kennen, viel zu heiß ist", erläutert der Erstentdecker der Planeten, Erik Petigura von der University of California in Berkeley. "Hier aber besteht wir wirkliche Chance, dass es sich bei dem äußersten Planeten nicht nur einen Felsplanet handelt sondern, dass auch dieser richtigen Temperaturen aufweist, um flüssige Wasserozeane zu besitzen."


Schon bald wollen die Astronomen nun mit weiteren erdgestützen Teleskopen sowie dem Weltraumteleskop Hubble versuchen, spektrale Fingerabdrücke der Moleküle in den Atmosphären der drei entdeckten Planeten zu erstellen. Besonders mit Hubble sollten sich Wasserstoffreiche Atmosphären auf diesen Planeten sehr leicht identifizieren lassen.


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