Donnerstag, 26. Februar 2015

GreWi erklärt das "Grusel-Foto" von Hampton Court


Screenshot einer aktuellen Mail-Meldung zum angeblichen "Grusel-Foto-Beweis" aus Hamton Court. | Quelle: dailymail.co.uk


Hampton Court (England) - Zwar steht das Anwesen von Hampton Court im Südwesten Londons schon lange in dem Ruf, dass es darin spuken und nicht mit rechten Dingen zugehen soll, doch zumindest für eine derzeit durch die britischen und deutschen Boulevardmedien geisternde Handy-Fotoaufnahme aus dem Innern des einstigen Tudor-Schlosses gibt es eine recht einfache Erklärung - so bizarr das Bild auf den ersten Blick auch scheinen mag.

Wie zunächst die britische "Daily Mail" (u.a.) und tagsdarauf auch die deutsche "BILD" berichtete, stammt die Aufnahme von den beiden Teenagern Holly Hampsheir und Brook McGee, die zu Besuch in dem altehrwürdigen Gemäuer waren.


Während der Aufnahmen wollen die beiden 12-Jährigen von der "Erscheinung" auf ihrem Foto noch nichts bemerkt haben. Umso mehr erschraken sie dann zuhause bei der Durchsicht ihrer Ausflugsfotos: Tatsächlich hat es den Anschein, als zeige sich auf einem der Bilder die bizarr verformte Gestalt einer gerade unnatürlich langgestreckten langhaarigen Dame in einem dunklen Gewand.



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Schnell waren die Boulevardmedien mit der Erklärung parat, es könne sich dabei um den Geist von Dame Sybil Penn handeln, die schon lange im Verdacht steht, das Gebäude aus dem 15. Und 16. Jahrhundert unsicher zu machen, obwohl sie schon 1562 an Pocken verstorben war. Erste Berichte über ihren Geist stammen tatsächlich schon aus dem 19. Jahrhundert, als ihr Grab zwecks neueren Baumaßnahmen verlegt wurde.

Neben der Dame Sybil Pen, sollen im Hampton Court auch der Geist von Catherine Howard, der fünften Ehefrau Heinrich VIII. umhergehen, nachdem diese auf Geheiß Ihres Gemahls enthauptet wurde.


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Laut Meinung der GreWi-Redaktion ist das obige Foto jedoch alles andere als mysteriös. Vielmehr handelt es sich um einen bekannten Effekt der fälschlichen bzw. zufällig-unbeabsichtigten Anwendung der Panorama-Funktion von Mobilfunkkameras: Bleibt der Hintergrund konstant so kann ein sich davor bewegender Gegenstand oder eine Person auf bizarrste Weise deformiert, gestaucht, gestreckt und gerade neu zusammengefügt werden.


Weitere Beispiele für den bizarren Panorama-Effekt. Zahlreiche weitere Bildbeispiele hierfür liefert schon eine Online-Bildersuche unter dem Suchbegriffen "Panorama Fails"...

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