Freitag, 6. Februar 2015

Neue Dawn-Aufnahmen zeigen weitere "weiße Flecken" auf Zwergplanet Ceres


Dawn-Aufnahme des Zwergplaneten Ceres vom 4. Februar 2015. | Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Washington (USA) - Täglich nähert sich die Raumsonde "Dawn" dem Zwergplaneten Ceres mehr und mehr. Jetzt liefert die Bordkamera neue und die bislang besten Bilder vom größten Objekt im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Auf diesen tritt nun auch der mysteriöse "weiße Fleck" in Erscheinung, der schon auf den früheren Aufnahmen für Rätselraten gesorgt hatte (...wir berichteten). Zudem zeigt sich, dass Ceres von weiteren, kleineren weißen Flecken geradezu übersäht ist. Um was es sich dabei genau handelt, ist weiterhin unklar.

Die neuen Aufnahmen haben nun eine Auflösung von 14 Kilometern und stellen damit die bislang hochauflösendsten Aufnahmen des Zwergplaneten überhaupt dar. Die Bilder entstanden am 4. Februar 2015 und zeigen die 950 Kilometer durchmessende Ceres aus einer Entfernung von immer noch 145.000 Kilometern.


http://dawn.jpl.nasa.gov/multimedia/images/ceres_opnav3_3.gif 

Um was es sich bei dem großen weißen Fleck genau handelt, wissen selbst die NASA-Wissenschaftler derzeit noch nicht. Es sei auf jeden Fall etwas "auf der Oberfläche" des Zwergplaneten - etwas, das das Sonnenlicht stärker reflektiert als die Umgebung, erläuterte Marc Rayman von der Dawn-Kontrollstelle der NASA. "Um was es sich jedoch handelt, bleibt bis auf weiteres ein Rätsel."

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Auf den neuen Aufnahmen treten neben den großen Kratern am Südpol von Ceres nun auch zahlreiche weitere weiße Flecken auf der Oberfläche besonders der nördlichen Hemisphäre des Zwergplaneten zu Tage (s. Abb.). Forscher vermuten, dass es sich hierbei um mit Eis gefüllte Krater oder aber auch Ablagerungen von Eisvulkanen handeln könnte. Tatsächlich stehe die Wahrscheinlichkeit nicht schlecht, dass sich unter dem Eispanzer, der die Oberfläche des Zwergplaneten bildet, einen noch immer flüssigen Wasserozean befindet, in dem es dann vielleicht sogar Leben geben könnte (...wir berichteten) und der den Kryovulkanismus "befeuern" könnte.

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