Freitag, 27. Februar 2015

UFO-Drohnen-Affäre in Frankreich: Festnahmen nahe Paris


Archivbild: Grundausstattung für Hobby-Drohnenpiloten. | Copyright: grewi.de

Paris (Frankreich) - Nur wenige Tage, nachdem in der französischen Hauptstadt in der Nacht auf dem 23. Februar 2015 mehrmals sensible Gebäude und Orte von unbekannten Flugobjekten überflogen wurden (...wir berichteten), berichten französische Sicherheitsbehörden nun von der Festnahme dreier Journalisten des arabischen Nachrichtensenders Al-Jazira. Diese hatten am vergangenen Mittwoch im Wald von Boulogne, westlich von Paris, ungenehmigt einen Multikopter zwecks Filmaufnahmen steigen lassen. Ob es einen Zusammenhang zu den nächtlichen Überflügen von Paris gibt, sei noch gänzlich unklar. Eine Aufklärung der Ufo-Drohnen-Affäre in Frankreich ist auch nach den heutigen Verhaftungen wohl eher nicht zu erwarten.

Schon Im November hatten französische Polizeibeamte zwei Männer (24, 31) und eine Frau (21) wegen "eines ungenehmigten Überflugs über verbotenem Gebiet" vorläufig festgenommen. Diese hatten einige hundert Metern vom Kernkraftwerk Belville entfernt eine oder mehrere Drohnen geflogen. Allerdings war es dabei offenbar nicht zu einem Überflug über die Atommeiler gekommen. Später teilte die zuständige Staatsanwaltschaft dann jedoch mit, dass die festgenommenen Personen derzeit nicht unter Verdacht stünden, auch für die Überflüge über andere Kraftwerke verantwortlich gewesen zu sein. Grundsätzlich steht das illegale Überfliegen der Sicherheitszone rund um Atomkraftwerke und sensibel Einrichtungen unter Strafe. Bei Zuwiderhandlungen drohen Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr und eine Geldstrafe von bis zu 75.000 Euro.



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...GreWi-Kommentar
Nach den Anschlägen von Paris und den vorigen zahlreichen Überflügen über Kernkraftwerke, atomare Forschungseinrichtungen und Stützpunkte ist es verständlich, dass man in Frankreich an einer möglichst schnellen Aufklärung interessiert ist und die Nerven bei Behörden, Militärs und Politik aufgrund noch immer ausstehender Antworten auf die eigentlichen Fragen rund um die Überflüge blank liegen. Dass nun aber jeder Mulitkopter-Pilot und -Fotograf in Generalverdacht gerät, kann nicht die Antwort auf die Fragen sein. Da mit der eigentlichen Form und Natur auch die Herkunft der unidentifizierten Flugobjekte weiterhin gänzlich unbekannt ist (...wir berichteten) und selbst betroffene Kraftwerksbetreiber erklären, dass sie nicht von Drohnen (...also Multikopter aus dem Modellflugbereich) sondern von einem "UFO" überflogen wurden (...wir berichteten), wäre es endlich an der Zeit, das Kind auch bei diesem zutreffenden Namen als "UFO", im Sinne unidentifizierter Flugobjekte, und nicht bei seinem medial-wohlfeilen Decknamen, als "Drohnen" zu bezeichnen. Was wir derzeit in Frankreich beobachten ist eine der wohl umfangreichsten UFO-Sichtungswellen der vergangenen Jahrzehnte. Diese UFO-Sichtungswelle mag vielleicht eine rationale, technische Erklärung im Sinne von Multikoptern haben. Diese muss aber erst einmal belegt werden – und das ist bislang noch nicht geschehen.


Das GreWi-Dossier zur UFO-Drohnen-Affäre
in Frankreich finden Sie HIER

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