Dienstag, 3. März 2015

Auf der Zielgeraden: NASA-Sonde Dawn sendet neue Bilder von Ceres


Aufnahmen von Ceres aus 40.000 Kilometern Entfernung. | Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Pasadena (USA) - Am kommenden Freitag soll die NASA-Sonde "Dawn" mit Ceres den größten Körper des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter erreichen. Ceres ist damit der erste Zwergplanet, der von einer irdischen Sonde aus direkter Näher erkundet wird. Unter seiner eisigen Oberfläche vermuten Wissenschaftler sogar einen Ozean aus flüssigem Wasser, in dem es dann sogar Leben geben könnte. Aus nur noch 40.000 Kilometern Entfernung hat die deutsche Kamera an Bord von Dawn nun erneut spektakuläre Aufnahmen der Planetenoberfläche zur Erde gefunkt. Stark reflektierende helle Flecken auf der Oberfläche stellen die Forscher derweil immer noch vor ein Rätsel.

Aufgenommen wurden die neuen Bilder (s.Abb.) am 25. Februar 2015, nur wenige Tage vor Ankunft der Sonde an ihrem vorläufigen Ziel. Schon jetzt haben die Bilder eine Auflösung von 3,7 Kilometer pro Pixel. Am Freitag soll "Dawn" dann in eine Umlaufbahn um Ceres eintreten und sich entlang dieser nach uns nach der Oberfläche des Zwergplaneten mehr und mehr annähern.


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"Im Juni geht es auf eine Höhe von 4400 Kilometern sowie 1470 Kilometern hinunter", erläutert die Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig die Bordkamera entwickelt hat und betreut. "Die größte Annäherung erfolgt dann im Dezember 2015, wenn Dawn in nur noch 375 Kilometern Abstand um Ceres kreist. 14 Monate - bis Ende Juni 2016 - werden die Planetenforscher kontinuierlich Daten gewinnen und Ceres erforschen. Geht der Treibstoff aus, kann Dawn seine Instrumente auch nicht mehr ausrichten und wird als künstlicher Satellit noch lange um den Zwergplaneten kreisen."


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Auf den neuen Aufnahmen tritt auch der immer noch mysteriöse "helle Fleck" in der Mitte eines der zahlreichen Krater auf Ceres hervor. Noch immer sind sich die Wissenschaftler nicht sicher, um was genau es sich bei diesem und anderen kleineren hellen Flecken auf der Oberfläche von Ceres handelt. "Sicher ist, dass es sich um ein stark reflektives Material handelt", erläutert Carol Raymond vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA auf einer Pressekonferenz am gestrigen Montag (s. Video). "Vielleicht handelt es sich um Eis oder um Salze."


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Anhand der Nahebeobachtunen der Sonde wollen die Wissenschaftler vor allem nach Hinweisen dafür, dass sich Oberflächenmerkmale auf Ceres verändern, da dies Hinweise auf geologische Aktivität auf dem Zwergplaneten darstellen würden. Unter der eisigen Oberfläche vermuten Wissenschaftler nicht zuletzt einen flüssigen Wasserozean und spekulieren sogar über leben, das in diesem Ozean entstanden sein könnte (...wir berichteten).


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