Dienstag, 21. April 2015

Dawn liefert neue Aufnahmen den hellen Flecken auf der Ceres-Oberfläche

Settling in at Ceres
Einzelbildanimation der Ceres-Oberfläche, basierend auf Aufnahmen der NASA-Sonde "Dawn" vom 14. und 15. April 2015. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Ansicht zu gelangen.) | Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Pasadena (USA) - Neue Aufnahmen der NASA-Sonde "Dawn" zeigen die mysteriösen hellen Flecken auf der Oberfläche des Zwergplaneten Ceres - darunter auch die aus zwei solcher Flecken im Innern eines Kraters bestehende bekannteste und rätselhafteste Struktur dieser Art - nun aus einer Entfernung von nur noch 22.000 Kilometern. Allerdings (Achtung Spoiler!) liefern auch diese Aufnahmen keine neuen Erkenntnisse darüber, um was es sich bei diesen stark reflektiven Flecken tatsächlich handelt.

Die Aufnahmen stammen vom 14. und 15. April 2015 und zeigen einen senkrechten Blick der Sonde von oberhalb der Nordpolregion des Zwergplaneten. "Seit wir diese ausgesprochen hellen Flecken beobachten, haben sie sich nicht verändert", sagt Prof. Ralf Jaumann, Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Mitglied im Kamerateam der Dawn-Mission. "Eine spannendes Phänomen, das uns sicherlich noch überraschen wird." Erst kürzlich zeigte eine Auswertung von Infrarotaufnahmen, dass die unterschiedliche helle Flecken offenbar unterschiedlicher Natur sind (...wir berichteten).



Einzelbild der Ceres-Ansicht vom 14./15. April 2015. | Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA


Detailvergrößerung der beiden hellen Flecken auf Ceres. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Ansicht zu gelangen.) | Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

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Die Entdeckung der weißen Flecken auf Ceres sei "eine kleine Sensation, denn bisher wurde ähnliches auf keinem anderen Körper des Sonnensystems beobachtet", erläutern die Forscher des DLR. "Ihre Herkunft ist ein Rätsel, bisher können wir über ihre Struktur oder Zusammensetzung noch nichts sagen", so Jaumann. "Eigentlich sind es zurzeit noch eher helle Punkte, die kleiner als vier Kilometer sein müssen." Noch aber ist die Raumsonde Dawn zu weit entfernt, um ihre Form aufzulösen.

Für den 29. April 2015 ist der Eintritt der Sonde in eine ständige Umlaufbahn um Ceres geplant. Dann wird "Dawn" den Zwergplaneten bis zum 9. Mai auf einer Distanz von rund 13.500 Kilometern umkreisen und sich dem Zwergplaneten danach noch weiter annähern und Aufnahmen von nur noch etwa 400 Metern pro Pixel möglich werden.


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