Mittwoch, 8. April 2015

Deutschland baut Überwachungsradar zur Überwachung und Verfolgung von Objekten im erdnahen Weltraum


Künstlerische Darstellung von rund 175.000 Weltraumschrott-Objekten, die die Erde umkreisen. (Illu.) | Copyright: TU Braunschweig

Wachtberg (Deutschland) - Gemeinsam mit dem Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) mit der Entwicklung und dem Bau eines leistungsfähigen Radars zur Überwachung und Verfolgung von Objekten im erdnahen Weltraum begonnen.

Wie das FHR in einer Pressemitteilung berichtet, habe das Projekt "GESTRA" (German Experimental Space Surveillance and Tracking Radar) ein Gesamtvolumen von 25 Millionen Euro und eine Laufzeit von 4 Jahren.


Ziel von GESTRA sind demnach "der Erhalt der Nutzung des erdnahen Weltraums und die Sicherung des Betriebs unserer Weltrauminfrastrukturen." Hierbei handele es sich um "Kernelemente der Raumfahrtstrategie der Bundesregierung", da "unsere Gesellschaft und die Wirtschaft heutzutage wie selbstverständlich raumgestützte Dienste zur Navigation, Erdbeobachtung und Kommunikation" nutzen.


"Um diese Dienste nachhaltig zu sichern, ist es auch erforderlich, die Sicherheit des Betriebs der Satelliten zu gewährleisten. Dafür müssen wir einerseits wissen, was im Weltraum passiert, und andererseits Strategien entwickeln, mit der wachsenden Anzahl von Weltraumrückständen, kurz auch Weltraummüll, umzugehen", erklärte Dr. Gerd Gruppe, Vorstand des DLR Raumfahrtmanagements.


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GESTRA (German Experimental Space Surveillance and Tracking Radar) selbst ist ein experimentelles Weltraumüberwachungsradar, mit dem Bahndaten von Satelliten und Trümmern im niedrigen Erdorbit in einer Höhe zwischen 300 und 3000 Kilometern erfasst werden sollen. Es wird voraussichtlich Ende 2017 die ersten Messungen vornehmen.

Die GESTRA-Daten sollen Forschungseinrichtungen in Deutschland zur Verfügung gestellt werden und die Grundlage für die künftige Entwicklung in der operationellen Weltraumüberwachung bilden. Da es sich um sicherheitsrelevante Daten handelt, wird das Radar vom gemeinsamen Weltraumlagezentrum von DLR und Luftwaffe in Uedem betrieben werden. Zudem soll GESTRA auch im Verbund mit anderen Großanlagen wie dem Weltraumbeobachtungsradar TIRA oder dem Radioteleskop Effelsberg genutzt werden können.


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