Montag, 20. April 2015

Forscher untersuchen Zusammenhang zwischen Raumluftqualität und Spukerlebnissen


Archivbild: Schimmelbefall an einer Wohnungswand. | Copyright: Riki1979, CC-BY-SA 4.0

Potsdam (USA) - In einigen angeblichen Spukhäusern im US-Bundesstaat New York untersucht ein Wissenschaftlerteam derzeit, ob es einen Zusammenhang zwischen einigen Facetten von Spukerlebnissen und etwa durch Schimmelpilze verunreinigte Raumluft geben könnte. Die beschriebenen Erlebnisse und Zustände in angeblich von Spuk heimgesuchten Räumen und Häusern, so die Forscher, gleichen mentalen und neurologischen Symptomen, wie sie von Patienten beschrieben werden, die giftigem Schimmel ausgesetzt sind.

"Obwohl bekannt ist, dass einige dieser Pilze, wie etwa Pilze aus der Mutterkorn-Familie, sogar schwere Psychosen auslösen können, wurden mögliche Verbindungen zwischen dem Ausgesetztsein schädlicher Innenraumschimmelpilze und psychologischen Effekten wurden bislang nur ungenügend untersucht", kommentiert Professor Shane Rogers von der Clarkson University. "Zudem fällt auf, dass gerade angebliche Spukhäuser oft die geradezu besten Voraussetzungen für alle möglichen Arten von Schimmelpilzen aufweisen. Oft handelt es sich um ältere Gebäude oder auch Räume mit einer nur schlechten Belüftung. Zugleich liegen Berichte von Menschen vor, die in Schimmelverseuchten Häusern und Wohnungen Depressionen, Angstzustände und andere Symptome entwickelt, diese jedoch nicht mit Spuk assoziiert haben. In unserer Arbeit untersuchen wir derzeit, ob es eine Verbindung zwischen diesen Faktoren geben könnte."


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Unter anderem stellen die Forscher um Rogers Messungen der Raumluftqualität in einigen angeblich von Spuk heimgesuchten Gebäuden im Norden des US-Bundesstaates New York an, etwa im Frederic Remington Art Museum in Ogdensburg. Durch einen Vergleich der gesammelten Raumluft-Daten mit Wohnungen und Häusern ohne Spuk-Geschichte erhoffen sich die Forscher, Faktoren identifizieren zu können, die sich so nur und übereinstimmend in den Spukhäusern finden. Sollten diese gefunden werden, wollen die Forscher entsprechenden Substanzen auf ihre toxikologischen und psychoaktiven Wirkstoffe hin untersuchen.

Selbst ein bekennender Fan von Geistergeschichten, will Rogers mit seiner Forschung entsprechende Legenden nicht zerstören, sondern vielmehr Hinweise und Erkenntnisse dazu liefern, warum bestimmte Orte als Spukorte wahrgenommen werden: "Ich hoffe, dass unsere Arbeit dazu beitragen kann zu verstehen, was zu einigen dieser Phänomene führen könnte, um damit vielleicht auch Menschen im Umgang mit diesen Phänomenen helfen zu können."


Die Ergebnisse dieser Studie sollen dann wohl noch im Spätsommer publiziert werden...


Spukort-Untersuchung der anderen Art


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