Dienstag, 14. April 2015

Rover-Messungen belegen flüssiges Salzwasser auf dem Mars


Selbstporträt des Marsrovers "Curiosity" bei der Arbeit im Marskrater Gale. | Copyright: NASA

Kopenhagen (Dänemark) - Schon lange ist bekannt, dass es auf dem Mars Wasser in Form von Eis gibt. Jetzt belegen neuste Daten den Mars-Rovers "Curiosity" der jedoch, dass es wahrscheinlich selbst heute noch Wasser in flüssiger und salziger Form auf der Oberfläche des Roten Planeten gibt. An Leben, auf der Grundlage dieses Wassers glauben die Wissenschaftler jedoch nicht.

Wie die Forscher um Morten Bo Madsen von der Mars Group am Niels Bohr Institut der Universität Kopenhagen aktuell im Fachjournal "Nature" (DOI: 10.1038/ngeo2412) berichten, hat "Curiosity" im Boden des Gale-Kraters Kalziumperchlorat entdeckt. "Unter den richtigen Bedingungen absorbiert dieses Wasserdunst aus der dünnen Marsatmosphäre. Unsere Messungen mit der Wetterstation des Rovers zeigen, dass genau diese notwendigen Bedingungen während den Nächten und unmittelbar nach Sonnenaufgang im Marswinter tatsächlich existieren."


Die Station misst Wetterdaten auf Bodenhöhe und in 1,6 Metern Höhe. "Wenn die Nach hereinbricht, kondensiert ein Teil des Wassers aus der Marsatmosphäre auf der Planetenoberfläche als Reif. Kalziumperchlorat ist aber stark absorbierend und bildet zusammen mit diesem Wasser eine Salzlauge deren Gefrierpunkt derart herabgesetzt ist, dass der Reif zu einer Flüssigkeit werden kann.


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Der Boden selbst ist porös, so dass dieses Wasser im Boden versickert. Mit der Zeit könnten im Boden enthaltene Salze so ebenfalls gelöst werden und sich dadurch in flüssiger Form weiter unterhalb der Oberfläche ansammeln.

Trotz ihrer Entdeckung zweifeln die Forscher jedoch daran, dass dieses Wasser Leben hervorgebracht haben oder erhalten könnte. "Der Mars ist dennoch immer noch zu trocken, zu kalt und aufgrund des fehlenden Magnetfeldes zu starker kosmischer Strahlung ungeschützt ausgesetzt, die so selbst noch in den Marsboden bis auf eine Tiefe von rund einem Meter vordringen kann und hier alles Leben abtötet. Zumindest Leben, wie wir es von der Erde kennen."


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