Montag, 4. Mai 2015

Umstrittener Roswell-Zeuge Glenn Dennis verstorben


Glenn Dennis im Interview. | Copyright: unbek.

Roswell (USA) - Am vergangen Dienstag ist mit Glenn Dennis einer der letzten Zeitzeugen des sogenannten Roswell-Absturzes im Juli 1947, der einstige Bestatter und späterer Mitbegründer des UFO-Museums in Roswell verstorben. Als Bestatter will er eine Anfrage für Kindersärge und von einer befreundeten Militärkrankenschwester direkte detaillierte Beschreibungen der angeblich vom US-Militär geborgenen, nichtmenschlichen Leichen erhalten haben.

Geboren 1925, betrat Glenn Dennis die "Roswell-Bühne" 1989 als er sich nach einer TV-Dokumentation zu den Vorfällen von Roswell 1947 über eine Hotline bei UFO-Forschern meldete. Dennis erklärte damals, er habe von der Roswell-Militärbasis eine Anfrage nach hermetisch verschließbaren Kindersärgen erhalten. Zudem habe ihm eine befreundete Krankenschwester der Basis ausführlich von der Obduktion und dem Aussehen der bei dem Absturz entdeckten und geborgenen Leichen berichtet (s.Video-Interview).


Während Dennis von einigen Roswell-Forschern bis heute als glaubwürdiger Kronzeuge des Absturzes eines außerirdischen Raumschiffs samt Besatzung und Bergung durch das US-Militär gewertet wird, fanden andere Forscher und Roswell-Kritiker schnell Unstimmigkeiten in den Aussagen des ehemaligen Bestatters.


www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Nachdem entsprechende Forscher anhand ihrer Recherche nachweisen konnten, dass eine Krankenschwester des von Dennis ursprünglich angegebenen Namens in den Militärunterlagen der Basis nicht zu finden war, erklärte Dennis, er habe absichtlich einen falschen Namen genannt, da er seiner Bekannten versprochen habe, niemals ihre wirkliche Identität preiszugeben. Diese sei unmittelbar nach den Vorfällen nach England versetzt worden und dort bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen - allerdings konnten auch diese Angaben nie auch nur ansatzweise verifiziert werden.

Archiv: Künstlerische Rekonstruktion eines der angeblich nahe Roswell abgestürzten Außerirdischen, basierend auf den Beschreibungen des Augenzeugen Glenn Dennis. | Copyright: Walter Henn

Seither galt und gilt Dennis selbst unter Vertretern der Theorie eines außerirdischen Absturzes in Roswell zumindest als in seiner Glaubwürdigkeit angeschlagener Zeitzeuge.


In ihrem Buch "Witness to Roswell: Unmasking the 60-Year Cover-Up" schreiben die Roswell-Forscher Thomas Carey und Donald Schmitt 2007 jedoch, dass sie von anderen Ort- und Zeitzeugen erfahren haben, dass Dennis von dem fraglichen Telefonanruf, in dem sich die Militärbasis nach Kindersärgen erkundigt hatte, schon kurz nach den ursprünglichen Vorfällen - und damit viele Jahre bevor Roswell wieder ins Licht des öffentlichen Interesses rückte - berichtet und erzählt habe.


Gemeinsam mit Lieutenant Walter Haut und Max Littell gründete Dennis 1991 dann das "UFO Museum and Research Center" in Roswell, das jährlich von rund 180.000 Touristen, UFO-Enthusiasten und Fans aus aller Welt besucht wird und legte mit diesem auch den Grundstein zur lokalen touristischen Vermarktung des Roswell-Mythos.


Klicken sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

grenzwissenschaft-aktuell
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE