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Mittwoch, 14. Januar 2015

130.000 Seiten "Blue Book": Alle Akten der Air-Force-UFO-Studie erstmals online - kostenfrei


Screenshot des Blue-Book-Archivs auf "The Black Vault" | Copyright: projectbluebook.theblackvault.com

Washington (USA) - 46 Jahre nachdem die US Air Force ihre letzte große und offizielle UFO-Studie abgeschlossen hat, stehen nun erstmals sämtliche Akten der "Blue Book"-Studie online einsehbar zur Verfügung - durchsuchbar und kostenfrei.

Nach "Project Sign" (1947) und "Grudge" (1949-1951) war "Blue Book" die dritte und bislang letzte von insgesamt drei Studien der US-amerikanischen Luftwaffe über "unidentifizierte Flugobjekte". Laut Angaben der US Air Force wurden von 1951 bis 1969 im Rahmen von "Porject Blue Book" 12.618 Sichtungsfälle dokumentiert. 701 dieser Fälle - und damit die seither vielfach zitierten rund 5,5 Prozent - blieben nach Abschluss der Untersuchungen offiziell "ungeklärt". UFO-Forscher konnten allerdings bei späteren Durchsichten der Blue-Book-Akten deutlich mehr ungelöste Fälle identifizieren.


Obwohl die vollständigen Blue-Book-Berichte schon mit Abschluss des Projekts deklassizifiert und freigegeben wurden, hinkten die National Archives der USA jahrzehntelang mit deren Veröffentlichung einer handlichen und durchsuchbaren Version hinterher. Stattdessen machten es sich einige private Initiativen zur Aufgabe, die Akten von "Blue Book" zumindest teilweise zu veröffentlichen. Tatsächlich gelang es der Internetseite "Fold3" schon vor einigen Jahren, alle Akten online zu veröffentlichen. Allerdings war und ist es hier nur möglich, einzelne Seiten jeweils separat herunterzuladen. Zudem handelt es sich um Scans im Bildformat JPEG, weshalb die Dokumente beispielsweise nicht als solche nach Stichwörtern durchsucht werden könnten.


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Dank des UFO-Forschers John Greenewald steht das "Blaubuch" nun jedoch vollständig als PDF-Downloads auf dessen Internetseite "TheBlackVault.com" kostenfrei zur Verfügung. Eine Vielzahl der Akten kann dabei sogar nach Stichworten durchsucht werden. Insgesamt, so erläutert der UFO-Forscher, sind es fast 130.000 Aktenseiten.

- Das Blue-Book-Archiv finden Sie HIER

- Ein Interview mit Greenewald gegenüber Alejandro Rojas von "OpenMinds.tv" über seine Beweg- und Hintergründe zur Veröffentlichung der Blue-Book-Akten finden Sie HIER

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

Historisches UFO-Audio-Archiv online 28. November 2013
CIA-Dossier gesteht offiziell die Existenz von "Area 51" ein 17. August 2013

US Air Force löscht Anweisungen zur Meldung von UFO-Sichtungen durch Militärpersonal aus Leitfaden 21. Oktober 2011

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Erneute Online-Petition fordert UFO-Alien-Zeugenanhörung vor dem US-Kongress


Stephen Bassetts Disclosure-Petition auf der "WeThePeople"-Petitions-Webseite des Weißen Hauses. | Copyright: petitions.whitehouse.gov

Washington (USA) - Mit dem Versuch einer erneuten Online-Petition hofft der UFO-Lobbyist Stephen Bassett von der "Paradigm Research Group" ein weiteres Mal, die Obama-Administration zum offiziellen Eingeständnis der angeblichen Anwesenheit außerirdischer Besucher auf der Erde und deren Einflussnahme auf Wissenschaft, Gesellschaft und Politik zu bewegen. Doch selbst aus den eigenen Reihen erntet der erneute Versuch Bassetts auch Kritik.

Nachdem die US-Regierung schon im April 2011 durch eine vergleichbare Online-Petition zu einer, wenn auch nichtssagenden offiziellen Stellungnahme zum angeblichen Wissen, bzw. Nicht-Wissen der USA über die Existenz und Anwesenheit außerirdischer Besucher auf der Erde gedrängt wurde (...wir berichteten), versucht sich Bassett nun erneut mit einer Online-Petition. Damals hatte die US-Regierung auf die Petitionsanfrage folgendes erklärt:


"Die US-Regierung hat keine Hinweise darauf, dass Leben außerhalb unseres Planeten existiert, oder dass Außerirdische ein Mitglied der menschlichen Rasse kontaktiert hätte. Zudem gibt es keine glaubhaften Informationen, die darauf hindeuten, dass irgendwelche Beweise vor der Öffentlichkeit versteckt werden."

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Stephen Bassett ist der einzige offiziell eingetragenen UFO-Lobbyist in Washington. | Copyright: S.Bassett, Paradigm Research Group

Mit seiner neuen Petition will Bassett nun eine Anhörung hochrangiger Zeugen aus Regierungs-, Geheimdienst- und Politikkreisen über mit Außerirdischen verbundene Ereignisse und deren Beweise vor dem US-Kongress bewirken.


Als entsprechende diesen Zeugen benennt Bassett u.a. die Aussagen des mittlerweile zwar verstorbenen Lt. Col. Philip Corso (US ARMY): "Ich kam in den Besitz der Roswell-Akte. Diese Akte enthielt Erfahrungsberichte, medizinische Autopsie-Befunde sowie technologische Trümmerteile aus dem Absturz eines außerirdischen Fluggeräts." Zudem den NASA-Mondastronauten Capt. Edgar Mitchell (USAF/NASA): "Roswell war ein reales Ereignis, bei dem ein außerirdisches Fluggerät abgestürzt und Materialien vom Absturzort gesichert wurden." Den US-Gouverneur Bill Richardson: "Das Geheimnis dieses Absturzes wurde nie vollständig geklärt - weder von unabhängigen Forschern, noch von der US-Regierung." Und Chase Brandon (CIA): "Es war ein Fluggerät, das definitiv nicht von der Erde stammte."


Seine "Strategie", mit der er die US-Regierung zu besagter Kongressanhörungen über Außerirdische "zwingen" möchte, erläuterte Bassett im Oktober 2014 bei einer Veranstaltung von "Exopolitik Deutschland" in Berlin. Seinen Plan versteht Bassett als eine Art "Schachspiel gegen Obama", dessen Ausgang ganz sicher zur Offenlegung führe, so der US-patriotische Disclosure-Lobbyist. Diese Offenlegung offiziellen Wissens würde die Welt für immer verändern und zugleich den "Führungsanspruch der USA als weltweit wichtigstes Land" zementieren.


"Bassett offenbart damit eine zutiefst amerikazentristische Weltsicht: Nur wenn der US-Präsident zuerst die Existenz Außerirdischer bekannt gibt, wäre Amerikas Alleinherrschaft auch in Zukunft gesichert", kommentiert denn auch der Koordinator von "Exopolitik Deutschland", Robert Fleischer die Strategie seines selbst innerhalb der Disclosure-Bewegung nicht unumstrittenen US-Kollegen. Auch andere Beobachter halten Bassetts Strategie zumindest für naiv, glaubt Bassett laut eigener Aussage doch fest daran, dass er mit dieser Strategie den US-Präsidenten "schachmatt" setzten kann (s. folgendes Video).



Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

Immerhin: Schon einen Tag nach Freischaltung der neuen Petition auf der Petitions-Webseite des Weißen Hauses hat diese bereits knapp 3.000 Unterstützer. Bis heute sind es knapp 7.700. Dennoch: Um eine offizielle Antwort und Reaktion der Obama-Administration zu erhalten, fehlen bedarf es insgesamt 100.000 Unterschriften, die bis zum 6. Februar 2015 zusammenkommen müssen. Unterzeichnen können übrigens auch Nicht-US-Bürger.


- Bassetts Online-Petition finden Sie HIER


Ob die US-Regierung jedoch überhaupt über geheimes Wissen zu Außerirdischen und UFOs verfügt, das sie noch bekannt geben könnte, wird selbst unter UFO-Enthusiasten kontrovers diskutiert.

GreWi-Dossier
Der aktuelle Anlauf ist nicht der erste seiner Art. Schon mehrfach haben UFO-Forscher und Discloure-Aktivisten auf diesem Weg versucht, die US-Regierung zur Veröffentlichung ihres angeblich geheimen UFO-Wissens zu zwingen. Hier finden Sie eine Zusammenstellung unserer bisherigen Meldungen zu diesen Petitionen:

Erneuter Anlauf: "Disclosure Petition III" kann gezeichnet werden 28. März 2012
"Disclosure Petition II" klar gescheitert 25. März 2012
Disclosure Petition II: Kurz nach Freischaltung aus dem Netz genommen 24. Februar 2012
USA: UFO-Petitionen sollen wiederholt werden 26. Dezember 2011
"Need-to-Know": US-Historiker unternimmt weiteren Versuch einer UFO-Petition 5. Dezember 2011
2. UFO-Petition in den USA: Erneute "Disclosure Petition" kann gezeichnet werden 1. Dezember 2011
UFO-Petition: Disclosure-Lobbyist Basset reagiert auf Antwort der US-Regierung 18. November 2011
Disclosure-Petition: Reaktionen auf Antwort der US-Regierung 10. November 2011
US-Disclosure-Petition: Obama-Administration nimmt Stellung zu UFOs und Außerirdischen 7. November 2011
Neue Online-Petition fordert Freigabe US-amerikanischer UFO-Akten 8. September 2011

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Haben US-Forscher ein Heilmittel gegen Alzheimer gefunden?


Symbolbild: Älteres Ehepaar. | Copyright: Candida Performa (It's all about love) / CC BY 2.0 (Wikimedia Commons)

Stanford (USA) - Die neurodegenerative Alzheimer-Krankheit (Morbus Alzheimer) ist für etwa 60 Prozent der weltweit etwa 24 Millionen Demenzerkrankungen verantwortlich. Alleine in Deutschland leiden etwa 700.000 der aktuell rund 1,3 Millionen Demenzerkrankten an Alzheimer. Jetzt scheint es so, als hätten US-Forscher einen Weg gefunden, die gefürchtete Krankheit durch Stärkung des körpereigenen Immunsystems nicht nur zu verhindern sondern auch zu heilen.

Wie der britische "Daily Telegraph" berichtet, haben Wissenschaftler um die Neurologin Prof. Dr. Katrin Andreasson von der Stanford University School of Medicine entdeckt, dass Nervenzellen absterben, da Zellen - sogenannte Mikroglia - die eigentlich die Aufgabe haben, das Gehirn von Bakterien, Viren uns schädlichen Ablagerungen zu reinigen, diesen lebensnotwendigen Dienst irgendwann einstellen. Bei den Mikroglia-Zellen handelt es sich um eine Gruppe von Immuneffektorzellen des zentralen Nervensystems als Teil des zellulären Immunsystems. In jüngeren Jahren (Alzheimer bricht meist erst ab einem Alter von 65 Jahren aus) arbeiten diese Zellen für gewöhnlich einwandfrei, doch wenn wir altern, sorgt ein einziges Protein mit der Bezeichnung EP2 dafür, dass diese Mikroglia aufhören, derart effizient zu funktionieren.


Durch das Blockieren des EP2-Proteins ist es den Forschern nun gelungen, die Funktion dieser "Säuberungszellen" nicht nur auch im Alter aufrechtzuerhalten, sondern sogar zu reaktivieren, wodurch diese die für die schädlichen Auswirkungen der Alzheimer-Krankheit verantwortlichen und die Nervenzellen schädigenden sog. Amyloid-beta-Aggregate wieder entsorgen können.


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In Versuchen mit Mäusen gelang es den Wissenschaftlern dann sogar, durch die Blockade von EP2 den Erinnerungsverlust der Tiere mit einer Alzheimer-ähnlichen Krankheit wieder rückgängig zu machen.

Wie die Neurowissenschaftler aktuell im Fachjournal "Journal of Clinical Investigation" (DOI: 10.1172/JCI77487) berichten, zeigen die Experimente, dass durch den Erhalt der Mikroglia-Zellen dem Erinnerungsverlust entgegengewirkt und das Hirn in einem physiologische gesunden Zustand gehalten werden kann.


"Die Aufgabe der Mirkoglia ist es eigentlich, fortwährend unser Gehirn von Amyloid-beta-Aggregaten (A-beta) zu reinigen und Entzündungen einzudämmen", erläutert Andreasson. "Wenn sie nun aber diese Fähigkeit verlieren, geraten die Dinge außer Kontrolle. Es bilden sich immer mehr A-beta, lagern sich um Hirn ab und rufen giftige Entzündungen hervor."


Während die Forscher bei Mäusen genetisch die Entstehung von EP2 verhinderten und damit nicht nur die Entstehung von Alzheimer verhinderten, sondern bereits erkrankte Tiere heilten und die negativen Auswirkungen Rückgängig machen konnten, suchen sie nun nach einem Weg, einen Wirkstoff zu entwickeln, der beim Menschen ausschließlich EP2 blockiert, um so die negativen Nebeneffekte aus den Mäuseversuchen ausschließen zu können.


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