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Mittwoch, 28. Januar 2015

ProjectCE - Kostenlose Software macht Heimcomputer zum UFO-Detektor


Screenshot des ProjectCE UFO Detectors. | Copyright: projectce.org

Washington (USA) - Mit einer kostenlosen Software können UFO-Fans und -Forscher jetzt ihren heimischen Computer problemlos zu einem UFO-Detektor aufrüsten. Neben dem Programm benötigt es lediglich eine möglichst hochauflösende USB-Webcam um den Himmel nach ungewöhnlichen und unbekannten Flugobjekten abzusuchen. Der von "ProjectCE" entwickelte Algorithmus erkennt Objekte am anvisierten Himmelsausschnitt und kann vermeintliche unbekannte bzw. unidentifizierte von bekannten Flugobjekten wie Flugzeugen und Vögeln unterscheiden.

"Wie viel Zeit und Aufmerksamkeit widmen sie dem, was am Himmel über ihnen vor sich geht?" fragt der Entwickler de "ProjectCE - UFO-Detetctor". "Ich glaube, wir können die Anzahl an guten UFO-Videoaufnahmen deutlich erhöhen, wenn wir die Art und Weise wie wir alle nach UFOs suchen verändern."


Das bislang allerdings nur für Windows OS zur Verfügung stehende und englischsprachige Programm (weitere Versionen sind in Arbeit), soll es Jedermann erlauben, den Himmel Tag und Nacht nach potentiellen UFOs abzusuchen. "Je mehr Videos wir bekommen, umso einfacher können wir Frage etwa nach dem häufigsten Erscheinen von UFOs oder nach ihrer Art der Fortbewegung beantworten."


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Begleitend zum eigentlichen Programm und in Zusammenarbeit mit der UFO-Webseite "TheBlackVault.com" des UFO-Forschers John Greenewald können die Nutzer die eigenen Aufnahmen in einem Forum präsentieren und diskutieren und durch Übermitteln potentieller UFO-Aufnahmen des Systems das Programm bei der Suche, Auswahl und Bewertung zwischen "echten und falschen UFOs" unterstützen und verbessern, um etwa zukünftig zu vermeiden, dass das System Fehler wiederholt.

Zudem arbeiten die Entwickler derzeit an einer Erweiterung des Programms, mit der die Manipulation der Bilder verhindert bzw. erkannt werden kann.


- Den Download des ProjectCE-UFO-Detector und ein Nutzerforum (in Englisch) finden Sie HIER


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Astronomen finden fünf erdgroße Planeten in uraltem Planetensystem


Künstlerische Darstellung des Systems um Kepler-444 (Illu.). | Copyright: Tiago Campante/Peter Devine

Sydney (Australien) - Anhand der Beobachtungsdaten des NASA-Weltraumteleskops Kepler haben Astronomen fünf etwa erdgroße Planeten entdeckt, die einen 11,2 Milliarden Jahre alten Stern umkreisen. Damit handelt es sich um den ältesten bislang bekannten Stern überhaupt, der von erdartigen Planeten umkreist wird. Die Entdeckung zeigt, dass erdartige und damit auch potentiell lebensfreundliche Planeten schon immer im Universum entstanden sind und nicht erst - wie bislang geglaubt - in dessen jüngerer Entwicklungsphase. Damit könnte auch das Leben in unserer Galaxie selbst sehr viel älter sein.

"So etwas haben wir bislang noch nie gesehen", kommentiert Dr. Daniel Huber von der University of Sydney die Entdeckung. "Ein derart alter Stern und eine so große Anzahl an kleinen Planeten ist wirklich etwas Besonderes."


Huber ist Erstautor eines Fachartikels internationaler Astronomen in der Fachzeitschrift "The Astrophysical Journal" (DOI: 10.1088/0004-637X/798/1/1), der die Entdeckung ausführlich beschreibt.


Der Stern selbst, Keppler-444, ist rund 11,2 Milliarden Jahre alt. Die Größen der ihn umkreisenden Planeten variieren zwischen jener unserer Planeten Merkur und Venus - sind also allesamt kleiner als die Erde.


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"Es ist ungewöhnlich, dass ein so altes System erdgroße Planeten besitzt. Diese müssen entstanden sein, als das Universum gerade einmal ein Fünftel so alt war wie heute", führt Huber weiter aus. "Kepler-444 ist zweieinhalb mal so alt wie unserer Sonnensystem, das gerade einmal 4,5 Milliarden Jahre alt ist."

Die Entdeckung zeige, dass auch Planeten dieser vergleichsweise geringen Größe schon immer und sehr früh im Universum entstanden sind. "Diese neue Erkenntnis vorausgesetzt, könnte es natürlich auch sehr viel älteres Leben in unserer Galaxie geben", kommentiert Dr. Tiago Campante, Mitautor der Studie von der University of Birmingham.


Laut den Beobachtungsdaten umkreisen alle fünf entdeckten Kepler-444-Planeten ihren Stern innerhalb von weniger als 10 Tagen auf Entfernungen von weniger als einem Zehntel des Abstands unserer Erde zur Sonne. "Damit ist es für erdähnliches Leben auf diesen Planeten eindeutig zu heiß, da auf ihren Oberflächen kein Wasser in flüssiger Form (und damit die Grundlage zumindest des irdischen Lebens) existieren kann", so Huber abschließend.


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Neuste Aufnahmen zeigen potentiell lebensfreundlichen Zwergplaneten Ceres erstmals deutlicher als zuvor Hubble


Neue Aufnahmen der Sonde "Dawn" vom 25. Januar 2015 zeigen den Zwergplaneten Ceres in bislang nicht bekannten Details. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.) | Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Berlin (Deutschland) - Neuste Aufnahmen der NASA-Sonde "Dawn" zeigen den Zwergplaneten Ceres erstmals in einer Deutlichkeit und Auflösung, wie sie die bisherigen besten Aufnahmen mit dem Weltraumteleskops Hubble übertreffen. Auch ein mysteriöser weißer Fleck auf der Oberfläche des Zwergplaneten kommt damit mehr und mehr in den Fokus der Planetenforscher.

Die neusten Aufnahmen der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit dem Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig konstruierten und geleiteten Bordkamera vom 25. Januar 2015 zeigen Ceres nun aus einer Entfernung von nur noch 237.000 Kilometern und in einer Auflösung von 43 Pixel.


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"Wir sehen große, fast den gesamten Zwergplaneten umspannende Strukturen. Auch wenn man noch nicht genau sagen kann, um was es sich dabei handelt, ist doch klar, dass gewaltige Prozesse die Oberfläche von Ceres verändert haben", sagt Prof. Ralf Jaumann vom DLR, Planetenforscher und Mitglied im Dawn-Team. "Mit jeder neuen Aufnahme werden wir von nun an weitere Hinweise darauf erhalten, was uns bei unserer Ankunft am 6. März dieses Jahres bei Ceres erwartet." Eines der faszinierendsten Szenarien geht davon aus, dass es selbst heute noch einen Ozean aus flüssigem Wasser unter der Eiskruste von Ceres und darin dann vielleicht sogar auch Leben geben könnte.

http://photojournal.jpl.nasa.gov/archive/PIA19171.gifCeres in Bewegung. | Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDABesonderes Interesse ruft derzeit ein merkwürdig heller, weißer Fleck hervor, der sich von der sonstigen Umgebung aus helleren und dunkleren Region deutlich abhebt. "Unsere Aufnahmen übertreffen die bisherigen Hubble-Bilder in der Auflösung um mehr als 30 Prozent", führt Jaumann weiter aus. "In der südlichen Hemisphäre sind einige sehr dunkle Merkmale in einer insgesamt dunkleren Region zu sehen. Zu erkennen ist eine globale Struktur, bei der es sich vermutlich um eine Reihe von großen, seltsam angeordneten Einschlagskratern handelt." Auch ist der bereits bekannte helle Fleck in etwa 90 Grad Entfernung von dieser Struktur zu erkennen. Tatsächlich scheint diese Struktur schon auf den Hubble-Aufnahmen sichtbar zu sein.


Ceres auf Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble. | Copyright: NASA/Hubble

Forscher vermuten, dass es sich um das Sonnenlicht reflektierendes Eis in einem Krater oder sogar um Eisvulkanismus handeln könnte, wie er vom Saturnmond Enceladus bekannt ist.


Ceres, so erläutert die Pressemitteilung des DLR, wird der erste Zwergplanet überhaupt sein, den eine Sonde aus dem Orbit untersucht. Mit einem Durchmesser von fast 1000 Kilometern ist der Himmelskörper der Rekordhalter im Asteroidengürtel und wurde 2006 von der Internationalen Astronomischen Vereinigung in die neue Kategorie der sogenannten Zwergplaneten eingeordnet.


"Wir sind bisher noch nie um solch einen Himmelskörper geflogen", betont Jaumnann abschließend. "In Ceres ist vermutlich die Anfangsphase der Planetenentstehung konserviert - ähnlich wie uns eine Fliege im Bernstein die Geschichte urzeitlicher Insekten erzählt."


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NASA rätselt über weißen Fleck auf Zwergplanet Ceres 24. Januar 2015
Zwergplanet Ceres könnte Leben beherbergen 5. Januar 2015

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Abflussrinnen belegen flüssiges Wasser auf Asteroid Vesta


Abflussrinnen im Cornelia-Krater auf Vesta. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.) | Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Los Angeles (USA) - Nach dem Zwergplaneten Ceres ist der Asteroid bzw. Protoplanet Vesta das zweitgrößte Objekt im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Bevor Vesta von 2011 bis 2013 von der NASA-Raumsonde "Dawn" be- und untersucht wurde (...wir berichteten, s. Links), galt der Brocken aufgrund der niedrigen Temperaturen und Druckverhältnisse als gänzlich trocken - von flüssigem Wasser ganz zu schweigen. Eine neue Studie belegt nun jedoch Geländestrukturen auf Vesta die nahelegen, dass es auf dem Asteroiden zumindest kurzfristig Wasser in flüssiger Form gegeben haben könnte.

Wie das Team um Jennifer Scully von der University of California, Los Angeles, aktuell im Fachjournal "Earth and Planetary Science Letters" (DOI:
10.1016/j.epsl.2014.12.004) berichtet, handelt es sich bei diesen Strukturen um Abflussrinnen und fächerförmige Ablagerungen innerhalb vergleichsweise junger Krater auf Vesta. Diese Strukturen, so glauben die Forscher, könnten von Oberflächenmaterial des Asteroiden gegraben und abgelagert worden sein, das durch flüssiges Wasser in Bewegung gebracht wurde.


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"Niemand von uns hatte je erwartet, dass wir auf Vesta Beweise für Wasser finden würden", so die Forscherin. "Die Oberfläche ist sehr kalt und es gibt keinerlei Atmosphäre. Jegliches Wasser auf der Oberfläche sollte also unmittelbar verdampfen. Dennoch zeigt sich Vesta mehr und mehr als sehr interessanter und komplexer planetarer Körper. Die Entdeckungen haben große Auswirkungen für die Planetenwissenschaft."

Allerdings stellen die Wissenschaftler zugleich auch klar: "Wir behaupten aber nicht, dass es auf Vesta flussartig fließenden Oberflächenwasser gab und/oder gibt. Aber wir vermuten Prozesse, die denen von Schuttströmen und Murgängen gleicht, bei denen kleine Mengen an Wasser sandige und steinige Böden und Partikel in Bewegung versetzten."


Die kurvigen Rinnen unterscheiden sich dabei deutlich von ähnlichen Gebilden, wie sie auch von trockenem Material hervorgerufen werden: "Diese Strukturen auf Vesta zeigen alle Merkmale für von Wasser verursachte Abflussrinnen, wie sie schon von Erde und Mars bekannt sind", so Scully weiter.


Die Rinnen selbst sind etwa 30 Meter breit und durchschnittlich rund 900 Meter lang. Die besten Beispiele dieser Rinnen finden sich demnach im Cornelia-Krater, der selbst 16 Kilometer breit ist.


Als bislang wahrscheinlichste Erklärung für die Quelle des flüssigen Wassers auf Vesta vermuten die Wissenschaftler, kleinere und über den Asteroidenkörper verteilte Eislager unter der Oberfläche. Woher dieses Eis stammt, können die Forscher bislang noch nicht sagen. Möglicherweise stamme es aber von Zusammenstößen mit wässrigen Körpern wie Kometen. Spätere Einschläge könnten dann genügend Hitze erzeugen, durch die dieses von den jeweiligen Einschlägen zugleich freigelegte Eis schmilzt dieses Wasser die neuentstandenen Kraterwand hinunterläuft, bevor es wieder gefriert und ins All verdampft.


Die Krater, in denen die Forscher die Hinweise auf einstiges Wasser entdeckt haben, sind mit nur einigen Millionen Jahren allesamt deutlich jünger als Vesta selbst: Vor 4,6 Milliarden Jahren entstanden, gilt Vesta sozusagen als Zeuge der Entstehung unseres Sonnensystems.


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