https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Freitag, 30. Januar 2015

Buchneuerscheinung: "Die UFO-Drohne – Ein Lehrgang in außerirdischer Technologie"


Die angeblich im April von "Chad" fotografierte "UFO-Drohne". | Copyright: Chad

Bremen (Deutschland) - Eines der mysteriösesten und ebenso kontrovers umstrittenen Flugobjekte des vergangenen Jahrzehnts ist bzw. war die sogenannte "UFO-Drohne". Ihre Natur und Herkunft wurde nie eindeutig geklärt – die Zeugen blieben im Dunkeln (...wir berichteten, s. "GreWi-Dossier" unten). Sie tauchte meistens in den Wäldern Kaliforniens auf und verschwand, ohne Spuren zu hinterlassen. Nach heftigen Diskussionen darüber, ob es sich um ein fortgeschrittenes Militärprojekt oder sogar um außerirdische Flugkörper gehandelt haben könnte, verschwanden die Objekte wieder von der Bildfläche. Nicht jedoch ohne, dass ein anonymer Zeuge im Internet behauptete, an der Erforschung derartiger Objekte durch das amerikanische Militär beteiligt gewesen zu sein. Seine Aussagen stützte er mit Dokumenten, die angeblich Hinweise auf die Funktionsweise und den außerirdischen Ursprung der UFO-Drohnen bestätigten. Die Aussagen dieses "Kronzeugen" waren für die beiden UFO-Forscher Dr. Peter Hattwig und Dr. Jens Waldeck derart faszinierend, dass sie sich entschlossen, die UFO-Drohnen-Saga zusammenzufassen und ihre Schlussfolgerungen und persönlichen Erkenntnisse in einem Buch zu veröffentlichen.

Titelbild des Buches "Die UFO-Drohne" von Peter Hattwig und Jens Waldeck

Schon im Vorwort erklären die Autoren allerdings, von der außerirdischen Herkunft dieser Objekte und damit von der Authentizität der Aussagen "Isaacs" (jenem Kronzeugen also, der an der Erforschung dieser ursprünglich außerirdischen Technologie beteiligt gewesen sein will) überzeugt zu sein.


Damit stellen Hattwig und Waldeck ihr Werk jedoch auf eine vorgefestigten Grundlage, mit dem sich so manche ergebnisoffenen bis kritischen UFO-Forscher und Interessierte wahrscheinlich schwer tun werden. So wird schon vorab postuliert, dass "niemand (die Existenz) einer außerirdischen, hochentwickelten Technologie im Ernst bezweifeln" könne.



www.grenzwissenschaft-aktuell.de
  + + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +


Im Juni 2007 präsentierte der Zeuge Ty dann Fotos dieser Variante der kalifornischen "UFO-Drohnen". | Copyright: Ty


Das Buch "Die UFO-Drohne"
können Sie hier bestellen


Jenseits dieser eigenen Interpretation der Autoren, zeichnet das 112-seitige Buch im Softcover-Format die Historie der "UFO-Drohnen-Saga" ausführlich und mit zahlreichen Quellenangaben nach. Es kann also zumindest als deren Dokumentation und Diskussion der Theorie einer sich hier offenbarenden Alien-Technologie betrachtet werden.

GreWi-Dossier
Bizarre UFO-Flugobjekte über Kalifornien

grenzwissenschaft-aktuell.de

Hoffnung auf Leben auf Eismonden und Zwergplaneten Ceres: Forscher finden Leben in ewiger Dunkelheit unter der Antarktis


Fischlein in eisiger und dunkler Tiefe | Copyright: Reed Scherer (NIU)

Antarktis - Unter dem 740 Meter dicken Eispanzer des antarktischen Ross-Schelfeises und damit in völliger Dunkelheit und eisiger Kälte haben Wissenschaftler zu ihrer eigenen Überraschung Fische und andere Meeresorganismen entdeckt, die hier in einer gerade einmal 10 Meter dicken Meerwasserschicht oberhalb des nackten Meeresbodens leben. Bislang gingen die meisten Biologen davon aus, dass in derartigen Umgebungen gerade einmal Mikroben überleben können. Die Entdeckung nährt erneut die Hoffnung, dass auch in den unter dicken Eispanzern verborgenen Wasserozeanen auf den eisigen Jupiter- und Saturnmonden Europa und Enceladus, sowie auf anderen Eismonden und Zwergplaneten wie Ceres, Leben existiert.

Wie die Forscher um Ross Powell von der Northern Illinois University und der "Whillans Ice Stream Subglacial Access Research Drilling" (WISSARD) berichten, befindet sich der Bohrpunkt, an dessen Grund die Sonde das hier unerwartete Leben entdeckt hatte, zudem 850 Kilometer von jenem Punkt entfernt, an dem der Ozean noch direkt mit dem Sonnenlicht in Berührung kommt und so Kleinstplankton als Grundlage einer Nahrungskette wachsen kann.



www.grenzwissenschaft-aktuell.de
  + + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

"Ich bin wirklich überrascht", zitiert "Scientific American" den Forscher. "Ich selbst arbeite jetzt schon viele Jahre hier und habe die Unterseiten von antarktischen Gletschern und deren Kontaktregionen mit dem Ozean eingehend studiert. Dieses Ökosystem hat auf irgendeine Art und Weise trotz einer wirklich geringen Nahrungsgrundlage und Abgeschiedenheit vom Sonnenlicht – jener Energiequelle also, von der fast alles Leben auf der Erde abhängt - geschafft zu überdauern. Die Entdeckung ermöglicht uns faszinierende Einblicke in einer komplexe und bislang unerforschte Lebensumgebung gewaltiger Flächen unterhalb der Antarktis."


Weitere Aufnahmen der unerwarteten Bewohner des Antarktisbodens. | Copyright: Whillans Ice Stream Subglacial Access Research Drilling Project

Zunächst hatten die Videoaufnahmen vom Ende der Bohrsonde genau das gezeigt, was die Forscher auch erwartet hatten: Kahlen Ozeanboden ohne auch nur die kleinsten Anzeichen oder Spuren von Leben: "Das hier sah aus, wie eine Mondlandschaft. (...) Normalerweise zeigt der Meeresboden alle möglichen Hinweise von Leben: Spuren von Krebsen im Schlamm, Wurmauswürfe und ähnliches. Hier gab es aber nichts dergleichen. Auch Schlammproben zeigten keinerlei Spuren von Leben - selbst im Labor. Zudem waren die Meerwasserproben extrem klar. Dieses Wasser war also nur geringfügig von Mikroben durchsetzt - zu wenig eigentlich, als dass davon höhere Organismen leben könnten.


Erst acht Tage nachdem das Bohrloch geöffnet worden war, zeigte sich vor der Kamera eines ferngesteuerten Roboters ein dahinhuschender Schatten und gelöste Bodenpartikel und damit ein erstes Anzeichen von Leben. Gefolgt wurde die Beobachtung dann auch vom Erscheinen eines kleinen, fast durchsichtigen und glupschäugig-schlanken Fisches, der offenbar von dem Licht der Kamera angelockt wurde.


Neben 20 bis 30 etwa tischmessergroßen Fischen pro Tag entdeckten die Forscher auch noch zwei kleinere, schwarz- und organgefarbene Fischarten, zudem Dutzende kleiner roter garnelenartiger Schalentiere und zahlreiche Wirbellose. Wovon diese Tiere jedoch genau Leben und wie das Ökosystem aufrecht erhalten wird, woher Nahrung und Energie genau kommt, ist bislang noch unbekannt.


grenzwissenschaft-aktuell.de

Fossiler Schädel verbindet Kontinente

Computertomografische Version des Manot Fundes und die Manot-Höhle im Hintergrund. | Copyright/Quelle: Gerhard Weber, univie.ac.at

Wien (Österreich) - Bisher fehlte jede Spur von jenen modernen Menschen, die von Afrika aus ihren Weg nach Norden nahmen, um vor ca. 45.000 Jahren in Europa anzukommen und alle anderen menschlichen Lebensformen zu ersetzen. Nun wurde im Norden Israels in der Manot-Höhle ein Fund gemacht, der diese Lücke im Wissen über unsere eigene Herkunft schließt. Die rund 55.000 Jahre alten Überreste eines Gehirnschädels konnten mit modernsten Computer-Methoden untersucht werden. Die Ergebnisse, welche einen Teil der Menschheitsgeschichte in Raum und Zeit neu verbinden, erscheinen nun aktuell im Fachjournal "Nature".

- Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Pressemitteilung der Universität Wien


Manot ist eine Karsthöhle im Norden Israels, sehr nahe der libanesischen Grenze. Die ersten Forschungen dort begannen 2010 und laufen bis heute. Entdeckt wurden unzählige archäologische Objekte, die eine Besiedelung der Höhle seit mehr als 100.000 Jahren belegen. Vor ca. 30.000 Jahren stürzte schließlich das Dach der Höhle ein und versiegelte die Fundschichten bis in unsere Tage. Neben Steinwerkzeugen und Tierknochen erhielten sich auch einige wenige menschliche Überreste. Der spektakulärste Fund wurde in einer etwas abseits gelegenen Nische der Höhle gemacht: eine sehr gut erhaltene "Kalotte", also der Oberteil eines Gehirnschädels. Der Gesichtsschädel, der viele diagnostische Merkmale für Paläoanthropologen aufweist, fehlte leider.



Die Manot Kalotte (Original) von oben betrachtet. Gut sichtbar sind die Schädelnähte und die bräunlich gefärbte Kalzit-Patina. | Copyright: Copyright/Quelle: Gerhard Weber, univie.ac.at

Die traditionellen Methoden der Anthropologie erlauben nur ein sehr grobes Bild der Klassifikation eines Gehirnschädels, der sich hauptsächlich durch seine gleichmäßige Wölbung auszeichnet. Durch die an der Universität Wien in den letzten 15 Jahren entwickelten Verfahren der "Virtuellen Anthropologie", bei der dreidimensionale Daten von Objekten mit ausgefeilten mathematisch-statistischen Methoden analysiert werden, war es möglich, zu wesentlich schärferen Aussagen zu kommen. Gerhard Weber vom Department für Anthropologie der Universität Wien wurde daher von den israelischen Forschern zur Mitarbeit eingeladen.


www.grenzwissenschaft-aktuell.de
  + + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Zusammen mit seinem früheren Doktoranden Philipp Gunz, der nunmehr am Max-Planck-Institut in Leipzig forscht, wurden computertomographische Aufnahmen unter die Lupe genommen. Dabei haben die Forscher an der virtuellen Repräsentation von Manot und einigen hunderten anderen Gehirnschädel sehr viele Messpunkte in dichter Anordnung gesetzt, die die Gestaltunterschiede erfassen und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten aufzeigen. Es stellte sich heraus, dass der Fund nicht nur zeitlich genau in die bisher unbekannte Phase der Auswanderung aus Afrika passt, sondern auch von seiner Morphologie her perfekt die Lücke schließt. Weber erklärt: "Die Gestaltanalysen zeigen ganz eindeutig, dass Manot ein moderner Mensch war. Das Interessante ist, dass die ähnlichsten Schädel in unseren Vergleichsdaten einerseits von heute lebenden Afrikanern stammen und andererseits von jenen modernen Menschen, die vor ca. 20.000 bis 30.000 Jahren bei uns in Mitteleuropa lebten, z.B. Schädel aus dem nahen Tschechien, wie Mladeč 1 oder Předmostí 4."

Die morphometrischen Befunde alleine wären allerdings noch zu wenig für eine Sensation. Es könnte sich ja immerhin auch um moderne Menschen gehandelt haben, die erst später wieder von Europa in die Levante zurückgewandert waren. Zum Glück des Forscherteams legten sich aber in der Tropfsteinhöhle von Manot etliche dünne Kalzit-Schichten an der Innen- und Außenseite des Schädelfragmentes an. Diese konnten mit der zuverlässigen Uranium-Thorium Methode datiert werden. Die israelischen KollegInnen belegten damit ein Alter von ca. 55.000 Jahren. Manot ist also 10.000 Jahre älter als alle modernen Menschen, die in Europa gefunden wurde, und um ca. 5.000 bis 10.000 Jahre jünger als jener Zeitpunkt, den Genetiker für die Entstehung unserer direkten Ahnenlinie in Afrika vorhersagten.


Eine der logischen Migrationsrouten von Afrika nach Europa führt durch den levantinischen Korridor. Das Alter und die Morphologie von Manot legen nahe, dass die ersten modernen Menschen diese Route genommen haben. Dabei trafen sie aber zeitgleich auf Neandertaler, die immer wieder die Levante bewohnten, aber nie weiter Richtung Süden vordringen konnten. Genetische Hinweise deuten darauf hin, dass heute lebende Menschen 1 bis 4 Prozent Neandertalergene in uns tragen. Bisher wurde spekuliert, dass diese Vermischung in Europa stattgefunden haben könnte. Manot ändert dieses Bild. Es ist wahrscheinlich, dass dies schon früher, also auf dem Weg der ersten modernen Menschen durch die Levante, passiert sein könnte.


"Dieser Schädelfund aus Manot ist genau das, was wir Anthropologen seit Jahrzehnten gesucht haben. Er verbindet perfekt diejenigen Teile der Menschheitsgeschichte in Raum und Zeit, die uns bisher bekannt waren", fasst Weber zusammen. Manot ist aber nicht nur ein Glücksfall für die Erkenntnis rund um unsere eigene Herkunft. Er führte auch zu einer sehr erfolgreichen wissenschaftlichen Kooperation zwischen israelischen und österreichischen bzw. deutschen Institutionen. Weitere Projekte und mehr Austausch von Know-how sind bereits in Angriff genommen worden.


univie.ac.at

Fossilien unbekannter Frühmenschenart in Nordchina entdeckt?


Zähne der Funde von Xujiayao. | Copyright: Martinon-Torres

Burgos (Spanien) - Eine Neuauswertung fossiler Schädelknochen und Zähne, die schon 1976 in der nordchinesischen Ausgrabungsstelle Xujiayao gefunden wurden, zeigt Merkmale dieser Fossilien, die weder zu modernen Menschen (Homo sapiens), noch zu Neandertalern, den Hobbits (Homo floresiensis), den vorderasiatischen Denisova-Menschen noch zu einer bislang lediglich genetisch nachgewiesenen vierten Menschenart zählt, die sich einst mit den Denisova vermischt hatten. Was genau diese Menschen waren, ist bislang noch unbekannt.

Die Fossilien stammen von insgesamt vier Individuen, die vor 60.000 bis 120.000 Jahren in Nordchina lebten. Alternativ zur Vorstellung einer gänzlich eigenen, bislang noch unbekannten Frühmenschenart könnte es sich vielleicht aber auch um das Ergebnis einer Vermischung zweier bekannter Spezies handeln.

Wie die Forscher um María Martinón-Torres vom spanischen Centro Nacional de Investigación sobre la Evolución Humana aktuell in der Fachzeitschrift "American Journal of Physical Anthropology" (DOI: 10.1002/ajpa.22641) berichten, zeigt ein Vergleich der Zahnformen und deren anatomische Anordnung und Merkmale mit einem Datenpool mit mehr als 5.000 Zähnen aller bekannten homininen Arten.


www.grenzwissenschaft-aktuell.de
  + + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Die untersuchten Zähne gleichen demnach weder denen moderner Menschen, sondern weisen einige primitive Merkmale auf. Einige davon gleichen der jedoch älteren Art des Homo erectus, während andere wieder denen von Neandertalern gleichen. Andere Skelettteile wiederum passten weder zu der einen noch zu einer anderen bekannten Art.

Dennoch, so berichtet die BBC, sind die Forscher zurückhaltend, die Funde eindeutig einer neuen Menschenart zuzuschreiben: "Was wir hier vorliegen haben, ist eine uns unbekannte Menschengruppe. Es handelt sich weder um Homo sapiens noch um Homo neanderthalensis. Die besitzt einen Mix aus sehr primitiven Merkmalen, die uns bislang noch unbekannt sind. Bevor wir aber einen Schritt weiter gehen, müssen wir diese Funde aber noch genauer mit anderen vergleichen. Vielleicht passen sie doch noch irgendwie zu bekannten Spezies. Vielleicht sogar zu Denisova-Menschen?"


Jetzt hoffen die Forscher auf weitere Knochenfunde, um so ausführlichere Vergleiche anstellen zu können.


grenzwissenschaft-aktuell.de

Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE