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Dienstag, 3. März 2015

Geister-Raketen: UFO-Forscher veröffentlichen hunderte bislang unbekannter UFO-Akten Schwedens


Zeugenskizze aus den schwedischen Akten zu den "Ghost Rockets". | Copyright/Quelle: www.ghostrockets.se

Sala (Schweden) - Seit Mitte der 1940er Jahre kommt es über schwedischen Seen immer wieder zu Sichtungen bislang unerklärter Phänomene am Himmel, die vom Volksmund, von den Medien und selbst von offiziellen Stellen aufgrund ihrer länglichen und technisch anmutenden Erscheinung als "Geister-Raketen" bezeichnet wurden und werden. Im Rahmen der jahrelangen Erforschung dieses Phänomens und einer am kommenden Freitag uraufgeführten TV-Dokumentation über die schwedischen "Ghost Rockets" haben UFO-Forscher um Clas Svahn von der Forschungsorganisation "UFO-Sverige" die Veröffentlichung von tausenden bislang unveröffentlichter Akten des schwedischen Militärs über die Geister-Raketen angekündigt. "Grenzwissenschaft-Aktuell" (GreWi) hat Clas Svahn exklusiv vorab zu den Akten befragt. Für die GreWi-Leser hat Svahn dabei noch ein besonderes Angebot...

GreWi: Sehr geehrter Herr Svahn, können Sie uns erzählen, wie genau Sie die Akten entdeckt haben?


Clas Svahn: Entdeckt habe ich erste Akten im schwedischen Militär-Archiv der Swedish Defence Research Agency (FOI) schon in den späten 1980er Jahren, als ich dort nach UFO-Fällen suchte. Damals habe ich die "Geister-Raketen" schon einige Jahre lang erforscht. Nachdem ich das gesamte Archiv kopiert hatte, bekam ich später auch eine digitalisierte Fassung dieser Akten auf Anfrage.


GreWi: Handelt es sich bei diesem Akten um einst geheime und bislang nicht veröffentlichte Akten?


Clas Svahn: Einige der FOI-Akten waren bis anhin klassifiziert und sie wurden auf meine Anfrage hin geöffnet. Die meisten Akten waren aber schon öffentlich zugänglich, nur hatte bislang niemand diese eingesehen. Einige der Akten waren nicht bekannt, bis ich sie dann an unterschiedlichen Orten in den Archivbeständen gefunden hatte. Gemeinsam mit Anders Liljegren von den "Archives For the Unexplained" (AFU) habe ich die Akten zu den Geister-Raketen erstmals 1986 in den Schwedischen Militärarchiven gefunden.


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GreWi: Wieviele Akten bzw. Fälle werden Sie im Rahmen des "Ghost-Rockets-Projekts" veröffentlichen?

Clas Svahn: Es sind hunderte beschriebener Fälle auf einigen tausend Seiten.


GreWi: Können Sie uns schon jetzt einen kleinen Einblick darüber geben, was diese Akten sind, was sie für unser Verständnis des UFO-Phänomens in Schweden und allgemein bedeuten und für wie wichtig Sie selbst diese Akten halten?


Clas Svahn: Ich denke, diese Akten sind sehr wichtig. Sie zeichnen ein sehr gutes Bild davon, wie das schwedische Militär - aber auch ausländische Mächte - versucht haben herauszufinden, was damals über Skandinavien vor sich ging. In den Akten finden sich viele wirklich sehr gut recherchierte und untersuchte Fälle, aber auch Zeitungsberichte und Fälle, in denen "nur" ungewöhnliche Lichter am Himmel beschrieben werden. Allerdings finden sich in diesen Akten keine Beschreibungen von klassischen "fliegenden Untertassen"! Dennoch geben sie uns einen interessanten Einblick in die Art und Weise, wie unbekannte Phänomene etwa in den 1940er Jahren gehandhabt wurden. Ich selbst habe eine Vielzahl von Zeitzeugen interviewt, sowohl die Sichtungszeugen selbst als auch die damaligen Untersucher.


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GreWi: Was können Sie uns zum heutigen Standpunkt des schwedischen Militärs zu diesen Akten und den damaligen Vorgängen sagen?

Clas Svahn: Heute hat unser Militär dazu keine aktuelle Meinung mehr. Für die ist das alles Geschichte. Aber jeder, dem ich dann die Akten zeige, ist dann doch mehr als erstaunt.


GreWi: Die Veröffentlichung der Akten auf der Internetseite des Projekts geht auch mit einer kurz vor der Uraufführung stehenden TV-Doku über Ihre Arbeit zu den "Geister-Raketen" einher. Können Sie uns dazu jetzt schon mehr berichten?


Clas Svahn: Die schwedische Doku wird auch zumindest ins Englische übersetzt werden. Im November starten wir dann eine neue Expedition zum Nammajaure-See, wo wir hoffen, eine dieser "Geister-Raketen" zu finden. (Anm. d. GreWi-Redaktion: Hier haben Sahn und Kollegen im vergangenen Jahr interessante Ergebnisse bei der Suche mit Bodenradarmessungen erzielt. …wir berichteten).



Bodenradarbild zeigt ein konisch zulaufendes Objekt im schlammigen Boden des nordschwedischen Nammajaure-Sees. | Copyright: ghostrockets.se


An dieser Stelle möchte ich die GreWi-Leser recht herzlich einladen, sich sozusagen als exklusive Tester in unserer Investigativ-Gruppe anzumelden, die noch vor der offiziellen Veröffentlichung Zugang zu unserer Seite haben wird,
um das System zu testen. Bitte melden Sie sich hierzu hier an:
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GreWi: Besten Dank für dieses spannende Angebot, sicherlich auch im Namen der GreWi-Leser!


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Auf der Zielgeraden: NASA-Sonde Dawn sendet neue Bilder von Ceres


Aufnahmen von Ceres aus 40.000 Kilometern Entfernung. | Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Pasadena (USA) - Am kommenden Freitag soll die NASA-Sonde "Dawn" mit Ceres den größten Körper des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter erreichen. Ceres ist damit der erste Zwergplanet, der von einer irdischen Sonde aus direkter Näher erkundet wird. Unter seiner eisigen Oberfläche vermuten Wissenschaftler sogar einen Ozean aus flüssigem Wasser, in dem es dann sogar Leben geben könnte. Aus nur noch 40.000 Kilometern Entfernung hat die deutsche Kamera an Bord von Dawn nun erneut spektakuläre Aufnahmen der Planetenoberfläche zur Erde gefunkt. Stark reflektierende helle Flecken auf der Oberfläche stellen die Forscher derweil immer noch vor ein Rätsel.

Aufgenommen wurden die neuen Bilder (s.Abb.) am 25. Februar 2015, nur wenige Tage vor Ankunft der Sonde an ihrem vorläufigen Ziel. Schon jetzt haben die Bilder eine Auflösung von 3,7 Kilometer pro Pixel. Am Freitag soll "Dawn" dann in eine Umlaufbahn um Ceres eintreten und sich entlang dieser nach uns nach der Oberfläche des Zwergplaneten mehr und mehr annähern.


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"Im Juni geht es auf eine Höhe von 4400 Kilometern sowie 1470 Kilometern hinunter", erläutert die Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig die Bordkamera entwickelt hat und betreut. "Die größte Annäherung erfolgt dann im Dezember 2015, wenn Dawn in nur noch 375 Kilometern Abstand um Ceres kreist. 14 Monate - bis Ende Juni 2016 - werden die Planetenforscher kontinuierlich Daten gewinnen und Ceres erforschen. Geht der Treibstoff aus, kann Dawn seine Instrumente auch nicht mehr ausrichten und wird als künstlicher Satellit noch lange um den Zwergplaneten kreisen."


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Auf den neuen Aufnahmen tritt auch der immer noch mysteriöse "helle Fleck" in der Mitte eines der zahlreichen Krater auf Ceres hervor. Noch immer sind sich die Wissenschaftler nicht sicher, um was genau es sich bei diesem und anderen kleineren hellen Flecken auf der Oberfläche von Ceres handelt. "Sicher ist, dass es sich um ein stark reflektives Material handelt", erläutert Carol Raymond vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA auf einer Pressekonferenz am gestrigen Montag (s. Video). "Vielleicht handelt es sich um Eis oder um Salze."


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Anhand der Nahebeobachtunen der Sonde wollen die Wissenschaftler vor allem nach Hinweisen dafür, dass sich Oberflächenmerkmale auf Ceres verändern, da dies Hinweise auf geologische Aktivität auf dem Zwergplaneten darstellen würden. Unter der eisigen Oberfläche vermuten Wissenschaftler nicht zuletzt einen flüssigen Wasserozean und spekulieren sogar über leben, das in diesem Ozean entstanden sein könnte (...wir berichteten).


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Infrarot-Teleskop findet unerwartet junge Sterne am Rande der Milchstraße


Der neuentdeckte Sternhaufen "Camargo 438". | Copyright: D. Camargo/NASA/WISE

Porto Alegre (Brasilien) - In den Beobachtungsdaten des NASA-Infrarot-Weltraumteleskops "WISE" (Wide-Field Infrared Survey Explorer) haben brasilianischen Astronomen eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Am Rande unserer Heimatgalaxie der Milchstraße, gibt es ein Sternentstehungsgebiet mit noch jungen Sternen. Allerdings sollten Sterne nach bisherigen Entstehungstheorien hier überhaupt nicht entstehen.

Wie das Team um Denilso Camargo von der Federal University of Rio Grande do Sul aktuell im Fachjournal journal "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" (DOI: 10.1093/mnras/stv092) berichtet, handelt es sich bei unserer Milchstraße um eine sogenannte Balkenspiralgalaxie mit Armen aus Sternen, Gas und Staub, die einer zentralen, balkenartigen Struktur entspringen. Von der Seite betrachtet, würde unsere Galaxie - die galaktische Scheibe - relativ flach erscheinen, wobei sich das meiste Material innerhalb er Scheibe und in den zentralen Regionen ballen würde. Die meisten Sternentstehungsgebiete befinden sich meist in sogenannten Molekülwolken ebenfalls eher im Zentrum der Milchstraße.


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Anhand der neuen WISE-Daten haben die Astronomen nun aber nicht nur derartige Molekülwolken tausende von Lichtjahren oberhalb der galaktischen Scheide entdeckt, eine dieser Wolken beinhaltet sogar - gänzlich unerwartet an dieser Position - zwei junge Sternhaufen: "Es ist das erste Mal, dass Astronomen junge und entstehende Sterne an einer derart von der Norm abweichenden Position entdeckt haben", so die Forscher um Camargo.

Der Sternhaufen "Camargo 438" innerhalb der Molekülwolke HRK 81.4-77.8 ist rund 16.000 Lichtjahre von der Erde entfernt und hat einen Durchmesser von 24 Lichtjahren. Die Wolke selbst ist rund zwei Millionen Jahre alt und 1.600 Lichtjahre von der galaktischen Scheibe entfernt.



Künstlerische Darstellung unserer Milchstraße. | Copyright: R. Hurt (SSC), JPL-Caltech, NASA

Für die unerwartete Entdeckung junger Sterne so weit von den zentralen Regionen der Milchstraße entfernt, sieht Denilso Camargo bislang zwei mögliche Erklärungen: "Zum einen könnten gewaltige Vorgänge - etwa eine Sternenexplosion (Supernova) - Staub und Gase aus der galaktischen Scheibe herauskatapultiert haben. Beim Zurückfallen könnte sich dieses Material dann zu einer Molekülwolke verdichtet haben. Eine andere Idee vermutet Wechselwirkungen unserer Galaxie mit einigen ihrer Satelliten, den Magellanschen Wolken. Auch dieses könnten Material aus der galaktischen Scheibe heraus geschleudert haben."

"Unsere Arbeit zeigt, dass der Raum um die Milchstraße herum nicht so leer ist, wie wir bislang dachten. Die neu entdeckten Sternhaufen sind wirklich exotisch. In einigen Milliarden Jahren werden die Bewohner von Planeten im Umfeld dieser Sterne eine großartige Sicht auf unsere Milchstraße von außen haben. Eine Sicht, wie sie wahrscheinlich kein Mensch je haben wird."


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