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Donnerstag, 19. März 2015

Archäologen finden "Riesenskelett" in Bulgarien


Die bislang einzige Ansicht des "Riesen Varna". | Copyright/Quelle: V. Yonov, BGNES

Varna (Bulgarien) - Nein, in dieser Meldung geht es sich nicht um einen der zahlreichen Internet-Fakes, bei denen Fotos von übermenschlich großen humanoiden Skeletten als Beweise für eine einstige Rasse wahrhafter Riesen präsentiert werden. Dennoch bezeichnen bulgarische Archäologen ihren aktuellen Fund nahe Varna am Schwarzen Meer als "Riesenskelett". Die Knochen datieren die Forscher ins 4. bis 5. Jahrhundert.

Wie die bulgarische Nachrichtenagentur "Novonite" und lokale Medien berichten, wurden die Knochen von einem Team aus Archäologen um Dr. Valeri Yotov vom Historischen Museum in Varna entdeckt. Dieser halte sich mit genauen Angaben – etwa über die exakte Größe der Knochen - noch bedeckt, versichere aber, dass sie wirklich "beeindruckend" groß seien und einem "einst wirklich großen Mann" gehören.


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Entdeckt wurde das "Riesenskelett" demnach bei Ausgrabungen an zum antiken Teil der heute als Varna bezeichneten antik-griechischen Stadt Odesos. Aus der Art der Bestattung des Mannes schlussfolgern die Wissenschaftler, dass der Mann absichtlich an der Mauer begraben wurde. Seine Haltung, mit den Händen auf seinen Hüften und der Ausrichtung des Körpers mit dem Kopf gen Osten, sei hierfür ein deutlicher Hinweis. Zu Lebzeiten des "Riesen" war Odessos ein Zentrum des frühen Christentums.

Anm.d.GreWi-Redaktion: Eine von den zitierten Medien unabhängige Bestätigung des Fundes, etwa durch Yonov oder das Museum, liegt uns zur Zeit noch nicht vor...

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Tatsächlich ist es nicht der erste archäologisch dokumentierte Fund eines "Riesen" in Osteuropa. Erst 2013 wurde im rumänischen Santa Mare das 3.600 Jahre alte Skelett eines Kriegers gefunden, der zu Lebzeiten wohl mehr als zwei Meter groß war und so der damaligen Bevölkerung, die durchschnittlich gerade einmal 1,5 Meter erreichte, wahrhaft riesengroß erschienen sein musste.



Das 2013 bei Santa Mare entdeckte Skelett des über zwei Meter messenden "Goliath". | Copyright/Quelle: satmareanul.net

Von den Maßen der meisten Fake-Riesen im Internet, deren Schädel alleine mannsgroß sein sollen, sind die archäologisch dokumentierten Riesen also immer noch weit entfernt.

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Die Nordlicht-Fotos der GreWi-Leser

Der geomagnetische Sturm von Dienstagnacht (...wir berichteten) ist vorüber und mit ihm derzeit auch die Chance auf Nordlichter bis nach Mitteleuropa und Deutschland hinein. Während die von einigen Himmelsbeobachtern erhofften visuell sichtbaren Nordlichter über Deutschland leider größtenteils ausblieben, gelangen einigen GreWi-Lesern dennoch Aufnahmen von sogenannten fotografischen Nordlichtern. Nordlichtern also, die erst durch Langzeitbelichtung auf den Fotos sichtbar werden.


Schon am frühen Abend zuvor zeigte sich unweit der GreWi-Redaktion zwar kein Nordlicht, dafür aber ein wunderschöne Sonnen-Halo mit Nebensonnen über Saarbrücken, wie wir ihn unseren Lesern zum Einstieg nicht vorenthalten möchten. | Copyright: Andreas Müller, grewi.de

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Das Ergebnis seines erfolgreichen Nordlicht-Shootings präsentiert Jörg Öslner auf seiner Internetseite "fotomensch.de". Jörg fotografierte das Nordlicht bei Rheine in NRW. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.) | Copyright: Jörg Ölsner / fotomensch.de


Mark Kruse von gelangen Aufnahmen des Nordlichts bei Dithmarschen. Dieses und weitere seiner Bilder finden Sie HIER. | Copyright: Mark Kruse


Auch die Webcam im norwegischen Hessdalen, die normalerweise versucht, die mysteriösen Lichtphänomene von Hessdalen aufzuzeichnen, wurde Zeuge der faszinierenden Lichtertänze am Himmel - leider nur in Schwarz-Weiß. GreWi-Herausgeber Andreas Müller legte 2013 selbst Hand an bei der Verlegung der neuen Kabel dieser Kameras durch norwegische Fjell (...wir berichteten). | Copyright: hessdalen.org

Zeitraffer-Aufnahme von Thomas Rensinghoff (hellwegfotografie.de) der Nordlichter über Geske im Kreis Soest in NRW


Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

Weitere Aufnahmen der Nordlichter über Deutschland von verschiedenen Autoren finden Sie im Facebook-Album von "Sonnen-Sturm.info".


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Sonde entdeckt tiefreichende Polarlichter und mysteriöse Staubwolke über dem Mars

Künstlerische Darstellung der MAVEN-Sonde während ihrer Ortung des "Weihnachtsleuchtens" im Dezember 2014 (Illu.). | Copyright: University of Colorado

Boulder (USA) - Mit Hilfe der NASA-Sonde "Mars Atmosphere and Volatile Evolution" (MAVEN) haben Wissenschaftler gleich zwei unerwartete Phänomene in der Marsatmosphäre entdeckt: Eine bislang unerklärbare Höhen-Staubwolke und Polarlichter, die bis tief in die Marsatmosphäre hinabreichen.

Wie das MAVEN-Team um Laila Andersson vom Laboratory for Atmospherics and Space Physics (CU LASP) and der University of Colorado berichtet, wurde die Existenz von orbitalen Staubwolken 150 bis 300 Kilometer über der Marsoberfläche von keinen bisherigen Modellen vorhergesagt. Während die Herkunft und Zusammensetzung der mysteriösen Höhen-Staubwolke noch unklar sind, bestehe jedoch keine Gefahr für MAVEN oder andere Sonden, versichert die NASA.

"Wenn der Staub aus der Atmosphäre stammt, so würde dies zeigen, dass wir bislang einen grundlegenden Prozess innerhalb der Mars-Atmosphäre übersehen haben", so Andersson. Bislang sei ebenfalls noch unklar, ob es sich bei der sehr feinen Staubwolke um ein temporäres oder lang anhaltendes Phänomen handelt.



Mögliche Quellen der Staubwolke sehen die Forscher in der Marsoberfläche selbst oder auch in den beiden Marsmonden Phobos und Deimos, von denen der Sonnenwind Staub in die Marsatmosphäre transportieren könnte. Eine weitere Quelle könnten aber auch Staub und Partikel von Kometen sein. "Ganz gleich welche Quelle für die Wolke verantwortlich ist, bislang sind keine Prozesse bekannt, die ihre Existenz an den beobachteten Orten erklären würde", so die Forscher.

Neben der rätselhaften Staubwolke hat MAVEN auch ein Phänomen beobachtet, das die Forscher als "Weihnachtsleuchten" bezeichnen weil es fünf Tage vor Weihnachten 2014 als helles ultraviolettes Aurora-Leuchten über der nördlichen Hemisphäre des Roten Planeten dokumentiert wurde.


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Auf der Erde entstehen die Nord- und Südlichter (Aurora borealis u. Auroral australis) durch geladene Partikel wie Elektronen, die auf die Atmosphäre stürzen und hier Gase zum leuchten anregen.


Beobachtungsdaten des fünftägigen "Weihnachtsleuchtens" im Dezember 2014 durch die NASA-Sonde "MAVEN". | Copyright: University of Colorado

"Was uns an dem Weihnachtsleuchten besonders überraschte, war der Umstand, dass dieses Leuchten sehr viel tiefer in die (dünne) Marsatmosphäre herabreichte, als Polarlichter dies auf der Erde oder sonst wo auf dem Mars tun", erläutert Arnaud Stiepen, ebenfalls von der University of Colorado. "Die Elektronen, die dieses Leuchten erzeugen müssen also wirklich stark energetisch geladen sein."


Die Quelle dieser Partikel scheint auch im Falle des "Weihnachtsleuchtens" auf dem Mars unsere Sonne zu sein, da zu Beginn des Leuchtens die MAVEN-Instrumente einen starken Anstieg an solaren energetischen Elektronen verzeichneten.


Da der Mars schon vor Milliarden von Jahren sein globales Magnetfeld verloren hat, können Sonnenpartikel direkt auf die Marsatmosphäre treffen. Die Elektronen, die die Polarlichter des Mars entfachen verfügen um mehr als das Hundertfache an Energie als die Stromleitungen in unseren Häusern und können deshalb auch tief in die Marsatmosphäre eindringen.


Die neusten MAVEN-Entdeckungen werden die Forscher auf der bevorstehenden 46. Lunar and Planetary Science Conference im texanischen The Woodlands präsentieren.


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