https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Donnerstag, 26. März 2015

500-Meter-Asteroid passiert morgen die Erde in 12-Mondabständen


Orbitaldiagramm des Vorbeifluges von "2014-YB35" am 27. März 2015. | Copyright: ssd.jpl.nasa.gov


Washington (USA) - Am morgigen Freitag, 27. März 2015, passiert der rund 500 Meter große Asteroid "2014-YB35" die Erde in einem Abstand der 11,7-fachen Monddistanz. Entdeckt wurde der kosmische Riesenbrocken erst vor wenigen Monaten.

Da die sichere Entfernung zwischen Erde und dem Asteroiden jedoch 4,5 Millionen Kilometer beträgt, wird die Passage von "2014-YB35" von der Erde aus nur mit Hochleistungsteleskopen zu beobachten sein. Zu diesem Zweck hat die NASA das Goldstone Observatory in der kalifornischen Mojave-Wüste auf den Asteroiden angesetzt, um Radaraufnahmen zu erstellen.



www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Mit dem gleichen Instrument gelangen den Wissenschaftlern erst im vergangenen Januar sensationelle Aufnahmen des Asteroiden "2004 BL86" auf denen dann sogar ein bis dahin unbekannter Mond entdeckt wurde, der den Asteroiden umkreist (...wir berichteten). Auch von den neuen Beobachtungen erhoffen sich die Forscher neuen Information über dessen Flugbahn und Zusammensetzung.

Ein weiteres Mal wird der Asteroid die Erde im Jahr 2033 passieren. Dann in einem Abstand von "nur" noch 3,3 Millionen Kilometern.


...GreWi in eigener Sache
Ihnen gefällt das täglich kostenfreie Nachrichtenangebot von grenzwissenschaft-aktuell?
Über unsere aktuelle CrowdFunding-Kampagne können Sie GreWi noch bis zum 2. April 2015 unterstützen. Weitere Informationen und unsere Dankeschön-Gegenleistungen für Ihre Unterstützung finden Sie HIER.
Vielen Dank!



grenzwissenschaft-aktuell

Studie belegt neuronale Präkognition: Nervenzellen erkennen Berührung schon bevor sie passiert


Bei Berührung senden die Tasthaare von Ratten Informationen an Nervenzellen in der primären sensorischen Hirnrinde. | Copyright: Evgeny Bobrov, 2015

Berlin (Deutschland) - Werden Ratten an ihren Tasthaaren berührt, dann sind Nervenzellen im Gehirn der Tiere bereits vor der Berührung aktiv. Besonders bei Körperkontakt mit Artgenossen ist dieser Effekt stark ausgeprägt, berichten Berliner Forscher und zeigen damit, dass Nervenzellen in der primären sensorischen Hirnrinde, dem sogenannten barrel cortex, eine Berührung schon im Voraus erkennen. Wie genau dies geschieht ist indes noch unklar.

"Artgenosse oder Rattenfalle? Um diese Frage zu beantworten, nutzen Ratten ihre Tasthaare. Mit ihrer Hilfe können sie auch im Dunkeln verschiedene Objekte und Texturen wahrnehmen", erläutert die Pressemitteilung des Bernstein Zentrums Berlin

an der Humboldt-Universität zu Berlin.

...GreWi in eigener Sache
Ihnen gefällt das täglich kostenfreie Nachrichtenangebot von grenzwissenschaft-aktuell?
Über unsere aktuelle CrowdFunding-Kampagne können Sie GreWi noch bis zum 2. April 2015 unterstützen. Weitere Informationen und unsere Dankeschön-Gegenleistungen für Ihre Unterstützung finden Sie HIER.
Vielen Dank!



"In unserer Studie haben wir die elektrische Spannung, die über der Zellmembran der Gehirnzellen herrscht, gemessen. Sie ist Grundlage für die Weiterleitung von Signalen und somit quasi die 'Sprache' der Nervenzellen“, erklärt Erstautorin Constanze Lenschow. "Als wir die Membranspannung während der Berührungen der Tasthaare untersuchten, stellten wir fest: Sie ändert sich schon vor der tatsächlichen Berührung. Übersetzt heißt das: Die Nervenzellen fangen zu reden an, bevor sie das Thema des Gesprächs kennen." Dieser Befund widerspricht der bisherigen Auffassung, dass der barrel cortex lediglich Tastinformationen repräsentiert. Als Erklärung für den Beobachteten Effekt schlagen die Neurobiologen nun vor, dass der Hirnbereich noch weitere Sinnesreize verarbeitet. 

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

"Die vorausgehende Nervenzellaktivität könnte auf einem Schnüffeln der Ratten beruhen, dass durch sozialen Kontakt hervorgerufen wird", erläutert Hauptautor Michael Brecht. Ebenso denkbar seien Gerüche in Form von Pheromonen oder akustische Laute, die die Nagetiere im Ultraschallbereich aussenden. Für diese Hypothesen spreche, dass der Kontakt durch Artgenossen und Nichtartgenossen unterschiedliche Wirkungen auslöst.

"Werden die Tasthaare durch eine andere Ratte berührt, so hat dies größere Spannungsschwankungen zur Folge, als wenn sie etwa durch eine ausgestopfte Ratte oder die Hand des Versuchsleiters berührt werden", berichtet Lenschow weiter. Bislang wusste man wenig darüber, wie das Tasthaar-Sinnessystem biologisch bedeutungsvolle Informationen, wie Sozialkontakt, verarbeitet. Das Ergebnis der Wissenschaftler deutet auf einen Unterschied zwischen einfachen und sozial komplexen Reizen hin. Ein wichtiger Befund für das Forschungsfeld: Bisher haben viele Studien die Rolle des barrel cortex untersucht, indem sie mit künstlichen Reizen die Tasthaare stimuliert haben. Das Ergebnis ihrer aktuellen Studie haben die Forscher in der Fachzeitschrift "Neuron" (DOI:

10.1016/j.neuron.2014.12.059) veröffentlicht.

grenzwissenschaft-aktuell

Initiative für Naturheilkunde und Homöopathie in der Kinder- und Jugendmedizin


Symbolbild: Homöopathika. | Copyright: grewi.de

Essen (Deutschland) - Die "Carstens-Stiftung : Natur und Medizin" fördert über drei Jahre ein deutschlandweites Projekt mit zwei Zielen: 1. Wirksame und sichere Therapien aus der Naturheilkunde und Homöopathie in die Pädiatrie zu integrieren und 2. Kinder vor unnötigen Maßnahmen und Wechselwirkungen zu schützen.

- Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Pressemitteilung der Karl und Veronica Carstens-Stiftung, carstens-stiftung.de


Ob Salbei-Tee bei Halsschmerzen, Zwiebelwickel bei Mittelohrentzündung oder Apis nach einem Insektenstich - die Eltern jedes zweiten Kindes in Deutschland haben ihre(n) Kleine(n) zuhause schon einmal mit Pflanzenpräparaten, Globuli und Co. behandelt. Naturheilkunde und Homöopathie sind längst in den Kinderzimmern angekommen. Dagegen gibt es in Kinderkliniken kaum ganzheitliche Behandlungskonzepte im Sinne einer integrativen Pädiatrie. Denn: An objektivem Wissen darüber, welche komplementären Verfahren sich bei welchen pädiatrischen Krankheitsbildern anbieten, wie stark pflanzliche und homöopathische Mittel bei Kindern dosiert werden müssen, ob Wechselwirkungen mit konventionellen Arzneien bestehen usw., fehlt es noch an vielen Stellen.


Die Carstens-Stiftung und ihre Fördergemeinschaft Natur und Medizin e.V. nehmen sich dieser Aufgabe an. Durch die systematische Aufarbeitung der bisherigen Forschung sollen wirksame und sichere Verfahren aus Naturheilkunde und Homöopathie für Kinder und Jugendliche identifiziert, bei Bedarf angepasst und ergänzt werden. Gleichzeitig sollen diese Verfahren zunächst an drei Kinderkliniken in München, Landshut und Essen implementiert werden. "Ziel ist ein ganzheitliches Behandlungskonzept, das die Vorteile beider medizinischen Richtungen zum Wohle der kleinen Patienten miteinander vereint", erläutert Nicole Germeroth, Geschäftsführerin der Carstens-Stiftung.


www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

"Wir müssen die Balance von Gesundheit und Krankheit immer im Licht vieler Dimensionen sehen, auch unter seelischen, psychischen und Beziehungsaspekten", ergänzt Prof. Dr. Christoph Klein, Klinikleiter am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians Universität in München. Dort ist die Homöopathie dank eines Modellprojektes der Carstens-Stiftung : Natur und Medizin aus dem Jahre 1995 bereits in die ambulante und stationäre Pädiatrie integriert. Ausgehend von diesen ermutigenden Erfahrungen soll das breite Behandlungsspektrum in der Kinder- und Jugendmedizin nun auch um Verfahren aus der Naturheilkunde und Mind-Body-Medizin erweitert werden, welche die Ressourcen von Kindern aktivieren und stärken. Ausreichend Zuwendung spielt dabei ebenso eine Rolle, wie etwa Entspannungs- und Verhaltensübungen.

In der Kinderkrankenhaus St. Marien gGmbH in Landshut sollen Homöopathie und Naturheilverfahren vor allem in der psychosomatischen Abteilung sowie bei der stationären Behandlung chronisch kranker Kinder begleitend eingesetzt werden.


In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Elisabeth-Krankenhauses Essen wird der Schwerpunkt auf Kopf- und Bauchschmerzen liegen, aber auch schwerwiegende, etwa neurologische oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sollen hier künftig unterstützend behandelt werden.


Begleitet wird die Entwicklung des ganzheitlichen Behandlungskonzeptes für Kinder und Jugendliche dabei von der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin der Kliniken Essen-Mitte, die auf mehr als zehn Jahre Erfahrung in diesem Bereich zurückblicken kann. Klinikleiter Prof. Gustav Dobos dazu: "Unsere Evaluation dieses Konzeptes ermöglicht, dass die in München, Landshut und Essen gewonnenen Erkenntnisse im Anschluss auch an weiteren Kinderkliniken auf der ganzen Welt genutzt werden können." Was für Erwachsene mittlerweile gängige Praxis ist - nämlich auch im Krankenhaus professionell mit Schul- und Komplementärmedizin zusammen behandelt zu werden – wird dann auch für Kinder endlich möglich sein.


...GreWi in eigener Sache
Ihnen gefällt das täglich kostenfreie Nachrichtenangebot von grenzwissenschaft-aktuell?
Über unsere aktuelle CrowdFunding-Kampagne können Sie GreWi noch bis zum 2. April 2015 unterstützen. Weitere Informationen und unsere Dankeschön-Gegenleistungen für Ihre Unterstützung finden Sie HIER.
Vielen Dank!



carstens-stiftung.de
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE