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Dienstag, 28. April 2015

Pionier der instrumentellen Transkommunikationsforschung Dr. Ernst Senkowski verstorben


Ernst Senkowski bei der Bearbeitung von Videomaterial, Mainz, 2009. | Copyright/Quelle: sterbebegleitung-jenseitskontakte.de

Hamburg (Deutschland) - Im Alter von 92 Jahren ist am 13. April 2015 einer der Pioniere der instrumentellen Transkommunikationsforschung, Dr. Ernst Senkowski verstorben. Senkowski zählte zu den wichtigsten Vertretern der Erforschung des sogenannten Tonbandstimmenphänomens, dessen Arbeiten selbst von den Massenmedien und Kritikern ungewöhnlich wertfrei dargestellt und beurteilt wurde.

Die auch als "Electronic Voice Phenomenon" (EVP) bezeichneten "Tonbandstimmen" sind Stimmen und von diesen gesprochenen Worte und Sätze, die mit modernen Aufzeichnungsgeräten hörbar gemacht werden können und über deren Herkunft Forscher, Kritiker und Skeptiker von jeher kontrovers diskutieren. Während Letztere in den zweifelsohne vorhandenen Hörereignissen entweder zufällig durch die verwendeten Empfänger aufgefangene profane Funksignale oder sogar nur eingebildete Sinninhalte (ähnlich der visuellen Pareidolie, bei der in chaotischen Strukturen wie Felsformationen oder Wolken, bekannte Muster und Objekte 'erkannt' werden) sehen, deuten die Vertreter dieser Forschungsrichtung darin eine Form der Kommunikation mit Verstorbenen - eine Art technischer bzw. instrumenteller Variante des medialen Spiritismus. Auch und gerade der jetzt verstorbene Dr. Ernst Senkowski zählte sich zu jenem Forscherkreis, der die Tonbandstimmen als "Botschaften von Drüben" und damit Jenseitskontakte sah.


Was Senkowski jedoch von vielen anderen "Jenseitskontaklern" unterschied, war seine naturwissenschaftliche Ausbildung und Herangehensweise: Mit teils großem technischen Aufwand versuchte er, jegliche ungewollte und artifizielle Fremdeinwirkung auf die Experimente auszuschließen. Während er selbst von der Realität und anormalen Qualität einer Vielzahl der aufgezeichneten Stimmen, Botschaften und später auch mittels Videorekordern aufgezeichneten Abbildern der sich auf diese Weise offenbarenden Quellen überzeugt war, präsentierte er die Ergebnisse seiner Arbeit nie als eindeutigen Beweis für das Jenseits. Als Indiz und deutlichen Hinweis darauf, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist und unser Bewusstsein überdauert, allemal...

- Ein umfangreiche Informationsseite zur Arbeit von Dr. Ernst Senkowski und der instrumentellen Transkommunikationsforschung finden Sie HIER



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- Bitte beachten Sie auch den umfangreichen Youtube-Kanal zur instrumentellen Transkommunikation


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Unser Universum ein Hologramm? Mehr als nur theoretisches Gedankenspiel?


Künstlerische Interpretation unseres Universums als Hologramm. I | Copyright: TU Wien

Wien (Österreich) - Auf den ersten Blick scheint jeder Zweifel ausgeschlossen: Das Universum sieht für uns dreidimensional aus. Doch eine der fruchtbarsten Ideen der theoretischen Physik in den letzten beiden Jahrzehnten stellt genau das in Frage: Das "holographische Prinzip" sagt, dass man für die Beschreibung unseres Universums möglicherweise eine Dimension weniger braucht als es den Anschein hat. Was wir dreidimensional erleben, kann man auch als Abbild von zweidimensionalen Vorgängen auf einem riesigen kosmischen Horizont betrachten.

- Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Pressemitteilung der TU Wien

Bisher wurde es nur in exotischen Raumzeiten mit negativer Krümmung studiert, die zwar theoretisch interessant sind, sich von unserem Universum aber wesentlich unterscheiden. Ergebnisse der TU Wien legen nun allerdings nahe, dass dieses holographische Prinzip auch in flachen Raumzeiten gilt, wie wir sie in unserem Universum beobachten.


Das Holographische Prinzip


Man kennt das von Hologrammen auf Geldscheinen oder Kreditkarten. Sie sind eigentlich zweidimensional, sehen für uns aber dreidimensional aus. Möglicherweise verhält sich das Universum ganz ähnlich. "Schon 1997 stellte der Physiker Juan Maldacena die Vermutung auf, dass es eine Korrespondenz zwischen Gravitationstheorien in gekrümmten Anti-de-Sitter-Räumen und Quantenfeldtheorien in Räumen mit einer Dimension weniger gibt", sagt Daniel Grumiller vom Institut für Theoretische Physik der TU Wien.


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Man beschreibt Gravitations-Phänomene in einer Theorie mit drei Raumdimensionen oder das Verhalten von Quantenteilchen in einer Theorie in zwei Raumdimensionen und kann die Ergebnisse ineinander überführen. Ein solcher Zusammenhang ist zunächst ähnlich überraschend als würde man mit den Formeln aus einem Astronomie-Lehrbuch einen CD-Player reparieren. Doch die Methode hat schon viele Erfolge gebracht. Mehr als zehntausend wissenschaftliche Arbeiten wurden mittlerweile zu Maldacenas "AdS-CFT-Korrespondenz" veröffentlicht.

Korrespondenzprinzip auch im flachen Universum


Für die theoretische Physik ist das zwar wichtig, doch mit unserem Universum hat das zunächst noch nichts zu tun. Wir leben nämlich definitiv nicht in einem Anti-de-Sitter-Raum. Solche Räume haben sehr merkwürdige Eigenschaften. Sie sind negativ gekrümmt, Objekte, die man auf gerader Linie wegwirft, kommen wieder zurück. "Unser Universum hingegen ist ziemlich flach - und auf astronomischen Distanzen betrachtet ist es positiv gekrümmt", sagt Daniel Grumiller.


Grumiller vermutete allerdings schon vor einigen Jahren, dass ein Korrespondenzprinzip auch für unser reales Universum gelten könnte. Um das herauszufinden, muss man Gravitationstheorien konstruieren, die keine exotischen Anti-de-Sitter-Räume brauchen, sondern in gewöhnlichen flachen Räumen zu Hause sind. Daran wird seit etwa drei Jahren in einer internationalen Kooperation von der Universität Edinburgh, Harvard, IISER Pune, dem MIT, der Universität Kyoto und der TU Wien gearbeitet. Nun veröffentlichte Grumiller mit Kollegen aus Indien und Japan einen Artikel im Journal "Physical Review Letters" (DOI: 10.1103/PhysRevLett.114.111602) , das die Korrespondenz-Vermutung in einem flachen Universum bestätigt.


Zweimal gerechnet – selbes Ergebnis


"Wenn die Quantengravitation im flachen Raum eine holographische Beschreibung durch eine gewöhnliche Quantentheorie zulässt, dann muss man physikalische Größen in beiden Theorien berechnen können, und die Ergebnisse müssen übereinstimmen", sagt Grumiller. Insbesondere muss sich eine Schlüsseleigenschaft der Quantenmechanik – die Quantenverschränkung – auch auf der Seite der Gravitationstheorie finden.


Wenn Quantenteilchen verschränkt sind, lassen sie sich mathematisch nicht getrennt beschreiben – sie bilden quantenphysikalisch betrachtet ein gemeinsames Objekt, auch wenn sie weit voneinander entfernt sind. Ein Maß für die quantenmechanische Verschränkung ist die sogenannte "Verschränkungsentopie". Gemeinsam mit Arjun Bagchi, Rudranil Basu und Max Riegler konnte Daniel Grumiller zeigen, dass man für diese Verschränkungsentropie in einer flachen Quantengravitationstheorie und in einer niedrigdimensionalen Quantenfeldtheorie tatsächlich denselben Wert erhält.


"Diese Rechnung bestätigt unsere Vermutung, dass das holographische Prinzip auch in flachen Raumzeiten realisiert sein kann. Es ist somit ein Hinweis für die Gültigkeit dieses Prinzips in unserem Universum." erklärt Max Riegler, DOC-Stipendiat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Daniel Grumillers Forschungsgruppe. "Allein die Tatsache, dass wir auf der Gravitationsseite über Quanteninformationsbegriffe wie Verschränkungsentropie reden können ist verblüffend und war vor einigen Jahren noch schwer vorstellbar. Dass wir sie nun sogar als Werkzeug verwenden können um die Gültigkeit des holographischen Prinzips zu testen - und das dieser Test auch funktioniert hat – ist wirklich bemerkenswert", sagt Daniel Grumiller.


Damit ist freilich noch nicht bewiesen, dass wir tatsächlich auf einem Hologramm leben - doch die Hinweise auf die Gültigkeit des Korrespondenzprinzips in unserem realen Universum scheinen sich zu verdichten.


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Experiment am Fermilab untersucht, ob wir in einem 2D-Hologramm leben 27. August 2014

TU Wien

NASA formiert Experten-Koalition zur Suche nach außerirdischem Leben


Titelillustration der NASA zur Einrichtung der NExSS-ExpertenKoalition zur Suche nach Leben auf fernen Planeten (Illu.). | Copyright: NASA

Washington (USA) - "Die Suche nach Leben außerhalb unseres Sonnensystems erfordert eine bislang nicht dagewesene interdisziplinäre Zusammenarbeit der Wissenschaften", mit dieser Erkenntnis gibt die NASA mit "The Nexus for Exoplanet System Science" (NExSS) die Einrichtung einer Experten-Koalition bekannt, die nach außerirdischem Leben auf fernen Planeten jenseits des Sonnensystems suchen soll.

Durch die "beispiellose Zusammenarbeit" einer Vielzahl von führenden Wissenschaftlern unterschiedlicher Forschungsdisziplinen, will die NASA jene Planeten identifizieren, die das größte Potential für Anzeichen von Leben aufzeigen, erläutert der Direktor für Planetenwissenschaften der NASA, Jim Green.


Ein Schlüssel bei der Suche nach Leben im Universum sei ein besseres Verständnis darüber, wie Biologie mit der Atmosphäre, der Geologie, den Ozeanen und dem Planeteninnern interagiert und wie diese Wechselwirkung von den Heimatgestirnen beeinflusst entsprechender Planeten wird.


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Dieses "A-Team der Planetenwissenschaften" soll dabei behilflich sein, die Vielzahl unterschiedlicher Welten zu klassifizieren und deren potentielle Lebensfreundlichkeit überprüfen, um anhand dieser Erkenntnisse Werkzeuge und Technologien abzuleiten, mit denen gezielt nach Leben auf fernen Planeten gesucht werden kann.

"NExSS wird die angestrebte Systemwissenschaft aber nicht nur auf bereits existierende Daten zu bekannten Exoplaneten anwenden, sondern diese auch als Grundlage zur Interpretation der Daten zukünftiger Missionen wie etwa dem Kepler-Nachfolger "TESS", dem James Webb Space Telescope (JWST) oder dem "Wide-field Infrared Survey Telescope" (WFIRST) dienen.


Geleitet wird NExSS von Natalie Batalha vom Ames Research Center der NASA, Dawn Gelino vom NASA Exoplanet Science Institute und Anthony del Genio vom Goddard Institute for Space Studies der NASA. Weiterhin sollen Wissenschaftler von 10 unterschiedlichen Universitäten und zwei Forschungsinstituten Teil von NExSS sein.


- Eine ausführliche Erläuterung über die einzelnen Forschungsansätze der NExSS-Teams finden Sie (auf Englisch) HIER


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