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Mittwoch, 13. Mai 2015

Dunkles Material auf der Oberfläche des Jupitermondes Europa könnte Meersalz sein


Der Jupitermond Europa. | Copyright: NASA/JPL/DLR

Washington (USA) - Dunkles Material, dass entlang linear verlaufenden Aufbrüche die Oberfläche des eisigen Jupitermondes Europa kennzeichnet, ist wahrscheinlich Meersalz. Zu dieser Folgerung kommen NASA-Wissenschaftler anhand von Laborexperimenten und vermuten, dass dieses Meersalz dem unter dem kilometerdicken Eispanzer vermuteten Ozean entstammt. In diesem Fall würde das bedeuten, dass das Wasser dieses Ozeans mit dem felsigen Ozeanboden reagiert. Die Anwesenheit solchen Meerwassers auf der Oberfläche von Europa wäre ein wichtiger Hinweis auf Prozesse, die Leben im Ozean des Eismondes ermöglichen könnten.

Wie die Forscher um Kevin Hand vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA aktuell im Fachjournal "Geophysical Research Letters" (DOI: 10.1002/2015GL063559) berichten, haben sie im Labor die Umweltbedingungen - darunter Temperatur (minus 173 Celsius), annäherndes Vakuum und starke Strahlungseinwirkung durch das gewaltige Magnetfeld des Jupiter - auf der Oberfläche von Europa simuliert.


Von dem dunklen Material war bislang nur bekannt, dass es lineare Risse und Aufbrüche und andere relativ junge geologische Merkmale auf der Europaoberfläche bedeckt. Dieser Umstand legt nahe, dass es sich um Material aus dem Innern des Mondes handelt. Die chemische Zusammensetzung dieses Materials war bislang jedoch rätselhaft.


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Schon dutzende Stunden, nachdem die Forscher neben zahlreichen anderen Materialien Proben von Natriumchlorid (Kochsalz) den Europa-Bedingungen ausgesetzt hatten – und was etwa 100 Jahren auf dem Jupitermond entspricht, begann dieses sich gelblich-braun zu verfärben. Spektral betrachtet entspricht diese Verfärbung jener der dunklen Oberflächenmerkmale auf Europa.


Unter Europa-Bedingungen verfärbt sich Kochsalz in gleicher Weise wie das dunkle Material auf der Oberfläche Europas. | Copyright: NASA/JPL-Caltech

"Sollte das wirklich Salz aus dem verborgenen Untergrundozean sein, so wäre das die einfachste und eleganteste Lösung des Rätsels um das mysteriöse dunkle Material", so Hand. Anhand des Verfärbungsgrades hoffen die Forscher nun darauf, die geologische Strukturen genau datieren zu können.


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grenzwissenschaft-aktuell

Sonntag, 10. Mai 2015

Wende in der Kontroverse um die Roswell-Dias: Erster Hauptuntersucher entschuldigt sich


Die von der "The 'Roswell Slides' Research Group" entzifferte Version des Hinweisschildes. | Copyright/Quelle: roswellslides.com

Washington (USA) - Seit der Veröffentlichung der sogenannten "Roswell-Dias", die angeblich den toten Körper eines Außerirdischen zeigen sollen, überschlagen sich die Ereignisse, Spekulationen und Kontroversen rund um die Frage, was die beiden Dias tatsächlich zeigen. Angesichts neuer Fakten und Informationen hat sich nun einer der Hauptuntersucher, der Roswell-Forscher Anthony Bragalia, der selbst jedoch nicht an der "BeWitness"-Veranstaltung beteiligt war, in einem schwergewichtigen Statement zu den aktuellen Entwicklungen erklärt und eine falsche Identifizierung einer Indianermumie eingeräumt. Bragalias Artikel geben wir im Folgenden in einer deutschsprachigen Übersetzung unkommentiert wieder.

UPDATE 15. Mai 2015, 20:30h
Mittlerweile hat sich auch Donald R. Schmitt von der Einschätzung, dass die Bilder einen Außerirdischen zeigen, distanziert, reumütig seinen Fehler eingestanden und erklärt, er habe sich durch "fehlgeleitete Hoffnungen von seiner eigentlich kritischen Herangehensweise abbringen lassen". Hinzu bittet er alle, die er in die Irre geführt und bei denen er falsche Hoffnung geweckt habe, um Entschuldigung. Schmitts Erklärung im englsichen Original finden Sie HIER

+ + +


DIE "ROSWELL-DIAS" UND MEINE ENTSCHULDIGUNG AN EIN TOTES KIND DER MESA VERDE
von Anthony Bragalia

- Den Originalartikel finden sie HIER


Vor wenigen Tagen präsentierte eine Gruppe skeptischer (UFO-)Forscher ihre mit Hilfe des Computerprogramms "SmartDeblur" erzielten Ergebnisse der Entzifferung des Textes auf einem Hinweisschild, das auf zwei Dias aus dem Jahr 1947 zu sehen ist, und von dem zuvor vermutet wurde, dass es ein außerirdisches Wesen zeigen könnte, das (im selben Jahr) beim Absturz nahe Roswell gefunden wurde. Ich selbst (A.Bragalia) war einer der Verfechter dieser Deutung des Körpers als Alien - aber ich lag falsch.

Die Skeptiker-Gruppe interpretierte den Text auf dem Hinweisschild wie folgt: 


MUMMIFIED BODY OF TWO YEAR OLD BOY
At the time of burial the body was clothed in a xxx-xxx cotton
shirt. Burial wrappings consisted of these small cotton blankets.
Loaned by the MR. Xxxxxx, San Francisco, California


(Mumifizierter Körper eines zweijährigen Junge
Bei seiner Beerdigung war der Körper in eine x(unlesbar)x aus Baumwollehemd gewickelt/gehüllt. Bestattungstücher bestanden aus diesen kleinen Baumwolltüchern.
Leihgabe von Mr. X(unlesbar)X, San Francisco, Kalifornien)


Durch meine Zusammenarbeit mit einem Kollegen in Europa und anhand dieser Interpretation des Textes habe ich vergangene Nacht herausgefunden, dass diese Interpretation korrekt ist.

In der Ausgabe vom September 1938, Volume VIII, Number 1 der "Mesa Verde Notes", die auf der Internetseite des National Park Service wiedergegeben wird, findet sich ein Artikel der in diesem Zusammenhang das Rätsel um die Roswell-Dias eindeutig aufklärt. Absatz vier des Artikels "Around the Mesa" berichtet folgendes:

"Das Park Museum erhielt kürzlich eine wirklich großartige Mumie, als Mr. S.L. Palmer aus San Francisco diese einst von seinem Vater in den (hiesigen) Ruinen im Jahre 1894 gefundene (Mumie) an (unser Museum) übergab. Die Mumie ist die eines zwei Jahre alten Jungen und ist in einem exzellenten Erhaltungszustand. Zum Zeitpunkt seiner Bestattung war der Körper in ein Baumwollhemd und drei kleine Baumwolltücher gehüllt. Fragmente dieser (Tücher) befinden sich immer noch an der Mumie." Sie finden den vollständigen Text via folgendem Link: http://npshistory.com/nature_notes/meve/vol8-1f.htm

Dieser Abschnitt stimmt gänzlich mit dem Text auf dem Hinweisschild überein.

EINE VERWECHSELUNG

Das Wort "Hoax" (Schwindel) wurde schon lange verwendet, um die Saga rund um die "Roswell-Dias" zu beschreiben. Aber es war kein Schwindel. Zumindest nicht von Seiten der Hauptuntersucher Tom Carey, Don Schmitt und mir (A.Bragalia) und ich habe auch niemals absichtlich irgendetwas verfälscht oder andere Personen getäuscht. Dennoch handelt es sich hier um einen wirklich schwerwiegenden Fall einer Personenverwechselung (mistaken Identity) und ich stelle mich all seinen Konsequenzen.

Mir selbst wurde stets versichert, dass der Mitbesitzer der Dias, Mr. Adam Dew, nur die bestmöglichen und hochauflösendsten Versionen der Scans der Dias und des Hinweisschildes den Untersuchern zur Verfügung gestellt hatte. Zu diesen Untersuchern gehören Experten von Weltruf, darunter auch Ray Downing vom Studio Macbeth in NY (der auch schon Analysen an den Scans des Turiner Grabtuchs durchgeführt hatte) und Colonel Jeffrey Thau (der die Scans sogar an die Foto-Auswertungsabteilung des Pentagons geschickt hatte). Obwohl für die Deutung dieser Scans also die beste Entzifferungs- und Rekonstruktionssoftware angewendet wurde, waren diese Experten bislang nicht in der Lage, die Wörter auf der Plakette eindeutig zu entziffern.

Ich kann nur vermuten, dass Mr. Adam Dew diesen Experten eben nicht die besten Scans vorgelegt hatte. Warum er dies nicht getan haben sollte, darüber bin ich mir nicht im Klaren. Ich kann nur sagen, dass Adam bis zum heutigen Tage nicht jene besten und kristallklaren Versionen der Dias veröffentlicht hat, von denen ich weiß, dass sie existieren.

In einer E-Mail an einen deutschen Untersucher (und mittlerweile auch auf der offiziellen Internetseite zu Dews Dokumentation über die Dias "Kodachrome") hat Dew die skeptischen Forscher selbst eines Schwindels bezichtigt (...wir berichteten).

Angesichts der Entdeckung in den "Mesa Verde Notes", die eindeutig die Interpretation des Textes durch die skeptischen Forscher stützt, scheint es so, als seien es nicht diese Skeptiker gewesen, die irgendetwas gefälscht haben. Mr. Dew hat nun einiges zu erklären.

Er hat mehrmals Untersuchern unterschiedliche Teile der Dias, Auszüge, Vergrößerungen in unterschiedlichen Auflösungen zur Verfügung gestellt. Jetzt müssen wir uns (und ihn) fragen, warum. Aber ich glaube, wir kennen die Antwort schon vor der Frage. Dews Motivation unterschied sich von Anfang stark an von meinen, denen von Tom Carey und Don Schmitt. Dew ist neu in der UFO-Thematik und hat im Vergleich zu denen, die schon seit Jahren vielen Jahren auf diesem Gebiet arbeiten und forschen, nicht viel zu verlieren. Im Gegensatz zu dem Text auf dem Hinweisschild, ist es nicht schwer, hier zwischen den Zeilen zu lesen.

UNGLAUBLICHE ABER WAHRE ZUFÄLLE

Alle Informationen rund um die Dias selbst sind wahr: Sie stammen von 1947 und damit dem Jahr des Absturzereignisses (nahe Roswell). Augenzeugen haben die Leichen von Roswell in einer Art und Weise beschrieben, wie sie dem Körper auf den Dias gleichen. Ein direkter Augenzeuge hat große Ähnlichkeiten zu den Roswell-Körpern attestiert. Bernerd und Hilda Ray, die ursprünglichen Besitzer der Dias waren wirklich gesellschaftlich sehr gut und hochrangig verknüpfte Persönlichkeiten. Bernerd war wirklich ein Geologe, der für die Ölindustrie im Permian Basin in New Mexico (nahe Roswell) tätig war und er war wirklich in den 1940er Jahren der Präsident einer geologischen Gesellschaft in dieser Region, beendete seine Tätigkeit aber 1947. Seine Frau Hilda war in den 1940er Jahren wirklich eine bekannte Anwältin der Ölindustrie und wahr sehr wahrscheinlich mit Mamie Eisenhower, der Frau des einstigen US-Präsidenten, befreundet. Die Rays haben diese Dias tatsächlich in einer Truhe verwahrt, die dann erst Jahrzehnte nach ihrem Tod gefunden wurde. Der Körper auf den beiden Dias ist wirklich von extrem ungewöhnlicher Erscheinung, ungewöhnlich gut erhalten und weist tatsächlich einige ungewöhnliche Merkmale auf.

Aber dies alles muss als Folge ungewöhnlicher Zufälle gewertet werden. Ich selbst vermute, dass Hilda die Bilder der Mumie deshalb von den anderen Dias in der Kiste versteckt aufbewahrt hatte, da sie sich in irgend einer Weise schuldig fühlte, dass diese Bilder ausbeuterisch oder despektierlich sein könnten. Hilda selbst hatte keine Kinder. Vielleicht hatte sie gelesen, dass S.L. Palmers Vater die Kindermumie einst gestohlen hatte und dass sein Sohn die Mumie, vielleicht aufgrund einer Art von Schuldbewusstsein, wieder an einen rechtmäßigen und angemessenen Ort zurückgegeben hatte.

LEKTION GELERNT UND EINE ENTSCHULDIGUNG AN EIN TOTES KIND

Ich selbst habe sehr viel über mich und über jene Dinge gelernt, die ich jetzt ändern muss, um ein besserer Forscher und Untersucher zu werden. Ich muss weniger treuherzig, viel kritischer und weniger anklägerisch gegenüber jenen werden, mit denen ich nicht einer Meinung bin.

Doch noch mehr als das, muss ich meine aufrichtigste und tiefste Entschuldigung gegenüber den Ureinwohnern des amerikanischen Südwestens anbieten. Eines ihrer Kinder, ein Kind, das vor mehr als einem Jahrhundert gestorben ist, wurde zu einem Spektakel gemacht. Wer immer Du warst, Du verdienst Würde und Respekt. Dein Volk, die Pueblo, haben dich durch die Mumifizierung geehrt. Ich aber, habe meinen Teil daran getan, deinen ewigen Frieden zu stören. Und dafür möchte ich mich entschuldigen. Auch wenn ich im Laufe dieser Saga weder Geld erhalten noch auf dieses gehofft habe und obwohl meine Absichten ehrlich und meine Beleidigung unbeabsichtigt war, werde ich einen umfangreichen Betrag für die Wohlfahrt der Kinder der amerikanischen Ureinwohner spenden und ermutige auch alle anderen, die hieran beteiligt waren, das Gleiche zu tun.

Anthony J. Bragalia

+ + +

Derweil steht Adam Dew auf seiner Internetseite weiterhin zu seiner Behauptung, bei der Entzifferung des Textes durch die skeptische "The 'Roswell Slides' Research Group" handele es sich um eine Fälschung. Hier erklärt er, dass die Entzifferung anhand seiner Scan-Versionen in dieser Form unmöglich sei und fordert die Gruppe dazu auf, Schritt für Schritt zu zeigen, wie sie anhand der Originale zu besagter Entzifferung gelangt sein will. Auch habe er schon mit dem Hersteller des Programms Kontakt aufgenommen und diesen um eine unabhängige Analyse gebeten.

UPDATE 10. Mai 2015, 16:00h
Mittlerweile hat auch die
"The 'Roswell Slides' Research Group" nachgelegt und zeigt in auf ihrer Internetseite zwei Videos Schritt für Schritt, wie sie mit "SmartDeblur" und "SmartDeblur Pro" die Schrift auf dem Hinwesischild lesbar machen konnte:


Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

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Indes hat Grenwzissenschaft-Aktuell einen weiteren Hinweis auf das Parks Museum als Ort der Aufnahmen des Körpers auf den Dias erhalten. Es handelt sich um ein historisches Foto einer anderen Mumie aus dem Museum des US-Nationalparks Mesa Verde. Auch diese Mumie einer erwachsenen Frau wird hier mit Hinweisschildern der auffallend ähnlichen Art erläutert, wie sie auch auf dem sog. "Roswell-Dias" zu sehen ist. Selbst der typografische Stil - mit Großbuchstaben in der Überschrift und Kleinbuchstaben im weiteren Text - stimmt überein.


Hist. Postkarte der Mumie "Esther" (hier von GreWi unscharf maskiert, unmaskierte Fotos der Mumie finden Sie HIER) im National Park Museum Mesa Verde.

Zur einst ausgestellten Frauenmumie "Esther" wird auch erläutert, dass diese später von ihren Leuten respektvoll beigesetzt wurde. Es ist also möglich, ja vielleicht sogar wahrscheinlich, dass auch die Mumie des zweijährigen Jungen mittlerweile bestattet wurde. Forscher sind derzeit darum bemüht, eine offizielle historische Aufnahme dieser Mumie im Museum ausfindig zu machen.

UPDATE 10.05.2015, 23:30h
Auch weitere Fotos aus dem besagten Museum zeigen uffallende Übereinstimmungen mit den auf den sog. "Roswell-Dias" zu sehenden Objekten. So sind auch hier besagte Hinweisschilder und auch das Aufhänge-Regalsystem zu sehen.

GreWi-Dossier
Unsere bisherigen Meldungen zu den Hintergründen und Kontroversen
um die Roswell-Dias

Kontroverse um angeblich entziffertes Hinweisschild auf dem sog. "Roswell-Dias" 9. Mai 2015

GreWi-Exklusiv: Das sind die sogenannten Roswell-Dias - Teil 1 6. Mai 2015



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Samstag, 9. Mai 2015

Kontroverse um angeblich entziffertes Hinweisschild auf dem sog. "Roswell-Dias"

Washington (USA) - Nicht erst seit am Morgen des 6. Mai 2015 zwei Dias der Öffentlichkeit präsentiert wurden, die angeblich die Leiche eines Insassen des 1947 nahe Roswell in New Mexico abgestürzten außerirdischen Raumschiffs zeigen sollen, wird weltweit kontrovers darüber diskutiert, was auf den Bildern tatsächlich zu sehen ist. Bisheriger Höhepunkt ist die angebliche Entzifferung der Aufschrift auf einem neben dem Körper platzierten Hinweisschild, die bislang als nicht entzifferbar galt. Diese Aufschrift soll den Körper nun als den eines mumifizierten, zweijährigen Jungen ausweisen. Was Viele nun als eindeutiger Beweis für die irdische Herkunft und Natur des Körpers werten, wird von den Untersuchern und Besitzern der Dias mittlerweile jedoch selbst als Schwindel bezeichnet. Die Kontroverse ist also in vollem Gang.

Bitte beachten Sie unser UPDATE 10. Mai 2015
Wende in der Kontroverse um die Roswell-Dias: Erster Hauptuntersucher entschuldigt sich

+ + + Anmerkung vorab: Während auf der "BeWitness"-Veranstaltung am vergangenen Mittwochmorgen (MEZ) - im Gegensatz zu einigen Falschbehauptungen im Internet – tatsächlich beide (also 2) Dias gezeigt wurden, liegt GreWi das zweite Dia leider noch immer nicht in hoher Auflösung vor. Sobald sich dies ändert, wird GreWi natürlich erneut berichten und auch dieses Bild zeigen. Bis dahin hier zwei Screenshots des zweiten Dias, auch im Vergleich zum ersten, bereits weitläufig in hochauflösender Qualität verbreiteten Dia.



Dia Nr. 2. | Copyright: slideboxmedia.com / bewitness.org


Dia Nr. 2. (r.) im Vergleich mit Dia Nr. 1 (Kodchrome slide 11). | Copyright: slideboxmedia.com / bewitness.org

+ + +


Die von einem Team kritischer UFO-Forscher mit der Bezeichnung "The 'Roswell Slides' Research Group" veröffentlichte Behauptung erfolgreichen Entzifferung des Textes auf dem Hinweisschild könnte jedoch - sollte sie sich bestätigen - sämtlichen Vermutungen und Behauptungen darüber, dass die Fotos einen außerirdischen Leichnam zeigen könnten, jeglichen Wind aus den Segeln nehmen.


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Schließlich behauptet die Forschergruppe, sie habe schon vor der offiziellen Veröffentlichung "von einem Insider" eine hochauflösende Version des zweiten Dias bekommen und anhand dieser "innerhalb von nur wenigen Stunden" den Text größtenteils mit Hilfe eines Computerprogramms lesbar machen können. Dieser laute:


Die von der "The 'Roswell Slides' Research Group" entzifferte Version des Hinweisschildes. | Copyright/Quelle: roswellslides.com


MUMMIFIED BODY OF TWO YEAR OLD BOY
At the time of burial the body was clothed in a xxx-xxx cotton
shirt. Burial wrappings consisted of these small cotton blankets.
Loaned by the MR. Xxxxxx, San Francisco, California
Mumifizierter Körper eines zweijährigen Junge
Bei seiner Beerdigung war der Körper in eine x(unlesbar)x aus Baumwollehemd gewickelt. Bestattungstücher bestanden aus diesen kleinen Baumwolltüchern.
Leihgabe von Mr. X(unlesbar)X, San Francisco, Kalifornien
Während mit dieser Entzifferung die ganze Sache eigentlich klar und abgeschlossen wäre, stellen die ursprünglichen Untersucher diese Behauptung nun jedoch in Frage und unterstellen der "The 'Roswell Slides' Research Group" sogar einen direkt Schwindel oder zumindest, einem solchen Schwindel (in Form der an sie schon vorab gelieferten Vorlage) unterlegen zu sein.

Um diesen Vorwurf eines Schwindels zu verstehen, muss man zunächst folgende zeitlichen Abläufe und Hintergründe kennen:

- Ursprünglich waren die Dias nur einem sehr kleinen Personenkreis direkt bekannt und zugänglich. Hierbei handelt es sich um die (zufällige) Entdeckerin, den Sportjournalisten Adam Dew, UFO/Roswell-Forscher wie Don Schmitt und Tom Carey, sowie die zu Rate gezogenen Fachexperten von Kodak, Mediziner, Anatomen usw.
- Mit dem Trailer zu Adam Dews Doku "Kodachrome" wurden dann erstmals auch die Dias selbst gezeigt – allerdings noch unscharf maskiert, da sie auf der BeWitness-Veranstaltung am 5./6. Mai erstmals und exklusiv gezeigt werden sollten.

- Auf dieser Veranstaltung wurden beide Dias dann erstmals gezeigt (s.o.) - auch wenn die Präsentation des zweiten Dias wohl aufgrund der Tatsache, dass es von Jaime Maussan nur auf spanisch erläutert wurde und dieses zweite Dia dem ersten ausführlich diskutierten Dia wirklich sehr ähnlich sieht, den meisten Beobachtern entgangen war.


- Zeitgleich mit der Veranstaltung veröffentlichte der UFO-Historiker Richard Dolan via "CoastToCoastAm.com" eine hochauflösende Ansicht des ersten Dias (das später als "Kodachrome slide 11 bezeichnet werden wird). Auf diesem Dia ist die Schrift auf dem Hinweisschild jedoch gänzlich unleserlich, wird vom Weiss des Schildes völlig unleserlich überblendet.


- Nach der Veranstaltung postete Jaime Maussan eine kleine und damit nur schlecht aufgelöste Version des zweiten Dias via Twitter. Anhand dieser Ansicht wird jedoch klar, dass auf diesem (zweiten) Dia, der Text wesentlich deutlicher, wenn auch immer noch unleserlich, zu sehen ist. Allerdings ist dieses Bild teilweise zum rechten Rand hin beschnitten. Es fehlt also ein Teil des Textes, der jedoch auf der zuvor auf der Veranstaltung gezeigten Version zu sehen war.


- Am 8. Mai veröffentlichte Adam Dew dann auf seiner Webseite "slideboxmedia.com" eine hochauflösende Version des Trommelscans des vollständigen ersten Dias ("Kodrachome slide 11"), sowie eine Detailvergrößerung des Trommelscans des Hinweisschildes ("Placard") und einer Detailansicht des Kopfes der Leiche ("Face").


- Noch "vor" dieser Veröffentlichung will die "The 'Roswell Slides' Research Group" jedoch bereits eine Kopie dieser Scans von einem "Insider" erhalten, anhand dieser binnen weniger Stunden die Schrift mit Hilfe des kommerziellen Computerprogramms "SmartDeblur" entziffert haben und somit auch die Leiche als mehr oder weniger gewöhnliche Kindermumie identifiziert haben (s.o.).
Mit dieser Aussage und Präsentation auf der Webseite der "The 'Roswell Slides' Research Group" konfrontiert, erklärte der Produzent der Dokumentation "Kodachrome" und derzeitige Besitzer der Dias, Adam Dew gegenüber Grenzwissenschaft-Aktuell, dass "das Bild auf dieser Webseite eine Fälschung ist. Würde es sich um das Original handeln, so sollte man dies auch reproduzieren können. Das ist aber nicht der Fall. Jeder, der sich die beiden Bilder genau ansieht, wird schnell erkennen, dass es sich nicht um unser Original handelt. Bitte vergleichen Sie die beiden Bilder: unseren originalen Trommelscan und die angeblich entzifferte Version."

Tatsächlich sind einige Unterschiede zu sehen, die es für die "The 'Roswell Slides' Research Group" nun zu erklären gilt: So zeigt das Original (s.f.Abb. o.) etwa einen dunklen Fleck in der oberen rechten Ecke des Hinweisschildes, wie er auf der entzifferten Version (s.f.Abb.u.) nicht zu sehen ist, obwohl auch er trotz "SmartDeblur" eigentlich weiterhin zu sehen sein sollte. Zudem erscheint auch der erste Buchstabe "M" in den beiden Versionen deutlich unterschiedlich.




...damit liegt der Ball derzeit wieder bei der "The 'Roswell Slides' Research Group".
 (Anmerkung: Ohne einzelne Mitglieder oder die Integrität dieser Gruppe grundsätzlich untergraben zu wollen, ist es für den Leser aber auch wichtig zu wissen, dass diese Gruppe teilweise aus Personen besteht, die von Anfang an zunächst darum bemüht waren, Teil der direkten Untersuchergruppe zu werden, denen dies jedoch aus unterschiedlichen Gründen verwehrt wurde und die sich seither - ohne die Dias überhaupt selbst gesehen zu haben - ausschließlich abschätzig zu den Dias und ihren Untersuchern geäußert haben...)

GreWi wird natürlich weiterhin berichten...



+ + + GreWi-Kommentar
Bislang bleibt von und nach der Präsentation der angeblichen und sogenannten "Roswell Dias" hauptsächlich eines übrig: Ein nahezu vollständiges Versagen der Kommunikation und sinnvollen PR von Seiten der BeWitness-Veranstalter und Vertreter der Behauptung, die Dias würden eine ungewöhnliche oder sogar außerirdische Leiche zeigen:

a) Es gab weder ausführliche Vorab- und Danach-Informationen für die Medien.
b) Große und wichtige Teile der Veranstaltung (etwa die Aussagen von Medizinern und Anatomen oder die Moderation von Jaime Maussan) wurden ausschließlich auf Spanisch gehalten, nicht übersetzt und wurden...
c) ...bislang auch nicht in einem Artikel zusammengefasst und zumindest auf Englisch veröffentlicht.
e) Bis heute warten wir immer noch auf die Veröffentlichung eines hochauflösenden Scans des zweiten Dias.

Das nun ausgebrochene Chaos und absolute Medienfiasko haben sich also hauptsächlich die BeWitness-Veranstalter zuzuschreiben. Schade – ganz gleich, was der Körper schlussendlich sein wird.

Eine derartiges Vorgehen wird weder von den Medien noch von der breiten Öffentlichkeit verziehen und es wird schwer werden, die "Roswell-Dias" zukünftig objektiv und sachlich zu diskutieren. Das wäre umso dramatischer, sollten die Dias wirklich das zeigen, was ihre Befürworter und Promoter behaupten...


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Freitag, 8. Mai 2015

pH-Wert von Geysiren blelegt lebensfördernden geochemischen Prozess auf Saturnmond Enceladus


Schaubild zum inneren Aufbau des Saturnmondes Enceladus, unter dessen kilometerdicken Eiskruste sich wahrscheinlich ein flüssiger Wasserozean verbirgt, der auch die Fontänen am Südpol des Mondes speist. | Copyright: NASA/JPL-Caltech

Washington (USA) - Anhand neuer Analysen der Daten der Saturnsonde "Cassini" haben US-Wissenschaftler den pH-Wert des Wassers in den geysirartigen Fontänen bestimmt, die aus der Südpolregion des Saturnmondes Enceladus austreten. Dieser deutet auf einen geochemischen Prozess in dem diese Eis-Fontänen wahrscheinlich speisenden, jedoch unter einer kilometerdicken Eiskruste verborgenen Wasserozean hin, der die Entstehung von Leben unterstützt haben könnten.

Wie Christopher Glein von der Carnegie Institution, John Baross von der University of Washington und J. Hunter Waite Jr. vom Southwest Research Institute aktuell im Fachjournal "Geochimica et Cosmochimica Acta" berichten, stelle die Bestimmung des pH-Wertes einen wichtigen Schritt für die Einschätzung dar, ob es auf dem sechstgrößten Mond des Saturn einst Leben gegeben haben könnte und vielleicht sogar heute noch gibt.


Die Messungen basieren auf den Analysedaten des Massenspektrometers an Bord der Sonde als diese Eispartikel und Gase aus den Fontänen untersuchen konnte. Demnach liegt der pH-Wert, mit dem der saure oder basische Charakter wässriger Lösungen bestimmt wird, zwischen 11 und 12 liegt und ist damit vergleichbar mit dem pH-Wert von Amoniak-Glasreinigern ist.


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"Die Fontänen beinhalten genau so viel Natriumchlorid (Kochsalz) wie die irdischen Ozeane", berichten die Forscher weiter. "Das zusätzlich vorhandene Natriumkarbonat macht den Quellozean auf Enceladus jedoch den irdischen Natronseen Mono Lake in Kalifornien oder dem Magadisee in Kenia ähnlich." Aus diesem Grund Bezeichnen die Forscher den Enceladus-Ozean auch als "Natron(Soda)-Ozean".

Während die hohe Salinität in Verbindung mit der Alkalität eines pH-Wertes von knapp 10 das dortige Ökosystem stark einschränkt, gibt es im Mono Lake Leben in Form von Phyto- und Zooplankton, Salzwasserkrebsen, Salzfliegen und den sich von diesen ernährenden Wasservögeln. Die Arten im Mono Lake selbst zeichnen sich durch einen Stoffwechsel aus, der im besonderen Maße an den osmotischen Druck und dem daraus folgenden geringen Gehalt an freiem Wasser im Organismus angepasst ist.


"Die Kenntnis des pH-Werts verbessert nun unser Wissen über die geochemischen Prozesse im Natronozean auf Enceladus", erläutert Glein. "Unser Modell legt nahe, dass der pH-Wert deshalb so hoch ist, weil sich im Ozean ein metamorphischer geochemischer Prozess, die sog. Serpentinisierung, abspielt." Auf der Erde kommt es zur Serpentinisierung, wenn durch Umwandlung von Olivin, Pyroxenen und Amphibolen in den peridotitischen Ausgangsgesteinen unter bestimmten Druck- und Temperaturbedingungen sog. Serpentinminerale entstehen. Auf Enceladus könnte es zur Serpentinisierung kommen, wenn das Ozeanwasser durch einen felsigen Kern am Boden des Ozeans zirkuliert.


"Der Prozess der Serpentinisierung könnte deshalb von so großem Interesse sein, weil dabei auch molekularer Wasserstoff (H2) entsteht, der wiederum eine Quelle chemischer Energie darstellt, wie sie in Abwesenheit des Sonnenlichts für Tiefsee-Ökosysteme von großer Bedeutung ist und somit auch am immerdunklen Grund des Enceladusozeans eine wichtige Energiequelle für dortiges potentielles Leben sein könnte", so Glein. "Molekularer Wasserstoff könnte sowohl die Bildung organischer Verbindungen wie Aminosäuren antreiben, die dann die Grundlage von Leben sein können, als auch als Nahrungsgrundlage für mikrobiologisches Leben, wie etwa methanproduzierende Organismen, sein."


Der Nachweis von Serpentinisierung mache Enceladus zu einem noch aussichtsreicheren Kandidaten bei der Suche nach außerirdischem Leben im Sonnensystem.


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Mittwoch, 6. Mai 2015

GreWi-Exklusiv: Das sind die sogenannten Roswell-Dias - Teil 1

Mexico City (Mexiko) - Seit 2013 spitzen sich die Diskussionen um zwei Dias zu, die möglicherweise den Körper eines toten Außerirdischen zeigen. Glaubt man einigen UFO-Forschern, so könnte es sich sogar um die Leiche eines beim sagenumwobenen Roswell-Absturz 1947 in New Mexiko abgestürzten Außerirdischen handeln. Vergangene Nacht wurden die beiden Bilder im Rahmen einer Live-Präsentation in Mexiko City gezeigt. In Rücksprache mit den Veranstaltern und Inhabern der Copyrights zeigt Grenzwissenschaft-Aktuell hier nun die beiden Aufnahmen und die auf diesen Aufnahmen basierende Rekonstruktionen des darauf zu sehenden Körpers.

+ + + Anmerkung:
Bislang liegt und nur eines der beiden "Roswell-Dias" vor. Stehe aber mit dem Inhaber des Copyrights und den Veranstaltern der Präsentation in direktem Kontakt und hoffe, auch das zweite Dias möglichst bald zeigen zu können.
+ + +

Die Bilder selbst wurden in einer Kiste mit weiteren Kodachrome-Dias entdeckt, die mittlerweile der ehemaligen Rechtsanwältin Hilda Blair Ray zugeordnet werden konnten (...wir berichteten ausführlich, siehe GreWi-Dossier unten). Die beiden Dias zeigen einen toten Körper in einer Art Glaskasten. Hilda Ray hatte Kontakte in höchste Regierungskreise der US-Regierung unter Eisenhower und die Dias selbst konnten zeitlich von Experten in die späten 1940er Jahre eingeordnet werden.

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Während direkte Zeit- und Augenzeugen der Vorgänge des Roswell-Absturzes den Körper auf diesen Bildern mit Leichen vergleichen, die angeblich in den Trümmern entdeckt und vom US-Militär geborgen wurden, dürfte die Diskussion darüber, was diese Bilder tatsächlich zeigen und ob es eine Verbindung zum Roswell-Vorfall gibt, mit der nun erstmaligen Veröffentlichung erst beginnen.

Schon auf der mehr als fünfstündigen Veranstaltung haben sich jedoch gleich mehrere Experten aus Anatomie und Medizin gegen die Annahme ausgesprochen, die Bilder könnten einen menschlichen Körper, etwa eine Mumie oder ein Mensch mit bekannten Deformationen und/oder Krankheiten zeigen. Weitere Informationen und Diskussionen dazu werden zweifelsohne folgen und GreWi wird natürlich ausführlich berichten!


Somit beschränkt sich diese GreWi-Meldung zunächst auf die unkommentierte Wiedergabe des bislang gezeigten Dias und einiger Standbilder der am heutigen frühen Morgen gezeigten Rekonstruktionen:

Foto Nr. 1 (Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Foto zu vergrößern). | Copyright/Quelle: SlideboxMedia.com / bewitness.org


Detailvergrößerung der Kopfpartie von Foto Nr. 1 | Copyright/Quelle: SlideboxMedia.com / bewitness.org


Rekonstruktionen des Kopfes auf der Grundlage von Foto 1. | Copyright/Quelle: SlideboxMedia.com / bewitness.org

Ganzkörper-Rekonstruktionen auf der Grundlage von Foto 1. | Copyright/Quelle: SlideboxMedia.com / bewitness.org

Ein (kostenpflichtiger = 20 US-Dollar) Online-Stream der Veranstaltung, auf der die Bilder mit zahlreichen weiteren Hintergrundinformationen präsentiert wurden, finden Sie HIER

Weitere Hintergrundinformationen zu den Aufnahmen werden in Kürze im Rahmen einer Dokumentation mit dem Titel "Kodachrome" veröffentlicht werden (s. Trailer).

Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

GreWi-Dossier
Unsere bisherigen Meldungen zu den Hintergründen und Kontroversen
um die Roswell-Dias


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Montag, 4. Mai 2015

Umstrittener Roswell-Zeuge Glenn Dennis verstorben


Glenn Dennis im Interview. | Copyright: unbek.

Roswell (USA) - Am vergangen Dienstag ist mit Glenn Dennis einer der letzten Zeitzeugen des sogenannten Roswell-Absturzes im Juli 1947, der einstige Bestatter und späterer Mitbegründer des UFO-Museums in Roswell verstorben. Als Bestatter will er eine Anfrage für Kindersärge und von einer befreundeten Militärkrankenschwester direkte detaillierte Beschreibungen der angeblich vom US-Militär geborgenen, nichtmenschlichen Leichen erhalten haben.

Geboren 1925, betrat Glenn Dennis die "Roswell-Bühne" 1989 als er sich nach einer TV-Dokumentation zu den Vorfällen von Roswell 1947 über eine Hotline bei UFO-Forschern meldete. Dennis erklärte damals, er habe von der Roswell-Militärbasis eine Anfrage nach hermetisch verschließbaren Kindersärgen erhalten. Zudem habe ihm eine befreundete Krankenschwester der Basis ausführlich von der Obduktion und dem Aussehen der bei dem Absturz entdeckten und geborgenen Leichen berichtet (s.Video-Interview).


Während Dennis von einigen Roswell-Forschern bis heute als glaubwürdiger Kronzeuge des Absturzes eines außerirdischen Raumschiffs samt Besatzung und Bergung durch das US-Militär gewertet wird, fanden andere Forscher und Roswell-Kritiker schnell Unstimmigkeiten in den Aussagen des ehemaligen Bestatters.


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Nachdem entsprechende Forscher anhand ihrer Recherche nachweisen konnten, dass eine Krankenschwester des von Dennis ursprünglich angegebenen Namens in den Militärunterlagen der Basis nicht zu finden war, erklärte Dennis, er habe absichtlich einen falschen Namen genannt, da er seiner Bekannten versprochen habe, niemals ihre wirkliche Identität preiszugeben. Diese sei unmittelbar nach den Vorfällen nach England versetzt worden und dort bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen - allerdings konnten auch diese Angaben nie auch nur ansatzweise verifiziert werden.

Archiv: Künstlerische Rekonstruktion eines der angeblich nahe Roswell abgestürzten Außerirdischen, basierend auf den Beschreibungen des Augenzeugen Glenn Dennis. | Copyright: Walter Henn

Seither galt und gilt Dennis selbst unter Vertretern der Theorie eines außerirdischen Absturzes in Roswell zumindest als in seiner Glaubwürdigkeit angeschlagener Zeitzeuge.


In ihrem Buch "Witness to Roswell: Unmasking the 60-Year Cover-Up" schreiben die Roswell-Forscher Thomas Carey und Donald Schmitt 2007 jedoch, dass sie von anderen Ort- und Zeitzeugen erfahren haben, dass Dennis von dem fraglichen Telefonanruf, in dem sich die Militärbasis nach Kindersärgen erkundigt hatte, schon kurz nach den ursprünglichen Vorfällen - und damit viele Jahre bevor Roswell wieder ins Licht des öffentlichen Interesses rückte - berichtet und erzählt habe.


Gemeinsam mit Lieutenant Walter Haut und Max Littell gründete Dennis 1991 dann das "UFO Museum and Research Center" in Roswell, das jährlich von rund 180.000 Touristen, UFO-Enthusiasten und Fans aus aller Welt besucht wird und legte mit diesem auch den Grundstein zur lokalen touristischen Vermarktung des Roswell-Mythos.


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Donnerstag, 30. April 2015

GreWi-Exklusiv: Deutscher Trailer und Vorverkaufspreis zum Stream-Event zur Veröffentlichung der sog. Roswell-Dias


Dieses Bild der 3D-Arbeiten auf der Grundlage der "Roswell-Dias" dürfte wohl am meisten der Abbildung auf den Fotos entsprechen, die am 5. Mai gezeigt werden sollen - zeigt es doch hinter dem Konstruktionsgitter der 3D-Rekonstruktion eine Textur, wie sie dem Foto-Original entsprechen könnte. | Copyright: SlideboxMedia.com

Mexico City (Mexiko) - Seit 2013 spitzen sich die Diskussionen um zwei Dias zu, die möglicherweise den Körper eines toten Außerirdischen zeigen. Glaubt man einigen UFO-Forschern, so könnte es sich sogar um die Leiche eines beim sagenumwobenen Roswell-Absturz 1947 in New Mexiko abgestürzten Außerirdischen handeln. Für den 5. Mai 2015 (HINWEIS: entspricht dem 6. Mai mitteleuropäischer Zeit, s. unten) wurde die erstmalige Präsentation dieser Bilder im Rahmen einer Live-Präsentation in Mexiko City angekündigt. Dieses Event wird als kostenpflichtiger Live-Stream im Internet übertragen. Für Grenzwissenschaft-Aktuell hat der Veranstalter nun den US-Trailer mit deutschen Untertiteln versehen und bietet einen Vorverkaufspreis für die Online-Übertragung an.

Übertragen wird die 2-stündige Veranstaltung mit dem Titel "BeWitness" (Werde Zeuge) aus dem National Auditorium in Mexico City, organisiert und präsentiert von dem mexikanischen Journalisten und UFO-Forscher Jaime Maussan (...wir berichteten).


Trailer mit deutschen Untertiteln zur Dokumentation "Kodachrome" mit den Hintergründen zu den angekündigten Fotos


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Während der Live-Überragung der Veranstaltung via Pay-Per-View-Online-Stream am Tag der Veranstaltung selbst (sozusagen an der Abendkasse) 20 US-Dollar kosten wird, kann die Teilnahme bis zum 5. Mai 2015 selbst noch für 15 US-Dollar (sozusagen im Vorverkauf) gebucht werden. Bei dieser Buchung kann die Aufzeichnung auch noch nach Veranstaltung ca. zwei Wochen lang angesehen werden.

Die Veranstaltung "BeWitness" beginnt mit einem zweistündigen Vorprogramm um 17:30 Uhr Ortszeit in Mexiko - Nach mitteleuropäischer Zeit also um 00:30, des 6. Mai 2015. Danach, um 02:30 Uhr, beginnt dann das Hauptprogramm, das hauptsächlich in englischer Sprache gehalten wird. Eine Übersetzung oder Untertitelung ist leider nicht geplant.


Den Online-Stream zu "BeWitness" können Sie HIER buchen

(Anm. d. GreWi-Redaktion: GreWi übernimmt keine mit der Bestellung des Pay-Per-View-Angebots einhergehende Haftung und Garantien. Ihr Vertragspartner sind die "BeWitness"-Veranstalter und deren Partner. Bei eventuellen Problemen wenden Sie sich bitte an die auf der BeWitness ausgewiesenen Ansprechpartner und nicht an GreWi.)

Als Redner angekündigt sind:


Edgar Mitchell
Apollo-Mondastronaut und sechster Mensch auf dem Mond

Mitchell stammt selbst aus Roswell, kennt und kannte einige der Zeitzeugen des Absturzereignisses noch persönlich und ist nicht nur von dessen außerirdischer Natur, sondern auch davon überzeugt, dass intelligentes außerirdisches Leben existiert, sondern auch schon unseren Planeten besucht (...wir berichteten).


Tom Carey
Anthropologe und Roswell-Forscher

Donald Schmitt

UFO-Forscher und Sachbuchautor
Zusammen gehören Schmitt und  

Carey zu den langjährigsten und aufgrund ihrer Bücher und Artikel auch bekanntesten Roswell-Forschern weltweit. Schmitt und Carey sind nicht nur davon überzeugt, dass nahe Roswell 1947 ein außerirdisches Raumschiff abgestürzt ist, sondern halten es auch für sehr wahrscheinlich, dass die angekündigten Dias tatsächlich eine der Roswell-Leichen zeigen (...wir berichten).

 



Adam Dew
Sportjournalist und Produzent der Dokumentation "Kodachrome"

Dew war der erste Journalist, dem die "Roswell-Dias" übergeben wurden und der dann mit einer intensiven Recherche über die Bilder begann. Bevor er auf die kontroversen Dias stieß, arbeitete Dews mit seiner Produktionsfirma bereits u.a. für CNSsports, USAToday und Yahoo.


Jaime Mausaan
Journalist und UFO-Forscher

Seit 25 Jahren ist Maussan "der" UFO-Journalist Mexikos und unermüdlich weltweit unterwegs, um UFO-Fälle selbst vor Ort und im Austausch mit den Kronzeugen zu recherchieren. International hat sich Maussan damit ebenso einen Namen gemacht. Kritiker werfen ihm indes eine zu unkritische Vorgehensweise angesichts offenkundiger Fälschungen vor.

Richard Dolan
Historiker und UFO-Forscher

Bekannt wurde Dolan durch seine im Jahr 2000 veröffentlichte umfangreichste Studie über "UFOs und den Zustand der Nationalen Sicherheit (der USA)" von 1914 bis heute. In dieser belegt Nolan anhand von Originaldokumenten von mehr als 50 US-Militärbasen, dass unidentifiziert Flugobjekte sensiblen Luftraum des US-Militärs verletzte und von diesem mehr als ernst genommen wurde. Edgar Mitchell bezeichnet Dolans Werk als "monumental".


Dr. J. J. Hurtak
Anthropologe und Sozialwissenschaftler

Hurtak ist Präsident der "Akademie für die Wissenschaft der Zukunft" und der "Mars Society"und Autor zahlreicher Bücher und Studien in Vergleichender Religionswissenschaft.


 


GreWi-Dossier
Unsere bisherigen Meldungen zu den Hintergründen und Kontroversen
um die
 Roswell-Dias



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Dienstag, 28. April 2015

NASA formiert Experten-Koalition zur Suche nach außerirdischem Leben


Titelillustration der NASA zur Einrichtung der NExSS-ExpertenKoalition zur Suche nach Leben auf fernen Planeten (Illu.). | Copyright: NASA

Washington (USA) - "Die Suche nach Leben außerhalb unseres Sonnensystems erfordert eine bislang nicht dagewesene interdisziplinäre Zusammenarbeit der Wissenschaften", mit dieser Erkenntnis gibt die NASA mit "The Nexus for Exoplanet System Science" (NExSS) die Einrichtung einer Experten-Koalition bekannt, die nach außerirdischem Leben auf fernen Planeten jenseits des Sonnensystems suchen soll.

Durch die "beispiellose Zusammenarbeit" einer Vielzahl von führenden Wissenschaftlern unterschiedlicher Forschungsdisziplinen, will die NASA jene Planeten identifizieren, die das größte Potential für Anzeichen von Leben aufzeigen, erläutert der Direktor für Planetenwissenschaften der NASA, Jim Green.


Ein Schlüssel bei der Suche nach Leben im Universum sei ein besseres Verständnis darüber, wie Biologie mit der Atmosphäre, der Geologie, den Ozeanen und dem Planeteninnern interagiert und wie diese Wechselwirkung von den Heimatgestirnen beeinflusst entsprechender Planeten wird.


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Dieses "A-Team der Planetenwissenschaften" soll dabei behilflich sein, die Vielzahl unterschiedlicher Welten zu klassifizieren und deren potentielle Lebensfreundlichkeit überprüfen, um anhand dieser Erkenntnisse Werkzeuge und Technologien abzuleiten, mit denen gezielt nach Leben auf fernen Planeten gesucht werden kann.

"NExSS wird die angestrebte Systemwissenschaft aber nicht nur auf bereits existierende Daten zu bekannten Exoplaneten anwenden, sondern diese auch als Grundlage zur Interpretation der Daten zukünftiger Missionen wie etwa dem Kepler-Nachfolger "TESS", dem James Webb Space Telescope (JWST) oder dem "Wide-field Infrared Survey Telescope" (WFIRST) dienen.


Geleitet wird NExSS von Natalie Batalha vom Ames Research Center der NASA, Dawn Gelino vom NASA Exoplanet Science Institute und Anthony del Genio vom Goddard Institute for Space Studies der NASA. Weiterhin sollen Wissenschaftler von 10 unterschiedlichen Universitäten und zwei Forschungsinstituten Teil von NExSS sein.


- Eine ausführliche Erläuterung über die einzelnen Forschungsansätze der NExSS-Teams finden Sie (auf Englisch) HIER


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Sonntag, 19. April 2015

Erste Suche nach Wärmesignaturen intergalaktischer Super-Zivilisationen endet ergebnisoffen

Falschfarbenabbildung der Andromeda-Galaxie im mittleren Infrarotspektrum auf der Grundlage der Daten des Infrarot-Weltraumteleskops "WISE". Die orangefarbenen Regionen stellen Emissionen der Hitze der Sterne in den Galaxiearmen dar. | Copyright: NASA/JPL-Caltech/WISE Team

University Park (USA) - Sollte es in der Weite des Weltalls eine oder mehrere Zivilisation geben, die sich in ihrer gesamten Heimatgalaxie großflächig ausgebreitet hat, so sollte eine solche intergalaktische Super-Zivilisation durch eine charakteristische Abstrahlung ihrer Heimatgalaxie im mittleren Infrarotspektrum erkennbar sein. Mit leistungsfähigen Infrarot-Weltraumteleskopen wie dem NASA-Teleskop "WISE" ist es mittlerweile erstmals zumindest theoretisch möglich, solche Wärmesignaturen zu entdecken. Ein Team von US-Astronomen hat nun in den WISE-Daten nach genau diesen Hinweisen auf derartige Super-Zivilisationen gesucht, jedoch keine eindeutigen Hinweise auf deren Existenz gefunden. Dennoch haben die Astronomen 50 Ziele identifiziert, die in weiteren Analysen unterzogen werden sollten.

Die Grundlage der "Glimpsing Heat from Alien Technologies Survey (G-HAT)", also der Suche nach Hitzeabstrahlung außerirdischer Zivilisationen, bildet die sogenannte Kardaschow-Skala anhand der außerirdische Zivilisationen gemäß ihres Energieverbrauchs in drei Typen eingeteilt werden:

Typ I: Zivilisationen, die in der Lage sind, die gesamte auf einem Planeten verfügbare Leistung zu nutzen. (Für die Erde wäre ist dieser Wert etwas größer als 1,74·1017 W).
Typ II: Zivilisationen, die die Gesamtleistung ihres Zentralgestirns nutzen können. (ca. 4·1026 W.)

Typ III: Zivilisationen, die in der Lage sind, die Gesamtleistung einer Heimatgalaxie zu nutzen. (Ungefähr 4·1037 W.)
Auch der Physiker Freeman Dyson vermutete sodann, dass entsprechend weit entwickelte Zivilisationen vom Typ III anhand ihrer Wärmeabstrahlung im mittleren Infrarotbereich entdeckt und identifiziert werden könnten.

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Anhand der WISE-Beobachtungsdaten von 100.000 zunächst vielversprechenden Galaxien hat das Team um Dr. Roger Griffith von der Penn State University Assistenzprofessor Jason T. Wright vom Center for Exoplanets and Habitable Worlds an der Penn State University, nun nach genau diesen Signaturen gesucht.

In einem ersten vorab auf "ArXiv.org" und in einer Ausgabe der Supplement Series des "Astrophysical Journal" (DOI:
10.1088/0067-0049/217/2/25) veröffentlichten Artikel zu den ersten Ergebnissen von G-HAT konstatieren die Astronomen nun, dass sie in den Daten keine Beweise für eine Super-Zivilisation vom Typ III finden konnten.

Allerdings fanden sie zugleich dann doch 50 Galaxien mit einer derart ungewöhnlich hohen Strahlung im mittleren Infrarot, dass es sich lohne, diese Galaxien weiterhin genauer zu untersuchen. "Unsere weitere Analyse dieser Galaxien könnte den Ursprung dieser ungewöhnlich hohen Pegel mittlerer Infrarotstrahlung entweder als das Ergebnis eines natürlich-astronomischen Prozesses offenbaren, oder sie könnten auf die Existenz einer hochgradig entwickelten Zivilisation hinweisen", so Griffith.


Zum Thema

Schon jetzt sei aber die Nicht-Entdeckung offensichtlicher Galaxien, die von einer Typ-III-Zivilisation bevölkert sind, ein interessantes und wissenschaftliches Ergebnis: "Unser Ergebnis bedeutet, dass keine der von WISE untersuchten 100.000 Galaxien, die wir mit genügend hoher Detailauflösung beobachten können, von einer Zivilisation derart bevölkert bzw. das Licht aller ihrer Sterne derart für die eigenen Bedürfnisse genutzt wird, als dass diese Zivilisationen sich auf dieser Weise verraten würden." Diese Erkenntnis sei deshalb so interessant, da viele dieser Galaxien bereits mehrere Milliarden Jahre alt sind und somit also schon genügend Zeit vergangen sein könnte, damit entsprechende Zivilisationen hätten entstehen und sich ausbreiten können.

"Entweder existieren sie einfach nicht, oder sie nutzen bislang noch nicht genug Energie, um sich dadurch (auf die beschriebene Art und Weise) erkennbar zu machen", so Wright.


Obwohl die Forscher selbst glauben, dass die verbliebenen 50 interessanten Objekte eine astronomisch-natürliche Erklärung finden werden, sollen diese Ziele nun noch genauer untersucht werden, bevor man genau sagen könne, was dort vor sich geht.


WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Sternenfresser: Beobachten wir schon heute außerirdische Super-Zivilisationen, ohne es zu wissen? 6. November 2013
Dyson-Sphären: Astronomen suchen nach gewaltigen außerirdischen Kraftwerken im All 8. Oktober 2012


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Dienstag, 14. April 2015

Rover-Messungen belegen flüssiges Salzwasser auf dem Mars


Selbstporträt des Marsrovers "Curiosity" bei der Arbeit im Marskrater Gale. | Copyright: NASA

Kopenhagen (Dänemark) - Schon lange ist bekannt, dass es auf dem Mars Wasser in Form von Eis gibt. Jetzt belegen neuste Daten den Mars-Rovers "Curiosity" der jedoch, dass es wahrscheinlich selbst heute noch Wasser in flüssiger und salziger Form auf der Oberfläche des Roten Planeten gibt. An Leben, auf der Grundlage dieses Wassers glauben die Wissenschaftler jedoch nicht.

Wie die Forscher um Morten Bo Madsen von der Mars Group am Niels Bohr Institut der Universität Kopenhagen aktuell im Fachjournal "Nature" (DOI: 10.1038/ngeo2412) berichten, hat "Curiosity" im Boden des Gale-Kraters Kalziumperchlorat entdeckt. "Unter den richtigen Bedingungen absorbiert dieses Wasserdunst aus der dünnen Marsatmosphäre. Unsere Messungen mit der Wetterstation des Rovers zeigen, dass genau diese notwendigen Bedingungen während den Nächten und unmittelbar nach Sonnenaufgang im Marswinter tatsächlich existieren."


Die Station misst Wetterdaten auf Bodenhöhe und in 1,6 Metern Höhe. "Wenn die Nach hereinbricht, kondensiert ein Teil des Wassers aus der Marsatmosphäre auf der Planetenoberfläche als Reif. Kalziumperchlorat ist aber stark absorbierend und bildet zusammen mit diesem Wasser eine Salzlauge deren Gefrierpunkt derart herabgesetzt ist, dass der Reif zu einer Flüssigkeit werden kann.


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Der Boden selbst ist porös, so dass dieses Wasser im Boden versickert. Mit der Zeit könnten im Boden enthaltene Salze so ebenfalls gelöst werden und sich dadurch in flüssiger Form weiter unterhalb der Oberfläche ansammeln.

Trotz ihrer Entdeckung zweifeln die Forscher jedoch daran, dass dieses Wasser Leben hervorgebracht haben oder erhalten könnte. "Der Mars ist dennoch immer noch zu trocken, zu kalt und aufgrund des fehlenden Magnetfeldes zu starker kosmischer Strahlung ungeschützt ausgesetzt, die so selbst noch in den Marsboden bis auf eine Tiefe von rund einem Meter vordringen kann und hier alles Leben abtötet. Zumindest Leben, wie wir es von der Erde kennen."


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Freitag, 10. April 2015

"Alien-Maulkorb" für Hillary Clintons Wahlkampf-Team


Hillary Clinton. | Copyright: Public Domain

Washington (USA) - Dass nicht nur Hillary Clinton, die als Anwärterin auf das Amt der ersten Präsidentin der USA in den kommenden US-Wahlkampf zieht, sondern auch ihr Berater John Podesta (der zuvor schon die US-Präsidenten Clinton und Obama beraten hatte) in Sachen UFOs und außerirdisches Leben wahrhafte Insider sind, wissen GreWi-Leser schon lange. Jetzt aber wurde dem Wahlkampf-Team der einstigen First Lady ein Maulkorb verpasst, wenn es um Anfragen in Sachen UFOs und Aliens geht. Zugleich lässt ein Sprecher aber auch Raum für Spekulationen.

Wie der Sprecher von Clintons Wahlkampf-Team, Nick Merrill, auf die Anfrage des US-Magazins "Mother Jones" erklärte, verfolge man für die Kampagne die "strikte Richtlinie, Anfragen bezüglich außerirdischer Aktivitäten nicht zu kommentieren". "Dennoch", so fügt der Sprecher hinzu, "ist die Wahrheit irgendwo dort draußen."


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Schade eigentlich. Denn gerade Hillary Clinton könnte vermutlich einiges mehr als so manch anderer Präsidentschaftskandidat zu diesen Themen berichten. Unser GreWi-Dossier über das UFO-Wissen von Hillary Clinton und ihre Aktivitäten im Ringen um die Offenlegung der UFO-Geheimnisse der USA finden Sie HIER

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