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Dienstag, 6. Mai 2014

Video: Mimik- und Gestik-Analyse zu Clintons Aussagen zu UFOs und Aliens im US-Fernsehen


Standbild aus dem Interview

Washington (USA) - Vor wenigen Wochen sorgte ein Auftritt des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton für kontroverse Diskussionen um seine Aussagen über UFOs, Aliens und das angeblich geheime Wissen der US-Regierung in diesen Fragen. Gerade vor dem Hintergrund, dass Clinton selbst zu den Verfechtern einer Offenlegung dieser Geheimnisse gehört und diese sogar noch während seiner Amtszeit angehen wollte (...wir berichteten), erschienen Clintons Antworten der breiten Öffentlichkeit zwar vielleicht belustigend, UFO-Insider aber rätselten, warum die einstige US-Präsident das ihm einst so wichtige Thema nun so flapsig und ausweichend abhandelte. Jetzt hat sich der US-Journalist und Moderator einer Mystery-TV-Doku Ben Hansen den Aussagen Clintons in der TV-Show angenommen und diese auf die darin sichtbare Körpersprache analysiert. Hansen zeigt dabei deutlich, wie Gestik und Mimik des ehemaligen US-Präsidenten seinen Aussagen simultan widersprechen.

Hier noch einmal der Originalmitschnitt des TV-Talks...


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...und hier Hansens Analyse

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Anm.d.GreWi-Red.: Leider haben wir nicht die Möglichkeit, das Interview und Hansens Ausführungen ins Deutsche zu übersetzten. Wir bitten unsere Leser, die kein Englisch sprechen und verstehen, dies zu entschuldigen.

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Quelle: youtibe.com

Freitag, 1. November 2013

TV-Doku "Bigfoot Files - USA" enttäuscht Bigfoot-Forscher und -Fans


Das Signet der zweiten Folge von "Bigfoot Files". | Copyright: channel4.com

London (USA) - Während im ersten Teil der TV-Dokumentation "Bigfoot Files" ein Kamerateam den Oxford-Humangenetiker Dr. Bryan Sykes am vergangenen Sonntag auf dessen Suche nach genetischen Beweisen für die Existenz des himalayischen "Schneemenschen" begleitet hatte und dabei statt Beweisen für den Yeti, Belege für die Existenz urzeitlicher Eisbären-Nachkommen im Himalaya fand (...wir berichteten), zeigte die zweite Episode die Suche nach genetischen Beweisen für nordamerikanischen "Waldmenschen" Bigfoot, Sasquatch & Co. Doch es waren nicht nur die Ergebnisse selbst, die die US-amerikanische Bigfoot-Community enttäuschte.

Waren es im Falle des Yeti im Himalaya drei Proben, die Sykes und sein Team untersuchen konnten, so standen aus den USA laut der Channel-4-Dokumentation 10 angebliche Bigfoot/Saquatch-Proben zur Verfügung.


Um hier nicht dem Drang einer Nacherzählung der Sendung zu verfallen, hier zusammengefasst die Ergebnisse der DNA-Analyse dieser Proben:


Insgesamt 7 Haar-Proben kamen aus dem US-Bundesstaat Washington: 2 dieser Proben stammten von Kühen, 1 Probe von einem Weißwedelhirsch, 2 von Schwarzbären und 2 Proben von einem Hund oder Wolf. Hinzu ergab die genetische Analyse einer Probe aus Texas, dass diese von einem Pferd stammte, eine Probe aus Michigan konnte einem Stachelschwein und eine aus Arizona einem Waschbären zugeordnet werden.


Der genetische Nachweis von Bigfoot, Sasquatch, Skookom oder dem Skunk Ape war also wieder einmal nicht dabei.


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Die Gemeinde aus Bigfoot-Forschern, -Enthusiasten und -Fans zeigt sich seither jedoch nicht nur von dem negativen Ergebnis der Analyse der eingereichten Proben sondern auch über die Umsetzung und Darstellung der nordamerikanischen Bigfoot-Enthusiasten enttäuscht.


Tatsächlich ist im Gegensatz zur ersten Folge (Bigfoot Files - Yeti) ein sarkastischer Unterton sowohl in der Art und Weise, wie der Moderator Mark Evans den Bigfoot-Zeugen, wie auch in der oftmals comedy-artigen musikalischen Untermalung der Szenen nur unschwer zu überhören. Zudem fallen erstmals Charakterisierungen wie "Gläubige", "Wahn" bis hin zu "Fanatikern". Schon während der Sendung macht der Kommentar deutlich, dass es sich hier weniger um "Forscher als um Gläubige" handele, die eher einer "Religion statt einer Wissenschaft" folgen und man an jene Orte gereist sei, an der ein (religionsartiger) "Glaube geboren" worden sei.



Channel-4-Moderator Mark Evans im Gespräch mit Bigfoot-Forscher Derek Randles. | Copyright: channel4.com

Immerhin behauptet die Sendung - im Gegensatz zur Yeti-Episode - jedoch nicht, dass das Ergebnis aussage, dass es sich bei Bigfoot und Sasquatch um Bären, Wölfe, Pferde oder gar Sacheschweine und Waschbären handele und das Rätsel um die "Waldmenschen" damit wissenschaftlich gelöst sei. Stattdessen stellt Evans abschließend ganz richtig fest, dass die Sendung weniger von Sasquatch selbst, als von den (gezeigten) Personen erzähle"


Um die Bedeutung zumindest dieser Sendung für die Bigfoot-Forschung und damit die Kryptozoologie im Allgemeinen zu verstehen, sollten jedoch auch hier zwei Eigenschaften der Sendung abschließend jedoch deutlich hervorgehoben werden:


- Zum einen tauchen - mit Ausnahme von Derek Randles – in der Sendung keine Hauptakteure der US-amerikanischen Bigfoot-Forschung, geschweige denn Vertreter der akademischen Erforschung dieser Kryptiden, wie etwa der Anthropologe Dr. Jeffrey Meldrum, auf. Stattdessen wird jedoch behauptet, dass "während Fußabdrücke die Bigfoot-Debatte wohl nie klären können", die DNA-Analyse der einzige wissenschaftliche Weg sei, sich dem Rätsel um die angeblich existierenden Wesen zu nähern.


- Zum zweiten stammen offenbar keine der analysierten Proben von einem Vorfall, in dem der Zeuge selbst direkt beobachten konnte, dass die besagten Haare auch von jenem Tier verloren bzw. hinterlassen wurde, dass er selbst als Bigfoot beschreiben würde. In allen geschilderten Fällen waren es also Proben, die erst später an Ort und Stelle einer Bigfoot-Sichtung oder neben angeblichen Bigfoot-Spuren gefunden wurden. Ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen einem anwesenden Bigfoot und den untersuchten Haarproben geht aus keinem der dargestellten Fälle hervor. Wie der Moderator vor diesem Hintergrund also auf die Idee kommt, dass die Analyse die bislang "besten Beweise für Bigfoot" untersucht habe, bleibt genau so fraglich wie unbeantwortet.

Im Folgenden finden Sie einen Insider-Hintergrundbericht zu dem Vorgehen des "Bigfoot Files"-Teams, der die Unterschiede zwischen der TV-Doku "Bigfoot Files" und der bislang noch nicht veröffentlichten Studie herausarbeitet.
"(...) The documentary is entertainment, rehashing the same old novice thinking that comes from a film company, producers, and a host that thinks the are being novel in their approach but it is just the same old error-ridden conclusions, and their attempt at the legitimacy of their program is to intermingle some of the results of samples provided by the general public to Dr. Bryan Sykes. It falls short.

The truth is that Bryan and I were highly frustrated with Icon Films, so much so that we felt it tiresome to work with them. They attempted to cut out Bryan and myself from all of the filming, but we were successful in leveraging for Bryan to be included in the filming by telling them that I was withholding other planned filming location if Bryan was not there. They were making a documentary about Bryan and this project, so why cut him out of it? It made no sense. But now we know that it is just a show about the global phenomenon of Bigfoot and they use Bryan as a side-show to legitimize their attempts to rationalize novice conclusions.



Dr. Bryan Sykes (r.) gemeinsam mit den Bigfoot-Forschern Rhettman A. Mullis und Lori Simmons. | Copyright: bigfootology.com

Bryan and I were filmed for 3 days and I was supposed to be a part of the filming in Northern California as well but they cut me out of that, and it appears that the three days of filming with me ended up on the cutting room floor. Bryan did not go to Nepal, as he was cut out of that as well. I was there when Mark Evans handed over the Nepalese samples to Bryan on the Olympic Peninsula after they finished filming with Derek Randles. They also cut him out of filming in Russia and they finally compromised by allowing Bryan to reveal in Moscow and that was it. They also tried to cut Bryan out of Northern California and the Lummi and that is when I strong-armed them telling them if Bryan is not there then I was pulling all filming that I had arranged. So they flew him down to Northern California, but they told me not to come after all.

I think my demands on them got me cut from the show. We filmed at my house, all during the drive up to the Lummi, on the Lummi and on the peninsulsa, and doing multiple exterior shots of us driving the Bigfootology-mobile and then filming on the Lummi. The Lummi were very hospitable and we were allowed access to a very culturally sensitive, sacred site, and instead of running with the respectable member of the Lummi, they chose to run with someone who has had issues with the Lummi leadership, and it will end up being a slap in the face of the Lummi. I anticipate that I am also going to have to deal with the fallout on their decision to do so.


I am afraid that Icon Films missed the boat on what is important and I have emailed them and communicated my disappointment that they did not take up my offer for me to go with them and consult for the entire show to help them avoid embarrassment for their novice conclusions and focus. I did consult for the show when they were in America, but not completely, voluntarily, constantly talking back and forth to help them arrange for shooting locales and people, and warning them about some things and trying to steer them in the right direction. They should have brought me on for the entire program(s) and I would have helped them avoid the double-bear paw argument which was something that the Bigfoot community answered decades ago because there is a difference between the double-paw track of a bear and a Bigfoot track. I could have told them about the eating habits and the communication whistle calls which should have told an experienced Bigfooter that what the Sherpa was describing was the man-sized yeti as opposed to the Dzu-Teh which is a large and historically speculated to be a bear which is what the show focused on. Again, nothing new, so this was a novice mistake they could have avoided by asking an experienced Bigfoot researcher.


I know the Bigfoot community can be disappointed over a proposed yeti hair to be an extinct bear, but the reality is that the discovery of a living extinct bear is quite significantly a huge discovery in the world of zoology. The science world went crazy when other extinct species were rediscovered as living (Lancetfish, Hagfish, Frilled Shark, Coelacanth, Javan elephants, Woolly Flying Squirel, and more). A living extinct bear is quite exciting from the zoological-science perspective. Does that mean we believe the all yeti’s are bears? Not at all, otherwise we would not offer and welcome the opportunity to test more potential yeti hairs.


I can go on and on. Bryan and I were grateful to finally be done with the filming so we can talk about more important matters in life like the “actual” DNA project, our other projects that we have not discussed publicly (...)


Rhettman A. Mullis, Jr., MS, PhD-ABD, CAF, MHP

Bigfootology.com

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Anthropologe und Bigfoot-Experte Dr. Jeff Meldrum kommentiert Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Yeti-DNA-Analyse 25. Oktober 2013
TV-Doku offenbart kaum Neues über die DNA-Analyse von angeblichen Yeti-Proben aus dem Himalaya 21. Oktober 2013
Erstes Teilergebnis der Oxford-Lausanne-Bigfoot-Studie: Im Himalaya lebt unbekannte Großbärenart 18. Oktober 2013
TV-Sender gibt weitere Einblicke in Ergebnisse der Oxford-Lausanne-DNA-Studie zu Bigfoot, Yeti & Co 11. Oktober 2013
Verlagshaus Hodder: Oxford-Lausanne-DNA-Studie unter Dr. Bryan Sykes findet genetischen Beweis für die Existenz des Bigfoot 9. Oktober 2013
Wissenschaftliche Fachpublikation von Oxford-Lausanne-Studie zu Bigfoot- und Yeti-DNA und begleitende BBC-Dokumentation erscheint voraussichtlich noch in diesem Jahr 13. Mai 2013
Forscher verspricht erstaunliche Ergebnisse der Oxford/Lausanne-Bigfoot-Studie 7. August 2012
Oxford-Lausanne Collateral Hominid Project: Wissenschaftler wollen angebliche Gewebeproben von Yetis und Bigfoot untersuchen 23. Mai 2013


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Quelle: channel4.com, bigfootology.com

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Noch mal gut gegangen: Fragwürdige Versteckte-Kamera-Scherze mit grenzwissenschaftlichten Bezüge


Standbild aus einem der Videos. | Quelle: youtube.com

Saarbrücken (Deutschland) - Auch das Paranormale ist immer wieder Inhalt von Streichen mit der berühmt-berüchtigten versteckten Kamera. Aktuell verbreitet sich erneut ein solches Filmchen viral im Internet, mit dem Werbung für die Wiederverfilmung des Stephen-King-Horror-Klassisker "Carrie" gemacht wird.

Während das Ergebnis der vergleichsweise aufwendigen Inszenierungen tatsächlich auf den ersten Blick amüsierte Schadenfreude hervorrufen mag, kann man auch im aktuellen Fall froh sein, dass die Reaktionen der Scherz-Opfer auch gegenüber den Schauspielern so glimpflich abgelaufen sind, wie in den im Folgenden gezeigten Beispielen - aber auch, das die Opfer keine psychischen Schäden davon getragen haben. Lustig geht in den meisten dieser Fälle anders...


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Werbung für "Carrie" (2013)


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(Anm. d. GreWi-Redaktion: Nach mehrmaligem Betrachten des obigen Videos hat es für uns mehr und mehr den Anschein, als seien auch die Reaktionen der angeblich schockierten Gäste inszeniert...?!?)


 
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Dienstag, 24. September 2013

Pornwall: Britischer Pornofilter blockt u.a. auch "esoterisches Material"

 
Die britischen "Pornwall" soll zukünftig neben pornografischen Inhalten u.a. "esoterisches Material" im Internet blockieren. | Copyright/Quelle: openrightsgroup.org

London (England) - 2014 will die britische Regierung unter Premierminister David Cameron mit einen automatischen Filter pornografische Inhalte im Internet blockieren. Erst durch eine Reihe von Alters- und Identitätsidentifikationen können die Internetnutzer diesen Filter aufheben und haben sodann wieder Zugang zu den sonst gesperrten Inhalten. Was eigentlich zum Schutz von Minderjährigen und als Mittel gegen Kinderpornografie angekündigt wird, soll jedoch auch andere, nicht pornografische Inhalte filtern - darunter angeblich auch Webforen, politische Inhalte und "esoterisches Material". Was man darunter jedoch genau zu verstehen hat, ist bislang noch unklar.

Unter Berufung auf Insider bei britischen Internetprovidern, bei denen derzeit die sogenannte "Pornwall" installiert wird, berichtet die britische digitale Bürgerrechtsorganisation "Open Rights Group", dass der Filter neben der namensgebenden Pornografie unter anderem auch "Gewaltdarstellungen, extremistische und terroristische politische Inhalte, Webseiten zu Magersucht und Essstörung, Internetseiten zu Suizid, Alkohol und Rauchen, Webforen, esoterisches Material und Umgehungstools für Netzsperren" blockieren soll. Der Sprecher der Gruppe, Jim Killock, kommentiert diesen Schritt als Beweis dafür, dass die Cameron-Regierung "die Menschen schlafwandelnd in die Zensur führen will."


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Zudem so scheint es, können die einzelnen Internetanbieter bzw. der (laut einem BBC-Bericht) das Filtersystem betreibende - und damit auch kontrollierende - chinesische Telekommunikationsausrüster "Huawei" die Liste der zu filternden Inhalte nach eigenem ermessen erweitern.


Zwar könnten die einzelnen Filteroptionen wie gesagt individuell abgeschaltet werden, dennoch sei diese Option voraussetzend und zudem so angelegt, dass sie von vielen Nutzern wahrscheinlich nicht verstanden werde, wodurch es zu einer Vielzahl von Fehlbedienungen des Systems und damit zur Unzugänglichkeit der gefilterten Inhalte für einen Großteil der Nutzer kommen werde.


Was hinter Filterbegriffen wie den zitierten "esoterischen Materialien" zu verstehen ist, ist derzeit noch völlig unklar. Auch ist nicht bekannt, wie diese Inhalte von anderen abgegrenzt werden sollen oder ob auch skeptische oder eigentlich naturwissenschaftlich orientierte Seiten und Inhalte zu besagten "esoterischen Materialien" blockiert werden.


Wie berechtigt diese Frage ist, zeigt ein Bericht des Schweizer Computermagazins "Computerworld.ch", laut dem der Schweizer Journalist und SRF-Ausland-Korrespondent für Großbritannien, Urs Gredig, über Twitter berichtet hatte, dass sein britischer Internet-Anbieter die Internetseite der Schweizer Boulevardzeitung "Blick.ch" schon jetzt als jugendgefährdend blockiere. Tatsächlich zeichnet sich das Online-Angebot zwar im Gegensatz zur Printausgabe nicht durch das nackerte Seite-3-Girl, aber dennoch unter anderem auch durch Bikini-Reportagen, einen Sex-Kummerkasten oder einer aktuellen Meldung zum Ex-Pippi-Langstrumpf-Star mit den neuen Strapsen unter dem Aufhänger "Vom Kinderstar zum Pornostar?" aus. Grundsätzlich gilt der "Blick" dennoch nur schwerlich als jugendgefährdend...


Wie das IT-Newsportal "Golem.de" berichtet, unterzeichneten bereits 2011 die Providerdienste von British Telecom (BT), Sky, Talktalk und Virgin das Filterabkommen mit Cameron, nachdem zunächst nur Neukunden gefiltert werden sollten. Von den Firmen werden 17,6 Millionen der 19,2 Millionen Breitbandnutzer des Landes versorgt.


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Quellen: openrightsgroup.org, golem.de, bbc.co.uk

Mittwoch, 14. August 2013

Kornkreisforscher kommentiert ARD-Weltspiegel-Reportage

 
Collage der bisherigen englischen Kornkreise 2013 – Teil 1 (Reihenfolge nicht chronologisch). | Quellen/Copyrights: FrankLaumen.de, CropCircleAccess.com, LucyPringle.co.uk, TemporaryTemples.co.uk, cropcircleconnector.com, kornkreise-forschung.de

Saarbrücken (Deutschland) - Eigentlich hat sich Kornkreisforscher und Sachbuchautor Andreas Müller schon vor längerer Zeit entschieden, die zahlreichen Berichte und Reportagen in den Massenmedien, die immer wieder darum bemüht sind, das Phänomen der Kornkreise als nichts anderes abzutun als Studentenulk oder das Werk selbsternannter LandArt-Künstler, nicht mehr zu kommentieren. Eine aktuelle Kurzreportage der ARD-Sendung "Weltspiegel" zur besten Sendezeit sorgt jedoch seit Ausstrahlung am vergangenen Wochenende für soviel Rückfragen, dass er für "grenzwissenschaft-aktuell.de" eine Ausnahme macht.

UPDATE: 05.09.2013: siehe Textende...


Hauptaussage des Beitrages des Londoner ARD-Korrespondenten Volker Steinhoff ist die Behauptung, ein noch Wochen vor Ende der Saison postulierter zahlenmäßiger Rückgang, gar Schwund der Kornkreise im Hauptkornkreisgebiet, der südenglischen Grafschaft Wiltshire, sei mit dem selbsterklärten Ausstieg menschlicher Kornkreisfälscher zu erklären, der so der sogenannten "Kornkreis-Religion" (Zitat aus dem Beitrag) die Grundlage entzogen habe.


- Der Weltspiegel-Beitrag finden sie bislang nur in der ARD-Mediathek


"Schon die Anmoderartion des Beitrags strotzt nur so von wertenden Klischees und Weltraumstereotypen, doch die Reportage selbst weiß diese Überfrachtung noch zu toppen", kommentiert Andreas Müller (kornkreise-forschung.de).


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"Zunächst einmal sind Kornkreise für die meisten Forscher die ich kenne eben keine Religion. Faszination und Forschungsinhalt ja, aber keine Ersatzreligion."

 
Collage der bisherigen englischen Kornkreise 2013 - Teil 2 (Reihenfolge nicht chronologisch). | Quellen/Copyrights: FrankLaumen.de, CropCircleAccess.com, LucyPringle.co.uk, TemporaryTemples.co.uk, cropcircleconnector.com, kornkreise-forschung.de

Vor allem kritisiert Müller, dass im Beitrag besagte Kornkreisforschung und deren Ergebnisse eigentlich gar nicht zu Wort kommen: "Man zeichnet ein Zerrbild von Kornkreisinteressierten und Forschern, die in den Kornkreisen alleinig Botschaften aus dem All oder 'transzendenter Energien' sehen oder die Hippie-artig anhand von Handskizzen am Feldrand hockend, unverständlich daherphilosophieren. Forscher wie Colin Andrews und Terence Meaden, der stattdessen davon überzeugt war, dass das Kornkreisphänomen auf rein atmosphärische Vorgänge zurückgeführt werden könne, werden mit wenigen Sätzen, aus dem Zusammenhang heraus und damit sinngemäß entstellt zitiert, damit das Ganze in das besagte und amüsiert abmoderierte Zerrbild aus (Zitat) 'Flowerpower, New-Age, Esoterik' passt. Ich will nicht behaupten, dass es niemanden gibt, der sich auch esoterisch und spirituell mit den Kornkreisen beschäftigt, aber auch diese Herangehensweise findet meist auf weitaus fundierterer Grundlage statt, als es der Beitrag dem Zuschauer vorgaukelt. Und es ist eben auch nicht die einzige Herangehensweise. Viele Kornkreisforscher sind durchaus um Wissenschaftlichkeit bemüht und die meisten denken auch über die Hypothese, dass Kornkreise - wenn nicht von Menschenhand gemacht - dann doch Botschaften von Außerirdischen sein müssen, hinaus. Dieser Aspekt und die entsprechenden Ergebnisse dieser Forschung kommen in dem Beitrag überhaupt nicht vor.


Kein etwa Wort davon, das Kornkreise ein historisch nachweisbares und schon seit Jahrhunderten beschriebenes Phänomen sind. Kein Wort von den Veränderungen an betroffenen Pflanzen und Böden, die sich so nicht im 'normalen' Feld finden lassen und auch nicht durch natürliche Prozesse erklärt werden können und natürlich auch kein Wort von den zahlreichen Augenzeugenberichten 'echter' Kornkreisentstehungen, die binnen kürzester Zeit vor sich gehen. Diese Liste könnte noch lange fortgesetzt werden."


"Auch wenn man natürlich über das Für und Wider der Kornkreise und ihrer Erforschung kontrovers diskutieren kann, der Beitrag tut das leider nicht und gibt in Form des zu Worte kommenden Williams einzig einem Kornkreisfälscher eine Bühne und damit zumindest für den meist kornkreismäßig unbedarften Fernsehzuschauer die Informationshoheit - ohne, dass Williams seine Aussagen auch nur ein einziges Mal belegen, geschweige denn beweisen müsste. Das ist kein Qualitätsjournalismus."


 
Collage der bisherigen englischen Kornkreise 2013 - Teil 3 (Reihenfolge nicht chronologisch). | Quellen/Copyrights: FrankLaumen.de, CropCircleAccess.com, LucyPringle.co.uk, TemporaryTemples.co.uk, cropcircleconnector.com, kornkreise-forschung.de

Der Behauptung, die Kornkreise würden heuer plötzlich schwinden und geradezu aussterben, begegnet Müller derweil mit Fakten: "Es stimmt, bislang haben wir in diesem Jahr merklich weniger Kornkreise in Wiltshire bzw. England als in vielen anderen Vorjahren. Doch auch dieses Bild ist relativ, schließlich gab es in diesem Sommer schon über 30 Kornkreise in England. Die meisten davon in Wiltshire - eben dort, wo die Kornkreismacher wie Williams angeblich die Lust verloren haben. Alleine seit vergangenem Wochenende wurden fünf neue Formationen genau dort entdeckt. Wenn wir dem Beitrag und den darin gefeierten Williams also Glauben schenken, so stellt sich doch die Frage, woher dann all diese Kornkreise stammen? Auch die geometrische Vielfalt steht den Vorjahren eigentlich nicht nach (s. Abb. und Links)."


Selbst statistisch gesehen falle der bisherige Kornkreis-Sommer 2013 zwar etwas aus dem Rahmen, doch zeige in Blick in die Archive, dass es solche "quantitativen Schwankungen" immer schon gegeben habe: "Nach 126 dokumentierten englischen Kornkreisen im Sommer 1991 wurden in den Folgejahren deutlich weniger Kornkreise entdeckt. 1993 waren es nur 78. Auch 2000 gab es mit weltweit 275 dokumentierten Formationen deutlich mehr Kornkreise als 2001, als nur noch 201 Kornkreise entdeckt wurden. Im vergangenen Jahr wurden weltweit 131 Kornkreise dokumentiert - für 2013 liegt diese Zahl bislang bei etwa 70 Kornkreisen - aber die heurige Saison ist erwartungsgemäß noch einige Wochen lang nicht vorbei."

UPDATE 05.09.2013MIttlerweile liegt uns der Bericht eines Augen- und Ohrenzeugens der Vorgehensweise des ARD-Korrespondenten in England vor: GreWi-Leser Jens S. schreibt in einer E-Mail:

"Als ich in diesem Sommer auf Kornkreis-Reise in Südengland war, besuchte ich auch das Silent Circle in Crop Circle Coordination Center. Zufällig zeitgleich war auch ein Team der ARD aus London anwesend und hat (den Kornkreisforscher) Charles Mallett um ein Interview gebeten, denn es gäbe ja viele Leute, welche Interesse an dem echten Phänomen der Kornkreise hätten. Auch der Reporter gab sich (im Vorfeld) recht überzeugt, dass es einen harten Kern gäbe, der nicht 'man-made' sei.

Der Beitrag, der dann eine Woche später ausgestrahlt wurde. belächelte das Thema dann eher und gab die Erklärung, dass es sich natürlich allesamt um Fälschungen handele - diese werden weniger, da der populärste Kornkreismacher an Heuschnupfen leide.
Nun ja, so entstehen also die Nachrichten im Mainstream…"
Dass auch das öffentlich rechtliche Fernsehen zu vergleichsweise ausgewogener oder zumindest nicht wertender Berichterstattung über die Kornkreise in der Lage ist, zeigte erst kürzlich Angelika Vogel in ihrem Beitrag für den "Euroblick" des Bayrischen Rundfunks. Nicht nur für Müller eine TV-Reportage an der sich eigentlich zur Sorgfalt verpflichtete Journalisten wie Volker Steinhoff ein Beispiel nehmen könnten...

Kornkreise 2013 bei "Euroblick" (BR)


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WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

Kornkreise weltweit Mitte bis Ende Juli 2013 2. August 2013
 Kornkreise 2013: Anfang mit Mitte Juli 16. Juli 2013
Kornkreise im Juni 2013 4. Juli 2013
Kornkreise 2013: Erster Kornkreis in England 3. Juni 2013
Kornkreise 2013: Erste Gras-Kreis-Formationen in den Niederlanden
8. Mai 2013

Kornkreise 2013: Weitere Gras-Formationen in den USA und den Niederlanden 24. Mai 2013
 

grenzwissenschaft-aktuell.de

Quellen: kornkreise-forschung.de

Donnerstag, 25. April 2013

Richtigstellung von Falschinformationen zur Mumie des "Atacama Humanoiden" in einigen Medien


Ganzkörperansicht des "Atacama Humanoiden".
| Copyright:
Steven Greer, sirius.neverendinglight.com 

Saarbrücken (Deutschland) - Nur wenige Stunden, nachdem im US-Dokumentarfilm "Sirius" die ersten Ergebnisse eingehender medizinischer und genetischer Untersuchungen des natürlich mumifizierten Leichnams eines nur 13 Zentimeter großen, menschenähnlichen Lebewesens durch weltweit anerkannte Experten der ebenso renommierten Stanford University veröffentlicht wurden, berichten einige Medien das genaue Gegenteil von dem, was die Wissenschaftler anhand ihrer Analysen schlussfolgern.

Übereinstimmend heißt es da, teilweise unter offenbar ungeprüfter Berufung auf das US-Online-Nachrichtenportal "Huffington Post", die Analysen und Schlussfolgerungen der Wissenschaftler (...wir berichteten ausführlich) hätten ergeben, dass es sich bei der Mumie "nun doch nicht um einen Alien, sondern lediglich um einen 'mutierten Menschen' handelt."


Zwar ist es richtig, dass die bisherigen Ergebnisse in keinster Weise jene außerirdische Herkunft des Wesens belegen, geschweige denn beweisen, in die es im Kontext des Films gedrängt wird. Die Behauptung, es handele sich um einen mutierten aber dennoch "normalen" - also offenbar stark missgebildeten - Menschen ist jedoch schlichtweg falsch.


Richtig ist, dass:


1. Mit Dr. Ralph Lachman, Gastdozent und -professor in Stanford und Autor des Standardwerks über “Radiology of Syndromes, Metabolic Disorders and Skeletal Dysplasias", einer der weltweit führenden Experten für Skelettfehlbildungen und der Analyse von Abnormitäten anhand von Röntgen- und Computertomografieaufnahmen nach der Betrachtung der Daten zum sogenannten "Atacama Humanoiden" zu folgender Einschätzung kommt:

"Dieses Exemplar fällt in keine bekannte Kategorie bekannter Krankheitsbilder und Sympotome. (...) Es gibt keine Form von Klein/Zwergenwuchs, die alle an dem Körper vorhandenen Anomalien erklären könnte. Am interessantesten ist der Umstand, dass auf der Grundlage der Untersuchung der Epiphysenfugen an den Knien, dieses Exemplar etwa 6 bis 8 Jahre alt war (als es starb). Während zwar die Möglichkeit besteht, dass letzteres Merkmal das Ergebnis einer bislang unbekannten Form von Progerie (überschnelles Altern von Kindern) sein könnte, so ist die Wahrscheinlichkeit hierfür meiner Meinung nach niedrig.
Während das Exemplar in vielerlei Hinsicht - Proportionen der Wirbelsäule und Extremitäten - normal erscheint, bestehen die Hauptabnormitäten 1) in der (geringen) Größe, die nicht mit dem ersichtlichen Alter von 6-8 Jahren übereinstimmt, 2) in der Hypoplasie (Unterentwicklung) des Gesichts und des Unterkiefers, sowie (3) in dem Umstand, dass das Exemplar nur 10 Rippen hat (während normale Menschen 12, in seltenen Fällen 11 Rippen besitzen."
Während es eine Anzahl von genetischen Mutationen gebe, die jeweils einzelne vorhandene Abnormitäten des Körpers erklären könnten, erklärt auch Lachman abschließend erneut, dass keine dieser Mutationen alle Abnormitäten des "Atacama Humanoiden" im Gesamtbild erklären kann.

Röntgenaufnahmen des Körpers. | Copyright: Steven Greer, sirius.neverendinglight.com

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2. Auch die genetische Analysen von Gewebeproben bestätigt Lachmans Einschätzung. Diese DNA-Analyse wurde Dr. Garry Nolan durchgeführt. Nolan ist "Rachford and Carlota A. Harris Professor" am Department of Microbiology and Immunology an der Stanford University School of Medicine.

Er erläutert (u.a. vor laufenden Kameras im Dokumentarfilm "Sirius"), dass die bisherige umfangreiche DNA-Analyse aufzeigen kann, dass das Wesen...

a) ...einst wirklich gelebt hat.
b) ...männlich ist.

c) ...keiner bekannten Primatenart angehört - es also kein Affe ist.


d) ...das Kind einer menschlichen Mutter war und es sich bei dieser Mutter um eine Indiofrau (Haplogruppe B2A) jener (chilenischen) Region handelte, in der die Mumie auch gefunden wurde.


d) ...wahrscheinlich während des vergangenen Jahrhunderts gelebt hatte.


f) ...mit dem Menschen näher genetisch verwandt ist als Schimpansen. (Die Gensequenz von Menschen und Schimpansen deckt sich zu 96-97 Prozent, die von Mensch und Neandertaler zu 99,5 Prozent.)

Nolan erläutert weiter:

"Wenn man aber die Mutationen zusammenzählt, die wir hier vorliegen haben, so ist das sehr viel mehr, als das, was wir von einer einfachen Zellteilung erwarten würden. (...) Genetisch könnte man die geringe Größe vielleicht noch mit Alterungsmutationen (bspw. Progerie, die mit außergewöhnlich schnellem Wachstum/Altern der Knochen einhergeht) oder Kleinwuchs erklären - aber dafür finden sich keinerlei Hinweise im Genom. Auch das Problem der lediglich zehn Rippen, wird nicht durch Genmutationen hervorgerufen. (...) Zudem sind alle Gliedmaßen vollzählig und korrekt ausgebildet. Es gibt jedoch Anomalien des Gesichts."

Zusammenfassend, so Nolan, könne gesagt werden, dass "bestimmte Gene mit vielleicht einer oder zwei der vorhandenen Anomalien in Verbindung gebracht werden könnten. Es gibt aber keine bislang bekannte Mutation, die alle zusammen erklären könnte - und die Mutationen, die wir kennen und die ein oder zwei Anomalien erklären könnten, liegen nicht vor."
Es sei medizinisch nicht zu erklären, dass ein "Mensch" unter diesen (obig beschriebenen) Umständen 6 bis 8 Jahre lang leben könne - gerade nicht in einer der extremsten Umgebungen der Erde, in einer Gesellschaft und zu einer Zeit, in der es nichts gab, das man mit der heutiger medizinisch-technologischer Versorgung (die hyopthetischen Falle einer derartigen Frühgeburt absolut notwendig wäre) vergleichbar wäre. Mediziner - so erläutert Dr. Steven Greer, der selbst Notarzt ist - geben entsprechend kleine Frühgeburten bei maximaler Versorgung und Fürsorge in der Regel eine maximale Überlebensdauer von etwa 6 Stunden.


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Aufgrund der derart höchst ungewöhnlichen Ergebnisse sowohl der medizinisch-anatomischen Untersuchung als auch der DNA-Analyse erklärt Nolan, dass die Gesamtuntersuchung noch nicht als abgeschlossen betrachtet werden kann. Seine Arbeit durchlaufe derzeit einen Begutachtungsprozess durch unabhängige Experten (Peer review). Am Ende dieses Prozesses, so verspricht Dr. Nolan, könnte dann sogar eine Publikation in einem anerkannten Fachmagazin stehen.


Detailansicht des Kopfes des "Atacama Humanoiden".
| Copyright: Steven Greer, sirius.neverendinglight.com

 

Auf die Frage, was er persönlich glaube, was die "Atacama Humanoid" darstellt, erläutert der Wissenschaftler abschließend: "Ich würde hierfür gerne andere (deutlichere) Worte wählen (als meine vorige Einschätzung), doch ich will mich nicht (verbalen) Angriffen öffnen."
Zusammengefasst müsste ein Resümee der Untersuchungen der Wissenschaftler in Stanford also lauten, dass das Wesen zwar das Kind einer menschlichen Mutter war, dass aber alle vorhandenen Anomalien - anatomischer wie genetischer Natur - vor dem Hintergrund unseres derzeitigen biologisch-medizinischen Wissensstandes gegen die Vorstellung sprechen, dass es sich bei diesem Lebewesen um einen "normalen" (wenn auch mutierten) Menschen handelt.
Nolan selbst bringt es im Film auf den Punkt:
"Die Frage, um 'was' es sich bei dem Wesen handelt, ist einfach noch nicht abschließend beantwortet und es ist nicht ganz so einfach, diese Frage zu beantworten, wie ich mir das zu Beginn der Arbeiten vorgestellt hatte."
Während es Greer hoch anzurechnen ist, dass er die Mumie des "Atacama Humanoiden" von derart renommierten Wissenschaftlern und Institutionen untersuchen ließ und die Ergebnisse dieser Untersuchungen transparent veröffentlicht hat (Film und begleitend frei veröffentlichte Untersuchungsergebnisse etc.), muss er sich zugleich aber auch den Vorwurf gefallen lassen, genau diese so objektiv erbrachten Ergebnisse und damit die Mumie selbst viel zu sehr in das Korsett eines angeblichen Alien-Beweises zu drängen und damit eine unvoreingenommenen Behandlung der Untersuchungsergebnisse sowohl durch andere Wissenschaftler als auch durch die öffentlichen Medien stark zu erschweren.

- Den vollständigen Originalartikel von Greer können Sie HIER herunterladen


- Die CAT-Scans finden Sie HIER

- Den Kommentar von Dr. Ralph Lachman, Stanford University finden Sie HIER

- Den Vorabbericht (Zusammenfassung) von Dr. Garry Nolan, Stanford University finden Sie HIER


- Den vollständigen Dokumentarfilm "Sirius" mit weiteren ausführlichen Ausführungen und Hintergrundinformationen und deutschen Untertiteln können Sie hier direkt anschauen. Der Vorabzugang kostet 9,99 US-Dollar (rund 7,65 Euro) und später 2,99 (ca. 2,7 Euro). Der Film kann nach Bestellung jeweils 72 Stunden lang beliebig oft angeschaut werden. Durch das kostenpflichtige Video-On-Demand-System unterstützen Sie sowohl, den Film selbst, weitere Erforschung der "Freien Energie"-Systeme sowie die Arbeit von "grenzwissenschaft-aktuell.de" - besten Dank!


Der Film für 9,99 zeitgleich zur Premiere am 22. April 2013 (Ortszeit Hollywood = 23. April 2013, 05.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit, CET
) und dann weitere 72 Std. angeschaut werden. Danach zu jeweils 2,99. Die Playeranzeige, derzeit 9,99, wird sich dann automatisch anpassen.
 


Yekra Player
Yekra is a revolutionary new distribution network for feature films.
Sirius
(Rechtlicher Hinweis: Für die technische Zurverfügungstellung des Films und die Erfüllung des Leihvertrags mit dem Sirius-Filmverleih durch "yekra.com" ist "grenzwissenschaft-aktuell.de" nicht verantwortlich weswegen auch keinerlei Rechtsansprüche gegenüber "grenzwissenschaft-aktuell.de" geltend gemacht werden können.)


WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Untersuchungen an der Stanford University belegen unbekannte Identität und Herkunft der Mumie des "Atacama Humanoiden" 23. April 2013
Dokumentarfilm "Sirius": Weitere Informationen zu Alter und Geschlecht der mysteriösen Mumie 18. April 2013
Zur Premiere von "Sirius" veröffentlicht Greer neue Detailaufnahmen des angeblich außerirdischen Leichnams 10. April 2013

Neue Informationen über die Untersuchungsergebnisse eines möglicherweise außerirdischen Leichnams: Körper ist kein fehlgebildeter Fötus 27. Januar 2013

Weitere Informationen über die Untersuchungen eines angeblichen Alien-Körpers
21. Oktober 2012

Sind Wissenschaftler im Besitz des Körpers eines Außerirdischen? 6. August 2012
 


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Montag, 7. Januar 2013

Schweizer Skeptiker fordern Absetzung astrologischer Sendung im Schweizer Staatsradio


Archiv: Geburtshoroskop.
| Copyright: Rursus, CC-BY-SA-3.0


Bern (Schweiz) - Die "Schweizer Skeptiker" haben eine Online-Petition gegen die regelmäßige Ausstrahlung der dort beliebten Astrologiesendung "Madame Etoile" im staatlichen Schweizer Radio gestartet.

Im Originaltext der Petition heißt es:

"Wir fordern SRF als gebührenfinanziertes Unternehmen auf, auf faktische Werbefenster für Scharlatanerie zu verzichten und insbesondere die SRF3-Sendung mit 'Madame Etoile' einzustellen.

Es ist äußerst befremdlich, dass die vom Staatsradio angestellte (!) Astrologin Monika Kissling vom SRF-Mediensprecher als glaubwürdig bezeichnet wird, da sie 'in der hiesigen Astrologenszene großes Ansehen' genieße.

Es gibt keine seriöse Astrologie, sie ist ein widerlegter Aberglaube. Das theoretische Gerüst ist mit den Erkenntnissen der Wissenschaft nicht in Einklang zu bringen. Zudem belegen zahlreiche empirische Studien, dass zwischen Sternzeichen und Charaktereigenschaften keinerlei Korrelationen auszumachen sind.

Dass eine Kolumne von 'Madame Etolie' gar auf dem SRF3-Webauftritt als "Highlight" hervorgehoben wird, empfinden wir als ausgesprochenes Armutszeugnis - und als unverdiente Herabwürdigung anderer SRF-Sendeelemente.

Wir, die Unterzeichnenden, anerkennen selbstredend, dass auch Unterhaltung zum SRF-Programmauftrag gehört. Der Gesetzgeber hatte aber bei der Ausformulierung des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen (RTVG) kaum Propaganda für Scharlatanerie mitgemeint, und noch viel weniger, einer Privatperson die Möglichkeit zu geben, ihr eigenes Quacksalberei-Label auf SRF-Sendern bewerben zu können.

Wir fordern deshalb den SRF-Direktor Rudolf Matter auf, die Sendung mit 'Madame Etoile' unverzüglich einzustellen und generell darauf zu verzichten, in Sendungen den RTVG-Bildungsauftrag mit der Propagiererung von Aberglauben zu unterlaufen."
- Die Petition kann HIER gezeichnet werden.

Schon 2008 hatten sich die deutschen Kollegen des Schweizer "Vereins für kritisches Denken", die "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V." (GWUP) um Einflussnahme und Zensur auf das bundesdeutsche öffentlich-rechtliche Fernsehen bemüht und als Reaktion auf die Ausstrahlung der vom österreichischen Fernsehen ORF produzierten Dokumentation mit dem Titel "Unser Wissen ist ein Tropfen - Wasser, das unbekannte Wesen", die auch auf 3sat ausgestrahlt wurde, öffentlich den Ausschluss parawissenschaftlicher Themensendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gefordert.

Entsprechende Sendebeiträge, so die damalige Mitteilung der GWUP gehörten "bereits aufgrund des rein parawissenschaftlichen Charakters nicht in einen Sender des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. ORF und 3sat haben damit schlichtweg Volksverdummung betrieben."
(...wir berichteten)

Gegenüber "grenzwissenschaft-aktuell.de" erklärte damals Dr. Martin Mahner vom "Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken" der GWUP: "Während die Privatsender derzeit das Übersinnliche propagieren, haben die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten diesbezüglich einen rein wissenschaftlichen Bildungsauftrag. Grundsätzlich dürften hier also grenzwissenschaftliche Themen nur dann thematisiert werden, wenn sie gleichzeitig auch naturwissenschaftlich erklärt werden könnten.

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

Das Skeptiker-Syndrom 15. September 2012
Skeptiker fordern Ausschluss parawissenschaftlicher Themensendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen 7. November 2008

grenzwissenschaft-aktuell.de
Quellen: skeptiker.ch, activism.com, gwup.org, srf.ch

Samstag, 22. Dezember 2012

Nachgedanken zum Ende des Weltenendes


Symbolbild: Sonnenaufgang.
| Copyright: A. Müller, grewi.de 


Saarbrücken (Deutschland) - Nun ist es also soweit: Der seit Jahren von unterschiedlichster Seite heraufbeschworene 21. Dezember 2012 neigt sich dem Ende zu und die Welt dreht sich trotzdem (noch) weiter. Sollte sich daran nicht noch was ändern, bleibt auch heuer die Frage, wie es zu dem Hype um den angeblichen Weltuntergang überhaupt kommen konnte und um was es eigentlich ging?

Tatsächlich endete nach der mehrheitlichen Überzeugung unterschiedlicher Interpreten des Maya-Kalenders mit dem heutigen Datum die aktuelle "Lange Zählung" und damit nach 1.872.000 Tagen (also rund 5128 Jahren) wieder die Zählung des aktuellen dreizehnten sogenannten Baktun-Zyklus und die Zählung erreicht wieder das Ausgangsdatum "13.0.0.0.0". Ein neuer Zyklus beginnt.


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Tatsächlich gibt es bislang nur einen archäologischen Fund, der dieses Datum mit Ereignissen in Verbindung bringt, die einem Weltuntergang gleich kommen könnten: Auf der Steintafel von Tortuguero (dem sog. "Monument 6"), deren Inschrift von vielen als Beschreibung eines Ereignisses gedeutet wird, das sich zum Ende des Maya-Kalenders im Jahre 2012 zutragen soll und mit der Wieder- bzw. Herabkunft des Maya-Gottes "Bolon Yokte", der sowohl mit Krieg als auch mit Schöpfungsmythen assoziiert wird, in Verbindung zu stehen scheint.

Monument 6 aus Tortuguero. | Copyright/Quelle: Literatura y Mundo Maya

Später wurde dann von verschiedenen New-Age-Autoren um dieses Ende unterschiedliche Mythen gestrickt, die sich mit zunehmender Annäherung an das tatsächliche Datum immer mehr verdichteten und zweifelsohne ein unkontrollierbares Eigenleben und -dynamik entwickelten.

Tatsächlich und erwartungsgemäß entstand mit dem sich verselbständigenden Mythos rund um "Zwanzig-Zwölf" auch ein damit einhergehender und sich der Ängste der "Konsumenten" bedienender Markt rund um den angeblich von den Maya vorhergesagten Weltuntergang.



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Zugleich sahen mit dem zusehends herannahenden Datum aber nicht nur New-Age-Autoren und Endzeit-Propheten ihre Chance gekommen, auch die Kritiker, Skeptiker und Aufklärer sahen wieder einmal Licht am Ende ihres eigenen Weltbildtunnels und publizierten eifrig und vermeintlich aufklärerische Gegenpostate. Das Interessante an diesem Vorgang und zugleich Vorwurf, den sich diese Autoren und Werke gefallen lassen müssen ist jener, dass die Mehrheit dieser Aufklärer mit nahezu der gleichen Prophetie arbeiten, wie jene, die sie kritisieren, wenn sie behaupten, dass die Erde am 21.12.2012 ganz bestimmt "nicht" untergeht.

Tatsächlich mögen die Wahrscheinlichkeiten etwa für einen großen Asteroideneinschlag mit verheerenden Folgen, eine gewaltige nahe Supernova, Sonnenstürme, für einen spontanen Polsprung und ähnliche Katastrophen gering sein, doch ausschließen konnte sie bis zum heutigen Datum niemand. Gerade vergangene Woche passierte ein erst zwei Tage zuvor erstmals überhaupt entdeckter Asteroid die Erde innerhalb der Mondumlaufbahn. Ein größerer Brocken auf einer nur um einige Grad davon abweichenden Bahn, hätte einer dicht besiedelten Region und im schlimmsten Fall möglicherweise sogar unserer gesamten Zivilisation durchaus gefährlich werden können. Die Sicherheit, mit der uns sogenannte Experten immer wieder versichern, dass ein solches Ereignis extrem unwahrscheinlich sei, ist trügerisch.

Grund zur andauernden Panik sind solche Risiken natürlich nicht. Doch die Behauptung des Gegenteils und das damit bezweckte in Sicherheit wiegen funktioniert nur so lange, bis der "worst case" dann doch einmal eintritt. Dann könnte ein darüber nachdenken, wie es dann weitergeht, zu spät sein.

Gerade in den Count-Down-Tagen zum 21.12.2012 waren es zudem viel eher die Kritiker, vermeintlichen Aufklärer und besonders die Massenmedien, die nicht müde wurden, auf den angeblich bevorstehenden Weltuntergang hinzuweisen. So wurden ganze Veranstaltungen und Parties organisiert, Sondersendungen eingeplant und Nachrichtenportale berichteten den ganzen Tag, wenn auch mit deutlich sarkastischem, zynischen und oft auch gegenüber den Anhängern der 2012-Theorien gegenüber abschätzigen Reportagen und Live-Tickern über den heute angeblich stattfindenden und ebenso angeblich von den Maya vorhergesagtem Weltuntergang - den es so, tatsächlich wohl niemals wirklich gab.

So gesehen müssen sich also auch und gerade viele der Kritiker und selbsternannten Aufklärer den Vorwurf gefallen lassen, in der gleichen Art und Weise mit und vom "2012-Hype" zu profitieren, wie so manch einer, der kritisierten selbst. "2012-Oppourtunisten" sind sie beide.

Zudem bleibt abschließend auch die Frage, was einen Weltuntergang eigentlich ausmacht. Hätten die Maya - selbst wenn sie etwas Derartiges vorhergesagt hätten - tatsächlich das Ende der gesamten Welt, des Planeten Erde, gemeint - oder sind solche Vorstellungen viel individueller zu interpretieren? Ist mit einem "Weltuntergang" oder einem "Weltenende" automatisch ein katastrophales spontanes Ereignis gemeint oder können es auch mittel- bis langfristige Entwicklungen sein, deren Grundsteine jetzt rund um das Ende des Maya-Kalenders gelegt werden und deren Wurzeln jetzt entstehen - deren wie auch immer geartete Auswirkungen aber erst in kommenden Jahren zu spüren sein werden?

Potentielle Ereignisse die einer solchen negativen Deutung entsprechen könnten, gab es 2012 mit Finanz- und Euro-Krise nun wahrlich genug. Und selbst am heutigen 21. Dezember 2012 spitzte sich die Krise um den US-Haushalt bedrohlich zu und der Rücktritt des italienischen Premierministers Mario Monti und die damit einhergehende mögliche Rückkehr Berlusconis stärkt das wankende gemeinschaftliche Europa ebenso wenig wie ein offiziell seit heute (21.12.2012) in Schulden versinkendes und von den Rating-Agenturen degradiertes Zypern.

Auch die klassischen Weltuntergangsszenarien wurden und werden vom heutigen Tag als Schlüsseldatum bedient. So passierte heute der bis zu 1,1 Kilometer durchmessende erdnahe Asteroid "2002 AU4" in nur einem Zehntel des Abstands zwischen Erde und Sonne (1 Astronomische Einheit = AE/AU = 150 Mio. Kilometer) unseren Planeten. Obwohl dies immer noch dem fast 40fachen Abstand zwischen Erde und Mond (1 Lunar Distance = LD = 384,000 Kilometer), also rund 15.360.000 entspricht, vermuten einige Beobachter, dass gerade dieser gewaltige kosmische Brocken bei seinen früheren vergleichsweise dichten Annäherungen an die Erde besonders starke Erdbeben ausgelöst hatte. Während Astrophysiker eine solche Wirkung einer derartig "kleinen" und weit entfernten Masse auf tektonische Aktivitäten auf der Erde für unmöglich halten, verweisen die Vertreter einer solchen Theorie auf die vergangenen erdnahen Passagen.

Hierbei kam der Asteroid am 27 Februar 2010 bis auf 0,4446 AU an die Erde heran - Einen Tag später wurde Chile von einem Beben der Stärke 8,8 heimgesucht. Am 15. Juli näherte sich "2002 AU4" der Erde bis auf 0,48 AU - Noch am selben Tag traf ein Beben von 7,8 Neuseeland. Am 17. Dezember 2008 passierte der Asteroid die Erde in einem Abstand von 0,197 AU - einen Tag später wurde Chile ebenfalls von einem starken Beben der Stärke 6,8 erschüttert. Am 5. März 2006 kam der kosmische Brocken bis auf 0,695 AU an die Erde heran - Noch am selben Tag und an den jeweils beiden folgenden Tagen registrierte die US-Geologiebehörde (USGS) Beben um 6,1. Am gleichen Tag, an dem am 9. August 2005 der Asteroid die Erde in einer Entfernung von 0,493 AU passierte, gab es in den USA ein Beben der Stärke 6,1 und tagsdarauf ein Beben der Stärke 5 in New Mexico. Ein Tag bevor der Asteroid am 24. Dezember die Erde in 0.432 AU passierte, wurde ein Megabeben der Stärke 8.1 gemessen, das jedoch aufgrund der geringen Besiedlung der am stärksten betroffenen Region auf halber Strecke zwischen Australien und der Antarktis kaum Beachtung fand. Drei Tage später riss dann jedoch ein gewaltiger Tsunami, der von einem der bislang stärksten je seismografisch registrierten Beben mit einer Magnitude von 9,1 ausgelöst wurde, 230.000 Menschen in 14 Ländern in den Tod. Auch heute registrierte die japanische Erdbebenbehörde zahlreiche leichtere Beben mit maximalen Stärken von bis zu 5 auf der Richterskala.

Orbitaldiagramm von "2002 AU4" am 21.12.2012.
| Quelle/Copyright: NASA

Kritiker mahnen hier jedoch die Vielzahl anderer Erdbeben ohne dichte Annäherung eines erdnahen Asteroiden an, wie sie die Übereinstimmung der Beben mit der vergleichsweise dichten Passage von "2001 AU4" zu einem bloßen Zufall werden lassen. Das aktuelle Beispiel Japans, wo die Erde fast täglich bebt, zeige diesen Umstand mehr als deutlich auf.

Auch die in den vergangenen Tagen und Wochen wieder einmal auffallend ruhige Sonne erwachte pünktlich zum heutigen Datum wieder zu neuer Aktivität - wenn auch noch nicht auf der Richtung Erde gewandten Seite. "Während die Erdseite der Sonne weiterhin ruhig ist, wächst auf ihrer Rückseite die Unruhe", kommentiert "Spaceweather.com" die auffallenden Beobachtungen vom 12. Dezember 2012 des NASA-Sonnenobservatoriums "SOHO".

Starke Aktivität auf der Sonnenrückseite am 21. Dezember 2012.
| Copyright: NASA/SOHO

Dieses habe eine ganze Reihe von koronalen Masseauswürfen auf der erdabgewandten Seite der Sonne registriert. "Die Quellen dieser Plasmawolken scheinen multiple Explosionsorte auf der Rückseite der Sonne zu sein. Das bedeutet, dass sich die Erde (derzeit noch) nicht in der 'Schusslinie' befindet. Die zunehmende Aktivität auf der Rückseite bedeutet aber auch, dass der Erdseite schon bald Ähnliches bevorstehen könnte."

Wer will da also mit Sicherheit sagen können, dass der heutige Tag keine merklichen Auswirkungen auf unsere Zukunft haben wird - zumal sich selbst Maya-Forscher gar nicht einig darüber sind, ob der dreizehnten Baktun-Zyklus der Maya am 21. oder 23. Dezember 2012 endet.

Die Maya-Nachkommen un zahlreiche Anhänger selbst haben indes schon den Beginn des neuen Zyklus gefeiert, mit dem sie eine Renaissance ihrer Kultur und ein neues Zeitalter verbinden...

grenzwissenschaft-aktuell.de

Dienstag, 11. Dezember 2012

Online-Kontroverse um Medwedews Alien-Gag


Standbild aus dem vollständigen Interview-Mitschnitt, vor Beginn von Medwedews Antwort (s. Video Nr. 2 i.d. Meldung).
| Copyright/Quelle: PEN / http://www.youtube.com/watch?v=NDZmaww9vos


Moskau (Russland) - Der angeblich unbeabsichtigte Mitschnitt einer Antwort des russischen Präsidenten Dmitri Anatoljewitsch Medwedew auf die Frage einer Journalistin, was er über Außerirdische und deren Besucher auf der Erde wisse, sorgt derzeit vor allem im Internet für Kontroversen und aufblühende Verschwörungstheorien. Dabei sind sich UFO-Forscher und politische Beobachter mehrheitlich einig in der Interpretation der Aussage, als gut gespielten Gag des Präsidenten.

In Deutschland ist es vornehmlich die Initiative "Exopolitik Deutschland" (exopolitik.org) die sich derartiger Verlautbarungen von Politikern annimmt. Auch in diesem Fall haben die Aktivisten um Robert Fleischer seit der Veröffentlichung der Mitschnitte auf diversen Online-Video-Plattformen und -kanälen die Hintergründe recherchiert und zunächst eine Übersetzung aus dem Russischen erstellt.

Video 1

Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

Reporterin: "Herr Ministerpräsident, Sie wissen ja absolut alles. Nun sind ja zum Beispiel auf der Erde Außerirdische angekommen, so kleine Wesen..." (Rest unverständlich)

Medwedew: "Ich sage es Ihnen zum ersten und letzten Mal. Zusammen mit dem Atomkoffer wird dem Präsidenten eine spezielle Mappe übergeben. Auf dieser ist geschrieben: 'Absolut geheim'. Und sie ist vollständig, umfassend den Außerirdischen gewidmet, die unseren Planeten besuchten. Gleichzeitig übergibt man dem Präsidenten einen Bericht von absolut geheimen Spezialdiensten, die sich mit der Kontrolle dieser Ankömmlinge auf dem Territorium unseres Landes befassen. Diese beiden Mappen werden mit dem Atomkoffer bei Ende einer Präsidentschaft dem neugewählten Präsidenten übergeben. Weitere detaillierte Informationen über dieses Thema können Sie bekommen, wenn Sie sich den bekannten Dokumentarfilm 'Men in Black' anschauen."

Reporterin: "Wieviele von 'ihnen' sind unter uns?"

Medwedew: "Wie viele unter uns sind, werde ich nicht sagen. Denn das kann Panik auslösen."


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Zu den Hintergründen des Videos berichtet Exopolitik.org folgendes:

"Am 7. Dezember 2012 um 9 Uhr mitteleuropäischer Zeit übertrugen fünf russische Fernsehsender (Erstes russisches Fernsehen, Rossija-1, REN TV, NTW und Doschd) eine Live-Debatte mit dem amtierenden Ministerpräsidenten der Russischen Föderation, Dmitri Medwedew. Die Nachrichtenagentur Reuters erhielt das Live-Video der Sendung nach eigenen Angaben als Pool-Signal. (Quelle: Reuters)

Zur Erklärung: In der Regel wird der Live-Videofeed von Nachrichtenagenturen bereits übertragen, noch bevor das eigentlich zu übertragende Ereignis begonnen hat; hier wurde der Videofeed zu Reuters offenbar nicht zeitgleich mit Ende der Sendung beendet.

In der Sendung selbst hatte sich Medwedew zuvor zu den vier wichtigsten Kritikpunkten geäußert, die derzeit gegen die russische Regierung vorgebracht werden: die Gesetze über Nichtregierungsorganisationen (NGO) und ausländische Agenten, über Kundgebungen und Verleumdung sowie die Strafgesetze über Landesverrat. (Quelle: RIA NOVOSTI)

Nach Ende dieser Sendung beantwortete Medwedew eine Reporterfrage - nach Angaben von Reuters habe er dabei (angeblich) nicht gewusst, dass die Mikrofone noch eingeschaltet waren. Es ist nicht klar, auf welche Weise das Video seinen Weg in die Öffentlichkeit fand - das YouTube-Video lässt jedoch darauf schließen, dass der Clip im Rahmen einer Nachrichtensendung im russischen Fernsehen lief, da unmittelbar nach Ende des Interviewausschnitts eine Moderatorin im Studio zu sehen ist."

Tatschlich ist es beim Anblick der Bilder und des Interviews mehr als fraglich, dass Medwedew hier geglaubt haben soll, die Kameras wären ausgeschaltet. Zu professionell setzt er das Interview fort und wird dabei schließlich auch weiterhin gezielt gefilmt, fotografiert und macht ganz und gar nicht den Eindruck, als fühle er sich gerade medial "unbeobachtet".


Nachdem zunächst noch einige Beobachter an einem Scherz Medwedews zweifelten, wurde kurze Zeit später ein weiteres Video veröffentlicht, das nun auch sozusagen die Vorgeschichte sowie die einleitende Frage der Reporterin offenbart:

Video 2

Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

Die vollständige Frage an Medwedew lautet also: "Es gibt die allgemeine Meinung, dass der anstehende (quasi frisch gewählte) Präsident eine Vielzahl an Mappen bekommt..." (an dieser Stelle beginnt Medwedew zu lachen) "...auf denen 'Top Secret' steht..." (Medwedew lacht jetzt nicht mehr) ..."und dort stehen alle Geheimnisse der Welt drin, und dass Sie absolut alles wissen..." Der Rest der Frage der Reporterin ist bereits aus dem 1. Video bekannt (s. Video u. Übersetzung o.).

"Es erscheint nun besser nachvollziehbar, wie Medwedew die Frage der Reporterin aufgefasst hat", kommentiert Fleischer: "Erstens deutet Medwedews Lachen darauf hin, dass er die Frage eher als scherzhaft betrachtete, bevor er eine scheinbar todernste Antwort gab. Zweitens hat die Reporterin ihm mit ihrer Frage nach 'Mappen' für den frisch gewählten Präsidenten eine regelrechte Steilvorlage für seine Antwort geliefert. Es erübrigt sich also auch die oben aufgeworfene Frage, wie Medwedew sich in so kurzer Zeit eine derart komplexe Antwort überlegen konnte. Somit fällt auch der Eindruck weg, dass Medwedew ein vorbereitetes Statement äußerte."

Schon vor Veröffentlichung des zweiten Videos zeigten sich auch russische UFO-Forscher und Beobachter von einem Scherz Medwews überzeugt: "Der in Kiew geborene US-Journalist Paul Stonehill, der als Experte für das UFO-Forschungsprogramm der Sowjets gilt, hält die Äußerung Medwedews für 'kruden russischen Humor': 'Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat sich hier bei seiner Aussage einen Witz über Aliens erlaubt; dieser Ansicht sind angesehene russische und ukrainische UFO-Forscher und Autoren von UFO-Büchern. (...) Einer meiner ukrainischen Kollegen erwähnte, dass niemand in den früheren Sowjetrepubliken (...) das für bare Münze nimmt, und dass es dem Humor von Medwedew entspricht.' (Quelle: presidentialufo.com)

Obwohl die Aussage Medwedews weithin und selbst unter UFO-Forschern und Exopolitik-Aktivisten, die "sich zum Ziel gesetzt haben, die Verschleierung der außerirdischen Präsenz auf der Erde nicht länger hin zu nehmen", da die "überwältigenden Beweise für außerirdische Besucher, die in den Massenmedien geführte hypothetische Debatte über deren Existenz überflüssig" mache, sowie politische Beobachter die Aussagen Medwedews als offenkundiger Gag des russischen Präsidenten gilt, sorgt das Video weiterhin nicht nur im Internet für Kontroversen und befeuert weiterhin Verschwörungstheorien, die selbst bis in Europäische Parlament vorgedrungen sind.

Der umstrittene italienische EU-Abgeordnete der rechtspopulistischen Partei "Lega Nord", der schon im Juni 2010 eine schriftliche Erklärung zur Beendigung der UFO-Geheimhaltung ins EU-Parlament eingebracht hatte, äußerte sich laut der italienischen Tageszeitung "Il Fatto Quotidiano" wie folgt zum Video und zu Medwedews Antwort: "Ich weiß mit Sicherheit, dass sie uns ausspähen, sie halten uns unter Kontrolle. (...) Sie haben Angst, dass wir Atomwaffen anwenden könnten. Medwedew ist die Wahrheit herausgerutscht (...) Es gibt ein Komplott, um diese vernichtende Realität geheim zu halten. Dies hat mir ein linker Europaparlamentarier gesagt, ein gewissenhafter Forscher." Jetzt will Borghezio EU-Parlament mobilisieren und hofft dabei auf parteiübergreifende Unterstützung: "Die Politik kann dieser Frage nicht länger ausweichen". Ob Borghezio damit Erfolg allerdings haben wird, darf bezweifelt werden - wurde doch schon seiner erster Parlamentserklärung aufgrund seiner rechtskräftigen Verurteilung wegen rassistischer Übergriffe nicht gerade viel Aufmerksamkeit zuteil. Das Outing Medwedews Aussage als Gag-Antwort durch das zweite, längere Video, dürfte sein Übriges in dieser Sache bewirken.

Eine Verschwörungstheorie ganz anderer Art wirft die Berichterstattung der deutschen zeitung "Die Welt" über Medwedews angeblichen "Mikrofon-Patzer" auf und fragt, ob es sich bei dem Video und dessen Veröffentlichung im Internet um eine PR-Aktion des Ministerpräsidenten selbst handelt. Die ursprüngliche Quelle des Videos sei schließlich und ausgerechnet der staatliche Sender "Russia Today" gewesen. Laut "Die Welt" vermuten russische Medien einen PR-Schritt, "um Medwedjews Popularität beim Internet-Publikum zu erhöhen". Darauf deute auch das Video selbst hin: "...für einen Zufall ist die Bewegung der Kamera, die Medwedjews Gesicht folgt, zu genau." Wurde das Video also doch mit einer bestimmten Absicht gestreut? Als PR-Material für Medwedew ist es jedenfalls doch eher ungeeignet, schlussfolgert "Die Welt" - hatte sich Medwedew im selben Interview u.a. doch auch abfällig über polizeiliche Ermittler in seinem Land geäußert.

Schlussendlich steht zudem die Frage im Raum, wieso der eigentlich wichtige Einstieg aus dem ersten Video herausgeschnitten wurde? War es etwa die Absicht des entsprechenden YouTube-Users, dem Betrachter vorzugaukeln, dass Medwedew hier eine ernsthafte Antwort gibt?

- Weitere Informationen auch zu den Aussagen anderer russischer Politiker bezüglich UFOs und Außerirdischen und dem sowjetischen UFO-Forschungsprogramm "SEKTA" finden Sie auf den Seiten von Exopolitik.org.

grenzwissenschaft-aktuell.de
Quellen: youtube.com, exopolitik.org
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
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