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Montag, 20. April 2015

Neu veröffentliche Akten belegen geheime Verbindungen zwischen US-Verteidigungsministerium, Geheimdiensten und der US-Raumfahrtbehörde NASA


Symboldbild: Verbindungen zwischen NASA, dem US-Militär und Geheimdiensten (Illu.). | Copyright: grewi.de

Washington (USA) - Obwohl es aufgrund zahlreicher sicherheitssensibler und militärischer Facetten auf der Hand lag und liegt, galten Personen, die an geheime Verknüpfungen zwischen der eigentlich als zivil eingestuften US-Raumfahrtbehörde NASA und dem US-Verteidigungsministerium und -Geheimdiensten glaubten, bislang schnell als Verschwörungstheoretiker. Jetzt legt ein offizielles Buch des National Security Archives der USA genau diese Verbindungen auf der Grundlage noch bis vor kurzem geheimer offizieller Akten erstmals offen.

Unter dem Titel "Spies and Shuttles" (Spione und Shuttles) belegt der Raumfahrthistoriker James E. David vom Smithsonian National Air and Space Museum "Die Geheimen Verbindungen der NASA mit der US-Verteidigung und den Geheimdiensten" (NASA's Secret Relationships with U.S. Defense and Intelligence Agencies)


Wie aus den in dem Buch erstmals präsentierten und erst kürzlich über das National Security Archive an der George Washington University veröffentlichten, einst geheimen Dokumenten hervorgeht, war die Erstellung von Vertuschungsgeschichten rund um Geheimoperationen, die Überwachung sowjetischer Raketentests und durch das zur Verfügungsstellen von Wetterdaten für das US-Militär schon seit ihrer Gründung 1958 ein geheimer Teil der NASA.


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Obwohl die NASA vom Kongress eigentlich als rein zivile Raumfahrtbehörde eingesetzt worden war, habe eine Reihe von Umständen schon sehr schnell dazu geführt, dass sie in Aktivitäten sogenannter "Schwarzer (also geheimer) Programme" der US-Militärs und der Geheimdienste verwickelt wurde, so das Ergebnis von Davids Aufarbeitung der Akten. "Jahrzehnte lang waren ein Großteil der Akten zu diesen geheimen Aktivitäten der NASA klassifiziert und damit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich", erläutert die Pressemitteilung des National Security Archive.

In einem Essay, dass auf der Seite des National Security Archive frei einsehbar ist, hat James E. David einige der bedeutendsten Fälle und deren Quellmaterial zusammengefasst.



"Spies and Shuttles"
(eng. Originalausgabe) hier bestellen

Wer sich von diesen Akten nun jedoch neue und brisante Informationen über UFO-Begegnungen, -Abstürze und Kontakte der NASA bzw. der US-Regierung und ihrer Militärs zu Außerirdischen erhofft, wird enttäuscht. Allerdings geben die präsentierten Informationen erstmals einen ebenso faszinierenden wie detaillierten Einblick in die angewandten Strategien der Geheimhaltung und Vertuschung geheimer Projekte und Operationen, wie sie von einigen Forschern schließlich auch hinter dem angeblich immer noch geheimgehaltenen UFO-Wissen der US-Regierung und ihrer Behörden vermuten.


Zu den Vertuschungsaktionen, an denen die sich die NASA (damals noch NACA) aktiv beteiligte, gehörte die Tarnung der Entwicklung des Spionageflugzeugs "U-2" als Flugzeug zur Wetteraufklärung in den 1950er Jahren und anderen Geheimprojekten, in denen Kritiker des UFO-Phänomens heute noch Erklärungen für zahlreiche UFO-Sichtungen sehen.


- Das vollständige Essay finden Sie HIER


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Samstag, 28. Februar 2015

Buchneuerscheinung: "Vorsicht Verschwörung! Verschwörungstheorien, UFOs, Atlantis und Paläo-SETI im Lichte rechtsextremer Unterwanderung"


Die aktuelle GEP-Sonderpublikation "Vorsicht Verschwörung" von André Kramer. | Copyright: GEP

Lüdenscheid (Deutschland) - Die aktuelle Sonderpublikation der Gesellschaft für UFO-Forschung (GEP) mit dem Titel "Vorsicht Verschwörung! Verschwörungstheorien, UFOs, Atlantis und Paläo-SETI im Lichte rechtsextremer Unterwanderung" bietet der Autor André Kramer einen aktuelle Darstellung und Widerlegung rechtsextremer Verschwörungstheorien im Bereich grenzwissenschaftlicher Themen wie etwa Paläo-SETI und UFOs.

Zum Band erläutert die GEP folgendes:


Alle Forscher und Organisationen, die sich mit dem Themengebiet der Anomalistik befassen, sehen sich dem Problem einer zunehmenden Verbreitung brauner Esoterik und rechtsextremer Verschwörungstheorien gegenüber. Auch in den Bereichen UFOs und Außerirdische werden immer wieder Spekulationen laut, die sich in diesen Kontext einordnen lassen.


Es liegt daher in der Verantwortung seriöser Anomalistik- und UFO-Forschung, derartigem Gedankengut entgegenzutreten, und zwar nicht mit leichtfertigem Abtun, sondern mit gezielter Aufklärung über Inhalte und Widerlegungen entsprechender Behauptungen.

Bereits vor drei Jahren hat die GEP in einer Stellungnahme ihre Position zu rechter Esoterik mit Verweisen auf inhaltliche Auseinandersetzungen mit der Thematik klargestellt. In einer neuen Sonderpublikationen lassen wir dieser ersten Stellungnahme eine genauere und umfangreichere Veröffentlichung folgen.

Unser Vorstandsmitglied André Kramer hat eine lesenswerte Auseinandersetzung mit zahlreichen Ideen, Autoren und Sachverhalten aus der rechten Esoterik verfasst, die insbesondere mit den Themen Aliens, UFOs und Paläo-SETI / Prä-Astronautik verknüpft sind und klärt darin unter anderem über folgende Fragen auf:


- Steckt hinter UFOs und UFO-Entführungen ein "Zuchtprogramm der Nazis?"

- Waren die Götter aus alten Überlieferungen "arische Astronauten?"
- Ist Atlantis real und die "arische Urheimat?"
- Welche Rolle spielten Geheimbünde und Okkultismus im Dritten Reich?
- Tobt der Zweite Weltkrieg noch immer?
- Hat Hitler den Krieg überlebt?
- Was hat es mit den Reichsflugscheiben auf sich?
- Wer ist Jan van Helsing und welche Thesen hat er veröffentlicht?
- Welche weiteren Autoren rechter Esoterik gibt es und welche Thesen brachten sie hervor?
- Woher kommt der Erfolg derartiger Verschwörungstheorien?

Mit Antworten zu diesen Themen soll das Buch eine Handreichung für jeden an Grenzwissenschaften Interessierten sein, um kritische Untersuchungen zu diesen Inhalten zu kennen, aber auch für jeden in der Anomalistik und insbesondere UFO-Forschung oder Paläo-SETI Aktiven, um irrationalen Spekulationen mit fundierten Argumenten entgegentreten zu können.

"Nur so, indem man auch die grenzwissenschaftliche Szene selbst anspricht, lassen sich Effekte erzielen und es besteht die Chance auf eine gewisse Aufklärung. Solange die Behauptungen aus entsprechenden Kreisen weiterhin als nicht widerlegt und potenziell plausibel dastehen (unabhängig vom Grad des tatsächlich Irrationalen), solange werden sie weiterhin Anhänger finden und ihre Vertreter können diesen Aspekt fortführend für ihre Belange betonen."
André Kramer
André Kramer
Vorsicht Verschwörung!
Verschwörungstheorien, UFOs, Atlantis und Paläo-SETI im Lichte rechtsextremer Unterwanderung
188 Seiten, broschiert, DIN A5, 39 Abb.
ISBN 978-3-923862-43-6, 15,00 €


Das Buch können Sie im GEP-Shop direkt bestellen

GEP / ufo-forschung.de

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Kennedy-Attentat doch eine Verschwörung? Mitarbeiter der Warren-Komission räumt erstmals ein: "Vielleicht haben wir doch etwas übersehen"


Fotoaufnahmen unmittelbar nach dem Schuss auf Kennedy. | Copyright: Mary Moorman / Public Domain

Dallas (USA) - 50 Jahre nach Veröffentlichung des Abschlussberichts der sogenannten Warren-Kommission, die die Umstände des Attentats auf den US-Präsidenten John F. Kennedy untersuchen und klären sollte, räumt ein damaliger Mitarbeiter der Kommission Zweifel am Ergebnis der Untersuchungen ein, das am 24. September 1964 im "Warren Report" veröffentlicht wurde und zu dem Schluss kam, dass Lee Harvey Oswald der alleinige Täter gewesen sei. "Vielleicht haben wir doch etwas übersehen", erklärt der einstige Staatsanwalt Charles N. Shaffer Jr. in einem Interview. Damit ist Shaffer der erste Warren-Insider, der diese Vermutung öffentlich abgibt.

Wie der Journalist Philip Shennon in einem Artikel in der "Washington Post" berichtet, habe Shaffer ihm gegenüber in Interviews zu seinem Buch "A Cruel and Shocking Act: The Secret History of the Kennedy Assassination" eingestanden, dass es damals "möglicherweise doch eine Verschwörung gegeben habe. Damit ist Shaffer das erste Mitarbeiter und Insider der Warren-Kommission selbst, der derartige Zweifel und Vermutungen öffentlich äußert.


Zwar habe auch er keine Zweifel daran, dass Oswald der einzige Schütze war und auch die Theorie der einzelnen Gewehrkugel stelle er nicht in Frage. Dennoch vermute er heute, dass das Attentat selbst das Werk von Personen aus dem organisierten Verbrechen war, die Oswald dazu gebracht haben, den Präsidenten zu töten und zwei Tage später auch den Nachtclubbesitzer Jack Ruby dazu zwangen, wiederum Oswald zu ermorden.


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"Der Warren Report war ein ehrlicher Bericht, der auf dem basierte, was wir damals wussten", so Shaffer. "Aber nichts sollte auf ewig in Stein gemeißelt sein. Später gab es Entwicklungen, die mich davon überzeugt haben, dass wir möglicherweise etwas übersehen haben."


Die Hintermänner des Attentats sieht Shaffer jedoch nicht in politischen Gegnern Kennedys oder dunklen Geheimbünden, sondern in Persönlichkeiten der US-Mafia. Einige Schlüsselfiguren dieser Szene hatte Shaffer in seinem späteren Berufsleben selbst als Anwalt vertreten. Hierbei habe er Dinge erfahren, die ihn an diesen Umständen kaum mehr zweifeln ließen.


"Die Aussagen einiger Mafia-Bosse und Anwälte machen absolut Sinn. Sie wollen Rache für das aggressive Vorgehen der Justiz der Kennedy-Administration gegen die Mafia. Zudem waren sie absolut in der Lage, Ruby zum Mord an Oswald zu zwingen. (...) Zieht man diese Aussagen in Betracht, dann gab es eine Verschwörung."


Zum Thema


Zumindest mit der Einschätzung, dass es eine - von wem auch immer inszenierte - Verschwörung gab, reiht sich Shaffer in eine lange Liste von Personen des öffentlichen Lebens in den USA ein, die mittlerweile an eine Verschwörung gegen Kennedy glauben:

Schon Kennedys Amtsnachfolger, Lyndon B. Johnson, erklärte in seinen letzten Lebensjahren, dass er davon überzeugt sei, dass Fidel Castro hinter dem Attentat stecke. Auch Kennedys Bruder, Robbert Kennedy, unterstützte zwar offiziell die Schlussfolgerungen des Warren Reports, erklärte jedoch gegenüber Freunden und Angehörigen, dass der davon überzeugt sei, dass entweder Castro, die Mafia oder Elemente innerhalb der CIA hinter der Ermordung seines Bruders steckten. Selbst der aktuelle Außenminister der USA, John Kerry erklärte noch im vergangenen Jahr in einem TV-Interview, dass er bis heut "ernste Zweifel daran habe, dass Oswald alleine gehandelt hatte". Damit stehen die genannten Politiker alles andere als alleine in der US-Öffentlichkeit: Eine Umfrage der Associated Press im April 2013 ergab dass 59 Prozent der US-Bürger an eine Verschwörung hinter dem Kennedy-Attentat glauben.


- Den vollständigen und ausführlichen Originalartikel finden Sie HIER


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Quelle: washingtonpost.com

Montag, 22. September 2014

VIDEO: Computer-Grafik-Firma erklärt umstrittene Mondlande-Fotos


Schon lange umstritten: Wie konnte Buzz Aldrin beim Ausstieg im Schatten des Landemoduls nahezu perfekt ausgeleuchtet sein, obwohl die Sonne als angeblich einzige Lichtquelle auf dem Mond, von der Landefähre verdeckt wird? | Copyright: NASA

Santa Clara (USA) - Seit der Apollo-11-Mondlandung im Juli 1969 ranken sich Gerüchte, Spekulationen und Theorien darum, ob die NASA tatsächlich auf dem Mond gelandet sind oder das ganze lediglich in Filmstudios auf der Erde gestellt wurde. Theorien rund um eine angebliche Verschwörung rund um die Vertuschung dieses Szenarios füllen mittlerweile ganze Bücher Video- und TV-Dokumentationen und die Diskussion um die Belastbarkeit der Indizien und Beweise beider Seiten hält bis heute unvermindert an. Jetzt hat sich mit NVIDIA einer der größten Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen für Personal Computer und Spielkonsolen mittels ihrer neusten Computertechnologie zur Simulation von Lichtreflexionen auf verschiedenen Oberflächen in die Debatte eingebracht und erklärt, eines der bisherigen Rätsel um einige der Originalaufnahmen der Mondlandung erklären zu können.

Konkret geht es um eine NASA-Aufnahme, die Buzz Aldrin dabei zeigen, wie er am 20. Juli 20169 das Landemodul "Eagle" verlässt und als zweiter Menschen den Mond betritt. Fotografiert von seinem Kollegen Neil Armstrong, tut der Astronaut dies tatsächlich auf der Schattenseite des Landemoduls und obwohl sich die Sonne als einzige Lichtquelle also hinter dem Landemodul befindet, ist Aldrin nahezu perfekt ausgeleuchtet (s. Abb.o.). Dies, so die Mondlande-Kritiker, könne nur durch eine künstliche Lichtquelle erklärt werden, wie sie jedoch nach NASA-Angaben und den Inventarlisten der Mondflüge nicht zu finden sind.


"Mit unserer neuen Maxwell-Technologie haben wir erstmals überhaupt die Möglichkeit, sogenannte globale Illumination in Echtzeit zu simulieren", erläutert NVIDIA-Direktor Mark Daly. "Wir können also nicht nur die Refelxion von Licht von unterschiedlichen Oberflächen simulieren sondern auch, wie dieses reflektierte Licht dann wiederum von anderen Objekten im dreidimensionalen Raum reflektiert wird."


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Mit dieser Technologie haben sich die NVIDIA-Computerexperten nun die umstrittenen Aufnahmen vom Ausstieg Aldrins vorgenommen und zunächst die Gesamtszenerie so exakt wie möglich am Computer rekonstruiert. Hierzu mussten die Grafiker eine Unzahl von Faktoren in die Simulation mit einbeziehen, darunter unter anderem das komplexe Terrain der Apollo-11-Landestelle und die unterschiedlichen sogenannten Albedowerte der Lichtreflexion nicht nur des Mondbodens sondern auch jener Materialien, aus denen u.a. die Landefähre und Raumanzüge der Astronauten bestanden (s.Video).

Tatsächlich bestätigten erste Berechnungen der Ausstiegs-Situation, in denen noch keine indirekte Beleuchtung durch von Oberflächen reflektiertes und gestreutes Licht miteinberechnet worden waren, die Zweifel an den historischen Fotos - zeigten sie doch, dass Aldrin trotz seines hellen Raumanzugs selbst nahezu in Dunkelheit und nur schwer erkennbar die Landeeinheit verlassen hatte.


Computerrekonstruktion des Ausstiegs Buzz Aldrin ohne Reflexionen des Sonnenlichts auf anderen Oberflächen. | Copyright: NVIDIA

"Die Art und Weise, wie wir uns normalerweise das Verhalten von Licht vorstellen ist die, dass das Licht aus einer Lichtquelle auf ein Objekt trifft und von diesem Objekt in die Kamera reflektiert wird. In Wirklichkeit ist die Sache aber viel komplizierter", erläutert NVIDIA-Grafikexperte Paul Debevec. "Licht wird von Objekten nicht geradlinig in eine Kamera zurückgeworfen. Wird es reflektiert, so trifft es auch auf andere Teile und Objekte einer Szenerie, die dieses Licht dann wiederum reflektieren usw. Es sind diese 'Inter-Reflexionen', die einen Großteil der Belichtungssituation einer Szene ausmachen."


Doch selbst als die komplexen Berechnungen auch für besagte Inter-Relexionen miteinbezogen wurden, zeigte sich ein Ergebnis, das immer noch nicht der nahezu perfekt ausgeleuchteten Situation beim Ausstieg Buzz Aldrins im Schatten des "Adlers" gerecht wurde.


Computerrekonstruktion des Ausstiegs Buzz Aldrin mit Inter-Relexionen des Sonnenlichts auf anderen Oberflächen (Mondoberfläche, Landeeinheit usw.). | Copyright: NVIDIA

"Zu diesem Zeitpunkt", so gesteht Mark Daly ein, "kamen auch wir zu dem Schluss, dass es da irgendeine zusätzliche Lichtquelle gegeben haben muss. Eine Lichtquelle, die wir nicht kannten und die zur korrekten Rekonstruktion der Aufnahmesituation noch fehlte."


Bei der Durchsicht weiterer Foto- und Filmaufnahmen, stießen die Grafiker dann auf einen kurzen Filmmitschnitt von Aldrins Ausstieg, auf dem tatsächlich eine weitere Lichtquelle auf der Mondoberfläche zu sehen ist. "Die Aufnahme wurde von der anderen Seite der Ausstiegsleiter aus (mit Hilfe einer selbstlaufenden Videokamera) gemacht und zeigt dieses wirklich große helle Licht."



Standbild aus einem Original-Filmmitschnitt von Aldrins Ausstieg. Hinter Aldrin, der Leiter und den Landebeinen den Landemoduls ist eine große und helle Lichtquelle sichtbar. | Copyright: NASA

"Wir haben die Aufnahme und die Gesamtsituation dann eingehend analysiert und festgestellt, dass es sich bei dieser Lichtquelle um Neil Armstrong in seinem hellen Raumanzug handelt, der das Sonnenlicht auf Buzz Aldrin reflektiert."


Computer-Rekonstruktion der Fotosituation: Aldrins Ausstieg wird von dem bereits zuvor ausgestiegenen Armstrong fotografiert. | Copyright: NVIDIA

Da der Albedo-Wert der Raumazüge mit bis zu 90 Prozent fast so hoch ist, wie der eines Spiegels, reichte dieser und Armstrongs Position vollkommen aus, um die perfekte Ausleuchtung Aldrins zu erklären, der zudem selbst einen der stark reflektierenden, weißen Anzüge trug.



Vergleich der vielfach umstrittenen Originalaufnahme (rechts) mit der Rekonstruktion unter Berücksichtung aller reflektiven Oberflächen und Inter-Reflexionen, inklusive des zweiten Astronauten, Neil Armstrong (links). | Copyright: NVIDIA

"Natürlich werden wir nie beweisen können, dass diese Aufnahmen nicht in einem irdischen Studio gemacht wurden. Was wir nun aber beweisen können ist die Tatsache, dass die Belichtungssituation auf dem Mond, mit der Sonne als einzige Lichtquelle ausreichte, um Aldrin nahezu perfekt auszuleuchten, wie es die Aufnahmen zeigen", kommentiert Daly abschließend.


Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Peter Scholl-Latour bezeichnet Apollo-Mondlandung als "wirksamste Blendgranate der Geschichte" 17. März 2013
Filmemacher: "Fälschung der Mondlande-Aufnahmen war 1969 technisch nicht möglich" 22. Januar 2013
Satellitenaufnahmen zeigen: Apollo-Flaggen sind immer noch vorhanden 29. Juli 2012
NASA legt nach: Schärfere Bilder der Apollo-Landestellen 7. September 2011


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Quelle: nvidia.com

Freitag, 23. Mai 2014

UFO-Forscher veröffentlichen erstmals angebliche Dokumente zu "Project Aquarius"


Titel des nun veröffentlichten "Aquarius"-Dokuments. | Quelle: siriusdisclosure.com


Washington (USA) - Sollten sie echt sein, so gehören die Dokumente über die Existenz einer streng geheimen Gruppe von 12 Mitgliedern aus US-Politik, -Militär und Wissenschaft mit der Bezeichnung "Majestic Twelve" (MJ-12, Maijic-12, MJ-XII) zu den wohl brisantesten Dokumenten der Zeitgeschichte. Schließlich behaupten sie, dass dieses unter Präsident Harry S. Truman eingerichtete Geheimkomitee Oberhand über alle US-Untersuchungen von UFOs und Außerirdischen inne hatte. Seit erstmals 1984 Mikrofilmaufnahmen dieser Dokumente an die Öffentlichkeit gerieten, streiten sich UFO-Forscher mit Skeptikern aber auch untereinander über die Frage der Authentizität dieser Dokumente und ihrer Aussagen. Teil des MJ-12-Mythos war und ist das Geheimprojekt "Aquarius", dessen Ziel es gewesen sein soll, umfassende wissenschaftliche Informationen über UFOs und ihre außerirdischen Insassen zusammenzutragen und für zukünftige Weltraumprogramme der USA zu nutzen. Während bislang nur Transkripte und Zusammenfassungen der angeblichen Aquarius-Dokumente bekannt waren, hat der US-amerikanische UFO-Forscher Dr. Steven Greer im Rahmen seines Veröffentlichungsprojekts "Sirius Disclosure" nun erstmals ein ihm erst kürzlich zugespieltes Dokument veröffentlicht, bei denen es sich angeblich um eine Aquarius-Akte handeln soll. Um eine Prüfung der Authentizität der Dokumente sind Forscher derzeit bemüht.
UPDATE 9. Juni 2014
Wir haben diesen Bericht mit einem Update von Steven Greer über ein neues angebliches Dokument des "Air Force Office of Special Investigations" zu "Aquarius" und anderen UFO-Projekten aktualisiert. Dieses Update finden Sie am Ende dieser Meldung...
Laut bislang vorliegenden Informationen wurde "Project Aquarius" 1953 von Präsident Eisenhower ins Leben gerufen, soll der MJ-12-Gruppe und "Project Sign" unterstellt gewesen sein und habe sämtliche Informationen der US-Regierung zusammengetragen, die seit 1947 über "unidentifizierte Flugobjekte" (UFOs) und "identifizierte außerirdische Fluggeräte" (IACs) zusammengetragen wurden.

Bei "Project Sign" handelte es sich um das erste offizielle von US-Regierung und -Militär eingerichtete Untersuchungsprojekt als Reaktion auf das Absturzereigniss von Roswell und der Zunahme von UFO-Meldungen seit der Sichtung des Piloten Kenneth Arnold, 1947 landesweit und international für Schlagzeilen gesorgt hatten und sozusagen als Geburtsstunde des modernen UFO-Mysteriums gelten.



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Der 1949 veröffentlichte Abschlussbericht von "Project Sign" kam zu dem Schluss, dass es sich bei den UFOs um Flugkörper außerirdischer Herkunft handeln müsse - woraufhin das Team entlassen und das Projekt der Öffentlichkeit gegenüber für beendet erklärt wurde. Kurz danach setzte die US-Regierung das Folgeprojekt "Project Grudge" (dt. Groll) ein, dessen offizielles Ziel es nun jedoch war, durch geeignete Maßnahmen das Interesse an UFOs in der Öffentlichkeit unterminieren. Dies führte zu großer Empörung unter anderem unter Piloten, die UFOs gesehen und gemeldet hatten - wurden diesen doch von "Grudge" meist als inkompetent und halluzinatorisch dargestellt. "Project Grudge" wurde daraufhin eingestellt und 1951 von "Project Blue Book" gefolgt, dessen Auswertung 22 Prozent der untersuchten Fälle als "unbekannt" kategorisierte, obwohl die das Projekt leitende Air Force abschließend offiziell erklärte, dass keine der Sichtungen mit außerirdischen Fahrzeugen in Verbindung gebracht werden könne.


Während "Project Sign" also eingestellt wurde und "Grudge" die Aufgabe hatte, das UFO-Phänomen, seine Erforscher und Zeugen zu banalisieren und zu diskreditieren, soll es sich bei "Aquarius" also um das im Geheimen fortgesetzte Untersuchungsprogramm über UFOs und deren extraterrestrische Herkunft gehandelt haben, dessen Ergebnisse die USA unter anderem für das eigene Weltraumprogramm nutzen wollte.


Zu den nun veröffentlichten Dokumenten erläutert Steven Greer selbst folgendes:

"Es ist NICHT BEKANNT, ob es sich bei diesen (Dokumenten) um authentische Dokumente der US-Regierung handelt. Wir selbst haben zwar schon einige typografische und andere Fehler innerhalb des Dokuments entdeckt, doch diskreditieren diese die Dokumente nicht zwangsläufig, da solche Fehler routinemäßig vorkommen - gerade auch in Regierungsdokumenten.
Es sollte beachtet werden, dass die aus diesen Dokumenten hervorgehenden Informationen andere bekannte Indizien, Beweise und Ereignisse stützen, die als solche grundsätzlich korrekt sind.

Wir suchen jetzt Personen mit direktem Wissen über die Herkunft dieser Dokumente aus erster Hand und/oder Personen, die selbst mit "Project Aquarius" und anderen mit Codenamen bezeichnete und in den Dokumenten genannte Projekten und damit in Verbindung stehenden Operationen zu tun hatten.


Informationen und Meinungen aus zweiter Hand sind für die Einschätzung der Dokumente weniger von Bedeutung, obwohl natürlich auch diese gern geäußert und uns mitgeteilt werden können. Am hilfreichsten ist aber die Zusammenarbeit mit Informationsquellen aus erste Hand.


Die Person, die uns die (nun veröffentlichten) Dokumente zugespielt hat, verfügt selbst über zahlreiche authentische Kontakte zu geheimen Luftfahrt- und Militärprojekten in Verbindung mit UFOs und wird von uns als eine glaubwürdige und vertrauenswürdige Quelle eingestuft.


Wir veröffentlichen diese Dokumente aus Sicherheitsgründen so schnell, da wir glauben, dass es nicht klug wäre, wichtige Zeit zwischen dem Erhalt der Dokumente und ihrer Veröffentlichung versreichen zu lassen. Sollten die Dokumente authentisch sein, so sind die von potentieller historischer wie explosiver Tragweite."
- Das angebliche "Project Aquarius"-Dokument mitsamt Transkription finden Sie HIER

Das angeblich von MJ-12 erstellte Dokument selbst scheint die ersten Seiten einer Art Einführung zu "Project Aquarius" zu sein und besagt unter anderem,

...dass es 1947 zum Absturz und der darauffolgenden Bergung eines außerirdischen Raumschiffs mitsamt Besatzung durch das US-Militär nahe Roswell und zu einem weiteren Absturz 1949 gekommen sein soll.
...dass die Untersuchung des Wracks die Entzifferung der außerirdischen Bildsprache ermöglicht habe.

...das eine intensive Befragung des Außerirdischen der den Absturz von 1949 überlebt hatte, ergeben habe, dass dieser von einem Planeten aus dem rund 40 Lichtjahre entfernten System Zeta Riticuli stammt. Dieser als "EBE" (Extraterrestrial Biologiocal Entity = außerirdische biologisches Wesen) bezeichnete Außerirdische habe noch bis zum 18. Juni 1952 gelebt, sei dann aber an einer unbekannten Krankheit verstorben. Bis zu diesem Zeitpunkt habe er "wertvolle Informationen über Weltraumtechnologien, den Ursprung des Universums und exobiologische Angelegenheiten mitgeteilt"


...dass die USA 1958 ein weiteres außerirdisches Raumschiff in der Wüste von Utah geborgen haben, das zwar in exzellentem und sogar flugfähigen Zustand war, von der Besatzung jedoch offenbar verlassen wurde, da an Bord keine Insassen gefunden wurden. Auch aus der Untersuchung dieses Raumschiffs hätten US-Wissenschaftler eine Vielzahl wichtiger Erkenntnisse und Entwicklung ziehen können.


...dass die US-Regierung auf der Grundlage der Untersuchungen in der Lage gewesen sein soll, eine Kommunikation mit den Außerirdischen herzustellen.


...dass die US-Regierung zu der Einschätzung gekommen sein soll, dass die Außerirdischen und der Kontakt zu ihnen keine Gefahr darstelle und sie weder als aggressiv noch als bedrohlich eingestuft wurden.


...dass die US-Regierung zwar zu der Einschätzung gekommen sein soll, dass die außerirdischen Besucher in friedlicher und forschender Absicht kommen, dass man ihre Bewegung aber auch zukünftig sorgfältig beobachten solle, bis man sichergehen könne, dass sie weder eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA noch für die Zivilisation auf der Erde darstellen.


...dass Informationen, wie sie anhand der Befragung des EBE gewonnen wurden, nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Unter anderem habe er berichtet, dass die Außerirdischen selbst die ersten Menschen auf der Erde angesiedelt hätten. Diese Information habe jedoch nicht verifiziert werden können. Auch vor diesem Hintergrund habe man diese (und andere) Informationen nicht veröffentlicht, da man eine "religiöse Panik" befürchtete.


...das es aber ein Programm zur Veröffentlichung der so erhaltenen Informationen gegeben habe. Dieses habe zum Ziel, die Informationen Schritt für Schritt zu veröffentlichen, um so die Öffentlichkeit nach und nach vorzubereiten.


...die außerirdische Technologie der unsrigen mehrere tausend Jahre überlegen sei, dass die USA von der Erforschung dieser Technologie massiv profitiert habe und dass es wohl noch einige hundert Jahre dauern werde, bis man auf der Grundlage weiterer Untersuchungen mit dem Stand der EBE-Technolgie gleichziehen könne.


...dass das sogenannte "Project Sigma" als Teil des 1954 initiierten "Project Glemm" zum Ziel hatte, mit den die Erde besuchenden Außerirdischen in direkten Kontakt zu treten. Dieses Ziel soll 1959 in Form einer ersten einfachen Kommunikation erreicht worden sei. Am 25 April 1964 soll sich dann ein Geheimdienst-Offizier der US Air Force mit zwei Außerirdischen an einem zuvor vereinbarten Ort in der Wüste von New Mexico drei Stunden lang getroffen und ausgetauscht haben. Derartige Treffen seien über die Folgejahre hinweg auf einer Air Force Basis in New Mexico fortgesetzt worden. Seit 1972 soll dann mit "Project Snowbird" das Ziel verfolgt worden sein, die geborgenen Raumschiffe in Nevada zu fliegen.


+++GreWi-Kommentar
Da keine der jetzt veröffentlichten Seiten unfälschbare Merkmale aufweist und auch der Inhalt auf bereits bekannten Motiven der angeblich vertuschten Bergung, Untersuchungen und Analyse von außerirdischen Wracks und Insassen durch die US-Regierung basiert, dürfte es schwer werden, die Dokumente entweder als echt oder gefälscht zu identifizieren. Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass auch dieses Dokument Teil eines zukünftig umstrittenen Mythos werden, die – wie schon die MJ-12-Dokumente selbst - von den einen als Beweis gefeiert und zugleich von anderen als plumpe Fälschung abgetan werden. Lediglich die Bestätigung der Dokumente und ihres Inhalts durch die nun von Greer und Kollegen gesuchten direkten Zeitzeugen aus erster Hand könnten den Papieren mehr Glaubhaftigkeit verleihen. Vorausgesetzt, derartige Zeugen äußern sich namentlich, öffentlich und unter Eid...

UPDATE 9. Juni 2014

Auf seiner Internetseite "SiriusDisclosure.com" hat Steven Greer ein weiteres, "neues" Dokument veröffentlicht, das Bezug zu "Aquarius" nimmt und erläutert dazu:


"Wir haben ein neues Dokument des 'Air Force Office of Special Investigations' erhalten, das (auch) Project Aquarius erwähnt. Dieses Dokument erhieltn wir am 4. Juni 2014 von einer höchst glaubwürdigen Quelle.

Das Dokument erwähnt auch Majestic Twelve und andere Operationen sowie die Analysen einer Vielzahl von UFO-Filmen und -Fotos.

Es gesteht auch ein, dass die US Air Force unterschiedliche Decknamen und Deckorganisationen verwendet, um UFO-Berichte zu sammeln (bzw. sich solcher Meldungen zu bedienen), darunter auch das 'UFO repirting center'."
- Weitere Informationen zu diesem Dokument, sowie Downloads des Originals und eines vollständigen Transkripts finden Sie HIER


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Quelle: siriusdisclosure.com

Freitag, 22. November 2013

Buchneuerscheinung: "Konspiration. Soziologie des Verschwörungsdenkens"

John F. Kennedy. | Copyright: Public Domain

Freiburg (Deutschland) - Übereinstimmend mit dem 50. Jahrestag des Attentats auf John F. Kennedy erscheint der Sammelband "Konspiration. Soziologie des Verschwörungsdenkens". Die Frage nach dem oder gar den Mördern des 35. US-Präsidenten ist Quelle einer der größten Verschwörungstheorien des 20. Jahrhunderts. Doch auch um die Fragen, ob etwa der AIDS-Erreger ein künstlich erzeugtes Virus ist, die US-amerikanische Regierung eine abgestürztes UFO verborgen hält, was wirklich am 11. September geschah und welche staatlichen Stellen wen und zu welchen Zwecken abhören, ranken sich einige der populärsten Verschwörungstheorien der letzten Jahrzehnte und sind Gegenstand der Diskussionen in diesem Band.

"Diese Theorien erlangen in der Bevölkerung bisweilen eine große Popularität, in den Wissenschaften haben sie jedoch einen eher schlechten Ruf - und den Leitmedien gelten sie als Ausdruck überzogenen politischen Misstrauens oder gar kollektiver Paranoia der Staatsbürger", erläutern die Autoren und Soziologen Andreas Anton, Michael Schetsche und Michael K. Walter zu dem von ihnen  herausgegebene Sammelband. Dieser ist darum bemüht zu erklären, "wie diese unterschiedlichen Bewertungen zustande kommen und woraus der anhaltende Erfolg von Verschwörungsdenken in der Öffentlichkeit resultiert."


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Mittels empirischer Fallstudien, medienwissenschaftlicher Rekonstruktionen und theoretischer Reflexionen wagt der Band den Versuch einer soziologischen Ehrenrettung des konspirologischen Gegenwartsdenkens: "Verschwörungstheorien rekurrieren vielfach auf reale historische Erfahrungen mit unredlichem Handeln wirtschaftlicher, politischer und staatlicher Akteure. Sie bieten alternative Deutungen, wo offizielle Erklärungen für gesellschaftliche Ereignisse, Entscheidungen und Prozesse - vermeintlich oder tatsächlich - versagen. Dabei stellen sie nicht nur die Deutungshoheit amtlicher Verlautbarungen, sondern oftmals auch das Meinungsmonopol der Massenmedien in Frage. Im Verbund mit den durch die neuen Medien eröffneten Partizipationschancen der Bevölkerung am Meinungsbildungsprozess fördern sie damit letztlich die Pluralisierung gesellschaftspolitischen Denkens."


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Basierend auf diesem Verständnis sprechen sich die Autoren denn auch gegen eine pauschale Abwertung des Verschwörungsdenkens und insbesondere die damit vielfach einhergehende "Pathologisierung" der Protagonisten solcher Deutungen aus. Namentlich die bis heute die öffentliche und auch die wissenschaftliche Debatte dominierende, vorsätzlich diskreditierende These 'kognitiver Defizite' bei den Anhängern von Verschwörungstheorien  wird dem modernen Verschwörungsdenken weder wissenschaftlich noch gesellschaftspolitisch gerecht. Vielmehr - so das Fazit des Bandes - sind es vier Faktoren, die das heutige Verschwörungsdenken maßgeblich beeinflussen:

1. Das kulturell weitgehend anerkannte Wissen darüber, dass ganz reale politische, militärische oder wirtschaftliche Verschwörungen immer wieder den Gang unserer Geschichte beeinflusst haben.

2. Das - wie nicht zuletzt die aktuellen Abhöraffären zeigen - durchaus begründete Misstrauen von Teilen der Bevölkerung gegenüber Rechtschaffenheit und demokratischer Einstellung politischer, wirtschaftlicher und militärischer Machteliten.

3. Der Wunsch nach plausiblen Erklärungen für unerwartete Ereignisse in der Gesellschaftlich - insbesondere wenn die in regierungsamtlichen Erklärungen und in den Leitmedien angebotenen Deutungen wenig plausibel oder unvollständig erscheinen.

4. Die Möglichkeit via Internet gesellschaftspolitisch abweichend Überzeugungen sehr schnell und weitgehend unkontrolliert verbreiten zu können, was die kulturelle Sichtbarkeit auch solcher Ideen sicherstellt, die in traditionellen Massenmedien nicht zum Zug kommen."
Im Umgang mit Verschwörungstheorien empfehlen die Autoren eine im doppelten Sinne unvoreingenommene Prüfung - nicht nur hinsichtlich der Tragfähigkeit ihrer jeweiligen Argumente, sondern eben auch in Hinblick auf das emanzipatorische Potenzial der betreffenden Thesen. In wissenschaftlicher Hinsicht gehe es in dem Band in erster Linie darum, ein alternatives Modell zum Verständnis des Verschwörungsdenkens in unserer Gegenwartsgesellschaft vorzulegen. Das vorgeschlagene Konzept verzichtet, nicht nur auf problematische Vorannahmen und vorwissenschaftliche Bewertungen, sondern ermöglicht es auch, das viel gescholtene und ebenso oft missverstandene "Verschwörungsdenken" unserer Kultur als legitimen Untersuchungsgegenstand der empirischer Sozialforschung sichtbar zu machen.




grenzwissenschaft-aktuell.de
Quelle: anton@igpp.de

Mittwoch, 15. Mai 2013

Forscherin auf der Spur der "Leopardenmorde"


So stellten sich die Europäer die Leopardenmörder vor: Skulptur von Paul Wissaert aus dem Jahr 1913 im Afrikamuseum Tervuren (Belgien).
| Copyright: J.B. Burton, RMCA/Afrikamuseum Tervuren 


Kassel (Deutschland) - Jahrzehntelang sorgten die sogenannten "Leopardenmorde" im kolonialen Afrika für Angst und Schrecken - reichte die Anzahl der Opfer doch an die 1.000 Menschen. Eine Kasseler Historikerin will nun die Hintergründe der Mordserie aufdecken und vermutet, dass Geheimgesellschaften eine wichtige Rolle gespielt haben könnten.

Die Opfer der "Leopardenmörder" waren meist grausam zugerichtet: ihre Körper zerkratzt, häufig ihrer Organe beraubt, Verletzungen am Nacken. Auf den ersten Blick sahen diese Wunden wie die von Leoparden-Attacken aus. Untersuchungen zeigten jedoch, dass die Verletzungen von Menschenhand zugefügt wurden.


Rund 1.000 Afrikaner wurden zwischen 1850 und 1950 auf diese Weise getötet. Die Mehrzahl der Opfer hatte mit den Kolonialherren zusammengearbeitet. "Die Gerichte der Kolonialmächte urteilten die Mörder - bzw. diejenigen, die sie dafür hielten - ab. Doch es blieb unklar, ob es sich um Einzeltäter, eine Art anti-koloniale Guerilla oder religiöse Ritualmorde handelte", erläutert die Kasseler Wissenschaftlerin Stephanie Zehnle. Jahrzehnte nach Ende des Kolonialzeitalters hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, die Hintergründe der Morde aufzuklären.



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"Die Morde zogen sich über ein riesiges Gebiet von Westafrika bis in den Kongo und nach Ostafrika. Seinerzeit war das Phänomen auch in Europa bekannt und fand Eingang in die populäre Literatur", erläutert Zehne. So streife sich beispielsweise im 1930 erschienen Tim-und-Struppi-Comic "Tim im Kongo" ein verschlagener Medizinmann ein Leopardenkostüm über und kündigt eine Tat nach Art der Leopardenmorde an. "Nach der Entkolonialisierung gerieten die Leopardenmorde weitgehend in Vergessenheit, sie bleiben jedoch rätselhaft", so die Forscherin. Zwar liegen Hunderte von Verhörprotokollen und Gerichtsakten in den Archiven, doch eine umfassende Erklärung der Motive und Hintergründe sei bislang noch nicht gelungen.


Zehnles Forschungsprojekt "Leopardenmänner. Ein translokales Gewaltphänomen in der kolonialen Phase Afrikas" im Fachbereich Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Kassel, wird als Teil der in Kassel koordinierten Forschergruppe "Gewaltgemeinschaften" mit rund 300.000 für drei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. "Ich kann nicht Einzeltäter nachträglich überführen oder Verurteilte entlasten", konkretisiert die Historikerin die Zielsetzung. "Aber ich will klären, wer als Täter in Frage kommt, ob es religiöse oder politische Motive gab, ob die Täter in eigener Sache töteten oder im Namen der einheimischen Bevölkerung. Und ich will die Rolle klären, die der Tiermythos spielt."


Insbesondere im britischen National Archive lagert Großteil der Unterlagen des britischen Colonial Office, deren Akten und Protokolle. Hinzu dienen auch historische Presseberichte aus Archiven afrikanischer Staaten. Natürlich seien alle diese Berichte oft gefärbt - von der Sicht der Kolonialherren auf die Afrikaner, aber auch durch Eigeninteressen der Übersetzer, Gerichtsdiener oder Journalisten. "Durch die schiere Masse der Quellen lassen sich aber Vergleiche anstellen und Färbungen herausfiltern", ist sich die Wissenschaftlerin sicher.


Zehnle vermutet die Täter in den Reihen der sogenannten Leopardenmänner - Geheimbünde, die in großen Teilen Afrikas verbreitet waren. "Diese Gruppen übten viele tragende Funktionen der vorkolonialen afrikanischen Gesellschaft aus, von der Rechtsprechung über die Sozialisation junger Männer bis hin zu religiösen Funktionen."


Für die Europäer waren die Mitglieder kaum zu identifizieren, gegenüber der Bevölkerung traten sie teils in Erscheinung, viele Rituale fanden aber auch im Verborgenen statt. "Die Leopardenmänner wurden durch die Kolonialverwaltung in ihrer Rolle und Bedeutung in Frage gestellt", beschreibt Zehnle. "Sie hatten dadurch Anlass zu einer feindseligen Haltung." Zudem gab es Initiationsriten, bei denen die Aufgenommenen aus einem Leopardenfell schlüpften und so symbolisch neu geboren wurden. "Das könnte den Leoparden-Spuren an den Mordopfern eine neue Bedeutung geben; sie dienen dann nicht allein der Verschleierung des Mordes, sondern sind auch Zeichen eines Rollenwechsels: Der Täter wird für eine Weile zum Tier und distanziert sich so innerlich von seiner Tat."


Dieser Erklärungsansatz weist so über das Phänomen der Leopardenmorde hinaus und zeichnet das Bild des Kampfes zweier Gesellschaftssysteme. Auf der einen Seite die europäischen Kolonialherren mit modernen, arbeitsteiligen Verwaltungen und Rechtssystemen; auf der anderen Seite die vorkolonialen Geheimbünde, die einen umfassenden Anspruch auf viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens erhoben. Während die Serie der Leopardenmorde mit der Entkolonialisierung endete, ist das Schicksal der Geheimbünde weniger klar. "Interessanterweise hat sich der konstruierte gesellschaftliche Gegensatz modern/vorkolonial fortgesetzt", so die Forscherin. "Die ersten postkolonialen Regierungen grenzten sich häufig noch schärfer gegen alles so genannte Unzivilisierte ab als die Europäer."


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Quelle: uni-kassel.de

Samstag, 23. März 2013

HRS-Sonderausgabe zu Sicherheit und historischen Verschwörungen und Verschwörungstheorien


Titel der HRS-Sonderausgabe "Security and Conspiracy in History" (Vol.38, 2013, No.1).
| Copyright: www.gesis.org/hsr 


Köln (Deutschland) - In einer aktuellen Sonderausgabe widmet sich das internationale Fachmagazin "Historical Social Research / Historische Sozialforschung" (HSR) historischen Verschwörungen und Verschwörungstheorien von der Renaissance bis 9/11.

- Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Presseinformation des Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften GESIS, gesis.org


13 Fallstudien bieten dem Leser innovative Perspektiven auf Intrigen in der Renaissance, den Mord an Pim Fortuyn, die Moro-Affäre in Italien oder 9/11 und diskutieren Aspekte von Sicherheit und Verschwörung in einem neuen, interdisziplinären Zusammenhang.


Die Herausgeber Beatrice de Graaf und Cornel Zwierlein vereinen in der neuesten Ausgabe der Historical Social Research (HSR) zum ersten Mal die Sicherheitsgeschichte und die Geschichte von Verschwörungen und Verschwörungstheorien mit der Frage, wie sich ihre Entwicklungen von der Renaissance bis zur Gegenwart beeinflussen.


"Diese Ausgabe der HSR ist damit der erste Versuch, die Entwicklung von Sicherheit und Verschwörung(stheorien) gemeinsam in einer Langzeit-Perspektive zu untersuchen. Dabei wird von der Annahme ausgegangen, dass sowohl voll entwickelte Verschwörungstheorien als auch "Sicherheit" als politisches Leitkonzept Themenfelder sind, die einander herausfordern: reale oder imaginierte Verschwörungen sind Bedrohungen für die Sicherheit eines Staates oder Gemeinwesens. Beide, Sicherheit und Verschwörung(stheorie), müssen mit Präzision und Vorsicht historisiert werden."


Die Beiträge des Bandes 38 (2013) 1 der HSR vereinen Fallstudien und methodologische Reflexionen von der Renaissance bis 9/11, wobei die Mehrheit die Hoch- und Spätmoderne seit 1880 betrifft. Internationale Pioniere der Verschwörungs- und Sicherheitsgeschichte ebenso wie Nachwuchsforscher tragen hierzu bei.


Die HSR ist eine internationale wissenschaftliche Fachzeitschrift für die Anwendung formaler Methoden in der Geschichte. Sie wird vom Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften GESIS herausgegeben und erscheint seit 1976. In Anerkennung ihrer Qualität und Relevanz für die Wissenschaftsgemeinschaft wird die Zeitschrift Historical Social Research von verschiedenen digitalen Informationsdiensten erschlossen und archiviert. So ist die HSR unter anderem bei SocIndex with FULL TEXT, bei JSTOR und im Social Science Citation Index vertreten. Die European Science Foundation hat die HSR 2011 in die Kategorie "international top-journal (INT1 Sub-Category)" aufgenommen.


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Quelle: gesis.org

Sonntag, 17. März 2013

Peter Scholl-Latour bezeichnet Apollo-Mondlandung als "wirksamste Blendgranate der Geschichte"


Neil Armstrong betritt am 20. Juli 1969 als erster Mensch den Mond.
| Copyright: NASA 


Berlin (Deutschland) - Dr. Peter Scholl-Latour gehört nicht nur zum journalistischen Urgestein Deutschlands sondern gilt auch als exzellenter kulturhistorischer Kenner der Weltpolitik und erfahrener Zeitzeuge der Nachkriegszeit. In einem Nebenkommentar zu einem Interview hat Scholl-Latour nun seine ganz eigene Note zur Kontroverse um die Mondlandungen der Apollo-Missionen abgegeben und diese als das beste Täuschungsmanöver der Welt bezeichnet. Ins Horn der klassischen Apollo-Mondlande-Verschwörungstheorien bläst der vielfach ausgezeichnete Journalist dennoch nicht.

Im Interview mit der TV-Zeitschrift "TV Hören und Sehen" zum aktuellen ZDF-Doku-Spielfilmdreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" erinnert sich Scholl-Latour an sein eigenes Erleben der Kriegs- und Nachkriegszeit und kommentiert in kurzen Zitaten auch historische Ereignisse wie die Heimkehr der Kriegsgefangenen, Vietnam, den Bau und Fall der Berliner Mauer - und eben auch die Mondlandung der US-Amerikaner.


Peter Scholl-Latour (2008). | Copyright: Bernd Andres, CC-BY-SA 3.0

"1969 verkündet Neil Armstrong auf dem Mond den technologischen Sieg der USA – die wirksamste Blendgranate der Geschichte. Denn alle großen Schritte ins All haben eigentlich die Russen zuerst getan: erster Satellit, erstes Lebewesen im All, erster Mann, erste Frau, erster Weltraumspaziergang, erste Raumstation. Den Vorsprung haben sie gehalten - die meisten Satelliten starten noch heute in Russland."



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Auch zum Vietnam-Krieg äußert sich Peter Scholl-Latour bis heute aktuell kritisch über die Weltpolitik der USA. 1973 geriet er, der mit seinem ZDF-Kamerateam als einer der wenigsten Journalisten direkt von vorderster Front berichtete, in die Gefangenschaft des Vietcongs. "Wir waren uns der Gefahr bewusst, wurden aber gut behandelt. Allmählich konnten wir das Vertrauen der Nationalen Befreiungsarmee gewinnen, durften den harten Alltag der Dschungelkämpfer filmen - und konnten das Grauen erstmals aus Sicht unserer Gegner darstellen. (...) Vietnam har mir erstmals die Augen geöffnet. Das mächtige Amerika ist trotz Hochrüstung besiegbar - sogar durch eine schlecht ausgerüstete Partisanentruppe. Eine ähnliche Lage wie später (heute) im Irak und in Afghanistan."

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Mittwoch, 27. Februar 2013

Seit 400 Jahren verborgen: Geheime Kammer der ersten englischen Freimaurer entdeckt


Verborgen hinter einem Wandschrank, befindet sich im Canons Ashby House eine erst jetzt entdeckte, seit 400 Jahren verborgene geheime Kammer. | Copyright/Quelle: BBC 

Canons Ashby (England) - Hinter einem Wandschrank versteckt, hat ein Gutsverwalter in dem Elisabethanischen Herrenhaus "Canons Ashby House" eine seit fast 400 Jahren verborgene Kammer entdeckt. Symbole an den Wänden deuten daraufhin, dass diese Kammer von einigen der ersten englischen Freimaurer genutzt wurde, noch bevor die erste Freimaurerloge in England überhaupt gegründet wurde.

Wie die BBC berichtet, befindet sich der kleine Raum verborgen hinter der mit Familienwappen dekorierten hölzernen Wandverkleidung. Im Innern der Kammer zieren Symbole und lateinische Texte die Wände. Die Symbole deuten Mitarbeiter des National Trust (NT, Nationale Treuhandschaft für Orte von historischem Interesse oder von Naturschönheit) als Hinweise darauf, dass der Ort von einigen der frühen Freimaurer Englands verwendet wurde.


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Eines der Symbole an den Wänden der Kammer, die als Symbol früh-freimaurischer Aktivität gedeutet werden. | Copyright/Quelle: BBC

"Die Texte fordern beispielsweise dazu auf, "Nichts von (Tieren) zu essen, die einen schwarzen Schwanz haben' oder 'Achte auf Deine Zunge, Deinen Bauch und deine Lust. Das Beste was Du tun kannst, ist eines Anderen Wahnsinn zu genießen.'", erläutert Laura Malpas vom National Trust gegenüber der BBC.

Bei der Kammer handele es sich ganz eindeutig nicht um einen natürlich entstandenen Raum. "Der Boden ist getäfelt und die Wände sind verputzt. Die Kammer selbst ist 1,82 x 1,82 x 1,52 Meter groß und biete damit gerade Platz für eine Person und einige Gegenstände, die der einstige Besitzer des Hauses vielleicht lieber vor der Öffentlichkeit verbergen wollte." Sollte sich der Bezug zu den frühen englischen Freimaurern bestätigen, könnte es sich gerade auch wegen der bedrückenden Enge auch um einen Raum handeln, der zur Initiation verwendet wurde.

Wie Malpas weiterhin erklärte, wird vermutet, dass die einstigen Besitzer, die Dryden Familie, zu jenem Teil der damaligen englischen Gesellschaft gehörte, aus dem heraus sich später die Freimaurer formierten. "Dieser Raum könnte also Teil einer Art früher englischen Freimaurerloge gewesen sein, die sich offiziell aber erst 130 Jahre später, 1717 gegründet hatten."


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Quelle: BBC

Dienstag, 22. Januar 2013

Filmemacher: "Fälschung der Mondlande-Aufnahmen war 1969 technisch nicht möglich"


Archiv: Standbild aus den historischen Filmaufnahmen der Apollo-11-Mondlandung. | Copyright: NASA 

Amsterdam (Niederlande) - In die schon Jahrzehnten andauernden Diskussion und Kontroverse um eine angebliche Mondlandeverschwörung, innerhalb derer die US-Regierung die erfolgreichen Mondlandungen des Apollo-Programms in Studios auf der Erde inszeniert haben soll, hat nun der Filmemacher S G Collins eine völlig neue Perspektive eingebracht und erläutert in einem Video, warum es 1969 und in den Folgejahren technisch gar nicht möglich war, die historischen Filmaufnahmen der Mondlandung von Apollo 11 und der nachfolgenden Missionen zu fälschen.

Auch wenn auch dieser Beitrag die Mondlande-Kontroverse nicht beilegen wird, so eröffnet Collins, in dem er ein Argument der Verfechter einer Fälschung der Aufnahmen einfach umkehrt, eine erfrischend neue Perspektive in der Diskussion um die Apollo-Mondlandungen.


Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten


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S G Collins selbst ist Filmemacher aus Boston. Er begann 1979 als Kameramann und arbeitete zuerst mit 16 mm-Film und anschließend mit 35 mm-Film und 1 Zoll Videoband. Im Laufe der Zeit entwickelte er sich zu einem Autoren, Regisseur und Designer und machte Mitte der 1990er Jahre den Übergang vom analogen zum digitalen Video mit. Seit 2003 lebt der überzeugte Anarchist und Pazifist in Amsterdam, produziert mit seiner Firma "postwar.nl" Marketing-Filme, Musikvideos und realisiert kleine persönliche Projekte wie diesen Film. Hinzu er auch Amateur-Stadtplaner und verbringt viel Zeit damit, über die gebaute Umwelt und über Humanismustheorien nachzudenken.

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Donnerstag, 3. Januar 2013

Neil Armstrong - Kontroverse um angeblich jahrzehntelange Lüge des ersten Menschen auf dem Mond


Offizielles NASA-Portrait von Neil Armstrong vor der Mondlandung.
| Copyright: NASA 


Washington (USA) - Seit der ersten Mondlandung im Juli 1969 gehört der Satz des ersten Menschen auf dem Mond, dem US-Astronauten Neil Armstrong, zu den großen historischen Zitaten: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit." Jahrzehnte lang hatte Armstrong selbst immer wieder behauptet, er habe sich diesen Satz erst auf dem Mond überlegt. Nun rüttelt gerade der Bruder des erst im vergangenen Jahr verstorbenen Mondfahrers am Mythos Neil Armstrong und versichert, sein Bruder habe sich den Ausspruch schon Monate vor der Mondlandung überlegt. Jetzt fragen sich gerade Vertreter von Verschwörungstheorien rund um die Mondlandung, worüber Armstrong noch so alles die Unwahrheit gesagt haben könnte.

Wie schon in zahlreichen Interviews so hatte Armstrong nicht zuletzt auch in seiner eigenen Autobiografie erklärt, er habe sich erst in den Stunden nach der Ankunft auf dem Mond und vor dem Ausstieg Gedanken darüber gemacht, was er beim ersten Mondgang sagen würde.

In einer aktuellen Dokumentation der BBC mit dem Titel "Neil Armstrong - First Man on the Moon" erklärte Neils Bruder Dean Armstrong nun jedoch, dass er den besagten Ausspruch schon Monate zuvor mit seinem Bruder besprochen habe und er von Neil sogar eine schriftliche Notiz erhalten habe. "Auf diesem Zettel stand: 'Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit' bestätigte Dean Armstrong auch gegenüber der britischen Tageszeitung "Telegraph". Von diesem Gespräch und der Notiz, wie sie den Aussagen des Mondastronauten widersprechen, hatte Neil Armstrong selbst nie etwas erwähnt.


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"Beabsichtigt oder nicht, Dean Armstrongs Aussage legt nun nahe, dass sein Bruder mehr als 40 Jahre lang (immer wieder) gelogen hat", kommentiert denn auch der Weltraumexperte Robert Pearlman die aktuelle Diskussion gegenüber "Space.com".

Ebenfalls beabsichtigt oder unbeabsichtigt stützt Pearlman damit frühere Vorwürfe gegenüber Neil Armstrong von Seiten der Vertreter jener Verschwörungstheorien, die grundsätzlich an den Apollo-Mondlandungen zweifeln. Diese hatten unter anderem immer wieder darauf hingewiesen, dass Armstrong sich zur eigentlichen Mondlandung immer wieder auffallend zurückhaltend gezeigt und geäußert hatte.


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Als Hinweis darauf, dass schon bei der ersten Mondlandung 1969 etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen sein soll und Armstrong gemeinsam mit seinen Kollegen Buzz Aldrin und Michael Collins darüber nicht nur zum Schweigen sondern auch zu Falschaussagen gezwungen worden sein sollen, führen entsprechende Kritiker der Mondlandung neben zahlreichen kontrovers diskutierten angeblichen technischen Ungereimtheiten, wie sie aus den offiziellen NASA-Dokumenten und Foto- und Filmaufnahmen der Mondlandungen ersichtlich sein sollen, auch die erste Pressekonferenz der Apollo-11-Crew nach der Rückkehr zur Erde an. Tatsächlich wirken die Mondfahrer hierbei alles andere als enthusiastisch – stattdessen jedoch geradezu verschämt, abgeklärt und benommen. Die meisten Beobachter erklären dies allerdings mit dem Umstand, dass das Interview unmittelbar nach der Quarantäne der Mondfahrer durchgeführt wurde, ohne dass sich sie Männer zuvor von den Strapazen der Mondreise und der Quarantäne hätten erholen können und sie noch nicht einmal zuvor ihre Frauen und Kinder sehen durften.
 

Armstrongs erste Worte auf der Pressekonferenz nach der Rückkehr zur Erde
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Mitschnitt der vollständigen Pressekonferenz nach der Mondlandung. Dauer 1 Std., 23 Min.

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Zum Vergleich: Mitschnitt der vollständigen Pressekonferenz vor dem Apollo-11-Start. Dauer: 1 Std., 24 Min.

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Quellen: NASA, telegraph.co.uk, space.com
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