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Freitag, 20. Juli 2007

HITLER-ATTENTÄTER: „TOM CRUISE DARF STAUFFENBERG SPIELEN“

Claus Schenk von Staufenberg | Copyright: Unbekannt

Mainz/ Deutschland – Zur aktuellen Diskussion um die Frage, ob der Vorzeige-Scientologe und Hollywoodstar Tom Cruise den Hitler-Attentäter Graf von Stauffenberg spielen darf, hat sich nun auch der letzte Überlebende der Widerstandsgruppe des Attentats vom 20. Juli, Philipp Freiherr von Boeselager geäußert. Er sieht in der Besetzung kein Problem, solange Cruise Film und Dreharbeiten nicht zur Scientology-Werbung missbrauche.

In einem Interview mit dem ZDF sagte v. Boeselager, dass er kein Problem mit Tom Cruise habe, wenn dieser seine Rolle als Schauspieler und nicht als Scientologe wahrnehme. Der Widerstandskämpfer zeigte sich hingegen erfreut darüber, dass durch einen solchen Film endlich auch die breite amerikanische Öffentlichkeit erfahren würde, dass es in Deutschland auch in den obersten Rängen tatkräftigen Widerstand gegen das Hitler-Regime gegeben habe.

Zuvor hatten sich deutsche Politiker, darunter die Sektenbeauftragte der CDU/DSU-Bundestagsfraktion Antje Blumenthal, sowie Verteidigungsminister Jung gegen Dreharbeiten für den Hollywoodfilm „ Valkyrie (Wallküre)“ an Originalschauplätzen wie dem Bendlerblock, dem Hauptquartier des Attentats, in Berlin, ausgesprochen (wir berichteten).

Auch der Sohn Stauffenbergs, zeigte sich empört, dass Cruise seinen Vater spielen solle: "Tom Cruise soll seine Finger von meinem Vater lassen", so Staufdenberg in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Gegenüber dem ZDF spricht der deutsche Erfolgsproduzent Volker Schlöndorf in der aktuellen Diskussson hingegen von einer Gefahr für den Filmstandort Deutschland: "Solche Dinge sprechen sich in Hollywood auch ohne viel Publicity schnell herum und halten Produzenten davon ab, in Deutschland zu drehen."

Derweil haben rund um die Filmstudios in Berlin-Babelsberg die Dreharbeiten bereits begonnen. Bislang gibt es keine Berichte, darüber, dass der Hollywoodstar auch das Set und die Dreharbeiten zu „Walküre“ zur agressiven Scientology-Werbung nutzt. In vergangenen Filmprojekten ließ Cruise gelbe Informationszelte aufstellen, um über Scientology zu informieren und für die Organisation, deren Strukturen als totalitär gelten, zu werben. Nach Informationen des ZDF durften beispielsweise Journalisten nur zum Set und zu Interviews mit den Schauspielern, nachdem sie durch eben diese Zelte gegangen waren.

Hintergrund:
Das Attentat und der versuchte Putsch vom 20. Juli 1944 gelten als die massivste Ausprägung des Widerstands von Deutschen gegen das Nazi-Regime unter Adolf Hitlers. Die Beteiligten der Verschwörung stammten aus vielen Schichten der Bevölkerung. Unter den 200 später wegen der Erhebung Hingerichteten waren ein Generalfeldmarschall (Erwin von Witzleben), 19 Generäle, 26 Obersten, zwei Botschafter, sieben Diplomaten, ein Minister, drei Staatssekretäre sowie der Chef der Reichskriminalpolizei; des Weiteren mehrere Oberpräsidenten, Polizeipräsidenten und Regierungspräsidenten. Voraussetzung für den geplanten Machtwechsel war ein erfolgreiches Attentat auf Hitler. Die von Claus Schenk Graf von Stauffenberg platzierte Bombe tötete den Diktator jedoch nicht. Dies und das Zögern beim Auslösen der „Operation Walküre“, des Plans zum Staatsstreich, ließen den Umsturzversuch scheitern.
(Quelle: wikipedia.de)


Quellen: zdf / grenzwissenschaft-aktuell.de / wikipedia.de

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, 29. Juni 2007

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